Goldmann Reisen

Aufbruch in die Moderne: Kunstsammlungen in Leipzig, Chemnitz und Halle

Ein Beethoven-Konzert der Extraklasse erwartet uns im Leipziger Gewandhaus. Wir hören Beethovens Violinkonzert mit der Solistin Anne-Sophie Mutter und die  3. Sinfonie, die Eroica, unter Andris Nelsons, dem Chefdirigenten des weltberühmten Gewandhausorchesters. Als Wirkungsstätte so bedeutender Musiker wie Johann Sebastian Bach und Felix Mendelssohn Bartholdy blickt Leipzig auf eine reiche musikalische Tradition zurück, die wir mit Zeit und Musse ergründen wollen. Darüber hinaus sollen die umfangreichen Sammlungen zur deutschen Kunst des 20. Jahrhunderts in den Museen von Leipzig, Chemnitz und Halle im Mittelpunkt unserer Reise stehen. Leipzig  hat sich in  jüngerer Zeit auch als Kunstmetropole einen Namen gemacht und zieht als solche Künstler und Kunststudenten aus aller Welt an. Mit ihrer Mischung aus kühlem Realismus und bewusster Gesellschaftsanalyse gehören Leipziger Maler zu den international erfolgreichsten Vertretern der Gegenwartskunst. Die vorzügliche Kunstsammlung der Stadt Halle hat ihre Heimstatt in einem spektakulären Erweiterungsbau der alten gotischen Moritzburg gefunden. Chemnitz kann nicht nur mit bedeutenden Bauwerken der Moderne, sondern auch mit einer der besten Sammlungen zur deutschen Kunst der Avantgarde aufwarten.

 

1. Tag (Mo): Über Schwabach nach Leipzig

Busreise von Zürich nach Leipzig. Mittagshalt in Schwabach, der Goldschlägerstadt bei Nürnberg. Sehr reizvoll ist der Marktplatz mit zahlreichen Fachwerkhäusern. Auf ihr goldenes Rathausdach sind die Einwohner besonders stolz. In der Stadtkirche St. Johannes und St. Martin sehen wir den Schwabacher Altar, einen beeindruckenden spätgotischen Wandelaltar aus der Werkstatt von Michael Wolgemut, dem Lehrer von Albrecht Dürer. Weiterfahrt nach Leipzig. 6 Übernachtungen und Abendessen in Leipzig.

Goldenes Rathausdach in Schwabach

2. Tag (Di): „Mein Leipzig lob’ ich mir!

Es ist ein klein Paris und bildet seine Leute“ - so Goethe im Faust über die Stadt. Traditionsbewusstsein, Bürgerstolz und Einfallsreichtum haben Leipzig nach der Wende zur erfolgreichsten Stadt Ostdeutschlands gemacht. Die Leipziger Innenstadt wird von prächtigen Patrizierhäusern, eindrucksvollen Kommunalbauten und imposanten Messepalästen aus verschiedenen Jahrhunderten geprägt. Bei einem Spaziergang durch die Innenstadt sehen wir das Alte Rathaus, das reizende barocke Börsengebäude am Naschmarkt, die gotische Thomaskirche mit dem Bachdenkmal und die klassizistische Nikolaikirche, die während der friedlichen Revolution von 1989 ein wichtiger Versammlungsort der Bürgerbewegung war. Am Nachmittag widmen wir uns im Grassi-Museum einer der weltweit grössten Sammlungen von historischen Musikinstrumenten. Da Instrumente nicht nur angeschaut, sondern auch gehört werden wollen, bringt uns eine klingende Führung Tasteninstrumente aus mehreren Jahrhunderten zu Gehör.

