Mittlerweile ist es kein Geheimnis mehr: Die in reizvoller Lage zwischen Fichtelgebirge und der Fränkischen Schweiz gelegene Stadt Bayreuth besitzt nicht nur das berühmte Wagner-Festspielhaus, sondern mit dem Markgräflichen Opernhaus ein noch viel grösseres Schmuckstück. Im September startet hier wieder das internationale Festival Bayreuth Baroque. 1748 eröffnete die Markgräfin Wilhelmine von Brandenburg-Bayreuth das prachtvolle Theater, das nach aufwendiger Restaurierung unlängst Unesco-Weltkulturerbe wurde. Heute sind in diesem weltweit schönsten Barocktheater wieder Opern aus der Entstehungszeit in spannenden und farbenprächtigen Inszenierungen zu erleben. Im Mittelpunkt des diesjährigen Festivals steht die szenische Neuproduktion von Georg Friedrich Händels Oper Floridante, bei der Max Emanuel Cencic sowohl als Darsteller wie als Regisseur zu erleben ist. Zwei Welt-Stars der Alten Musik erleben wir jeweils in einem eigenen Konzert: Die russische Sopranistin Julila Lezhneva ist mit einem Galakonzert zusammen mit dem Kammerorchester Basel zu hören. Andreas Scholl, der „Grandseigneur“ der Countertenöre, der seit Jahrzehnten sein Stimmfach prägt, hören wir zusammen mit dem diesjährigen Residenz-Orchester des Festivals, dem Wrocław Baroque Orchestra. Nicht nur das einmalige Theater ist von der Welt der Wilhelmine von Bayreuth geblieben, auch die Stadt, der lauschige Hofgarten und das im Geschmack des Rokoko ausgestaltete Neue Schloss, alles Zeugnisse ihres ausgeprägten Kunstsinns, erleben wir auf dieser Reise. Ein Ausflug führt uns nach Coburg und zur imposanten Wallfahrtskirche Vierzehnheiligen.