Goldmann Reisen

Versailles - Musik und Kunst am Hof des Sonnenkönigs

Die Schlösser und Gärten von Versailles sind ein Herzstück der französischen Kultur. Der Sonnenkönig Ludwig XIV. schuf hier ein architektonisches Modellbild seines Staates, eine Bühne für Politik, Zeremoniell und spektakuläre Feste. Die besten Künstler, Architekten, Maler, Poeten, Musiker und Schriftsteller Frankreichs wurden von Ludwig in den Dienst der Verherrlichung seiner persönlichen Gloire genommen. Opernaufführungen, Ballette und Feuerwerke gehörten zum Alltag des am Hof versammelten Adels. Ganz Europa schaute auf diesen Hof und versuchte ihm – wenn auch in kleinerem Format – nachzueifern. Oft bleibt für Versailles nur eine Stippvisite während einer Parisreise übrig. Dabei lohnt es sich, die Anlagen und Parks mit Zeit und Musse zu erkunden. Nur so erschliesst sich das gewaltige, durchkonzipierte Bildprogramm, das sich von der Architektur über die Gemälde und Möbel bis in die Gestaltung der Gärten erstreckt. In der historischen Opéra Royal im Schloss erleben wir zwei musikalische Höhepunkte mit Sängern der Spitzenklasse: Eine Inszenierung von Glucks Orfeo ed Euridice mit Philippe Jaroussky und Patricia Petitbon in den Titelrollen sowie ein Konzert mit dem Countertenor Franco Fagioli. Fehlen dürfen auch nicht die Grands Eaux Musicales, die berühmten Wasserspiele, die von einem Feuerwerk bekrönt werden. Entspannung verspricht eine Landpartie nach Giverny zu den Gärten Claude Monets, die im Juni in voller Blüte stehen.

1. Tag (Do): Bienvenue à Versailles

Fahrt im bequemen Reisebus ab Zürich und Basel mit Mittagshalt im Städtchen Beaune im Burgund. Auf der Fahrt gibt Henrik Lange eine kleine Einführung in die französische Barockmusik. In Versailles angekommen unternehmen wir einen kleinen ersten Stadtspaziergang. Gemeinsames Abendessen. 4 Übernachtungen im Hotel Pullman Versailles, direkt am Schloss gelegen.

Gartenseite des Château de Versailles

2. Tag (Fr): Schloss Versailles und Landpartie nach Giverny

Am Morgen verschaffen wir uns auf der Cour d’Honneur einen ersten Überblick über die äussere Gestalt des Schlosses und seine Baugeschichte. Hier sollte aber nicht nur die prächtige Residenz des Sonnenkönigs entstehen, sondern es musste auch Platz für mehr als 15000 Personen des Hofstaates geschaffen werden. Wir besichtigen zunächst die Grands Appartements, die Staatsräume, in denen das ausgeklügelte Hofzeremoniell des Sonnenkönigs stattfand. Die Appartements privés des Rois tragen die Handschrift von Ludwig XV. und Ludwig XVI. In den letzten Jahren wurden in Versailles enorme Anstrengungen zur Rekonstruktion der Interieurs unternommen. Nachdem in der Revolution viele der Einrichtungsgegenstände verkauft wurden, hat man inzwischen die Einrichtung aber zu grossen Teilen wieder hergestellt – insbesondere die neu gewebten Stoffe geben den Räumen wieder ihren alten Glanz zurück. Nach der Mittagspause erholen wir uns auf einer Landpartie im nahe gelegenen Städtchen Giverny. Hier war das Domizil des grossen Impressionisten Claude Monet; sein kunstvoll angelegter Garten war eine wichtige Inspiration für seine Gemälde. Im Jardin d'eau sehen wir auch den von einer Brücke nach japanischem Vorbild überspannten Seerosenteich, der Monet sehr häufig als Motiv diente. Gemeinsames Abendessen in Giverny in einem Gartenrestaurant.

