Goldmann Reisen

Klöster und Schlösser im Schwarzwald

Diese fünftägige Fahrt führt uns in das höchste deutsche Mittelgebirge. Tief eingezogene Täler, luftige Höhen und eine sehr dichte Bewaldung kennzeichnen bis heute die Region. Doch nicht nur seine landschaftliche Schönheit macht den Schwarzwald zum lohnenden Reiseziel. Von erstaunlichem Reichtum und Vielfalt ist gerade hier die klösterliche Kultur gewesen. Romanisch strenge Bauten der Hirsauer Schule, zisterziensische Grossanlagen, darunter das von der Unesco geschützte Maulbronn und eine klösterliche Spätblüte im 18. Jahrhundert legen davon Zeugnis ab. Darüber hinaus laden barocke Residenzen wie Rastatt und Bruchsal sowie reizvolle historische Städte zu Besuchen ein. Ausgangsort unserer Erkundungen wird Baden-Baden sein. Der mondäne Kurort, seit dem 19. Jahrhundert auch von Schriftstellern und Musikern geschätzt, besitzt bis in die Gegenwart ein vielbeachtetes kulturelles Leben.

1. Tag (Di): Reise in den Schwarzwald – Alpirsbach und Hirsau

Fahrt von Basel und Zürich nach Alpirsbach. Die kleine Gemeinde am Ostabhang des Schwarzwalds beheimatete bis zur Reformation ein wichtiges Benediktinerkloster. Die grossartige romanische Kirche weist die Merkmale der cluniazensischen Reformklöster auf. Reizvoll ist der gotische Kreuzgang. Calw, die Geburtsstadt von Hermann Hesse, bildet ein geschlossenes Ensemble von Fachwerkhäusern des 17.-19. Jahrhunderts. Im Ortsteil Hirsau gründeten Benediktinermönche um 1085 ein Kloster, welches sich in der Folgezeit zum grössten in ganz Deutschland entwickeln sollte. Die riesige Klosterkirche von 100 m Länge entsprach dieser Bedeutung; nach der Zerstörung im 17. Jahrhundert ist sie heute als eindrucksvolle Ruine zu erleben. 4 Übernachtungen und Abendessen in Baden-Baden

Blick auf Baden-Baden

2. Tag (Mi): Raststatt - das badische Versailles

Vormittags Fahrt durch die Rheinebene nach Schwarzach. Die vollständig erhaltene Klosterkirche St. Peter und Paul ist der einzige in Backstein ausgeführte Grossbau der Romanik am Oberrhein. Anschliessend besuchen wir Rastatt, die barocke Residenz der Markgrafen von Baden-Baden. Mit dem prachtvollen Barockschloss und der auf sie bezogenen Stadt wollte der Markgraf Ludwig Wilhelm, der "Türkenlouis", seinen Traum von einem badischen Versailles verwirklichen. Hell und freundlich präsentiert sich das mit Trophäen geschmückte Treppenhaus; elegante und verspielte Stuckaturen des Rokoko beleben den Gartensaal und viele andere Räume des Schlosses. Für Feste und Empfänge schuf Architekt Domenico Egidio Rossi den eindrucksvollen Ahnensaal. Die Dekorationen verweisen auf den Bauherrn Ludwig Wilhelm und seine Erfolge in den Türkenkriegen. Nach der Mittagspause besuchen wir mit Schloss Favorite das älteste und einzige nahezu unverändert erhalten gebliebene „Porzellanschloss“ in Deutschland. Seine Ausstattung, seine reichhaltigen Sammlungen und seine idyllische Lage machen es zu einem Gesamtkunstwerk von europäischer Bedeutung.


