Dauer

5 Reisetage

Reiseleitung

Timo Goldmann, Henrik Lange
Timo Goldmann
Henrik Lange

 

Leistungen

  • Fahrt im bequemen Reisebus ab Zürich
  • 4 Übernachtungen mit Frühstück in gehobener Hotelklasse
  • 4 Mittag- bzw. Abendessen
  • 3 Tickets für Konzertaufführungen in bester Kategorie
  • Besichtigungen und Führungen lt. Programm
  • Reiseliteratur
  • Mindestteilnehmerzahl: 12 / maximal 25

Preis pro Person im Doppelzimmer:
CHF 2440
Preis pro Person im Einzelzimmer:
CHF 2560 

Reiserücktritts-Versicherung
(fakultativ): auf Anfrage

Im Konzert der europäischen Kurbäder wollten die bayerischen Könige im 19. Jahrhundert eine eigene Bühne schaffen – in Konkurrenz zu Karlsbad und Baden-Baden. König Ludwig I. und seine Nachfolger bauten die bayerischen Staatsbäder zu europäischen Zentren der Badekultur aus. Mondäner Chic, neueste Standards der Badeanlagen, ein Casino und eine exquisite, repräsentative Architektur taten ihre Wirkung: Die Prominenz der Belle Époque kam in Scharen. Von Gioacchino Rossini über Alfred Nobel, von Kaiserin Elisabeth von Österreich bis zur russischen Zarenfamilie reicht die Liste derjenigen, die während der Sommerfrische auf das Kissinger Heilwasser schworen. In der Riege der europäischen Sommerfestivals spielt der Kissinger Sommer – um im Bilde zu bleiben – bei den ersten Geigen mit. Renommierte Orchester und herausragende Solisten aus der ganzen Welt bringen die prächtigen Säle der Kurstadt zum Klingen. Wir erleben ein Konzert der Tschechischen Philharmonie, ein Kammermusikkonzert des Geigers Augustin Hadelich und einen unterhaltsam-nachdenklichen Chansonabend mit Meret Becker. Unser Hotel Kaiserhof Victoria, das erste Haus der Bäderstadt, liegt direkt am Kurpark und ist der ideale Aufenthaltsort bei dieser Genuss-Reise für alle Sinne.

1. Tag (Do): Anreise und Chansonabend im Kurtheater

Fahrt im bequemen Reisebus ab Zürich nach Bad Kissingen. Unterwegs gibt Henrik Lange eine Einführung in das Musikprogramm der Reise. Das traditionsreiche Hotel Kaiserhof Victoria im Zentrum des Kurbades mit einem wunderbaren Spa ist unser Aufenthaltsort für die nächsten Tage. Nach dem gemeinsamen frühen Abendessen sind es nur wenige Schritte zum historischen Kurtheater – ein Bijou der Bäderarchitektur. Nachtblau – Chanson für eine Abwesende nennt die Berliner Schauspielerin und Sängerin Meret Becker ihre Hommage an die grosse französische Chansonnière Barbara, eine der ersten Frauen, die ihre Lieder selbst komponierte und textete. Ihr Chanson Göttingen von 1965 schrieb Geschichte im Zuge der französisch-deutschen Versöhnung. 

