Dauer

5 Reisetage

Reiseleitung

Timo Goldmann
Timo Goldmann

 

 

Leistungen

  • Fahrt im bequemen Reisebus ab Zürich und Basel
  • 4 Übernachtungen mit Frühstück in gutem Mittelklassehotel
  • 4 Abend- bzw. Mittagessen, 1 Weinprobe
  • Eintritte und Führungen lt. Programm
  • Reiseliteratur
  • Mindestteilnehmerzahl: 12 / maximal 25

Preis pro Person im Doppelzimmer
CHF 1730
Preis pro Person im Einzelzimmer
CHF 1970

Reiserücktritts-Versicherung
(fakultativ): ab CHF 46

Hier die waldreichen Höhenzüge der Vogesen, dort die steil abfallenden Felsschluchten des Jura, malerische Weinberge, klare Seen und stille Täler - die Franche-Comté ist reich an kontrastierenden Landschaftsbildern. Charakteristisch und vielseitig wie die Landschaft ist aber auch das künstlerische Erbe der einstmals zum deutschen Königreich gehörenden Freigrafschaft. Die Salz- und Metallgewinnung, der Weinbau und die Holzwirtschaft erlaubten es Mönchsorden und Bischöfen, Adligen und Patriziern Kunstwerke in Auftrag zu geben, die von der burgundischen Hofkunst und der italienischen Renaissance inspiriert waren. Als das Land 1678 zu Frankreich kommt, wird Besançon zur repräsentativen Regionalhauptstadt ausgebaut. In Arc-et-Senans entsteht mit der königlichen Saline ein Meisterwerk der französischen Architektur. Victor Hugo, Gustav Courbet und Louis Pasteur wurden in der Franche-Comté geboren - sie gehören zu den herausragenden Persönlichkeiten der französischen Kultur. Neben dem historischen Erbe erwarten uns auch kulinarische Genüsse, von denen der Vin Jaune und der Comté-Käse die bekanntesten sind. Die Franche-Comté ist eine kaum entdeckte Schatzkammer, die direkt hinter der Schweizer Grenze liegt. 

1. Tag (Mo): Reise in die Franche-Comté - Besançon

Fahrt im bequemen Reisebus von Zürich über Basel in die Franche-Comté nach Besançon. Ein schöner grau-blauer Kalkstein, der über Jahrhunderte als Baumaterial für Kirchen und Wohngebäude diente, verleiht dem Stadtbild einen noblen und einheitlichen Charakter. Arkadengeschmückte Wohnhäuser am Flussufer, brunnengeschmückte Plätze und herrschaftliche Paläste prägen das historische Zentrum. Nach der Mittagspause besuchen wir das Musée des Beaux-Arts et d’Archéologie. 1694 gegründet, gilt es als das älteste öffentliche Museum Frankreichs. Eine Überraschung ist sowohl das Gebäude, das einem Schüler Le Corbusiers sein heutiges Aussehen verdankt, als auch die reichhaltige Gemäldeabteilung mit herausragenden Werken u. a. von Cranach, Bronzino, Zurbarán und Courbet. Weiterfahrt in die Weinbauregion Château-Chalon. 4 Übernachtungen und Abendessen im zwischen Weinbergen gelegenen Hotel Domaine du Revermont.

2. Tag (Di): Weisses Gold – Salin-les-Bains und Arc-et-Senans

Schon die beiden hoch über Salins-les-Bains gelegenen Festungen zeugen von der Bedeutung der Salzförderung im engen Flusstal der Furieuse. In der Grande Saline, die als technisches Denkmal Unesco-Schutz geniesst, erfahren wir alles zum Thema Salzgewinnung. Bei einem geführten Rundgang durch die unterirdischen Hallen und Gänge sehen wir historische, aber noch immer funktionstüchtige Förderinstrumente, die von der 1000jährigen Geschichte dieser Saline erzählen. Die Königliche Saline von Arc-et-Senans ist ein einzigartiges Beispiel früher Industriearchitektur. Das monumentale, von Claude-Nicolas Ledoux ab 1775 im französischen Klassizismus errichtete Bauensemble steht ebenfalls auf der Welterbeliste der Unesco. Am Nachmittag sind wir in Dole, der alten Hauptstadt der Freigrafschaft Burgund. Spaziergang durch die malerischen engen Gassen des Gerberviertels zur Stiftskirche Notre-Dame und zum Geburtshaus Louis Pasteurs.

