Dauer

8 Reisetage

Reiseleitung

Timo Goldmann
Timo Goldmann

Leistungen

  • Flug von Zürich nach Hannover und zurück
  • Fahrten im bequemen Reisebus
  • 7 Übernachtungen mit Frühstück in gehobener Hotelklasse
  • 7 Mittag- bzw. Abendessen
  • Besichtigungen und Führungen lt. Programm
  • Reiseliteratur
  • Mindestteilnehmerzahl 12 / maximal 25

Preis pro Person im Doppelzimmer:
CHF 2850
Preis pro Person im Einzelzimmer:
CHF 3240
 

Reiserücktritts-Versicherung (fakultativ):
ab CHF 99

Bernward von Hildesheim, Heinrich der Löwe und Gotthold Ephraim Lessing gehören zu den bekanntesten Persönlichkeiten, die zumindest zeitweilig ihren Wirkungskreis im östlichen Teil des heutigen Bundeslandes Niedersachsen hatten. Hier finden sich Orte wie Lüneburg, Celle und Wolfenbüttel, die - wenn auch weniger bekannt - zu den schönsten und am besten erhaltenen historischen Städten Deutschlands gehören. Hinzu kommt ein reiches klösterliches Erbe von landschaftlich reizvoll gelegenen Abteien sowie die beiden grossen hochmittelalterlichen Kunstzentren Hildesheim und Braunschweig. Den Hildesheimer Bischöfen Bernward und Godehard - letzterer gab dem Gotthard seinen Namen - verdanken wir einzigartige, unter Unesco-Schutz stehende Kunstwerke. Im Dom seiner Stadt Braunschweig liegt Heinrich der Löwe begraben. Als Gegenspieler Kaiser Friedrich Barbarossas gehörte er zu den mächtigsten Persönlichkeiten des europäischen Mittelalters. Das Landschaftsbild dieser Region reicht vom Elm-Bergland mit seinen sanften bewaldeten Höhenzügen bis hin zur Lüneburger Heide, die im August in voller Blüte steht.

 

1.  Tag (Fr): Reise in den Norden!

Vormittags Flug von Zürich nach Hannover. Vor der Weiterfahrt nach Celle besuchen wir die bei Hannover gelegenen Herrenhäuser Gärten. Das Herz der Anlage ist der berühmte Barockgarten, der als nahezu unverändertes Zeugnis seiner Zeit erhalten geblieben ist. Mit seinen einzelnen Elementen wie dem historischen Heckentheater und dem Irrgarten, den Fontänen und Bassins, den Parterres und allegorischen Skulpturen stellt er eines der herausragenden Beispiele europäischer Gartenkunst dar. 7 Übernachtungen im Hotel Fürstenhof in Celle, gemeinsame Abendessen.

2. Tag (Sa): Hildesheim und seine Bischöfe

Die einzigartigen Bau- und Kunstwerke, die unter Bischof Bernward in Hildesheim entstanden, gehören als Meisterwerke der ottonischen Kunst zum Unesco-Weltkulturerbe der Menschheit. Im Dom bewundern wir die grossartige Bernwardstür und einen monumentalen Bronzeleuchter, im Domkreuzgang den "Tausendjährigen Rosenstock". Die von Bernward errichtete Kirche St. Michael birgt kostbare Kunstwerke wie die bemalte romanische Holzdecke. Am Marktplatz und im Umkreis der romanischen Kirche St. Godehard blieb der einstmals altertümliche Charakter Hildesheims am besten bewahrt.

3. Tag (So): Salz- und Hansestadt Lüneburg

In der Lüneburger Altstadt spiegeln mächtige gotische Backsteinkirchen und prächtige Patrizierhäuser den Reichtum wider, den einst der Salzhandel der Hansestadt bescherte. Durch kopfsteingepflasterte Gassen gelangen wir von Lüneburgs grösster Kirche zum Marktplatz, wo wir das über Jahrhunderte gewachsene Rathaus besichtigen. Am malerischen Salzhafen endet unser Rundgang. Am Nachmittag besuchen wir das im 12. Jh. gegründete Kloster Lüne. Neben der Klosterkirche rufen vor allem im Kloster angefertigte Wandteppiche und Fastentücher Bewunderung hervor.

