Dauer

6 Reisetage

Reiseleitung

Timo Goldmann
Timo Goldmann


 

Leistungen

  • Fahrt im bequemen Reisebus ab Zürich und Basel
  • 5 Übernachtungen mit Frühstück in schönem Landhotel
  • 5 Abendessen
  • Eintritte und Besichtigungen lt. Programm
  • Reiseliteratur
  • Mindestteilnehmerzahl: 12 / maximal 25

Preis pro Person im Doppelzimmer:
CHF 1780
Preis pro Person im Einzelzimmer:
CHF 1890

Reiserücktritts-Versicherung
(fakultativ): ab CHF 52

Die waldreiche, von Main, Neckar sowie zahlreichen kleineren Flussläufen durchzogene Mittelgebirgsregion von Odenwald und Spessart bietet neben herrlichen Landschaftserlebnissen eine überwältigende Fülle an Sehenswürdigkeiten. Beeindruckende Klosteranlagen erleben wir in Amorbach und Bronnbach. Besonders gut erhaltene historische Stadtzentren besitzen Gelnhausen und Büdingen, aber auch die am Main gelegenen Städtchen Seligenstadt und Miltenberg. Auf eine lange und wechselvolle Geschichte blickt das an bedeutenden Baudenkmälern reiche Aschaffenburg. Am Anreisetag besuchen wir das bezaubernde Weinheim sowie Michelstadt, das nicht nur eine verwunschene Altstadt, sondern mit der Einhard-Basilika auch ein Bauwerk aus der Zeit Karls des Grossen besitzt. Da sich in Odenwald und Spessart jahrhundertealte Laubmischwälder ausbreiten, erwartet uns ein Naturschauspiel, wie es nur der Herbst ermöglicht - ein Feuerwerk der Farben von überwältigender Schönheit.
 

1. Tag (So): Auf in den Odenwald! Weinheim und Michelstadt

Fahrt im bequemen Reisebus von Zürich über Basel in den Odenwald. Zahlreiche Sagen und Legenden, wie die vom tragischen Schicksal Siegfrieds, sind hier beheimatet. Mittagshalt in Weinheim am Odenwald, einer hübschen Kleinstadt, aus deren glanzvoller Zeit als kurpfälzische Residenzstadt ein Ensemble von schönen Plätzen und Parkanlagen erhalten blieb. Wahrzeichen des Odenwald-Städtchens Michelstadt ist zwar das gotische Fachwerk-Rathaus am Marktplatz, jedoch gilt die im Vorort Steinbach gelegene Einhard-Basilika als die eigentliche kunsthistorische Attraktion. 5 Übernachtungen und Abendessen im fabelhaften Müllers Landhotel in Mespelbrunn.

2. Tag (Mo): Durchs romantischen Tauber-Tal an den Main

Der Spessart ist nicht nur ein Mittelgebirge, sondern auch das grösste zusammenhängende Gebiet aus Mischwäldern, das es in Deutschland gibt. Dass sich hier das Schneewittchen tief im Wald bei den sieben Zwergen versteckt haben soll, glaubt man gern. Auch die zahlreichen Schauergeschichten, wie die vom berüchtigten Wirtshaus, sind aus gutem Grund im Spessart beheimatet. Markantestes Gebäude der im reizvollen Tauber-Tal gelegenen Zisterzienserabtei Bronnbach ist die romanische, 1222 geweihte Kirche. Von besonderer Schönheit sind der gotische Kreuzgang und der barocke Abteigarten. Zu den anziehendsten historischen Städten am Main gehört Miltenberg. Einen geradezu märchenhaften Eindruck hinterlässt der Marktplatz mit seinen Fachwerkhäusern und dem reizenden Stadtbrunnen aus der Renaissance. Mit einem Besuch in der ehemaligen Benediktinerabtei Amorbach lassen wir unseren Tag ausklingen.

