Dauer

8 Reisetage

Reiseleitung

Uwe Zenner
Uwe Zenner

Leistungen

  • Fahrt im bequemen Reisebus ab Zürich
  • 7 Übernachtungen mit Frühstück in gehobener Hotelklasse
  • 7 Mittag- bzw. Abendessen, 1 Weinprobe
  • Eintritte und Führungen lt. Programm
  • Reiseliteratur
  • Mindestteilnehmerzahl: 12 / maximal 25

Preis pro Person im Doppelzimmer:
CHF 2780
Preis pro Person im Einzelzimmer:
CHF 3120

Reiserücktritts-Versicherung
(fakultativ): ab CHF 75

Kann ein Land alpin und mediterran zugleich sein? Ja - Südtirol ist das beste Beispiel dafür. Mediterran zeigen sich die weiten, warmen Flusstäler, die vom Obst- und Weinanbau geprägt sind, in denen sogar Olivenbäume und Palmen gedeihen. Dann gibt es da aber auch die wildere, schroffere und ebenso beeindruckende Seite Südtirols - die markanten Bergzüge der Dolomiten, weite Hochalmen und tiefe Schluchten mit alpiner Flora, glasklare Seen und rauschende Wasserfälle. Vielfältig wie Südtirols Landschaft ist auch seine Geschichte. Mit Ötzi, dem weltberühmten Mann aus dem Eis, kennen wir sogar einen mehr als 5000 Jahre alten "Urtiroler". Klöster und Adelsburgen zeugen noch heute von den Begehrlichkeiten, die das fruchtbare Land entlang der alten Kaiserstrasse am Fuss der Alpen schon immer weckte. Unsere Entdeckungsreise geht zu pulsierend-lebendigen Städten mit Bauwerken aus allen Epochen, gut erhaltenen mittelalterlichen Dörfern, eindrucksvollen Burgen sowie Kirchen und Kapellen, deren Reichtum an romanischen und gotischen Wandmalereien eine Überraschung ist.

1. Tag (Do): Reise ins Südtirol

Fahrt von Zürich durchs österreichische Bundesland Vorarlberg nach Italien. Über den Rechenpass gelangen wir in die italienische Region Südtirol. Der aus dem Rechensee ragende Kirchturm der Dorfgemeinde Graun ist das inzwischen weltberühmte Wahrzeichen des Vinschgaus. Der im 14. Jahrhundert errichtete Turm ist der stumme Zeuge des beim Fluten des Stausees versunkenen Ortes. Herrliche Panoramen öffnen sich bei unserer Weiterreise durch den Vinschgau. 7 Übernachtungen und Abendessen im zwischen Weinbergen und Kalterer See gelegenen Wellness-Hotel Thalhof am See.

2. Tag (Fr): Streifzug durchs Meraner Land

In der Kirche von Lana staunen wir über den berühmten, von Hans Schnatterpeck geschaffenen und mit 14 Metern Höhe grössten gotischen Schnitzaltar des gesamten Alpenraums. Meran hat eine hübsche Altstadt und eine Reihe von Bauwerken aus der Belle Époque an der Kurpromenade. Über die Weinstrasse, vorbei an so namenhaften Orten wie Terlan und Tramin, erreichen wir Kastelaz. In der reizvoll gelegenen St. Jakobskirche gibt es vorzügliche romanische und gotische Fresken zu bestaunen. Später sind wir in Kaltern, einem der schönsten Weindörfer Italiens. Weindegustation in der Kellerei Castel Sallegg und Zeit für einen Spaziergang durch Kaltern.

3. Tag (Sa): Bozen - Landeshauptstadt Südtirols

Die herrliche Altstadt von Bozen mit ihren Laubengassen und dem Waltherplatz bietet viele Sehenswürdigkeiten und kulturhistorische Schätze. Wir besichtigen den Dom und die Dominikanerkirche, deren Johanneskapelle von Malern aus dem Umkreis Giottos mit einem umfangreichen Freskenzyklus geschmückt wurde. Im Südtiroler Archäologiemuseum sind der Ötzi und die mit ihm gefundene Ausrüstung zu sehen. Die Ausstellung gibt Einblicke in das Leben der Kupferzeit sowie in die Forschungsgeschichte und die kulturellen Phänomene rund um den Mann aus dem Eis. Am Nachmittag Freizeit zum Bummeln und Entdecken in Bozen. Fakultativ ist der Aufstieg zur Burg Runkelstein möglich, wo ein bedeutender Zyklus höfischer Malerei der Gotik zu sehen ist.

