Goldmann Reisen

Glanzvolles Burgund - Kunst, Musik und Architektur

„Leben wie Gott in Frankreich“ – nirgends ist dieses Sprichwort so treffend wie in Burgund. Aber das traditionelle Weinland Burgund ist auch eine europäische Kunstlandschaft ersten Ranges, deren kulturelle Schätze eingebettet sind in ein unverfälschtes, von sanften Hügeln und weiten Flusstälern geprägtes Naturparadies. Unsere Reise führt zu den Glanzlichtern dieses alten Kulturlandes: Wir besuchen die von der prunkvollen Hofhaltung der Herzöge von Burgund geprägten Städte Dijon und Beaune sowie die wegen ihrer Einzigartigkeit zum Welterbe der Unesco gehörenden Klosteranlagen von Vézelay und Fontenay. In Autun und Tournus sehen wir zwei aussergewöhnliche romanische Wallfahrtskirchen und in Brou bei Bourg-en-Bresse die im Auftrag der Margarete von Österreich errichtete Klosterkirche der Augustiner, die als eines der bedeutendsten Gesamtkunstwerke der Spätgotik gilt. Besondere Höhepunkte unserer Reise versprechen zwei Aufführungen in der renommierten Opéra de Dijon zu werden. Wir erleben George Bizets Carmen und ein Mozart-Konzert mit dem Orchester Anima Eterna aus Brügge.

1. Tag (Fr): Reise nach Burgund – Dijon

Fahrt von Zürich über Basel nach Dijon, der schönen Hauptstadt des Burgund. Bei unserem ersten Spaziergang besichtigen wir die aussergewöhnliche gotische Kirche Notre-Dame und die Kathedrale St-Bénigne. Höhepunkt der reizvollen Altstadt ist die Place de la Libération mit dem Palais des Ducs, dem prachtvollen Schloss der Herzöge von Burgund. 5 Übernachtungen in Dijon. Gemeinsames Abendessen.

In der Altstadt von Dijon

2. Tag (Sa): Der Glanz des Hauses Burgund – Opernbesuch

Die am Rande von Dijon gelegene Kartause von Champmol gründete Herzog Philipp der Kühne als letzte Ruhestätte für sich und seine Nachfahren. Grösse und Ausstattung dieser Anlage liessen keinen Zweifel darüber, dass hier eine neue und ambitionierte Dynastie die Bühne der europäischen Politik betreten hatte. Auch wenn die Klosteranlage später verändert wurde, so blieben doch das Portal der Kirche mit einer Darstellung des herzoglichen Paares und vor allem der Mosesbrunnen mit seinen an Ausdruckskraft unübertroffenen Bildwerken erhalten. Das monumentale Grabmal Philipps des Kühnen sowie das seines Sohnes Johann Ohnefurcht und dessen Gemahlin Margarete von Bayern befindet sich heute zusammen mit anderen aus Chapmol geborgenen Bilder und Skulpturen im Musée des Beaux-Arts von Dijon. Nach dem gemeinsamen Mittagessen Freizeit für eigene Entdeckungen oder einen Einkaufsbummel. Die Opéra de Dijon, deren Hauptspielstätte sein einigen Jahren in einem ambitionierten Neubau ihr Domizil hat, konnte sich in den letzten Jahren einen überregionalen Ruf sichern. Hier erleben wir am Abend eine Neuproduktion von George Bizets Opernklassiker Carmen, die Regie führt Florentine Klepper.

Claus Sluters Meisterwerk - Detail vom Mosesbrunnen

3. Tag (So): Romanik und Renaissance – Fontenay und Ancy-le-Franc

Fontenay ist die am besten erhaltene Klosteranlage der Zisterzienser im Burgund. Gegründet vom heiligen Bernhard von Clairvaux zeugen Kreuzgang und Kirche von Weltflucht und Frömmigkeit des im Burgund entstandenen Ordens. Die in gediegener Einfachheit und Einheitlichkeit errichteten Gebäude fügen sich in vollendeter Harmonie in die sanfte und lichte Landschaft eines kleinen, von dichten Wäldern umschlossenen Tals. Das Schloss von Ancy-le-Franc wurde von Sebastiano Serlio, dem italienischen Architekten François I., errichtet. Dieses Kleinod der Renaissance überrascht in seinen geschmackvollen Innenräumen mit Wandmalereien der Schule von Fontainebleau und einem Garten, der vom berühmten André Le Nôtre gestaltete wurde. Später erkunden wir die malerische, von verwinkelten Gassen, Türmen und Toren geprägte Altstadt von Semur-en-Auxois. Gemeinsames Abendessen.

