Dauer

5 Reisetage

Reiseleitung

Katja Jaeckel
Katja Jaeckel

Leistungen

  • Fahrt im bequemen Reisebus ab Zürich und Basel
  • 4 Übernachtungen mit Frühstück in gehobener Hotelklasse
  • 4 Abendessen, 1 Mittagessen, 1 Weinprobe
  • Eintritte und Führungen lt. Programm
  • Reiseliteratur
  • Mindestteilnehmerzahl: 12 / maximal 25

 

Preis pro Person im Doppelzimmer:
CHF 1940
Preis pro Person im Einzelzimmer:
CHF 2270

Reiserücktritts-Versicherung
(fakultativ): ab CHF 56

Zwischen Vogesen, Rhein und Jura dehnt sich das Elsass aus, das ganz besondere kulturelle und historische Beziehungen zu seinen Nachbarländern pflegt. Seit die Enkel Karls des Grossen, Ludwig der Deutsche und Karl der Kahle, mit den Strassburger Eiden im Jahr 842 einen Bündnisschwur leisteten, sind das deutsche und das französische Element im Elsass präsent - und das bis in die Gegenwart. Auf unserer fünftägigen Reise können wir uns davon mit allen Sinnen überzeugen. Wie klingt eigentlich Elsässisch, und wo genau verläuft die Sprachgrenze? Der Reichtum der frischen regionalen Produkte lässt Feinschmeckerherzen höher schlagen, und zu Recht sind die Winzer stolz auf den Elsässer Wein, der im Anbaugebiet auf Flaschen gezogen wird. In pittoresken Dörfern entlang der Weinstrasse, in den Tälern und Bergen der Vogesen, aber auch vor den Tafelbildern im Colmarer Museum Unterlinden gehen uns die Augen über. Und wie fühlt sich der einheimische Buntsandstein an, aus dem das Strassburger Münster, Burgen und Stadtmauern errichtet wurden?
 

1. Tag (Mo): Bienvenue en Alsace

Am Vormittag Fahrt im bequemen Reisebus von Zürich über Basel nach Mulhouse. In der Cité du Train, dem grössten Eisenbahnmuseum Europas, reisen wir durch die Geschichte des Schienenverkehrs. An die engen historischen Bande zur Eidgenossenschaft erinnern die Wappen der Schweizer Kantone am Rathaus vom Mulhouse. Nach der Mittagpsause reisen wir weiter in die Vogesen zu Füssen des Grand Ballon. Wie gemalt liegt die ehemalige Benediktinerabtei Murbach in einem Seitental der Lauch, eines der grossartigsten romanischen Bauwerke des Elsass, von dem nur noch die stolzen Reste des Chorhauptes erhalten blieben. Am Nachmittag erreichen wir Husseren-les-Châteaux. 4 Übernachtungen in einem idyllisch auf der höchsten Erhebung der elsässischen Weinberge gelegenen Spa-Hotel. Gemeinsames Abendessen.

2. Tag (Di): Bilderbuch-Elsass in luftigen Höhen

In 763m Höhe erhebt sich der „heilige Berg des Elsass“, der Odilienberg, ein berühmter Wallfahrtsort mit weitreichendem Blick über die Rheinebene. In Obernai, dem Geburtsort der Heiligen Odilia, schlägt das Herz der elsässischen Weinstrasse. Wir folgen den verwinkelten Gassen des reizvollen Städtchens, das sich sein mittelalterliches Flair und einen Hauch Renaissance bewahrt hat: Davon erzählen der Kapellturm, der Sechs-Eimer-Brunnen und die gut erhaltene Stadtmauer. Nach der Mittagspause geht es in die alte Reichsstadt Sélestat. Die vom französischen Stararchitekten Rudy Ricciotti umgebaute ehemalige Kornhalle birgt die weltberühmte Humanistenbibliothek, die auf den Nachlass des grossen Schlettstädter Gelehrten Beatus Rhenanus zurückgeht und zum Unesco-Welterbe gehört. Den Abend beschliessen wir in einer typischen Winstub in Colmar.

3. Tag (Mi): Straßburg – deutsch, französisch, europäisch!

Vom Wehr der vom Festungsbaumeister Vauban errichteten Stadtmauer geniessen wir einen ersten herrlichen Blick auf die Silhouette der schönen Stadt Straßburg. Anschliessend spazieren wir durch das von malerischen Fachwerkhäusern gesäumte Viertel Petite France zur romanisch-gotischen St. Thomas-Kirche, in der der barocke Bildhauer Jean-Baptiste Pigalle ein wahrlich theatralisches Grabmal für Moritz von Sachsen, den „Maréchal de France“, schuf. Das berühmte gotische Liebfrauenmünster (Unesco-Welterbe) aus rotem Vogesen-Sandstein war für Jahrhunderte das höchste Gebäude der Welt und bleibt das höchste Bauwerk des Mittelalters. Mehr noch als die imposante Höhe des Nordturms beeindrucken die filigrane Gestaltung von Fassade und Turm, die schon Goethe für die Gotik begeisterte. Die Originale der mittelalterlichen Bildhauerei aus dem Münster bewundern wir nach der Mittagspause im Frauenwerkmuseum. Ein ganz anderer Blick auf das mittelalterliche, deutsche und europäische Straßburg erschliesst sich uns bei einer Bootsfahrt auf der Ill. Gemeinsames Abendessen im Hotel.

4. Tag (Do): Über Berg und Tal zur elsässischen Weinstrasse

Die weiten Wiesen des Münstertals sind landesweit bekannt für ihren würzigen Käse, dem sogar ein Museum gewidmet ist. Nach einer kleinen Kostprobe folgen wir der Vogesenkammstrasse mit herrlichen Ausblicken und erreichen die schöne ehemalige Reichsstadt Kaysersberg, Geburtsstadt des Nobelpreisträgers Albert Schweitzer. Riquewihr ist ein liebenswerter, inmitten von Weinbergen gelegenen Winzerort an der elsässischen Weinstrasse, dessen Stadtbild aus dem 16. Jahrhundert unversehrt erhalten blieb. Den Tag lassen wir in Eguisheim, der Wiege des elsässischen Weinanbaus, mit einer Weinprobe und einem gemeinsamen Abendessen in einem Gourmetrestaurant ausklingen.

5. Tag (Fr): Colmar, die Stadt der Künste

Für viele ist Colmar mit seinen Fachwerk- und Renaissancehäusern und den malerischen, schön geschmückten Strassen die elsässischste aller elsässischen Städte. Höhepunkt des vom Architektenduo Herzog & de Meuron erweiterten Museums Unterlinden ist der Isenheimer Altar von Matthias Grünewald, eines der grössten Meisterwerke der europäischen Tafelmalerei. Die große Hallenkirche der Dominikaner birgt Martin Schongauers berühmtes Tafelbild Madonna im Rosenhag, ein Werk, das Einflüsse flämischer Künstler mit der lyrisch-zarten Malweise des Oberrheins verbindet. Unser Spaziergang durch Colmars entzückende Altstadt endet im pittoresken Stadtviertel Petite Venise. Zum Mittagsmahl sind wir zu Gast auf einem besonderen Weingut, umgeben von Reben erster Güte. Dann heisst es Abschied nehmen vom schönen Elsass! Ankunft in Basel am späten Nachmittag in Zürich eine Stunde später.