Goldmann Reisen

Höhepunkte Lothringens - Metz, Nancy und Bar-le-Duc

Diese Kurzreise führt in die historische Region Lothringen, die mit ihren beiden grössten Städten Metz und Nancy zwei bedeutende Kultur- und Wirtschaftszentren besitzt. Das im 9. Jh. entstandene Lotharii Regnum weckte als Lehen des deutschen Königs schon bald die Begehrlichkeit seiner Nachbarn. 1477 versuchte der burgundische Herzog Karl der Kühne erfolglos Lothringen in seine Hand zu bekommen; sein Tod in der Schlacht bei Nancy war eine Zäsur in der Geschichte Westeuropas. Das französische Königtum agierte langfristig erfolgreicher, und von einer kurzen Unterbrechung abgesehen gehört Lothringen seit dem 18. Jh. zu Frankreich. Schon seit dem späten Mittelalter war die französische Kultur prägend. Die gotische Kathedrale von Metz, die figurenreichen Kompositionen des Renaissance-Bilderhauers Ligier Richier und Nancy, das Meisterwerk barocker Stadtbaukunst, machen Lothringen zu einer faszinierenden und facettenreichen Kunstlandschaft. Grosse Bedeutung hat auch die École de Nancy als eine der wichtigsten Strömungen des europäischen Jugendstils. Das Landschaftsbild reicht von den waldreichen Bergen und Tälern der Vogesen bis zu den sanften Hügeln der westlich gelegenen Champagne.

 

1. Tag (Mo): Willkommen in Lothringen

Fahrt im bequemen Reisebus von Bern über Basel nach Lothringen. Mittagshalt in Staint-Nicolas-de-Port. Vor der Weiterfahrt besuchen wir die dem heiligen Nikolaus von Myra geweihte Wallfahrtskirche, die als die letzte grosse, im Stil der Flamboyant-Gotik errichtete Kirche Frankreichs gilt. Auch das an der Mosel gelegene Pont-à-Mousson besitzt zahlreiche sehenswerte Bauwerke. Wir betrachten das Rathaus und das Haus der Sieben Todsünden an der arkadengesäumten Place Duroc, sowie die ehemalige Prämonstratenser Abtei, deren Kirche eindrucksvoll das Moselufer überragt. Weiterfahrt nach Metz. 4 Übernachtungen im eleganten und zentral gelegenen Hotel La Citadelle. Gemeinsames Abendessen in der zauberhaften Metzer Altstadt.

Porte des Allemands in Metz

2. Tag (Di): Metz – Kathedrale Saint Elitenne und Centre Pompidou

Als eines der führenden religiösen Zentren im mittelalterlichen Europa besitzt Metz bis heute eine Reihe bedeutender Sakralbauten. Die im 4. Jahrhundert errichtete, nach Zerstörungen mehrfach wieder aufgebaute Kirche Saint-Pierre-aux-Nonnains, gilt als das älteste noch existierende Kirchengebäude Frankreichs. Es ist aber die gotische Kathedrale Saint-Étienne, die mit ihrem gewaltigen Hochschiff die Silhouette der historischen Altstadt beherrscht. Berühmt ist dieses Gotteshaus für seine herrlichen Glasfenster, deren älteste aus der Hochgotik im Chor zu sehen sind. Beeindruckend sind auch die riesigen Renaissance-Fenster im Querhaus und die farbgewaltigen Kompositionen Marc Chagalls und anderer Künstler des 20. Jahrhunderts. Nach der Mittagspause widmen wir uns dem Centre Pompidou Metz, einer Filiale des berühmten Pariser Kunstinstituts für moderne Kunst. Das filigrane, fast schwebend wirkende Gebäude ist ein Meisterwerk avantgardistischer Architektur. In Wechselausstellungen werden hier bedeutende Werke der Pariser Sammlung gezeigt. Gemeinsames Abendessen.