Kreuzgang von Fontenay

4. Tag (Mo): Auf den Spuren des Kanzlers Rolin – Autun und Beaune

Die Kathedrale Saint-Lazare von Autun ist vor allem wegen des berühmten Weltgerichtportals von Magister Gislebertus bekannt. Die klassische Architekturgestalt des Innenraums zeigt deutlich die Vorbildhaftigkeit der in der Stadt erhalten Bauwerke aus gallo-römischer Zeit. Unvergesslich ist die verführerische Gestalt der Eva im Musée Rolin. Dieses Museum, das auch Bildwerke und Gemälde des 15. Jahrhunderts zu seinen Schätzen zählt, befindet sich im Wohnhaus von Nicolas Rolin, der als Kanzler, Schatzmeister und Berater von Philipp dem Guten eines der höchsten politischen Ämter im Herzogtum Burgund ausübte. Das von Nicolas Rolin und seiner Frau gestiftete Hôtel-Dieu von Beaune gehört dank seiner mit bunten Ziegeln gedeckten Dächer und den mit kunstvollen Schmiedearbeiten bekrönten Türmchen und Lukarnen zu den bekanntesten Werken der burgundischen Baukunst. Von der Grosszügigkeit der Stifter, aber auch von ihren durchaus eigennützigen Absichten, zeugen der original erhaltene Krankensaal, die Küche und die Apotheke. Der aus mehreren Tafeln bestehende Weltgerichtsaltar von Rogier van der Weyden gehört zu den Meisterwerken der altniederländischen Malerei. Gemeinsames Abendessen.

Im Hof des Hôtel-Dieu in Beaune

5. Tag (Di): Ste-Madeleine von Vézelay und Mozarts Musik in Dijon

Die Wallfahrtskirche Ste-Madeleine von Vézelay war im Mittelalter eine wichtige Station auf dem Jakobsweg. Tympanon und Kapitelle erzählen von der Liebe und Gnade Gottes, aber auch von den bedrohlichen Mächten des Bösen. Ihrer architektonischen Schönheit, vor allem aber ihres Skulpturenschmucks wegen gehört diese Kirche zu den Hauptwerken der Romanik in Frankreich und steht wie die Abtei von Fontenay auf der Unesco-Welterbeliste. Gemeinsames Mittagessen und Zeit für einen Spaziergang durch den die Wallfahrtkirche umgebenden Park, der eine überwältigende Aussicht auf die Hügellandschaft des Morvan bietet. Zurück in Dijon hören wir am Abend ein Konzert des Orchesters Anima Eterna aus Brügge unter dem Dirigenten Jos van Immerseel. Das Ensemble hat sich in den letzten Jahren um die historisch exakte Aufführungspraxis der Wiener Klassik auf Originalinstrumenten verdient gemacht. Wir hören ein Mozart-Programm mit dem Fagottkonzert und den beiden späten Sinfonien in Es-Dur und g-Moll.

Blick auf Vézelay

6. Tag (Mi): Kloster Brou – Herbst des Mittelalters

Auf der Fahrt nach Bourg-en-Bresse besuchen wir das Städtchen Tournus, wo mit dem Bau der frühromanischen Abteikirche St-Philibert Architekturgeschichte geschrieben wurde. Die ehemalige Klosterkirche von Brou, am Rand von Bourg-en-Bresse gelegen, kann als das Monument einer grossen Liebe gelesen werden. Margarete von Österreich, die Tochter der Maria von Burgund und des österreichischen Erzherzogs und späteren Kaisers Maximilian I. erfüllte mit dem Bau des Klosters ein Gelübde, das sie beim unerwarteten Tod ihres Gemahls Philibert von Savoyen abgelegt hatte. Die Klosterkirche, die kostbaren Grabmäler Philiberts und Margaretes, aber auch andere Stücke der Ausstattung wie Lettner, Chorgestühl und Fenster gehören stilistisch noch der Gotik an. Dekorative Fülle und gestalterischer Reichtum bewirken eine scheinbare Entmaterialisierung des Steines. Als Summe und Endpunkt der spätmittelalterlichen Kunst und Architektur erleben in Brou das Haus Burgund und seine letzte Vertreterin ihre Apotheose. Nach der Mittagspause Rückreise in die Schweiz, Ankunft in Basel und Zürich am späten Nachmittag.

Klosterkirche von Brou

Bildnachweis

Reisetermin

24. - 29. Mai 2019
(6 Reisetage)

Reiseleitung

Timo Goldmann, Henrik Lange
Timo Goldmann
Henrik Lange

Leistungen

Fahrt im bequemen Reisebus ab Zürich und Basel

5 Übernachtungen mit Frühstück in
gehobener Hotelklasse

5 Mittag-bzw. Abendessen

2 Tickets für 1 Konzert und
1 Opernaufführung in sehr guter Kategorie

Eintritte und Führungen lt. Programm

Reiseliteratur

Mindestteilnehmerzahl: 16 / maximal 25


Reiserücktritts-Versicherung
(fakultativ):  SFr. 55

Reiserücktritts-Jahresversicherung
(fakultativ): auf Anfrage

Preis pro Person im Doppelzimmer:
SFr. 2020
Preis pro Person im Einzelzimmer:
SFr. 2370