Goldmann Reisen

Frühling im Hohenloher Land

Das Hohenloher Land - eine zwischen den historischen Landschaften Schwaben und Franken gelegene heute zu Baden-Württemberg gehörende Region - ist eine echte Überraschung! Bezaubernde Gärten und fürstliche Schlösser, einstmals mächtige Reichsstädte und kunstreiche Klöster sind die Zeugen einer grossen und wechselvollen Vergangenheit. Nach dem Ende der Stauferdynastie, die hier eine Reihe von Burgen und Pfalzen errichtete, bestimmten Adelsfamilien wie die Hohenlohe und Berlichingen, Reichsstädte wie Wimpfen und Gmünd sowie die Stiftsherren von Comburg und Ellwangen Jahrhunderte hindurch die Geschicke dieses Gebiets. Dem Mäzenatentum des Unternehmers Reinhold Würth verdanken Schwäbisch Hall und Künzelsau Museen von europäischem Rang. Im benachbarten Franken besuchen wir die Hohenzollernresidenz Ansbach, die Zisterzienserkirche von Heilsbronn sowie das romantische Rothenburg ob der Tauber. Freuen Sie sich auf unvergessliche Frühlingstage in einer der schönsten und vielseitigsten Gegenden Süddeutschlands.

 

1. Tag (Sa): Willkommen in Hohenlohe!

Fahrt im bequemen Reisebus von Zürich nach Württemberg. Mittagshalt im landschaftlich reizvoll gelegenen Städtchen Schorndorf. Mittelpunkt ist der stimmungsvolle, von Fachwerkhäusern umgebene Marktplatz - einer der schönsten in Süddeutschland. Nach der Mittagspause besuchen wir das im Remstal bei Gmünd gelegene Kloster Lorch, dessen Gründung auf den ersten Stauferherzog Friedrich von Schwaben zurückgeht. Er liess hier in der Nähe seiner Stammburg Hohenstaufen eine Familiengrablege errichten. Weiterfahrt ins Hohenloher Land. 7 Übernachtungen und Abendessen im familiengeführten Hotel Rose in Bitzfeld bei Öhringen.

Willkommen im Hohenloher Land

2. Tag (So): Adel verpflichtet! Die Hohenlohe und die Berlichingen 

Heute folgen wir den Spuren der beiden grossen Adelsgeschlechter dieser Region. Das Fürstenhaus Hohenlohe gab ihr nicht nur seinen Namen, sondern errichtete auch zahlreiche Burgen und Schlösser. Wir besichtigen das machtvolle Renaissance-Schloss Neuenstein und die Stiftskirche in der Hohenloher Residenzstadt Öhringen. In der Burg von Jagsthausen wurde der durch Goethes Schauspiel bekannte Götz von Berlichingen geboren. Viele Legenden ranken sich um den Ritter mit der eisernen Hand, dessen Grabdenkmal wir im Kreuzgang der idyllisch im Jagsttal gelegenen Zisterzienserabtei Schöntal sehen.

Zisterzienserabtei Schöntal bei Berlichingen

3. Tag (Mo): Im lieblichen Taubertal

Verwinkelte Gassen und stimmungsvolle Plätze prägen die an Türmen und Toren reiche Altstadt von Rothenburg ob der Tauber. Die Geschlossenheit und Schönheit des historischen Stadtbildes überwältigt und lässt an einen träumerischen Spaziergang durch eine Märchenstadt denken. In der gotischen Stadtkirche St. Jakob staunen wir über den von Tilman Riemenschneider geschaffenen Heiligblut-Altar. Ein weiteres Meisterwerk des Bildschnitzers sehen wir in der an Kunstwerken auch sonst sehr reichen Herrgottskirche von Creglingen. Vor der Rückfahrt zum Hotel besuchen wir noch das herrliche Grafenschloss von Weikersheim mit einem der grossartigsten Renaissance-Säle Deutschlands sowie die Stuppacher Madonna, ein meisterliches Altarbild von Matthias Grünewald.

Plönlein in Rothenburg ob der Tauber

4. Tag (Di): Schwäbisch Hall – Heller, Salz und Kunst

Schwäbisch Hall verdankte dem Salz und dem Handel seinen Reichtum. In Halls Münze wurde der denarius hallensis, der Heller, eine mittelalterliche Universalwährung geprägt. Im geschlossenen historischen Stadtbild treffen wir auf prächtige Wohnhäuser, schmale Gassen und einen der schönsten Marktplätze Deutschlands. Die auf dem höchsten Punkt der Altstadt gelegene Michaelskirche gleicht einem Schatzkästchen; Kunstwerke aller Epochen widerspiegeln den Wohlstand und Kunstsinn der Haller Patrizier. In dieser Tradition stehend überliess der Unternehmer Reinhold Würth der Stadt eine bemerkenswerte Kunstsammlung, deren Glanzstück die weltberühmte Holbein-Madonna ist. Nach der Mittagspause besuchen wir die Kunsthalle Würth mit der aktuellen Ausstellung „Lust auf mehr - Neues aus der Sammlung Würth“. Der weitere Nachmittag steht zur freien Verfügung.

Partie am Kocherufer in Schwäbisch Hall

5. Tag (Mi): Hohenzollern in Franken – Ansbach und Heilsbronn

Das an der fränkischen Rezat gelegene Ansbach war Jahrhunderte lang Residenz der Markgrafen von Brandenburg-Ansbach, einer Nebenlinie der Berliner Hohenzollern. Barocke Adelspalais, versteckte Innenhöfe im Renaissancestil und blühende Gärten prägen das Bild der bezaubernden Altstadt. Das markgräfliche Schloss ist ein Kleinod höfischer Wohnkultur und eine der schönsten spätbarocken Residenzen Süddeutschlands. Die eindrucksvolle romanische Klosterkirche der Zisterzienserabtei Heilsbronn diente den Hohenzollern, die im 13. und 14. Jahrhundert das Amt der Burggrafen von Nürnberg innehatten, als Grablege. Über das malerische Städtchen Feuchtwangen, dessen Marktplatz auch die schönste Stube Frankens genannt wird, geht es zurück in unser Hotel Rose.

