Dauer

7 Reisetage

Reiseleitung

Katja Jaeckel
Katja Jaeckel

Leistungen

  • Flug von Zürich nach Hamburg und zurück
  • Ausflüge und Transfers im bequemen Reisebus
  • 6 Übernachtungen mit Frühstück in gehobener Hotelkategorie
  • 6 Abend- bzw. Mittagessen
  • 1 Konzertticket in bester Kategorie
  • Führungen und Eintritte lt. Programm, Reiseliteratur
     
  • Mindestteilnehmerzahl: 12 / maximal 25

Preis pro Person im Doppelzimmer:
CHF 2790
Preis pro Person im Einzelzimmer:
CHF 3180

Reiserücktritts-Versicherung
(fakultativ): ab CHF 126

Auf stolze 1200 Jahre blickt die Hansestadt Bremen zurück. Sie ist heute das kleinste Bundesland Deutschlands, bestehend aus den beiden Städten Bremen und Bremerhaven. Jahrhundertelang lebte die Stadt fast ausschliesslich vom Hafen und Seehandel mit Kaffee, Tuch und Gewürzen. Heute gehört sie zu den führenden Technologiestandorten und den grünsten Städten in Deutschland. Jeder kennt das Märchen von den Bremer Stadtmusikanten, die nie in Bremen ankamen – und dennoch überall in der Stadt präsent sind. Aber kennen Sie auch den Schnoor, Grünkohl und Pinkel, die Maler des Nordens wie Mackensen, Radziwill, Vogeler oder die Modersohns? Folgen Sie uns nach Bremen und an den Jadebusen, ins herzogliche Oldenburg, ins Auswanderermuseum Bremerhaven und nach Ostfriesland, wo der Himmel grösser, die Schäfchenwolken weisser und das Land grüner ist als anderswo.

 

1. Tag (Sa): Willkommen in Deutschlands Norden

Am Mittag Flug von Zürich nach Hamburg und Weiterfahrt mit dem Bus in die Hansestadt Bremen. Unser Hotel liegt mitten in der schönen Altstadt unweit der Weser. Ein erster Spaziergang führt uns zum idyllischen Schnoor. Mit seiner Mischung aus kleinen bunten Wohn-, Werkstatt- und Speicherhäusern aus dem 15. bis ins 19. Jh. und idyllischen Gassen ist es heute das älteste geschlossene Viertel der Hansestadt. Gemeinsames Abendessen mit typisch norddeutschen Spezialitäten.

2. Tag (So): Moin Bremen!

Auf dem Marktplatz und im Herzen der Bremer nehmen der lächelnde Roland und das imposante Rathaus im Stil der Weserrenaissance einen prominenten Platz ein. Beide Monumente zählen seit 2004 zum Unesco-Welterbe. Bei einer Führung sehen wir u.a. die prunkvolle Obere Halle, die als Gerichts-, Sitzungs- und Festsaal diente sowie die Güldenkammer. Seit 789 war der Bremer Dom die Kathedrale des mächtigsten Erzbistums in Nordeuropa. Die heutigen Masse des St. Petri Doms gehen auf den Neubau des 11. Jhs. zurück. Am Nachmittag widmen wir uns der Kunsthalle Bremen. Unter dem Titel „Remix. Die Sammlung neu sehen“ präsentiert sich die Kollektion, die einen Bogen vom 14. Jh. bis heute spannt, seit Sommer 2020 grundlegend neu. Gemeinsames Abendessen.

3. Tag (Mo): Hafenwelten Bremerhavens und Konzert in der Glocke

Im Deutschen Auswandererhaus Bremerhaven wird an die über sieben Millionen Menschen erinnert, die über die Seestadt die beschwerliche Reise in eine ungewisse Zukunft antraten: 330 Jahre Auswanderungsgeschichte führen uns über originalgetreu nachgebaute Schauplätze von der Pier Bremerhavens bis nach New York und lassen uns an einzelnen Schicksalen teilhaben. Ein Spaziergang an der Waterkant darf natürlich nicht fehlen! Gemeinsames Mittagessen. Der Konzertsaal Glocke zählt zu den Art-Déco-Kleinodien Bremens, und die vorzügliche Akustik des Grossen Saales gehört laut Herbert von Karajan zu den besten der Welt. Davon können wir uns bei einem Konzert der Bremer Philharmoniker überzeugen. Auf dem Programm stehen u.a. Kompositionen von Joseph Haydn und Igor Stravinsky.

