Goldmann Reisen

Der Bodensee und Oberschwaben - Kunst, Natur und Lebensfreude

Weitläufige Seeufer gesäumt von sanften Hügeln mit Obst- und Weingärten, Weiden und Wäldern – selten zeigen sich Natur und Kultur so harmonisch vereint wie am Bodensee. Am Beginn unserer Reise besuchen wir die zum Unseco-Welterbe gehörende Klosterinsel Reichenau, erkunden aber an den folgenden Tagen vor allem die nördlich des Bodensees gelegene Gegend, ein Gebiet, das einstmals zur historischen Region Oberschwaben gehörte. Was gibt es hier nicht alles zu entdecken! Über Jahrhunderte gewachsene Städte und malerische Dörfer, mittelalterliche Kirchen und herrschaftliche Schlösser. Auf der oberschwäbischen Barockstrasse überraschen uns Sakralbauten, deren Baumeister, Stuckateure, Bildhauer und Maler eine fantastische Zauberwelt erschufen. Als Hotel haben wir den Bayerischen Hof am Lindauer Seehafen gewählt, von hier aus sind es nur wenige Schritte in die zauberhafte Altstadt, die in den Abendstunden allein den Lindauern gehört, oder auf die Lindauer Uferpromenade, die herrliche Ausblicke auf das Schweizer Alpenpanorama bietet.

1. Tag (Mo):  Willkommen am Bodensee – Klosterinsel Reichenau

Als herausragendes religiöses und kulturelles Zentrum des Mittelalters gehört die Bodensee-Insel Reichenau zum Unesco-Weltkulturerbe. Im Jahr 724 gründete der Wanderbischof Pirmin auf der Insel ein Benediktinerkloster, das über Jahrhunderte das geistige und künstlerische Leben des Abendlandes prägte. Hier entstanden neben kostbaren, illuminierten Handschriften und wertvollen Goldschmiedearbeiten, auch der weltberühmte St. Galler Klosterplan. Wir besichtigen die Klosterkirche St. Marien mit ihrer Schatzkammer, die Kirche St. Georg mit ihren ottonischen Wandbildern und St. Peter und Paul. Am Nachmittag geht es weiter nach Lindau, wo wir im noblen, direkt am Seeufer gelegenen Hotel Bayerischer Hof logieren. 4 Übernachtungen und Abendessen in Lindau.

Marienmünster auf der Reichenau

2. Tag (Di): Lindau und die bayerische Riviera

„Ein Stück Bayern am Schwäbischen Meer“, so wird Lindau genannt. Schon ihre Insellage verleiht der Stadt einen ganz besonderen Reiz. Lindaus Wahrzeichen sind der Löwe und der Leuchtturm am Seehafen, an dem unser Rundgang beginnt. In der Peterskirche sehen wir spätgotische Malereien, und die Stiftskirche Mariä Himmelfahrt empfängt uns mit einer glanzvollen barocken Ausstattung. Vom Wohlstand Lindaus, das bis 1803 freie Reichsstadt war, zeugen das mit Wandbildern reich dekorierte Alte Rathaus und die vielen prächtigen Patrizierhäuser in der Maximilianstrasse. Ein besonderer Schatz ist die Reichsstädtische Bibliothek, die zu den beeindruckendsten Stadtarchiven Deutschlands zählt. Lindau ist gesegnet mit einem schönen, aussichtsreichen Uferweg, der die ganze Stadt umschliesst und den die verbliebenen Türme und Bastionen der Stadtbefestigung begleiten. Eine Schifffahrt entlang der sogenannten bayerischen Riviera ermöglicht Blicke auf nicht zugängliche Landhäuser und Stadtvillen, die das Grossbürgertum am Ende des 19. Jh. errichteten liess. Der weitere Nachmittag ist frei.

Lindauer Seehafen mit Hotel Bayerischem Hof

3. Tag (Mi): Oberschwäbischer Barock – der Himmel auf Erden

Das Neue Schloss von Kisslegg wurde für die Grafen von Waldburg errichtet und mit kostbaren Interieurs in der Zeit des Barock ausgestattet. Das ebenfalls für diese einflussreiche Adelsfamilie der Region geschaffene Treppenhaus im Schloss von Wurzach gilt als ein Höhepunkt des oberschwäbischen Barock. In der grossartigen Klosterkirche St. Verena in Rot an der Rot machen die beiden vom bedeutenden süddeutschen Orgelbaumeister Holzhey erbauten Orgeln deutlich, welche Rolle der Musik in der Liturgie zukam. Mittagspause im reizenden Städtchen Bad Waldsee, das wir anschliessend bei einem Spaziergang erkunden. Wegen ihres überwältigenden Raumkonzepts hat man die Wallfahrtskirche von Steinhausen immer wieder als die schönste Dorfkirche der Welt bezeichnet. Im wundervollen Bibliothekssaal des Klosters von Schussenried dienen die Künste einem umfassenden theologischen Programm, das wir gemeinsam zu entschlüsseln suchen.