Hofgarten und Orangerie in Ansbach

6. Tag (Do): Kaiser und Mäzene - Bad Wimpfen und Künzelsau

Die einstige Kaiserpfalz Wimpfen, die sich seit 1930 offiziell Bad nennen darf, besteht aus dem direkt am Ufer des Neckars gelegenen Stadtteil Wimpfen im Tal, in dem die gotische Stiftskirche mit ihrem Kreuzgang beeindruckt, sowie dem auf die königliche Pfalz zurückgehenden Wimpfen am Berg. Die erhaltenen Bauten der Pfalz bilden zusammen mit den Türmen und Fachwerkhäusern der Altstadt ein bezaubernd mittelalterliches Ensemble. Vor der Rückfahrt ins Hotel besuchen wir das vom britischen Architekten David Chipperfield geplante Carmen-Würth-Forum Künzelsau. Hier, wo sich auch die Zentrale der Würth-Gruppe befindet, sind seit Juni 2020 die Lieblingsstücke des Industriellen und Kunstsammlers Reinhard Würth zu sehen, darunter Werke von Klassikern wie Max Beckmann, Pablo Picasso, Ernst Ludwig Kirchner und vielen mehr.

Blick auf Wimpfen am Berg mit dem Blauen Turm

7. Tag (Fr): Wunder der Romanik – Großcomburg und Ellwangen

Hoch über dem Kochertal erhebt sich wehrhaft und majestätisch zugleich die Benediktinerabtei Großcomburg. Für die Fernwirkung der Klosterburg bestimmend sind die drei mächtigen romanischen Kirchtürme sowie die wuchtigen Rundtürme der Ringmauer. Im lichtdurchfluteten Innenraum der im Barock erneuerten Klosterkirche blieben – oh Wunder – ein riesiger Radleuchter und ein vergoldetes Antependium erhalten, einzigartige Werke romanischer Goldschmiedekunst. Eine Überraschung ist auch die stimmungsvolle romanische St. Ägidius-Kirche von Kleincomburg und das auf einem Bergsporn gelegene Städtchen Vellberg. Ellwangen war bis 1802 ein geistliches Fürstentum. Am von noblen Stiftsherrenhäusern gesäumten Marktplatz besichtigen wir die ehemalige Abteikirche St. Vitus. Sehenswert sind auch das Schloss der Ellwanger Fürstpröpste sowie die monumentale Wallfahrtskirche auf dem Schönenberg.

Blick auf das Kloster Großcomburg

8. Tag (Sa): Schwäbisch Gmünd und sein Münster, Heimreise

Das Heilig-Kreuz-Münster in Schwäbisch Gmünd gehört zu den eindrucksvollsten Sakralbauten der deutschen Gotik. Die ab 1315 errichtete Hallenkirche gilt als Prototyp der grossen Stadtkirchen Süddeutschlands. Bei einem Spaziergang durch die Gmünder Altstadt erleben wir weitere steinerne Zeugen aus der über 800-jährigen Geschichte dieser einstmals freien Reichsstadt. Am Marktplatz bilden die romanische Johanniskirche mit ihrem reichen plastischen Schmuck, mittelalterliche Fachwerkbauten und üppige Barockhäuser eine beeindruckende Kulisse. Nach der Mittagspause geht es zurück in die Schweiz. Ankunft in Zürich am späten Nachmittag.

Heilig-Kreuz-Münster in Schwäbisch Gmünd

Bildnachweis

Haederbilder:

Meister von Meßkirch
Falkensteiner Altar (Detail aus der Mitteltafel)
Die heilige Anna Selbdritt im Kreise heiliger Frauen um 1530
Tafel, Öl auf Nadelholz
© Sammlung Würth, Inventarnr.: 15605

Schloss Weikersheim mit Schlossgarten
Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg

© www.schloesser-und-gaerten.de

Detail vom romanischen Radleuchter in der Klosterkirche Großcomburg
Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg

© www.schloesser-und-gaerten.de

 

alle anderen Fotos:
stock.adobe.com
und Ralf Fryaldenhofen

 

Fotos in der Listung der Tage:

Stadtteil Merklingen in Weil der Stadt
© www.weil-der-stadt.de

 

Partie am Kocherufer in Schwäbisch Hall
© www.schwaebischhall.de

 

Panorama der Bad Wimpfener Altstadt
© www.badwimpfen.de

 

Heilig-Kreuz-Münster in Schwäbisch Gmünd
© Quelle: Touristik und Marketing GmbH Schwäbisch Gmünd

Reisetermin

22. - 29. Mai 2021
(8 Reisetage)

Reiseleitung

Timo Goldmann
Timo Goldmann

 

Leistungen

Fahrt im bequemen Reisebus ab/bis Zürich

7 Übernachtungen mit Frühstück in gehobener Hotelklasse

7 Mittag- bzw. Abendessen

Besichtigungen und Führungen lt. Programm

Reiseliteratur

Mindestteilnehmerzahl: 12 / maximal 25

 

Reiserücktritts-Versicherung
(fakultativ): ab CHF 61

Preis pro Person im Doppelzimmer:
CHF 2170   
Preis pro Person im Einzelzimmer:
CHF 2370