Goldmann Reisen

Herbstlicher Farbenzauber in Odenwald und Spessart

Eine ganz besondere Entdeckungsreise führt im Herbst ins Grenzgebiet zwischen Hessen, Bayern und Baden-Württemberg. Diese von Main, Neckar sowie zahlreichen kleinen Flussläufen durchzogene und von den waldreichen Mittelgebirgen Odenwald und Spessart geprägte Region bietet neben herrlichen Landschaftserlebnissen eine überwältigende Fülle an Sehenswürdigkeiten. Beeindruckende Klosteranlagen erleben wir in Amorbach und Bronnbach. Besonders gut erhaltene historische Stadtzentren besitzen Gelnhausen und Büdingen, aber auch die am Main gelegenen Städtchen Seligenstadt und Miltenberg. Auf eine lange und wechselvolle Geschichte blickt das an bedeutenden Baudenkmälern reiche Aschaffenburg. Am Anreisetag besuchen wir Mosbach, ein versteckt im Odenwald gelegenes Kleinod städtischer Kultur, am Rückreisetag die überwältigende Kunstsammlung der Grafen von Erbach im gleichnamigen Städtchen sowie Michelstadt, das nicht nur eine verwunschene Altstadt, sondern auch ein Bauwerk aus der Zeit Karls des Grossen besitzt. Da sich in Odenwald und Spessart grosse, zum Teil jahrhundertealte Laubmischwälder ausbreiten, erwartet uns ein Naturschauspiel, wie es nur der Herbst ermöglicht - ein Feuerwerk der Farben von überwältigender Schönheit.

 

1. Tag (Mi): Romantik pur! Mosbach und Mespelbrunn

Fahrt im bequemen Reisebus von Zürich über Basel in den Odenwald. Das Landschaftsbild dieses Mittelgebirges reicht von sanften Hügeln und mächtigen Granitblöcken über waldreiche Höhenzüge bis hin zu tiefen Schluchten und lieblichen Flussauen. Zahlreiche Sagen und Legenden, wie die vom tragischen Schicksal Siegfrieds, haben hier ihre Ursprünge. Mittagshalt in Mosbach, einer hübschen Kleinstadt, aus deren glanzvollen Zeit als Reichs- und Residenzstadt ein geschlossenes Ensemble von aussergewöhnlich schönen Fachwerkhäusern erhalten blieb. Nach der Mittagspause und einem Stadtrundgang geht es weiter Richtung Spessart. Das malerische, in einem Weiher stehende Schloss Mespelbrunn ist die bekannteste Sehenswürdigkeit dieser Mittelgebirgsregion. Berühmt wurde das Renaissancebauwerk auch, weil es im Jahr 1957 einer der Drehorte des erfolgreichen Spielfilms Das Wirtshaus im Spessart mit Liselotte Pulver war. 4 Übernachtungen und Abendessen in "Müllers Landhotel" in Mespelbrunn

Schloss Mespelbrunn im Spessart

2. Tag (Do): Durchs Tauber-Tal an den Main

Der Spessart ist nicht nur ein Mittelgebirge, sondern auch das grösste zusammenhängende Gebiet aus Mischwäldern, das es in Deutschland gibt. Dass sich hier das Schneewittchen tief im Wald bei den sieben Zwergen versteckt haben soll, glaubt man gern. Auch die Fülle an Schauergeschichten, wie die vom berüchtigten Wirtshaus, sind aus gutem Grund im Spessart beheimatet. Im Tauber-Tal besuchen wir zunächst die Zisterzienserabtei Bronnbach, in die seit einigen Jahren wieder Ordensleben eingezogen ist. Markantestes Gebäude der landschaftlich reizvoll gelegenen Klosteranlage ist die romanische, 1222 geweihte Kirche. Von besonderer Schönheit sind der gotische Kreuzgang, der barocke Abteigarten und der festliche Josephsaal. Zu den anziehendsten historischen Städten am Main gehört Miltenberg. Einen geradezu märchenhaften Eindruck hinterlässt der Marktplatz mit seinen Fachwerkhäusern und dem reizenden Stadtbrunnen aus der Renaissance. Mit einem Besuch in der ehemaligen Benediktinerabtei Amorbach lassen wir unseren Tag ausklingen.