Schloss Favorite im englischen Landschaftsgarten

3. Tag (Do): Baden-Baden

Baden-Baden gilt als eines der elegantesten deutschen Kurbäder. Schon die Römer nutzten die Thermalquellen im Tal der Oos. Besonders im 19. Jahrhundert entwickelte sich der Ort zu einem Zentrum der internationalen Bohème; das Kurhaus, die Trinkhalle, aber auch das monumentale Friedrichsbad und zahlreiche Villen künden noch von dieser Glanzzeit. Im Museum Frieder Burda sind neben der ständigen Sammlung, die unter anderem mit Werken von August Macke, Pablo Picasso und Gerhard Richter glänzt, immer wieder auch hochkarätige Ausstellung zur modernen und zeitgenössischen Kunst zu sehen. Noch im Stadtgebiet von Baden-Baden liegt das Zisterzienserinnenkloster Lichtenthal, wo bis zum heutigen Tag Nonnen wirken. Auch die Altstadt mit der Stiftskirche birgt eine Reihe von Kostbarkeiten. Der Nachmittag ist frei, vielleicht für eine Einkaufsbummel oder einen Spaziergang durch den eleganten Kurpark. Auch Wellness, ob im historischen Friedrichsbad oder in den moderneren Caracalla-Thermen, ist möglich.

Kurhaus Baden-Baden

4. Tag (Fr): Wunder der Baukunst - Maulbronn und Bruchsal

Das württembergische Zisterzienserkloster Maulbronn war stets eines der reichsten Klöster im südwestdeutschen Raum. Mit der Reformation wurde es in eine Schule umgewandelt, was wesentlich zur Erhaltung der nahezu gesamten Klosteranlage beitrug. Hier besteht die Gelegenheit, ein Gesamtensemble aus der Blütezeit des im Burgund gegründeten Ordens zu besichtigen. Neben der Kirche sind hier auch der Kreuzgang mit entzückendem Brunnenhaus und die anderen zu einem Kloster gehörigen Gebäude aus romanischer und frühgotischer Zeit zu erleben. Weiterfahrt nach Bruchsal, der Residenz der Fürstbischöfe von Speyer. Das ab 1720 errichtete Barockschloss besitzt ein Treppenhaus des berühmten Würzburger Baumeisters Balthasar Neumann; vielen gilt es als die Krone aller Treppenhäuser des Barock.

Kloster Maulbronn

5. Tag (Sa): Durch den Hochschwarzwald zurück in die Schweiz

Das malerische Städtchen Gengenbach im unteren Kinzigtal ist als Klostersiedlung der gleichnamigen Reichsabtei entstanden. Von der Benediktinerabtei ist die Klosterkirche St. Marien aus romanischer Zeit erhalten, das Kloster wurde in der Barockzeit neu errichtet. Fahrt mitten durch den Schwarzwald nach St. Peter. Das Kloster im Hochschwarzwald wurde 1093 von den Zähringer Herzögen gegründet. Der aus rotem Sandstein errichtete barocke Neubau der Klosterkirche ist ein Werk von Peter Thumb, eines - auch durch seine Werke in der Schweiz - bekannten Architekten aus der Vorarlberger Schule. Von der Gelehrsamkeit der Benediktinermönche zeugt der prachtvolle Bibliothekssaal im Rokokostil. Rückfahrt über Basel und Zürich. Ankunft am späten Nachmittag.

Engelgasse in Gengenbach

Bildnachweis

www.fotolia.com

www.schwarzwald-tourismus.info

www.schloss-favorite-rastatt.de Urheber: Landesmedienzentrum Baden-Württemberg

 

 

Reisetermin

1. - 5. Mai 2018
(5 Reisetage)

Reiseleitung

Uwe Zenner
Uwe Zenner

 

Leistungen

Fahrt im bequemen Reisebus
ab Basel und Zürich

4 Übernachtungen mit Frühstück
in gutem Mittelklassehotel

4 Mittag- bzw. Abendessen

Besichtigungen und Führungen lt. Programm

Reiseliteratur

Mindestteilnehmerzahl: 12 / maximal 25

 

Reiserücktritts-Versicherung
(fakultativ): SFr. 43

Reiserücktritts-Jahresversicherung
(fakultativ): SFr. 109

Preis pro Person im Doppelzimmer:
SFr. 1430   
Preis pro Person im Einzelzimmer:
SFr. 1530