Spiegelsaal im Château de Versailles

3. Tag (Sa): In Marie Antoinettes Welt – Konzert in der Opéra Royal

Heute tauchen wir ein in die Welt der Königin Marie Antoinette, die sich im Schloss Petit Trianon und in ihrem pittoresken Landgut, dem Hameau, eine eigene künstliche Welt erschaffen liess. Die Architektur des Petit Trianon ist wegweisend für den Übergang vom Barock zum Klassizismus in ganz Europa. Wir werfen auch einen Blick in das bezaubernde kleine Théâtre de la Reine, ein Schmuckstück der Theaterbaukunst, das sich die Königin für Privataufführungen einrichten liess. Gemeinsames Mittagessen. Am Abend besuchen wir die Opéra Royal im Schloss von Versailles. Die Oper wurde unter Ludwig XV. gebaut und zur Hochzeit des Dauphin mit Marie Antoinette eingeweiht. Sie ist das letzte grosse Bauprojekt des Ancien Régime. Der prunkvolle klassizistische Theatersaal ist eines der schönsten historischen Theater in Europa. Hier hören wir ein Konzert mit dem argentinischen Countertenor Franco Fagioli und dem Venice Baroque Orchestra auf historischen Instrumenten. Auf dem Programm stehen Arien und Instrumentalwerke von Antonio Vivaldi und Georg Friedrich Händel. Im Anschluss können Sie fakultativ noch die Grands Eaux Nocturnes im Schlosspark erleben – die Fontänen sind festlich beleuchtet und ein musikalisch untermaltes Feuerwerk krönt diesen wahrhaft „königlichen“ Tag.

Opéra Royal

4. Tag (So): Gartenkunst à la française und Glucks Orfeo ed Euridice

Wir beginnen den Tag mit einem Sonntagsspaziergang durch die Parkanlagen des Schlosses mit ihren 1400 Fontänen, unzähligen Seen und Kanälen. Entworfen wurde die Anlage von André Le Nôtre. Seine Absicht war es, einen Jardin de l’intelligence, einen französischen Garten zu schaffen, der eine Ergänzung der Architektur darstellen und die Beherrschung der Natur unter den Willen des Königs symbolisieren sollte. Geometrisch auf das Schloss ausgerichtet, durch lange Alleen den Blick in die Ferne lockend, aufgelockert von Bosketten, Hecken und rund 75000 gestutzten Bäumen, kündet der Park auf seine Weise vom Ruhm Ludwigs XIV. Am Nachmittag geht es wieder in die Opéra Royal im Schloss. Wir erleben eine Aufführung von Christoph Willibald Glucks Oper Orfeo ed Euridice in der neapolitanischen Fassung von 1774. Der Countertenor Phillippe Jaroussky und die Sopranistin Patricia Petitbon sind eine Traumbesetzung für das mythische Liebespaar. Der Kanadier Robert Carsen inszeniert, es spielen I Barocchisti unter dem Dirigenten Diego Fasolis. Gemeinsames Abendessen.

Brunnen der Latona im Park von Versailles

5. Tag (Mo): Heimreise in die Schweiz

Rückreise in die Schweiz mit Mittagshalt im Burgund, Ankunft in Basel und Zürich am frühen Abend.

Bildnachweis

Reisetermin

7. - 11. Juni 2018
(5 Reisetage)

Reiseleitung

Henrik Lange
Henrik Lange

"Die Reformopern Christoph Willibald Glucks" sind das Thema eines zweiteiligen Vortrags von Henrik Lange in der Helferei Zürich am 10. und 17. Januar 2018. Eine ideale Vorbereitung für die Aufführung von Orfeo ed Euridice in der Opéra Royal. Mehr dazu hier.

Leistungen

Fahrt im bequemen Reisebus ab Zürich und Basel

4 Übernachtungen mit Frühstück
in gehobener Hotelklasse

4 Abend- bzw. Mittagessen

2 Tickets für Konzert- und Opernaufführung in Premium-Kategorie

Eintritte und Führungen lt. Programm

Reiseliteratur

Mindestteilnehmerzahl: 12 / maximal 23

 

Reiserücktritts-Versicherung
(fakultativ): SFr. 43

Reiserücktritts-Jahresversicherung
(fakultativ): SFr. 109

Preis pro Person im Doppelzimmer:
SFr. 2290
Preis pro Person im Einzelzimmer:
SFr. 2720