2. Tag (Fr): Bad Kissingen und Konzert mit der Tschechischen Philharmonie

Traditionell beginnt der Tag in Bad Kissingen mit einem frühen Besuch am Brunnenausschank in der imposanten Wandelhalle. Gleich sieben Heilquellen sprudeln hier – die Brunnenfrauen helfen Ihnen bei der richtigen Mischung! Einen italienischen Traum hat sich König Ludwig I. mit der architektonischen Gestaltung der Kuranlagen erfüllt. Im Stil der florentinischen Renaissance liess er den Arkadenbau als elegantes Zentrum der Bäderstadt errichten. Sukzessive entstanden weitere Bauten, die wir bei einem Spaziergang erkunden – vom Regentenbau, über die verschiedenen Brunnenfassungen bis zur anglikanischen und russischen Kirche für die internationalen Gäste. Der bedeutende Münchner Architekt Max Littmann steht für die letzte Blüte der Bäder- und Theaterarchitektur der Belle-Époque. Nach dem gemeinsamen Mittagessen ist Zeit, sich dem dolce vita des Kurbades zu widmen. Am Abend erleben wir ein Konzert der renommierten Tschechischen Philharmonie aus Prag. Jean-Yves Thibaudet ist als Solist in Maurice Ravels Klavierkonzert G-Dur zu hören. Freuen Sie sich auf die finnisch-ukrainische Dirigentin Dalia Stasevka am Pult, eines der ganz grossen Talente auf den internationalen Podien, die heute Abend auch Mendelssohn-Bartholdys Italienische Sinfonie zum Klingen bringt. 

3. Tag (Sa): Fulda und seine Äbte

Ausflug vom mondänen Kurbad in das altehrwürdige Fulda. Die bereits im Jahre 744 gegründete und am gleichnamigen Fluss gelegene Stadt gehörte über Jahrhunderte zu den grossen religiösen und kulturellen Zentren im mitteldeutschen Raum. Über dem Grab des heiligen Bonifatius, des 754 ermordeten “Apostels der Deutschen”, steht heute der nach Plänen Johann Dientzenhofers errichtete Barockdom. Die benachbarte vorromanische Michaelskapelle zählt zu den ältesten mittelalterlichen Sakralbauten Deutschlands. Das Residenzschloss der Fuldaer Fürstäbte, die Adelspalais, die Orangerie und weitere sehenswerte Bauwerke bilden das städtebaulich reizvolle Barockviertel. Schloss Fasanerie ist ein schönes Beispiel aristokratischer Wohnkultur und lädt zu einer Mussestunde im Parkcafé ein. Gemeinsames Abendessen in Kissingen. Die Musik-Enthusiasten können fakultativ noch das zweite Konzert der Tschechischen Philharmonie mit Dvořáks 8. Sinfonie besuchen. 

4. Tag: (So): Konzert in Bad Brückenau

Der Vormittag ist frei, die Kuranlagen, der englische Park und der Rosengarten laden zum Flanieren ein. Als einziges Bad in Europa besitzt Kissingen noch eine stehende Kurkapelle, deren Konzerten Sie entspannt lauschen können. Fakultativ können Sie auch zusammen mit Ihrem Reiseleiter mit dem "Dampferle" die Fränkische Saale entlang bis zur Saline fahren, wo ein imposantes Gradierwerk die Luft befeuchtet - eine wohltuende Kur für die Atemwege! Am Nachmittag sind wir im benachbarten Bad Brückenau. König Ludwig I. machte Brückenau zu seinem bevorzugten Sommerrefugium und zum Kleinod unter den bayerischen Staatsbädern. Die Gestaltung des Kurviertels mit Pavillons, Logierhäusern, Park und Festsaalgebäude ruft noch heute Bewunderung hervor. Im prächtigen Kursaal erleben wir ein Kammerkonzert mit dem deutsch-amerikanischen Geiger Augustin Hadelich, begleitet von Seong-jin Cho am Klavier mit Werken von Brahms und Prokofjew. Augustin Hadelich hat es in den letzten Jahren an die Weltspitze der Violinisten geschafft und spielt eine Guarneri aus dem Besitz von Henryk Szeryng. Gemeinsames Abendessen mit Blick auf das Kurviertel.

5. Tag (Mo): Heimreise über Herrenberg

Auf der Rückfahrt in die Schweiz machen wir einen Mittagshalt im schwäbischen Herrenberg. Das pittoreske Fachwerkstädtchen lädt mit seiner guten Stube, dem Marktplatz, zu einer gemütlichen Pause ein. Weiterfahrt nach Zürich. Ankunft am späten Nachmittag.