Kathedrale Saint-Étienne in Metz

3. Tag (Mi): Nancy – die alte Hauptstadt Lohringens

Unsere Besichtigung im Zentrum von Nancy beginnt in den mittelalterlichen Gassen der Altstadt. Beeindruckend sind hier vor allem die Porte de la Craffe, das gotische Palais der Herzöge von Lothringen und die Église des Cordeliers. Berühmt ist Nancy aber vor allem für die Stadtplanung unter König Stanislaus I. Leszczyński. Mit seinen Palästen, Toren und Brunnen stellt die Place Stanislas eines der bedeutendsten städtebaulichen Ensembles des Spätbarocks dar. Zusammen mit den angrenzenden Plätzen Place de la Carrière und der Place d’Alliance gehört sie seit 1983 zum Weltkulturerbe der Unesco. Im Musée des Beaux-Arts sehen wir Meisterwerke der italienischen, flämischen und französischen Malerei, darunter auch Werke der beiden lothringischen Maler Claude Lorrain und Georges de la Tour. Nach dem gemeinsamen Mittagessen in der Jugendstil-Brasserie Excelsior widmen wir uns den Werken der Schule von Nancy. Wir sehen verschiedene Geschäfts- und Wohnhäuser und besuchen das in einer Fabrikanten-Villa eingerichtete Museum École de Nancy.

Place Stanislas in Nancy

4. Tag (Do): Unterwegs im westlichen Lothringen

Wir folgen heute den Spuren des lothringischen Renaissance-Bildhauers Ligier Richier und fahren zunächst nach St. Mihiel, wo wir Richiers ergreifende Grablegung Christi bewundern. Auch am Hochaltar der Stiftskirche von Hattonchâtel werden Ligier Richiers überragende kompositorische und gestalterische Fähigkeiten deutlich. Zur Mittagszeit erreichen wir Bar-le-Duc, die einstige Residenzstadt der Herzöge von Bar. Die Oberstadt aus der Renaissance liegt malerisch auf einem Berghang über dem Fluss Ornain. In der Kirche St. Étienne gestaltete Ligier Richier das Grabmal des Fürsten René de Châlon mit der berühmten Statue Le Transi, einer drastischen Darstellung des Verstorbenen. In der direkt am Ornain gelegenen Unterstadt ist die reich ausgestattete gotische Kirche Notre-Dame besonders sehenswert. Auf landschaftlich schöner Strecke gelangen wir am Nachmittag zum Butte de Montsec, wo ein monumentales Denkmal an die amerikanischen Gefallenen des 1. Weltkriegs erinnert. Gemeinsames Abendessen in Metz.

Grablege Christi von Ligier Richier in Saint-Mihiel

5. Tag (Fr): Notre-Dame-du-Haut in Ronchamp und Heimreise

Auf der Fahrt zurück nach Bern machen wir einen Abstecher zu einer Ikone der Architektur des 20. Jahrhunderts. Die berühmte Chapelle Notre-Dame-du-Haut ist eine Wallfahrtskirche in der kleinen Gemeinde Ronchamp und durch ihre Lage auf dem Bourlémont-Hügel, einem Ausläufer der Vogesen, weithin sichtbar. Sie ist das vielleicht bekanntest Werk des Architekten, Architekturtheoretikers und Stadtplaners Le Corbusier und gilt wegen ihrer architektonischen Gestaltung in Sichtbeton - französisch béton brut - als ein Hauptwerk des sog. Brutalismus. Nach der Mittagspause Weiterfahrt nach Bern, wo wir am späten Nachmittag ankommen.

Notre-Dame-du-Haut in Ronchamp

Bildnachweis

Reisetermin

1. - 5. Juli 2019
(5 Reisetage)

Reiseleitung

Timo Goldmann
Timo Goldmann

 

 

Hinweis: Die Reise wurde zusammen mit dem Förderverein des Bernischen Historischen Museums konzipiert. Im Preis ist ein Anteil von SFr. 200 inbegriffen, mit dem die Arbeit des Museums sowie des Fördervereins unterstützt wird.

 

Leistungen

Fahrt im bequemen Reisebus ab Bern und Basel

4 Übernachtungen mit Frühstück in gehobener Hotelklasse

4 Abend- bzw. Mittagessen

Eintritte und Führungen lt. Programm

Reiseliteratur

Mindestteilnehmerzahl: 12 / maximal 26

 

Reiserücktritts-Versicherung
(fakultativ): SFr. 44

Reiserücktritts-Jahresversicherung
(fakultativ): auf Anfrage

Reisepreis bei 16-20 Teilnehmern
Preis pro Person im Doppelzimmer:
SFr. 1880
Preis pro Person im Einzelzimmer:
SFr. 2220

Reisepreis bei 21-26 Teilnehmern
Preis pro Person im Doppelzimmer:
SFr. 1750
Preis pro Person im Einzelzimmer:
SFr. 2090