Dauer

5 Reisetage

Reiseleitung

Timo Goldmann
Timo Goldmann

 

Leistungen

  • Fahrt im bequemen Reisebus ab Zürich
  • 4 Übernachtungen mit Frühstück in gehobener Hotelklasse
  • 4 Abendessen und 2 Mittagsimbisse
  • Besichtigungen und Führungen lt. Programm
  • Reiseliteratur
  • Mindestteilnehmerzahl: 12 / maximal 25

Preis pro Person im Doppelzimmer:
CHF 1880
Preis pro Person im Einzelzimmer:
CHF 2060

Reiserücktritts-Versicherung
(fakultativ): Preis auf Anfrage

Die Karsthöhlen am Südrand der Schwäbischen Alb gehören zu den bedeutendsten urgeschichtlichen Fundstellen der Welt. Neandertaler und frühe moderne Menschen lebten hier während der letzten Eiszeit. Vor rund 40.000 Jahren – im jüngsten Abschnitt der Altsteinzeit – entwickelten sie hier neue Werkzeugtechniken und schufen zugleich einzigartige Kunstwerke und die ersten Musikinstrumente. Aus Mammutelfenbein geschnitzte Figuren zeigen bedrohliche Tiere wie Höhlenbären und Löwen oder Jagdbeute wie Wisente und Wildpferde. Diese Darstellungen zählen zu den ältesten Kunstwerken der Menschheit und stehen – ebenso wie die Höhlen, in denen sie entdeckt wurden – seit 2017 auf der Welterbeliste der Unesco. Auf unserer Reise besuchen wir in Stuttgart, Tübingen, Ulm und Blaubeuren die Museen, in denen diese Funde – darunter der berühmte Löwenmensch vom Hohlenstein-Stadel – aufbewahrt werden. Zudem erleben wir gotische Schnitzaltäre, eindrucksvolle Pfarr- und Klosterkirchen sowie Stadt- und Schlossanlagen, die sich ein reiches künstlerisches Erbe bewahrt haben. Für das leibliche Wohl sorgt im Hotel Forellenhof Rössle die schwäbische Koch-, Brau- und Winzerkunst.

 

1. Tag (Sa): Reise auf die schwäbische Alb 

Im Tal der jungen Donau, vor eindrucksvoller Felsenkulisse, liegt das Benediktinerkloster Beuron. Mitte des 19. Jahrhunderts entstand hier die sogenannte Beuroner Schule, die eine geistige und künstlerische Erneuerung der christlichen Kunst anstrebte. Das heutige Kloster mit seiner vom Beuroner Stil geprägten Architektur, seinen Kunstwerken und seiner Bibliothek gilt als bedeutendes Denkmal im Südwesten Deutschlands. Nach einem gemeinsamen Mittagsimbiss unternehmen wir einen kleinen Spaziergang durch das hübsche Städtchen Meßkirch. In der Martinskirche bewundern wir das berühmte Dreikönigsbild des Meisters von Meßkirch sowie die Bronzegrabmäler der Herren von Zimmern. Das nach französischen Vorbildern erbaute Schloss dieser Adelsfamilie war richtungsweisend für zahlreiche Schloss- und Klosterbauten in Oberschwaben. Eine Überraschung ist der erste Blick auf das hoch über der Donau gelegene Hohenzollernschloss Sigmaringen. Im Mittelalter errichtet und später zur fürstlichen Residenz ausgebaut, beeindruckt es mit eleganten Salons, prachtvollen Sälen und der imposanten Ritterhalle. 4 Übernachtungen und Abendessen im Hotel Forellenhof Rössle in Lichtenstein.

2. Tag (So): Ulm - Münsterstadt an der Donau

Der 162 Meter hohe Münsterturm überragt die alte Donaustadt Ulm. Der monumentale Sakralbau, ab 1377 errichtet, beherbergt zahlreiche Kunstwerke wie spätgotische Altäre, farbige Glasfenster und das einzigartige Chorgestühl von Jörg Syrlin, das berühmte Männer und weise Frauen des Altertums zeigt. Ulm präsentiert sich zudem mit einer modernen Mitte: Ein neues Stadtquartier setzt bewusst Kontraste zum Münster und den historischen Altstadtvierteln. In der Kunsthalle Weishaupt ist derzeit neben weiteren Höhlenfunden auch der Löwenmensch vom Hohlenstein-Stadel zu sehen. Diese grösste Skulptur des europäischen Jungpaläolithikums könnte zugleich die älteste Darstellung eines Fabelwesens sein. Die Sammlung von Siegfried und Jutta Weishaupt, der wir ebenfalls unsere Aufmerksamkeit widmen, gehört zu den bedeutendsten Privatsammlungen europäischer und amerikanischer Kunst seit den 1960er Jahren. Am Nachmittag steht die nahegelegene Benediktinerabtei Wiblingen auf unserem Programm. Der Bibliothekssaal zählt zu den eindrucksvollsten Räumen des Spätbarock.

