Dauer

7 Reisetage

Reiseleitung

Uwe Zenner
Uwe Zenner

Leistungen

  • Fahrt im bequemen Reisebus ab Zürich und Basel
  • 6 Übernachtungen mit Frühstück in gehobener Hotelklasse
  • 6 Mittag- bzw. Abendessen
  • Besichtigungen und Führungen lt. Programm
  • Reiseliteratur
  • Mindestteilnehmerzahl: 12 / maximal 25

Preis pro Person im Doppelzimmer
CHF 2640
Preis pro Person im Einzelzimmer
CHF 3160


Reiserücktrittskosten-Versicherung
(fakultativ): ab CHF 57

Das Bundesland Hessen wird oft als "Grünes Herz Deutschlands" bezeichnet. Der Grund dafür sind vor allem die bewaldeten Hügellandschaften und reizvollen Flusstäler Nord- und Mittelhessens. Während der Süden des Landes mit der Rhein-Main-Gegend zu den am dichtesten besiedelten Gebieten gehört, soll sich unsere Reise auf die harmonische Einheit von kleineren bis mittleren Städten in landschaftlich schöner Lage konzentrieren. Im Mittelalter prägten neben den hessischen Landgrafen vor allem die Erzbischöfe von Mainz und Trier das Gebiet. Beeindruckende kirchliche Bauten wie die romanische Stiftskirche von Fritzlar oder die frühgotische Elisabethkirche in Marburg künden davon. Bezaubernde historische Stadtensembles erleben wir entlang des romantischen Lahntals in Marburg, Limburg und Wetzlar. Überraschen werden Sie der eindrucksvolle Limburger Dom, das Märchenschloss der Familie von Solms-Braunfels sowie am Rückreisetag das bedeutende - seit 2021 auf der Unesco-Welterbeliste verzeichnete - Jugendstilensemble auf der Mathildenhöhe in Darmstadt.

 

1. Tag (Do): Willkommen in Hessen

Fahrt im bequemen Reisebus von Zürich über Basel nach Südhessen. Die unter Unesco-Schutz stehende Torhalle des Klosters Lorsch wird wegen ihrer farbigen, im Sinne der Antike gestalteten Fassade zu den herausragenden Beispielen der karolingischen Renaissance gezählt. Nach Mittagspause und Besichtigung geht es weiter nach Marburg. 7 Übernachtungen und Abendessen im excellenten Wellnesshotel Vila Vita Rosenpark.

2. Tag (Fr): Auf den Spuren des Hauses Nassau

In Dillenburg erinnert der mächtige Wilhelmsturm daran, dass hier 1533 Wilhelm von Oranien-Nassau geboren wurde und dass sowohl das niederländische Königshaus als auch die Grossherzöge von Luxemburg in dieser Gegend ihre Wurzeln haben. Im benachbarten Herborn - einer der schönsten historischen Städte Deutschlands - wurde auf Veranlassung Wilhelms die Hohe Schule gegründet. Mit vier Fakultäten ausgestattet, war diese Hochschule eine der wichtigsten Bildungsstätten der calvinistisch Reformierten in Europa. Immer freitags findet in Herborn ein beliebter Wochenmarkt statt. Im Lahn-Städtchen Weilburg, auch sie Residenz des Hauses Nassau, vermitteln Schloss und Gartenanlage eine gute Vorstellung vom Glanz höfischer Lebensart.

3. Tag (Sa): Residenz- und Universitätsstadt Marburg

Marburg, die einstige Residenz der hessischen Landgrafen, weist ein gut erhaltenes Stadtbild aus Mittelalter und Renaissance auf. Dazu gehören auch die Gebäude der 1527 gegründeten Universität sowie das hoch über dem Lahntal gelegene Landgrafenschloss. Marburg ist auch die Stadt der Heiligen Elisabeth. Hier wirkte sie für die Armen, hier starb sie früh, und hier steht die Elisabethkirche, die über dem Grab der Heiligen als eine der ersten einheitlich gotischen Kirchen Deutschlands errichtet wurde. Neben der Architektur und den Grabmälern der Landgrafen sind vor allem die mittelalterlichen Chorfenster, der Lettner und der frühgotische Hochaltar beachtenswert. Um 1800 fanden namhafte Grössen der Literatur wie Bettina und Clemens Brentano, Sophie Mereau, Caroline von Günderode, die Gebrüder Grimm ihren Weg in die aufblühende Universitätsstadt Marburg. Wir folgen am Nachmittag ihren Spuren.  