Goethe-Denkmal am Leipziger Naschmarkt

3. Tag (Mi): Chemnitz – Stadt der Moderne

Chemnitz, das zu Zeiten der DDR Karl-Marx-Stadt hiess und ein interessantes Experimentierfeld für Städtebau darstellt, besitzt mit dem einzigen erhaltenen Kaufhausgebäude von Erich Mendelsohn eine Architekturikone der Neuen Sachlichkeit. Als ein Meilenstein der Moderne und Baudenkmal von europäischem Rang gilt die von Henry van de Velde für den Chemnitzer Textilfabrikanten Herbert Esche entworfene Villa im Stadtteil Kapellenberg. In den gediegenen Räumen eines neusachlichen Bankgebäudes zeigt das Museum Gunzenhauser seine grossartige Sammlung der Klassischen Moderne, darunter Meisterwerke der nahe Chemnitz geborenen Maler Karl Schmidt-Rottluff, Max Pechstein und Otto Dix. Auf dem Rückweg nach Leipzig führt ein Abstecher nach Wechselburg. Neben dem Lettner blieb in der romanischen Stiftskirche eine Triumphkreuzgruppe erhalten, die zu den berührendsten Werken der spätromanischen Kunst in Deutschland zählt.

Museum Gunzenhauser und
Villa Esche in Chemnitz

4. Tag (Do): Leipzig – die Stadt und ihre Künstler

Die Leipziger Baumwollspinnerei war einst eine der grössten Fabrikstädte ihrer Art in Europa. Nach Zeiten des Niedergangs haben Künstler und Galeristen das Gelände für sich entdeckt und zu einem beeindruckenden Ensemble aus Ateliers und Ausstellungsräumen umgestaltet. In seiner ehemaligen Wohnstätte, der Villa des Malers Werner Tübke, begegnen wir einem der profiliertesten Maler der DDR. Tübkes Kunstauffassung, nämlich eine an den alten Meistern geschulte Maltechnik verbunden mit einem skeptisch-realistischen Blick wurde unter dem Begriff der „Leipziger Schule“ auch international bekannt. Am Nachmittag widmen wir uns dem Museum der bildenden Künste, das sich in einem lichtdurchfluteten gläsernen Kubus direkt in der Innenstadt befindet. Unser Hauptaugenmerk gilt den Werken Leipziger Künstler wie Max Klinger - dessen monumentale Beethoven-Plastik wir bewundern - und dem in der Stadt geborenen Max Beckmann, der „Leipziger Schule“ sowie jüngeren Leipziger Malern wie Neo Rauch, Michael Triegel und vielen anderen. Der weitere Nachmittag ist frei.

Blick in den Beckmann-Saal des Leipziger Museums

5. Tag (Fr): Moritzburg in Halle – die Kunstburg an der Saale

Dom, Marktkirche, Moritzburg und Stadtgottesacker erinnern an die glanzvolle Epoche, als Halle Residenz der Erzbischöfe von Magdeburg war. Salzgewinnung, Handel und die Universität prägten Jahrhunderte lang das Leben der Saale-Stadt. Als ihr bedeutendster Sohn gilt der Komponist Georg Friedrich Händel. Der Erweiterungsbau des Kunstmuseums Moritzburg wurde auf gelungene Weise in zwei ruinöse Gebäude der mächtigen, aus spätgotischer Zeit stammenden Bischofsburg integriert. Der Fokus der Sammlung liegt auf der deutschen Kunst des 20. Jahrhunderts. Anhand der Werke so unterschiedlicher Künstler wie Max Liebermann, Ernst Ludwig Kirchner, Lyonel Feininger und Werner Tübke wird aufgezeigt, wie facettenreich und widersprüchlich die künstlerische Entwicklung zwischen 1890 und 1990 in Deutschland verlief. In der Moritzburger Sammlung befindet sich mit dem Bildnis Marie Henneberg auch eines der wenigen Frauenporträts von Gustav Klimt in einer deutschen Sammlung.

Erweiterungsbau des Museums Moritzburg in Halle

6. Tag (Sa): Musikstadt Leipzig und Beethoven-Konzert mit Anne-Sophie Mutter

Kaum eine andere Stadt in Deutschland hat ein solch reiches musikalisches Erbe, das bis heute mit grösster Sorgfalt gepflegt wird. Im Bach-Museum direkt neben der Thomaskirche erfahren wir viel Wissenswertes über den Thomaskantor: Wie gross war die Bach-Familie? Was ist „wohltemperiert“? Was ist ein Mehrfachkanon? Nach dem gemeinsamen Mittagessen besuchen wir das Wohnhaus Felix Mendelssohn Bartholdys, das uns in die Zeit des Biedermeiers führt und manche musikalische Überraschung bereithält. Seit Felix Mendelssohn Bartholdy das Gewandhausorchester zu einem herausragenden Klangkörper formte, ist das Orchester in der internationalen Spitzenliga zu Hause. Zwei charismatische Künstler sind heute im Neuen Gewandhaus zu erleben: Die Geigerin Anne-Sophie Mutter, die Beethovens Violinkonzert spielt, und der Dirigent Andris Nelsons mit seiner Interpretation von Beethovens 3. Sinfonie, der Eroica.