3. Tag (Di): Residenzstadt Aschaffenburg und Schloss Mespelbrunn

Das am rechten Hochufer des Mains gelegene Aschaffenburg besitzt einzigartige Sehenswürdigkeiten und Kunstsammlungen. Schloss Johannesburg gehört zu den grössten Bauwerken der Renaissance in Deutschland. Bauherren waren die Kurfürsten und Erzbischöfe von Mainz, denen das Schloss als Residenz diente. Mit dem Pompejanum schuf sich der bayerische König Ludwigs I. ein von mittelmeerischen Schwarzkiefern, Mandel- und Feigenbäumen umgebenes Stück römischer Antike in Bayern. Bedeutendster Sakralbau der Stadt ist die Stiftskirche St. Peter und Alexander. Zur kostbaren Ausstattung gehören Werke von Lukas Cranach und Matthias Grünewald. Später besuchen wir die bekannteste Sehenswürdigkeit der Spessartregion: Das malerische, in einem Weiher stehende Schloss Mespelbrunn ist bis heute in Privatbesitz und verfügt über eine kostbare über Jahrhunderte gewachsene Ausstattung. Berühmt wurde das Renaissancebauwerk auch, weil es im Jahr 1957 einer der Drehorte des erfolgreichen Spielfilms "Das Wirtshaus im Spessart"  mit Liselotte Pulver war.

4. Tag (Mi): Zwischen Spessart und Vogelsberg

In Büdingen, an den Ausläufern des durch Vulkanismus entstandenen Vogelsberg-Massivs gelegen, überrascht die malerische Geschlossenheit des Stadtbilds, vor allem aber die mächtige mittelalterliche Befestigung mit Stadtmauer, Wehrtürmen und Brückentoren. Im Schloss der Fürsten zu Ysenburg und Büdingen besichtigen wir den romanischen Palas, den sog. Krummen Saalbau aus der Renaissance und die gotische Schlosskapelle mit ihrer erhaltenen Ausstattung. Die von ertragreichen Böden geprägte Wetterau gehört zu den ältesten Kulturlandschaften Deutschlands - seit dem 6. Jahrhundert v. Chr. siedelten hier keltische Stämme. In einer Grabhügelanlage von enormer Größe entdeckten Archäologen Beigaben aus drei reich ausgestatteten Kriegergräbern sowie die einzigartige überlebensgrosse Sandsteinstatue eines Keltenfürsten. Diese Funde, aber auch die magisch-stimmungsvolle Landschaft machen einen Aufenthalt in der der «Keltenwelt am Glauberg» zu einem unvergesslichen Erlebnis. 

5. Tag (Do): Auf den Spuren der Staufer! Gelnhausen und Seligenstadt

Gelnhausen nennt sich stolz Barbarossastadt, verdankt sie doch dem Stauferkaiser ihre Gründung, wovon noch heute die imposante Ruine der Kaiserpfalz zeugt. Markant recken sich die gotischen Turmhelme der Marienkirche über die Dächer der Altstadt empor. Zur wertvollen Ausstattung der Kirche gehören der mit Reliefs verzierte Lettner und eine Reihe von spätgotischen Schnitzaltären. Auch im zauberhaften Städtchen Seligenstadt sehen wir die mächtigen Mauern der einstigen Stauferpfalz, noch mehr überrascht hier jedoch die ausgedehnte Anlage der Seligenstädter Benediktinerabtei. Die im Jahre 834 begonnene Klosterkirche St. Marcellinus und Petrus wurde von Einhard, dem Ratgeber und Biographen Karls des Grossen gestiftet, der hier auch seine letzte Ruhestätte fand. Dem wachsenden Repräsentationsbedürfnis der Seligenstädter Äbte entsprachen der grosszügige, nach dem Dreissigjährigen Krieg begonnene Ausbau der Konventgebäude und die Neuanlage des Abteigartens.

6. Tag (Fr): Noch einmal im Odenwald - Erbach

Wahrzeichen des Odenwald-Städtchens ist die Residenz der Grafen von Erbach. Das bis heute bewohnte Schloss birgt einen ganz besonderen Schatz! Dem vom Altertum begeisterten Grafen Franz I. gelang es auf einer Italienreise 1791 antike Statuen, Vasen, Kleinbronzen sowie Porträtbüsten, darunter auch eine Darstellung von Alexander dem Grossen, zu erwerben. Die Erbacher Antikensammlung gilt als die einzige des 18. Jahrhunderts auf deutschem Boden, die sich in ihren ursprünglichen Präsentationsräumen erhalten hat. Nach der Mittagspause im Städtel, dem romantischen auf einer Flussinsel gelegenen Stadtzentrum mit seinen Adelshöfen und Handwerkshäusern, verabschieden wir uns vom Odenwald und fahren zurück in die Schweiz. Ankunft in Basel und Zürich am späten Nachmittag.