Dauer

9 Reisetage

Reiseleitung

Timo Goldmann
Timo Goldmann

 

Leistungen

Fahrt im bequemen Reisebus ab Zürich und Basel

8 Übernachtungen mit Frühstück in guten Mittelklassehotels

8 Abend- bzw. Mittagessen

Führungen und Eintritte lt. Programm

Reiseliteratur

Mindestteilnehmerzahl: 12 / maximal 25

Preis pro Person im Doppelzimmer:
CHF 3120
Preis pro Person im Einzelzimmer:
CHF 3630

Reiserücktritts-Versicherung
(fakultativ): CHF 122

Als grösster, naturbelassener Fluss Europas durchfliesst die Loire, diese Pulsader Frankreichs, eine Geschichts- und Kulturlandschaft von ausserordentlicher Vielfalt und überwältigender Schönheit. Der Bildhauer Auguste Rodin stellte mit Blick auf das Loire-Tal die Frage, wo, ausser in diesen Gegenden, eine solch beruhigende und stärkende Gleichmässigkeit von Luft und Licht zu finden sei? Und ist es nicht wirklich das Licht, das hier etwas Stoffliches zu haben scheint, das je nach Wetter und Tageszeit durch das spiegelnde Band des Flusses einmal klar und gleissend, einmal warm und schmeichelnd sein kann? Es taucht die an der Loire und ihren Nebenflüssen gelegenen Städte und Dörfer, Rebhänge und Gärten, die altehrwürdigen Abteien, vor allem aber berühmten Königsschlösser in einen geheimnisvollen bleiernen, bronzenen, silbernen oder goldenen Farbton. Kommen und sehen Sie selbst - eine wahrhaft königliche Reise erwartet Sie!
 

1. Tag (Do): Reise an die Loire

Fahrt im bequemen Reisebus von Zürich und Basel an die Loire. Das ehemalige Priorat La Charité gehört als älteste Tochter Clunys und bedeutendes Etappenziel für Jakobspilger zum Unesco-Welterbe. Der Chor der Klosterkirche Notre-Dame ist ein herausragendes Zeugnis romanischer Baukunst, Max Ingrands moderne Glasfenster verleihen ihm eine besondere Aura. Von Wassergräben umgeben und mit mächtigen Rundtürmen versehen entspricht das Château de Sully ganz unseren Vorstellungen eines romantischen Märchenschlosses. 1 Übernachtung und Abendessen in Sully-sur-Loire.

2. Tag (Fr): Kostbarkeiten im Orléanais

Tiefe Eindrücke hinterlässt die Benediktinerabtei von Saint-Benoît-sur-Loire. Die grosse, mit reichem Skulpturenschmuck versehene Kirche ist eines der berühmtesten romanischen Bauwerke Frankreichs. Ein seltenes karolingisches Mosaik birgt die reizende Kapelle von Germigny-des-Prés. In der Stiftskirche von Cléry-St-André sehen wir das Grabmal König Ludwigs XI. des Klugen. Von seinen Gegnern als der Listige oder als universelle Spinne bezeichnet, begann unter ihm Frankreichs Wiederaufstieg nach dem Hundertjährigen Krieg. Orléans, eng mit dem Schicksal der Jeanne d’Arc verbunden, überrascht nicht nur mit einer barock-gotischen Kathedrale, sondern auch mit der reichen Sammlung des Musée des Beaux-Arts. 3 Übernachtungen und Abendessen in Blois.

3. Tag (Sa): Blois und Chambord – wahrhaft königliche Schlösser

Blois ist Königsstadt, ihr gewaltiges Schloss spiegelt wie kaum ein anderes Bauwerk die Wandlungen der französischen Baukunst von Ludwig dem Heiligen bis zu Ludwig XIII. wider. Berühmt ist die von Franz I. im Stil der Renaissance errichtete Wendeltreppe. In den Sälen und Gemächern wurde französische Geschichte geschrieben; so liess hier Heinrich III. seinen Rivalen Henri de Lorraine ermorden und 1589 vollendete Katharina von Medici hier ihr Leben. Unvergesslich ist der Anblick des majestätischen Schlosses von Chambord. Als Weltwunder der Renaissance steht es für die ambitionierten, letztlich aber gescheiterten Pläne König Franz I., die römische Kaiserkrone zu erwerben. Der Nachmittag in Blois ist frei. In der Altstadt gibt es noch so manches Bijou zu entdecken.