3. Tag (Mo): Im Land der grossen Abteien 

Auf der Fahrt nach Blaubeuren machen wir Halt im bezaubernden Städtchen Bad Urach und besichtigen das Residenzschloss, das Graf Eberhard I. von Württemberg anlässlich seiner Hochzeit mit Barbara Gonzaga von Mantua im Stil der Renaissance ausstatten liess. Direkt am Blautopf, einer geheimnisvoll blau schimmernden Karstquelle, liegt das 1085 gegründete Kloster Blaubeuren. In der gotischen Klosterkirche zählen Hochaltar und kunstvoll geschnitztes Chorgestühl zu den Hauptwerken der spätmittelalterlichen Schnitzkunst. Das Urgeschichtliche Museum ist der zentrale Ausstellungsort für die Fundregion Schwäbische Alb. Einzigartige Kunstwerke wie die Venus vom Hohlefels oder einige der ältesten bisher gefundenen Flöten sind dort zu sehen. Einmal mehr stellt sich die Frage: Was bewegte die Menschen der Steinzeit dazu, Kunst und Musik zu erschaffen? Nach der Mittagspause besuchen wir zwei berühmte Abteien entlang der Oberschwäbischen Barockstrasse. Die 1686 von Michael Thumb im sogenannten Vorarlberger Münsterschema begonnene Klosterkirche von Obermarchtal gehört zu den stilbildenden Sakralbauten des süddeutschen Barock. Höhepunkt und Abschluss dieser Epoche ist die Kirche der Benediktinerabtei Zwiefalten. Der Architekt Johann Michael Fischer und ein Team herausragender Maler, Bildhauer und Stuckateure schufen hier ein Gesamtkunstwerk von europäischem Rang.

4. Tag (Di): Universitätsstadt Tübingen und Kloster Bebenhausen

Die auf einem 855 Meter hohen Bergkegel gelegene Burg Hohenzollern ist seit über einem halben Jahrtausend Stammsitz der gleichnamigen deutschen Adelsfamilie. Ab 1850 vom preußischen Hofarchitekten Friedrich August Stüler wieder aufgebaut, beeindruckt die Höhenburg durch ihre einzigartige Panoramalage und die Kunstsammlungen der Familie. In Tübingen verbindet sich das historische Flair der liebevoll restaurierten Altstadt mit dem lebendigen Treiben einer jungen Studentenstadt. Vom Marktplatz, der "guten Stube" Tübingens, spazieren wir durch malerische Gassen zum Holzmarkt mit der Stiftskirche. Im Universitätsmuseum auf Schloss Hohentübingen sind weitere Originalfundstücke aus Höhlen der Schwäbischen Alb zu sehen, darunter die berührende Darstellung eines Wildpferds aus der Vogelherd-Höhle. Seit Beginn des 20. Jahrhunderts erforschen Wissenschaftler der Universität die ältesten Belege für Kunst, Musik und Glaubensvorstellungen der frühen Menschen. Nach der Mittagspause besuchen wir das Zisterzienserkloster Bebenhausen vor den Toren Tübingens.

5. Tag (Mi): Esslingen und das Landesmuseum in Stuttgart

Esslingen am Neckar - das wir auf der Fahrt nach Stuttgart besuchen - verzaubert mit seiner malerischen Altstadt voller Riegelhäuser, mittelalterlicher Türme und verwinkelter Gassen. Angekommen in der württembergischen Landeshauptstadt gelangen wir zum Schillerplatz, der von schönen Renaissancebauwerken geprägt wird. Im Landesmuseum Württemberg, untergebracht im alten Schloss, widmen wir uns der Abteilung für Ur- und Frühgeschichte. Dort sehen wir steinzeitliche Kleinplastiken von der Schwäbischen Alb sowie die weltberühmte Keltensammlung. Die kostbaren Beigaben aus zahlreichen Prunkgräbern eröffnen einen faszinierenden Einblick in das Leben der Kelten in Südwestdeutschland und ihre Vernetzung im prähistorischen Europa. Ein Eldorado nicht nur für schwäbische Köchinnen und Köche ist die Stuttgarter Markthalle. Rückfahrt nach Zürich und Ankunft gegen 18 Uhr.