Marktplatz von Miltenberg

3. Tag (Fr): Städtebauliche Kleinodien in Hessen

Zwischen Spessart und Vogelsberggebirge liegt Büdingen. Die malerische Geschlossenheit des Stadtbildes, vor allem aber die weitestgehend erhaltene mittelalterliche Befestigung mit Stadtmauer, Wehrtürmen und Brückentoren ist in besonderer Weise reizvoll und sehenswert. Das seit Jahrhunderten im Besitz der Fürsten zu Ysenburg und Büdingen befindliche Schloss geht auf eine staufische Wasserburg zurück. Neben den Räumen, die im romanischen Palas und im Renaissancetrakt, dem sog. Krummen Saalbau liegen, beeindruckt insbesondere die gotische Schlosskapelle mit ihrer originalen Ausstattung. Gelnhausen nennt sich stolz Barbarossastadt, verdankt sie doch dem berühmten Stauferkaiser ihre Gründung und einstige Bedeutung. In der an historischen Bauwerken reichen Altstadt besichtigen wir zunächst die ehemalige Kaiserpfalz. Markant recken sich die spitzen Turmhelme der Marienkirche über den Dächern der Altstadt empor. In der Mitte des 13. Jhs. vollendet, ist sie ein hervorragendes Bauwerk des Übergangs von der Romanik zur Gotik. Zur wertvollen Ausstattung der Kirche gehören der mit Reliefs verzierte Lettner und eine Reihe von spätgotischen Schnitzaltären.

Stadtbefestigung von Büdingen

4. Tag (Sa): Von Bischöfen und Äbten – Aschaffenburg und Seligenstadt

Wechselvoll war die Geschichte Aschaffenburgs: Auf Zeiten des Glanzes folgten Niedergang und Zerstörungen, dennoch besitzt die am rechten Hochufer des Mains gelegene Stadt einzigartige Sehenswürdigkeiten und Kunstsammlungen. Bedeutendster Sakralbau Aschaffenburgs ist die Stiftskirche St. Peter und Alexander. Von der Romanik bis zum Klassizismus reichen die kostbaren Kunstwerke der Ausstattung. Das Aschaffenburger Schloss gehört zu den monumentalsten Bauwerken der Renaissance in Deutschland, Bauherr war der Mainzer Erzbischof und Kurfürst Albrecht von Brandenburg, Gegenspieler Luthers und einer der bedeutendsten Mäzene des 16. Jahrhunderts. Nachmittags besuchen wir im zauberhaften Städtchen Seligenstadt die ausgedehnte Anlage der Benediktinerabtei. Die im Jahre 834 begonnene Klosterkirche St. Marcellinus und Petrus wurde von Einhard, dem Ratgeber und Biographen Karls des Grossen gestiftet, der hier auch seine letzte Ruhestätte fand. Dem wachsenden Repräsentationsbedürfnis der Seligenstädter Äbte entsprachen der grosszügige, nach dem Dreissigjährigen Krieg begonnene Ausbau der Konventsgebäude und die Neuanlage des Abteigartens.

Einhard-Basilika und Abteigarten in Seligenstadt

5. Tag (So): Noch einmal im Odenwald - Michelstadt und Erbach

Wahrzeichen des Odenwald-Städtchens Michelstadt ist zwar das gotische Fachwerk-Rathaus am Marktplatz, jedoch gilt die im Vorort Steinbach gelegene Einhard-Basilika als die eigentliche kunsthistorische Attraktion. Noch bevor sich Einhard, der Vertraute Karls des Grossen, für Seligenstadt entschied, hatte er hier mit dem Bau einer Grabkirche begonnen. Wesentliche Elemente dieses frühen Kirchengebäudes blieben erhalten und zählen heute zu den raren Beispielen karolingischer Architektur. Das Schloss der Grafen von Erbach birgt einen ganz besonderen Schatz! Dem vom Altertum begeisterten Graf Franz I. gelang es auf einer Italienreise 1791 antike Statuen, Vasen, Kleinbronzen sowie Porträtbüsten, darunter auch eine Darstellung Alexander des Grossen, zu erwerben. Die Erbacher Antikensammlung gilt als die einzige des 18. Jahrhunderts auf deutschem Boden, die sich in ihren ursprünglichen Präsentationsräumen erhalten hat. Nach der Mittagspause im Städtel, dem romantischen auf einer Flussinsel gelegenen Stadtzentrum mit seinen Adelshöfen und Handwerkshäusern, verabschieden wir uns vom Odenwald und fahren zurück in die Schweiz. Ankunft in Basel und Zürich am späten Nachmittag.

Eingang zum Städtel
u. Tempelhaus in Erbach

Bildnachweis

Header Bilder: Foto vom Dreiseetal Nebel (c) Barbara Hawlitzki  www.erbach.de

Bilder von Erbach: Foto von Rathaus und vom Tempelhaus (c) Barbara Hawlitzki  www.erbach.de

alle anderen Bilder: stock.adobe.com

Reisetermin

11. - 15. November 2020
(5 Reisetage)

Reiseleitung

Timo Goldmann
Timo Goldmann


 

Leistungen

Fahrt im bequemen Reisebus ab Zürich und Basel

4 Übernachtungen mit Frühstück in schönem Landhotel

4 Abendessen und 2 Mittagsimbisse

Eintritte und Besichtigungen lt. Programm

Reiseliteratur

Mindestteilnehmerzahl: 12 / maximal 20

 

Reiserücktritts-Versicherung
(fakultativ): ab CHF 46

Preis pro Person im Doppelzimmer:
CHF 1570
Preis pro Person im Einzelzimmer:
CHF 1710