4. Tag (Mo): Celle - Fachwerk trifft Bauhaus

Wie Braunschweig und Wolfenbüttel gehörte auch Celle zu den Residenzstädten der Herzöge aus dem Welfengeschlecht. Das imposante Schloss mit kostbarer Renaissance-Kapelle und ältestem Hoftheater Deutschlands zeugt von der Glanzzeit des Celler Hofs. In der bezaubernden Altstadt mit ihren liebevoll restaurierten Fachwerkhäusern herrscht reges Treiben. In zahlreichen hübschen Läden bieten Künstler und Handwerker ihre Erzeugnisse an. Kaum bekannt ist, dass Celle dem Architekten Otto Haesler ein bedeutendes Erbe im Stile des Neuen Bauens verdankt.

5. Tag (Di): Kaiserdom Königslutter und Ausflug in die Südheide

Nach dem Willen des kaiserlichen Bauherrn Lothar von Süpplingenburg sollte die Abteikirche von Königslutter alle Gotteshäuser des umliegenden Gebietes an Grösse und Pracht übertreffen. Kapitelle und Säulenschäfte, das Hauptportal und der Jagdfries an der Apsis verraten die Hand lombardischer Bildhauer. Ein Abstecher führt uns nach Wolfsburg, eine der bedeutendsten Stadtgründungen des 20. Jahrhunderts. In der Volkswagenstadt überraschen das Phaeno, ein von Zaha Hadid entworfenes Wissenschaftszentrum sowie das Kunstmuseum mit international viel beachteten Ausstellungen. Im Mühlenmuseum Gifhorn - reizvoll am Südrand der Lüneburger Heide gelegen - lernen wir am Nachmittag verschiedene Mühlentypen kennen und erfahren, welche Licht- und Schattenseiten das Müllerhandwerk hatte.

6. Tag (Mi): Löwenstadt Braunschweig und Renaissancestadt Wolfenbüttel

Auf dem Braunschweiger Burgplatz sehen wir das berühmte Löwendenkmal Herzog Heinrichs, zudem seine Residenz und im Dom kostbare von ihm gestiftete Kunstwerke. Der schönste Platz Braunschweigs ist der Altstadtmarkt mit dem gotischen Rathaus, dem Gewandhaus und der Kirche der Bürgerschaft St. Martin. Das 1754 eröffnete Herzog Anton Ulrich-Museum beherbergt eine der bedeutendsten Kunstsammlungen Norddeutschlands. Zur Mittagszeit erreichen wir Wolfenbüttel. Die einstige Residenzstadt besitzt eine wundervolle Altstadt mit ansehnlichen Renaissancebauwerken wie Marienkirche und Welfenschloss. Die berühmte Herzog August Bibliothek war Wirkungsstätte von Gottfried Wilhelm Leibniz und Gotthold Ephraim Lessing. Vor der Rückfahrt nach Celle führt uns ein Abstecher nach Riddagshausen, wo inmitten einer geschützten Teichlandschaft eine eindrucksvolle Abteikirche der Zisterzienser steht.

7. Tag (Do): Lüneburger Heide - Heidschnucken und Äbtissinnen

Mit der Reformation wurden die vor mehr als 800 Jahren gegründeten Heideklöster zu evangelischen Damenstiften umgewandelt - und sind es geblieben. Hinter den Klostermauern verbergen sich idyllische Gärten, aussergewöhnliche Kunstschätze und spannende Geschichten. Kloster Wienhausen ist ein Juwel der norddeutschen Backsteingotik, die Gewölbe und Wände des Nonnenchors sind mit einem gotischen Bilderzyklus geschmückt. In der Sammlung von Kloster Ebstorf können wir die grösste Weltkarte des Mittelalters bewundern. Nach der Mittagspause ist es dann endlich soweit - in der Pferdekutsche geht es gemächlich durch die Heide; die Erika blüht, der Wacholder duftet und die Heidschnucken grasen.

8. Tag (Fr): Celler Gärten und Heimreise in die Schweiz

Vor der Rückreise in die Schweiz bleibt uns noch der freie Vormittag in Celle. Wie wäre es mit einer kleinen Gartentour? Sowohl der wundervolle französische Garten als auch der kenntnisreich angelegte Heilpflanzengarten bieten sich an. Transfer zum Flughafen Hannover und Rückflug nach Zürich, Ankunft am späten Nachmittag.