4. Tag (So): Mittelalterliche Kostbarkeiten im Vinschgau

Herrliche Landschaftspanoramen öffnen sich bei unserer Fahrt durch den Vinschgau. Gleich einer Gottesburg thront die Benediktinerabtei von Marienberg über dem uralten Dorf Mals. Höhepunkte des Rundgangs sind die Krypta der Klosterkirche mit romanischen Wandmalereien und die neugebaute Klosterbibliothek. Nach der Mittagspause im Städtchen Glurns besuchen wir die Churburg, die sich einst - ihr Name verrät es - im Besitz der Bischöfe von Chur befand. Im 16. Jh. erfolgte der Ausbau zum repräsentativen, freskengeschmückten Renaissanceschloss. Die vorromanischen, in klaren Umrissen gemalten Bilder in St. Prokulus zu Naturns erzählen - nicht ohne Humor - die Geschichte des Kirchenpatrons.

5. Tag (Mo): Bischofsstadt Brixen und Kloster Neustift

Heute besuchen wir die alte, im reizvollen Eisacktal gelegene Bischofsstadt Brixen. Zuerst besichtigen wir Kloster Neustift mit seiner bewundernswerten barocken Klosterkirche und der ebenso schönen Rokokobibliothek. In der Brixener Altstadt stehen der verschwenderisch ausgestattete Dom und das Schloss der Fürstbischöfe mit wertvoller Kunstsammlung auf unserem Programm. Hinreissend sind die gut erhaltenen Fresken im Domkreuzgang, die neben der Illustration von Heiligenlegenden auch Einblicke in den Alltag der Menschen geben. Klausen, das bereits von Albrecht Dürer gezeichnete Bilderbuchstädtchen im Eisacktal, wird von der "Akropolis Südtirols", der Klosterfestung Säben, überragt. Wagen Sie den Aufstieg?

6. Tag (Di): Konzilsstadt Trient und MART Rovereto

Wegen seiner zentralen Lage - auf halbem Weg zwischen der Papststadt Rom und den grossen protestantischen Reichsstädten Süddeutschlands - wurde Trient zum Tagungsort des Tridentiner Konzils gewählt. Zwischen 1545 und 1563 wurde hier über den Zustand der Römischen Kirche diskutiert und die Weichen für die Gegenreformation gestellt. Als Sitz eines Fürstbischofs mit eigenem Territorium nahm Trient in dieser Zeit den repräsentativen Charakter einer Residenzstadt an. Wir besichtigen den Dom und das gewaltige Castello del Buonconsiglio, wo die gotischen Monatsbilder im Adlerturm unser Interesse fesseln. Nach der Mittagspause besuchen wir in Rovereto das MART. Das von Mario Botta geplante Museum für moderne und zeitgenössische Kunst hat sich zu einem der lebendigsten Kunstmuseen des Landes entwickelt.

7. Tag (Mi): Landschaftsbilder Tirols

Am Morgen geht es durch das landschaftlich schöne und an Burgen reiche Sarntal nach Sterzing. Dem florierenden Handel zwischen Venedig und Süddeutschland, vor allem aber dem Silberbergbau, verdankte Sterzing seinen Reichtum. Prächtige Bürgerhäuser und gemütliche Plätze, der berühmte Zwölferturm und gotische Kirchen prägen das Stadtbild. Der Sterzinger Altar ist selbst noch in seinem heute fragmentarischen Zustand ein Kunstwerk von europäischem Rang. Eine Fahrt mit der Rittner Seilbahn und, wenn möglich, daran anschliessend mit der Rittener Schmalspurbahn bietet atemberaubende Ausblicke auf das Rosengartenmassiv und den Schlern, auf Bozen und die Hügel des Überetsch.

8. Tag (Do): Benediktinerinnenkloster Müstair und Heimreise

Heute heisst es Abschied nehmen von Südtirol. Auf der Rückreise durch Graubünden gelangen wir zunächst ins Münstertal. In Müstair bilden Abteikirche St. Johann und das Museum im Plantaturm ein einzigartiges Ensemble mittelalterlicher Klosterkultur, das zum Weltkulturerbe der Unesco gehört. Weiterfahrt nach Zürich, Ankunft am frühen Abend.