4. Tag (So): Wetzlar und der junge Goethe

Ein nahezu vollständiges Ensemble von Fachwerk- und Steinbauten aus allen Epochen weist die ehemalige Reichsstadt Wetzlar auf. Wegen seiner Jahrhunderte andauernden Baugeschichte kann der Wetzlarer Dom als steingewordenes Buch der mittelalterlichen Baustilkunde bezeichnet werden. In der Stadt verbrachte der junge Goethe einige Zeit als Praktikant am Reichskammergericht; hier entstand sein grösster literarischer Erfolg: Die Leiden des jungen Werther. Mit Charlottes Wohnhaus und dem sog. Jerusalemhaus sehen wir die beiden Orte, die Goethe zu Schlüsselszenen seines Romans inspirierten. Am Nachmittag erreichen wir das malerische Städtchen Braunfels und besuchen das hoch über der Altstadt gelegene Schloss der Familie von Solms-Braunfels.

5. Tag (Mo): Limburg - Domstadt an der Lahn

Eine Kirchenburg par excellence ist der Limburger Dom. Die herrlich über dem Lahntal gelegene spätromanische Anlage weist bereits viele frühgotische Übernahmen aus Frankreich auf. Überraschend ist die nach originalen Befunden wieder hergestellte Farbigkeit des gesamten Kirchenbaus, die dem Äusseren jede Schwere nimmt und im Innenraum die entmaterialisierende Wirkung des Lichts verstärkt. Spaziergang durch die wundervolle an historischen Bauwerken überreiche Altstadt. Später folgen wir ein Stück dem Lauf der Lahn und staunen über die atemberaubende Lage der Höhenburg von Runkel sowie die nicht weniger eindrucksvoll gelegene romanische Lubentius-Basilika von Dietkirchen.

6. Tag (Di): Fritzlar und das hessische Bergland

Zu den Besonderheiten von Fritzlar zählt das gut erhaltene, mittelalterlich geprägte Stadtbild mit zahlreichen Fachwerkhäusern und einer weithin intakten Stadtmauer. Ein durch den heiligen Bonifatius gegründetes Kloster gehörte zu den ältesten kirchlichen Zentren in Hessen. An dieser Stelle steht heute die romanische Peterskirche, der bauliche Mittelpunkt der Stadt. In der Stadtpfarrkirche von Bad Wildungen bewundern wir den kostbaren spätgotischen Altar des Konrad von Soest. Farbigkeit, Formenreichtum und Raumgestaltung stellen Konrads Werk in die Tradition des internationalen höfischen Stils um 1400. Auf dem Rückweg nach Marburg machen wir Station im schön gelegenen Zisterzienserkloster Haina.

7. Tag (Mi): Weltkulturerbe Mathildenhöhe und Heimreise

Auf dem Rückweg in die Schweiz besuchen wir das südhessische Darmstadt. Bis 1918 Hauptstadt des Grossherzogtums Hessen-Darmstadt liegt die Stadt landschaftlich reizvoll am Fusse des Odenwaldes. Weltberühmt ist vor allem das Jugendstilensemble auf der Mathildenhöhe. Bauten wie der Hochzeitsturm und das Ausstellungsgebäude der Künstlerkolonie stellen Höhepunkte des europäischen Jugendstils dar; die Russische Kapelle mitten im Ensemble reiht sich harmonisch in die formen- und farbenreichen Bauten ein. Nach der Mittagspause Weiterfahrt nach Basel und Zürich, Ankunft am späten Nachmittag.