Gewandhaus am Augustusplatz in Leipzig

7. Tag (So): Markgräfliches Opernhaus in Bayreuth und Rückreise

Auf der Rückreise in die Schweiz besuchen wir die reizende Residenzstadt Bayreuth, die vor allem für ihre jährlich stattfindenden Wagner-Festspiele bekannt ist. Neben dem berühmten Festspielhaus auf dem Grünen Hügel besitzt die Stadt mit dem Markgräflichen Opernhaus den schönsten barocken Theaterbau, der erhalten blieb und der seit 2014 zum Unesco-Weltkulturerbe gehört. Nach einer umfassenden, mehrere Jahre dauernden Restaurierung ist das von italienischen Architekten errichtete und kostbar ausgestattete Gebäude erst seit kurzem wieder zu besichtigen. Weiterfahrt in die Schweiz, Ankunft in Zürich am späten Nachmittag.

Markgräfliches Opernhaus in Bayreuth

Bildnachweis

Banner auf der Starseite: Panorama von Leipzig © Fotograf: Michael Bader, www.sachsen-tourismus.de


Teaser auf der Startseite: Gewandhaus am Augustusplatz in Leipzig © René Jungnickel, 2015 www.gewandhausorchester.de


Haeder-Bilder:
Sammlungsansicht mit Max Klingers „Beethoven“ und „Blauer Stunde“, MdbK, Foto: Punctum/ A. Schmidt

Gewandhaus Leipzig, Innenansicht © Fotograf: Jens Gerber, 2017René Jungnickel, 2015 www.gewandhausorchester.de

Kunstmuseum Moritzburg Halle © Fotograf: Marcus-Andreas Mohr, Kunstmuseum Moritzburg Halle

Kunstmuseum Moritzburg Halle © Fotograf: Juraj Lipták, Investitions - und Marketinggesellschaft Sachsen Anhalt mbH

Stiftung Moritzburg Kunstmuseum in Halle (Saale) © Fotograf: Michael Bader, Investitions - und Marketinggesellschaft Sachsen Anhalt mbH -  www.reiseland.sachsen-anhalt-bilder.de

alle anderen Fotos © stock.adobe.com/de


Listung der Tage:

1. Tag: Goldenes Rathausdach in Schwabach © Fotograf: Ludwig Ohla, www.schabach.de

2. Tag: Goethe-Denkmal am Leipziger Naschmarkt © stock.adobe.com/de

3. Tag: Villa Esche in Chemnitz © chemnitz-tourismus.de

4. Tag: Blick in den Beckmann-Saal des Leipziger Museums © Sammlungsbereich, MdbK, Foto: Punctum/A. Schmidt

5. Tag: Kunstmuseum Moritzburg Halle © Fotograf: Juraj Lipták, Investitions - und Marketinggesellschaft Sachsen Anhalt mbH

6. Tag: Gewandhaus am Augustusplatz in Leipzig © René Jungnickel, 2015 www.gewandhausorchester.de

7. Tag: Markgräfliches Opernhaus in Bayreuth © Bayreuth Baroque www.bayreuthbaroque.de

 

 

 

Reisetermin

23. - 29. November 2020
(7 Reisetage)

Reiseleitung

Timo Goldmann, Henrik Lange
Timo Goldmann
Henrik Lange

Leistungen

Fahrt im bequemen Reisebus ab Zürich

6 Übernachtungen mit Frühstück in gehobener Hotelklasse

6 Mittag- bzw. Abendessen

1 Konzertkarte in sehr guter Kategorie

Eintritte und Führungen lt. Programm

Reiseliteratur

Mindestteilnehmerzahl: 12 / maximal 20


Reiserücktritts-Versicherung
(fakultativ): ab CHF 56

Preis pro Person im Doppelzimmer:
CHF 2480
Preis pro Person im Einzelzimmer:
CHF 2840