3. Tag (Mi): Besançon – Stadtschönheit in der Doubs-Schleife

Angekommen in Besançon erkunden wir zunächst die vom Doubs umflossene Altstadt. Wir besuchen die Kathedrale, deren astronomische Uhr mit einer Reihe technischer Raffinessen aufwartet und staunen über die Porte Noire, ein monumentales römisches Stadttor. Im Haus mit der Nummer 140 in der Grande Rue wurde 1802 der grosse französische Schriftsteller Victor Hugo geboren. Im Musée du Temps, das seine Heimstatt im prächtigen Palais Granvelle gefunden hat, können wir in die facettenreiche Geschichte der Stadt eintauchen. Besonders das 16. Jahrhundert, als enge Vertraute des deutschen Kaisers hier das Sagen hatten, und die Zeit ab 1678, als Besançon - nach der Annexion der Comté durch Frankreich - zu einem europäischen Zentrum der Uhrenindustrie aufstieg, werden durch beeindruckende Exponate beleuchtet. Am freien Nachmittag empfiehlt sich ein Einkaufsbummel durch die quirlige Innenstadt oder der Besuch der gewaltigen von Vauban erbauten Zitadelle – auch sie ein Unesco-Welterbe.

4. Tag (Do): Le Bon Pays – Mönche, Wein und Käse

Hoch über den Weinbergen des Jura thront Château-Chalon, ein uraltes Winzerdorf mit romanischer Kirche, malerischen Gässchen und bezaubernden Bauerngärten. Im Cirque de Baume, einem von gut hundert Meter hohen Felswänden umgebenen Talkessel liegt die altehrwürdige Benediktinerabtei Baume-les-Messieurs. Ihr gehörte einstmals auch Berno von Baume an, der im Jahr 910 der erste Abt des einflussreichen burgundischen Klosters Cluny wurde. In der romanischen Kirche Saint-Pierre blieben Grabmäler, Skulpturen und ein kostbarer flämischer Schnitzaltar erhalten. Die Kunstwerke, das malerische Gebäudeensemble der Abtei, vor allem aber das atemberaubend schöne Landschaftsbild machen den Aufenthalt zu einem unvergesslichen Erlebnis. Nachdem wir am Nachmittag den bizarren Wasserfall Cascade des Tufs bestaunt haben, besuchen wir das im Herzen des Jura-Weinbaus gelegene Städtchen Arbois. Der Chemiker, Physiker und Mitbegründer der Mikrobiologie Louis Pasteur verbrachte hier viele Jahre seines Lebens. In Erinnerung an Pasteur widmen wir uns den regionalen Köstlichkeiten. Comté-Käse und den berühmten Vin Jaune lassen wir uns bei einer Weinprobe munden

5. Tag (Fr): Gustave Courbet in Ornans und Heimreise

Auch das hübsche - am Fuss der Juraberge gelegene - Poligny ist ein Zentrum des Weinbaus und der Milchverarbeitung. Die gotische Kollegiatkirche Saint-Hippolyte besitzt eine Reihe erlesener Skulpturen des 15. Jahrhunderts. Claus de Werve und Juan de la Huerta, zwei Bildhauer, die auch im Dienst von Herzog Philipp dem Guten standen, sind für die Kirche tätig gewesen. Unser letztes Etappenziel vor der Rückreise in die Schweiz ist das im Tal der Loue gelegene Städtchen Ornans. Hier wurde 1819 Gustave Courbet geboren, der zu den führenden Malern des französischen Realismus zählt. Das einfache, von harter Arbeit geprägte Leben seiner Mitmenschen hat Courbets Schaffen ebenso bestimmt wie die schroffen Kalksteinfelsen und wildromantischen Flusstäler in der Umgebung von Ornans. Das in seinem Geburtshaus eingerichtete Musée Courbet zeigt heute eine umfangreiche Sammlung seiner Werke. Gemeinsamer Mittagsimbiss und Rückreise in die Schweiz. Ankunft in Basel und Zürich am frühen Abend.