Chororgel in Rot an der Rot
Wallfahrtskirche Steinhausen

4. Tag (Do):  Ravensburg und Kloster Weingarten

Die ehemals Freie Reichsstadt Ravensburg gehört zu den bedeutendsten historischen Städten in der Bodenseeregion. Die von zahlreichen Türmen überragte Altstadt gleicht einem Bilderbuch der Baukunst. Am Marienplatz im Stadtzentrum befindet sich das malerische Ensemble aus Rathaus, Zunfthäusern, städtischem Kornhaus und gotischer Liebfrauenkirche. Das Museum Humpis-Quartier ist in einem der besterhaltenen mittelalterlichen Wohnquartiere Süddeutschlands beheimatet. Hier tauchen wir ein in die Zeit, als die Grosse Ravensburger Handelsgesellschaft Geschäfte mit ganz Europa betrieb. Nach der Mittagspause besuchen wir die Benediktinerabtei Weingarten, die gleich einer Krone über der hügeligen Bodenseelandschaft schwebt. Im 11. Jh. von den Welfen gegründet, wurde Weingarten 1274 zur Reichsabtei erhoben. Die im 18. Jh. neu gebaute Klosterkirche St. Martin gilt als die grösste Barockkirche nördlich der Alpen. Bewunderungswürdig ist die einheitliche Ausstattung mit illusionistischen Fresken von Cosmas Damian Asam sowie Stuck- und Bildhauerarbeiten von Joseph Anton Feuchtmayer.

Türmereiches Ravensburg

5. Tag (Fr): Überlinger See und Rückreise

Ihrer herrlichen Lage am Ufer des Überlinger Sees, der pittoresken, an historischen Bauwerken reichen Altstadt, ihren kopfsteingepflasterten Gassen und brunnengeschmückten Plätzen verdankt Meersburg sein unvergleichliches Flair. „Auf der Burg haus´ ich am Berge, unter mir der blaue See…“,  dichtete Annette von Droste-Hülshoff, deren Wohnräume wir im Alten Schloss besuchen. Von der Terrasse des Neuen Schlosses bietet sich ein unvergesslicher Blick über die malerische Unterstadt und den Bodensee. Die Wallfahrtskirche von Birnau mit dem Honigschlecker als Wahrzeichen gilt als eine der schönsten Blüten des oberschwäbischen Barock. In der fünfschiffigen spätgotischen St. Nikolaus-Kirche von Überlingen stellt der von Jörg Zürn geschnitzte Hochaltar mit seinen mit 23 lebensgrossen sowie über 50 kleinen Figuren ein Meisterwerk des Manierismus dar. Nach dem gemeinsamen Mittagessen erwartet uns im Schloss Heiligenberg, das noch heute den Fürsten zu Fürstenberg gehört, eine kunsthistorische Sensation: Als absolute Kleinode der Spätrenaissance gelten der sich über zwei Stockwerke erstreckende und mit einer kunstvoll geschnitzten Holzdecke versehene Rittersaal sowie die reichverzierte Schlosskapelle. Rückfahrt nach Zürich; Ankunft am späten Nachmittag.

Blick auf Meersburg am Nordufer des Überlinger Sees

Reisetermin

6. - 10. Mai 2019
(5 Reisetage)

Reiseleitung

Uwe Zenner
Uwe Zenner

Leistungen

Fahrt im bequemen Reisebus ab Zürich

4 Übernachtungen mit Frühstück
in gehobener Hotelklasse

4 Abendessen

Besichtigungen und Führungen lt. Programm

Reiseliteratur

Mindestteilnehmerzahl: 12 / maximal 25

Reiserücktrittskosten-Versicherung (fakultativ): SFr. 44

Reiserücktritts-Jahresversicherung (fakultativ): auf Anfrage

Preis pro Person im Doppelzimmer
SFr. 1580
Preis pro Person im Einzelzimmer
SFr. 1750