4. Tag (So): Gute Zeiten, schlechte Zeiten – Chenonceau und Amboise

Chenonceau bildet, auf einer Brücke über dem Flüsschen Cher errichtet, ein Bild von unendlicher Schönheit. Diana von Poitiers und Katharina von Medici waren als Geliebte und als Ehefrau Heinrichs II. Besitzerinnen dieses Schlosses. Das auf einem Felsen hoch über der Loire gelegene Schloss von Amboise sah unter Karl VIII. und Franz I. glänzende Feste. Leonardo da Vinci verbrachte hier als königlicher Gast seine letzten Lebensjahre. Den Tag beschliessen wir mit einem Besuch des zwischen Gotik und Renaissance stehenden Schlosses von Chaumont. Madame de Staël schrieb in Chaumont ihr berühmtes Werk De l'Allemagne und umgab sich mit einem Kreis von Schöngeistern, darunter die Dichter August Wilhelm Schlegel und Adalbert von Chamisso.

5. Tag (Mo): Tours und Villandry – Von Heiligen und Gärtnern

In Tours, der schönen Hauptstadt der Touraine, besichtigen wir die mächtige Kathedrale, staunen über die Kunstsammlung im Bischofspalast und besuchen den heiligen Martin, den Schutzpatron Frankreichs, in seiner Kirche. Zentrum der alten Pilgerstadt ist die quirlige Place Plumereau, wo eine Reihe besonders schöner Fachwerkhäuer erhalten blieb. Die prächtigen Gärten von Villandry entfalten auf drei Ebenen ein atemberaubendes Fest der Farben und Formen. In Azay-le-Rideau scheint das superbe kleine Schloss gleich einem geschliffenen Diamanten aus den Wassern des Indre aufzusteigen. Vorbei am Dornröschen-Schloss von Ussé gelangen wir nach Fontevraud. 3 Übernachtungen und Abendessen in Klosterhotel Fontevraud Resort.

6. Tag (Di): Fontevrauld und Chinon - Auf der Spuren der Plantagenets

Die Abtei von Fontevrauld ist eine der grössten erhaltenen Klosteranlagen Frankreichs. Vom Ruhm der Plantagenets, die als Grafen von Anjou und spätere englische Könige das Kloster förderten, zeugen bis heute die gewaltige romanische Abteikirche sowie die Grabfiguren von Heinrich II. von England, seiner Gemahlin Eleonore von Aquitanien und des Sohnes Richard Löwenherz. Das Schloss von Chinon, eindrucksvoll auf einem Felsen über dem Flüsschen Vienne gelegen, diente Heinrich II. und seiner Familie als bevorzugter Aufenthaltsort. 1428 fand hier die schicksalhafte Begegnung zwischen der Jungfrau von Orléans und König Karl VII. statt. Weinprobe in Chinon - den örtlichen Rebensaft rühmte bereits der in dieser Gegend geborene Renaissance- Schriftsteller François Rabelais.

7. Tag (Mi): Angers – Stadt der Apokalypse

Über Cunault, wo wir die an romanischen Skulpturen reiche Stiftskirche besichtigen, geht es nach Angers. Die Metropole der Region Anjou besitzt neben ihrer mächtigen, türmebewehrten Grafenburg eine am Hochufer der Maine gelegene reizvolle Altstadt. Weltberühmt ist vor allem die Teppichfolge der Apokalypse von Angers: Für Herzog Ludwig von Anjou gewebt, ist sie mit über 100 Metern Länge die umfangreichste und anspruchsvollste Darstellung zur Offenbarung des Johannes. Die Kathedrale ist ein bedeutendes Beispiel der sogenannten angevinischen Gotik. Im pittoresken Loire-Städtchen Saumur besuchen wir die staatliche Reitschule "Le Cadre Noir".

8. Tag (Do): Die Schöne und der Kaufmann

In Loches, einem reizvollen Mittelalterstädtchen an der Indre, hält man das Andenken an die schöne Favoritin König Karls VII, Agnès Sorel, wach. Die durch Unmittelbarkeit und Ausdruckskraft ergreifende Pietà von Nouans ist eines der wenigen erhaltenen Bilder des Renaissance-Malers Jean Fouquet. Angekommen in Bourges, der Hauptstadt der historischen Region Berry, besuchen wir das Wohnhaus des risikofreudigen, aber auch kunstsinnigen Kaufmanns Jacques Cœur. Als Geldbeschaffer Karls VII. spielte Cœur bis zu seinem Sturz eine wichtige Rolle am königlichen Hof. Sein Palais in Bourges, in seiner Pracht auch eines Königs würdig, ist Ausdruck seiner privilegierten Stellung. 1 Übernachtung und Abendessen in Bourges.

9. Tag (Fr): Jean de Berry und Bourges

Vor der Heimreise schenken wir unsere Aufmerksamkeit dem berühmten Duc de Berry. Herzog Jean gehörte wie seine Brüder, der französische König Karl V. und die Herzöge Ludwig von Anjou und Philipp von Burgund, zu den grössten Mäzenen seiner Zeit. Die unter seiner Herrschaft vollendete Kathedrale St-Étienne gilt Gotik-Freunden als die schönste Frankreichs. Durch eine Reihe von Neuerungen steht sie im Kontext der gotischen Baugeschichte einzigartig dar. Ankunft in Basel und Zürich am späten Nachmittag.