Dauer

4 Reisetage

Reiseleitung

Timo Goldmann, Henrik Lange
Timo Goldmann
Henrik Lange

Leistungen

  • Fahrt in bequemem Reisebus ab Zürich
  • 3 Übernachtungen mit Frühstück in gehobener Hotelklasse
  • 3 Mittag- bzw. Abendessen
  • 2 Tickets für das Markgräfliche Opernhaus in bester Kategorie
  • Eintritte und Führungen lt. Programm, Reiseliteratur
  • Mindestteilnehmerzahl 12 / maximal 25

Preis pro Person im Doppelzimmer:
CHF 1730
Preis pro Person im Einzelzimmer:
CHF 1830

Reiserücktritts-Versicherung
(fakultativ): ab 40 CHF

Bayreuth hütet ein Geheimnis: Die in reizvoller Lage zwischen Fichtelgebirge und der Fränkischen Schweiz gelegene Stadt besitzt nicht nur das berühmte Wagner-Festspielhaus, sondern mit dem Markgräflichen Opernhaus ein noch viel grösseres Schmuckstück. Im September startet hier wieder das internationale Barockopern-Festival Bayreuth. 1748 eröffnete die Markgräfin Wilhelmine von Bayreuth das prachtvolle Theater, das nach aufwendiger Restaurierung unlängst zum Unesco-Weltkulturerbe wurde. Der künstlerische Leiter des Festivals, Max Emanuel Cencic, stellt Werke vor, die in der Blütezeit von Wilhelmines Bayreuther Theater entstanden sind. Hier wird eines der schönsten Opernhäuser der Welt aus musealem Schlaf erweckt und eine Epoche wieder sinnlich erlebbar. Im Mittelpunkt der dritten Ausgabe des Bayreuth Baroque Opera Festivals 2022 steht die szenische Neuproduktion von Leonardo Vincis Meisteroper Alessandro nell’Indie in der fantasievollen Regie von Max Emanuel Cencic. Nicht nur das einmalige Theater ist von der Welt der Wilhelmine von Bayreuth geblieben, auch ihr Landrefugium Eremitage und der Felsengarten Sanspareil stehen auf unserem Programm, genauso wie das Bayreuther Stadtschloss, ein Hauptwerk des Rokoko.

1. Tag (Mi): Reise über Besigheim nach Bayreuth

Fahrt in bequemem Reisebus von Zürich nach Besigheim in Württemberg. Wir verbringen die Mittagspause in der gemütlichen Altstadt des Winzerortes und besuchen die evangelische Pfarrkirche. Deren Schmuckstück ist ein aus Lindenholz geschnitzter Hochaltar - eines der grössten und künstlerisch einheitlichsten Werke dieser Art überhaupt. Weiterfahrt nach Bayreuth. 3 Übernachtungen im zentral gelegenen Hotel Rheingold und gemeinsames Abendessen.

2. Tag (Do): Residenzstadt Bayreuth und Konzert mit Jeanine De Bique

Am Vormittag erkunden wir die Bayreuther Altstadt. Eine Reihe von Brunnen wie der Herkules- oder der Markgrafenbrunnen verleiht den historischen Plätzen und Strassenzügen ihren besonderen Reiz. Neben der gotischen Stadtkirche und der barocken Hofkirche besichtigen wir die markgräflichen Paraderäume im Neuen Schloss. Nach dem gemeinsamen Mittagessen bleibt Musse für einen Spaziergang durch den Hofgarten. Am frühen Abend erwartet uns das festlich beleuchtete Markgräfliche Opernhaus zu einem Konzert, das die temperamentvolle Ausnahmesängerin Jeanine De Bique aus Trinidad-Tobago zusammen mit dem Barockorchester Concerto Köln gibt. In ihrem Programm Mirrors präsentiert sie Arien von starken, mutigen und liebenden Frauenfiguren. Bekannte „Hits“ der Barockoper werden mit weniger vertrauten Arien kombiniert, gleichsam als Spiegelungen der gleichen Bühnenfigur oder des gleichen Affekts. Es erklingen Werke von Georg Friedrich Händel gepaart mit selten zu hörenden Kompositionen von Carl Heinrich Graun oder Riccardo Broschi.

3. Tag (Fr): Eremitage und die Oper Alessandro nell’Indie

Der Landschaftspark Eremitage ist ein Kleinod des Rokoko und ein Musterbeispiel der Gartenbaukultur des 18. Jahrhunderts. Ab 1715 entstanden unter Markgraf Georg Wilhelm ein kleines Sommerschlösschen und weitere Gebäude als Zentrum einer höfischen Einsiedelei. Markgräfin Wilhelmine veranlasste die Erweiterung des alten und die Errichtung eines neuen Schlosses. Der zauberhafte Park – durch den wir geführt werden – besteht aus verschiedenen aufeinander bezogenen Gartenbereichen mit Parkbauten und bemerkenswerten Wasserspielen wie der Oberen, Unteren und Inneren Grotte. Gemeinsames Mittagessen. Der Nachmittag ist frei. Vielleicht besuchen Sie zusammen mit Ihrem Reiseleiter das Richard Wagner Museum im Haus Wahnfried? Am frühen Abend erwartet uns im Markgräflichen Opernhaus eine Wiederentdeckung: Die Oper Alessandro nell’Indie des neapolitanischen Komponisten Leonardo Vinci. Wenn sich im Theater der Vorhang hebt, wird Vincis Oper über den Indienfeldzug Alexander des Grossen erstmals seit beinahe 300 Jahren wieder vollständig zu hören sein. Regie führt Max Emanuel Cencic. Die Titelpartie übernimmt Star-Countertenor Franco Fagioli. Was passiert auf der Opernbühne? Alexander der Grosse liebt die indische Königin Cleofide, diese jedoch hat ihr Herz dem von Alexander besiegten König Poro versprochen – es entspinnt sich ein emotionsgeladenes Drama zwischen Liebe, Intrige, Eifersucht und Vergebung. Wie zur Entstehungszeit im Kirchenstaat üblich, werden auch in der Neuinszenierung alle Partien der Oper von Männern gesungen. Wie schön, dass die musikalische Gestaltung in weiblichen Händen ist: Die Geigerin Martyna Pastuszkaj leitet das Orchester und den Chor des Bayreuth Baroque Opera Festival.

4. Tag (Sa): Felsengarten Sanspareil und Rückreise

Bevor wir die Rückreise antreten besuchen wir ein weiteres Juwel barocker Gartenbaukunst, den Felsengarten Sanspareil. Der Name soll auf den Ausruf eines Gastes „C’est sans pareil!“ zurückgehen. Die Anlage beruht auf Ideen der Markgräfin Wilhelmine, die nach dem literarischen Vorbild des französischen Romans Die Abenteuer des Telemach die Szenerie der Zauberinsel Ogygia erschaffen wollte und dabei die vorhandenen bizarren Felsformationen in das poetische Programm einbezog. Neben dem Morgenländischen Bau, 1744 für Festlichkeiten des Hofes errichtet, sind das Ruinentheater und der Küchenbau erhalten. Rückreise nach Zürich. Ankunft am frühen Abend.