4. Tag (Di): Herzogliches Oldenburg und der Jadebusen

Heute fahren wir nach Oldenburg in Oldenburg. Das Schloss, das Stadt und Land seinen Namen gab, ist die ehemalige Residenz der Grafen, Herzöge und Grossherzöge von Oldenburg. Seit 1923 ist das Schloss Sitz des Landesmuseums, zu dem u.a. das Prinzenpalais mit seiner aussergewöhnlichen Sammlung  der Klassischen Moderne gehört. Nach so viel Kunst ist es Zeit für einen kurzen Bummel durch die Stadt oder den Schlossgarten. Weiterfahrt an den Jadebusen. „Die Gegend ist grossartig, und man muss das alles malerisch festhalten“, schrieb der Brücke-Mitbegründer Karl Schmidt-Rottluff an seinen Freund Erich Heckel aus Dangast. Die beiden malten, was ihnen vor die Leinwand kam: Fischerhäuser, Dünen, Wattenmeer, Mühlen und Moor. Schmidt-Rottluff begeisterte noch einen anderen Künstlerkollegen für den Ort: Das Fischerhaus, das Franz Radziwill mitten im Inflationsjahr 1923 in Dangast erwarb, wurde zu seinem Lebensmittelpunkt und gilt als begehbare gemauerte Künstlerbiografie – auf seine Weise einzigartig in Deutschland. Gemeinsames Abendessen.

5. Tag (Mi): Künstlerkolonien in Worpswede und Fischerhude

Rainer Maria Rilke sah in Worpswede einen "Himmel von unbeschreiblicher Veränderlichkeit und Grösse", und Paula Modersohn-Becker schwärmte 1897 von einem "Wunderland". Inmitten ausgedehnter Hochmoore liess sich Ende des 19. Jhs. eine Künstlerkolonie nieder. Zu ihnen gehörte Heinrich Vogeler. Im Barkenhoff präsentiert sich uns eine umfangreiche Ausstellung zu Vogelers Leben und Gesamtwerk. Das Ensemble aus Kaffee Worpswede (1924) und Grosser Kunstschau (1927) ist ein herausragendes Baukunstwerk des Expressionismus. Die Sammlung der Kunstschau zeigt bedeutende Werke der Worpsweder Gründergeneration, u.a. von Paula Modersohn. Sie verlebte die letzten neun Jahres ihres Lebens hier und setzte der Landschaft und ihren Menschen ein bleibendes Denkmal. Wie viele Künstler damals zieht es auch uns weiter in den idyllischen Ort Fischerhude, wo sich hinter altem Fachwerk Galerien, Ateliers und Kunstwerkstätten verbergen. Bekannt wurde Fischerhude v.a. durch Otto Modersohn. Die zahlreichen, schön restaurierten Bauernhäuser zeugen von einem nicht unerheblichen bäuerlichen Wohlstand, den sich die (ehemaligen) Bewohner nicht nur zu Lande, sondern auch auf dem Wasser erarbeitet haben. Gemeinsames Abendessen.

6. Tag (Do): Sehnsuchtsort Ostfriesland

Viel Wasser, Wolken und die Landschaft so schön wie weit: Das ist Ostfriesland! Die höchsten Erhebungen sind Deiche und Dünen. Auf unserer Fahrt nach Westen steuern wir als erstes Schloss Evenburg an. Ein englischer Landschaftsgarten umgibt das im neugotischen Stil restaurierte barocke Wasserschloss. Weiterfahrt in das Fischerdorf Ditzum am Dollart. Mit seiner Mühle, dem schmucken Kirchturm und den bunten Krabbenkuttern im Hafen lädt der hübsche Ort zum Bummeln ein. Ein echtes Schmuckstück ist die malerische Leeraner Altstadt. Die Vergangenheit Leers als bedeutende Handels- und Hafenstadt ist überall spürbar, aber auch die Moderne hat am Hafen Einzug gehalten. Nu is Teetied: Bei einer ostfriesischen Teezeremonie stärken wir uns vor der Rückfahrt nach Bremen. Gemeinsames Abendessen.

7. Tag (Fr): Heimreise

Geniessen Sie den Vormittag in Ruhe, bummeln Sie noch einmal durch die Böttcherstrasse oder durch die Wallanlagen und den für die Hansestadt so charakteristischen Wohnstrassen mit dem typischen „Bremer Haus“. Am späten Vormittag Transfer zum Flughafen Hamburg und Rückflug nach Zürich, Ankunft am Nachmittag.