Dauer

7 Reisetage

Reiseleitung

Vladislav Martynek
Vladislav Martynek

 

 

Leistungen

  • Fahrt im bequemen Reisebus ab Zürich
  • 6 Übernachtungen mit Frühstück in gehobener Hotelklasse
  • 6 Abendessen
  • Eintritte und Führungen lt. Programm
  • Reiseliteratur
  • Mindestteilnehmerzahl: 12 / maximal 25

Preis pro Person im Doppelzimmer:
CHF 2200
Preis pro Person im Einzelzimmer:
CHF 2650

Reiserücktritts-Versicherung
(fakultativ): ab CHF 57

Karlsbad, Marienbad und Franzensbad – lange Zeit stand dieser Dreiklang für den Inbegriff mondäner Bäderkultur und gesellschaftlichen Glanz. Hier, im böhmischen Bäderdreieck, in sanfter und waldreicher Landschaft, kurten sie alle: Kaiser und Könige, Dichter und Denker, Staatsmänner und Lebemänner, Schöne und Reiche. Im 19. Jahrhundert nannte man die böhmischen Kurstädte den "Salon Europas". In der Zeit des Eisernen Vorhangs war es mit dem repräsentativen Kurbetrieb vorbei, heute jedoch erstrahlen die gediegenen Hotel- und Badepaläste, die eleganten Kurkolonnaden und Brunnenanlagen wieder in alter Schönheit. Eingebettet in eine bezaubernde Umgebung erzählen sie von Glanz und Lebenskultur früherer Zeiten. Ausflüge führen uns in die malerischen Kleinstädte Loket und Eger sowie zu den bemerkenswerten Kirchenbauten von Teplá und Waldsassen. Freuen Sie sich auch auf eine Landpartie durch das sächsisch-böhmische Erzgebirge, das seit 2019 zum Weltkulturerbe der UNESCO gehört.
 

1. Tag (So): Reise nach Westböhmen

Fahrt im bequemen Reisebus von Zürich nach Böhmen. Mittagshalt im reizvoll am Lech gelegenen Städtchen Landsberg. Bauwerke - wie die Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt, das Rathaus, historische Bürgerhäuser und die in Teilen erhaltene Stadtbefestigung mit Türmen und Toren - geben der Altstadt ihr malerisches Aussehen. Durch die vom Hopfenanbau geprägte Holledau gelangen wir nach Karlsbad im weltberühmten böhmischen Bäderdreieck. 6 Übernachtungen im traditionsreichen Grand Hotel Pupp in Karlsbad. Abendessen im Hotel.

2. Tag (Mo): Karlsbad - das böhmische Tal der Könige

Nicht nur Kaiser Karl IV. reiste gerne in das nach ihm benannte Karlsbad, die Liste der illustren Badegäste gleicht einem "Who is Who", auf der Mozart und Beethoven, Goethe und Schiller sowie Sigmund Freud und Václav Havel nur die bekanntesten Namen sind. Zar Peter der Grosse legte den Grundstein für die „ewige Liebe der Russen zu Karlsbad“. Architektonisch prägen historische Kureinrichtungen wie die Markt- und die Parkkolonnade sowie prachtvolle Hotelpaläste und gediegene Belle-Époque-Pensionen das Gesicht der Stadt. Die orthodoxe Kirche St. Peter und Paul ist ein stimmungsvolles Kleinod, Ignaz Dientzenhofers Maria Magdalenen Kirche ein bemerkenswerter Barockbau. Nach der Mittagspause besuchen wir die weltberühmte Glasmanufaktur Moser. 1857 in Karlsbad gegründet, stellt sie seit über 150 Jahren Kristallglas in Handarbeit her. Brillanz und Verarbeitung sind einzigartig. Abendessen mit böhmischen Spezialitäten in einem Altstadtrestaurant.

3. Tag (Di): Königsstadt Loket und Franzensbad

Am Morgen erhalten wir im Kunstmuseum von Karlsbad einen Überblick über die tschechische Kunst des 20. Jahrhunderts. Danach Fahrt in das von alten Wäldern umgebene Loket. Über das hoch auf einem Felsen über dem Tal der Eger gelegene Städtchen schwärmte Goethe: „Es liegt über alle Beschreibung schön und lässt sich als ein Kunstwerk von allen Seiten betrachten.“ Später besuchen wir Franzensbad, das kleinste der böhmischen Bäder. Es gehörte zu den ersten Moorbädern in Europa und war besonders bei Frauen der gehobenen Gesellschaft beliebt. Architektonisch ist es durch einen zurückhaltenden Klassizismus geprägt und in Schönbrunner Gelb und Marmorweiss gehalten. Anschliessend besuchen wir Bad Königswart, das sehr sehenswerte klassizistische Schloss der Familie Metternich.

4. Tag (Mi): Beiderseits der Grenze - Eger und Waldsassen

Unser Ausflug über die Grenze nach Bayern führt zunächst in die von Königen und Kaisern besonders geschätzte böhmische Stadt Eger. Ein Spaziergang durch die malerische Altstadt führt zur ehemaligen Kaiserpfalz. Die Kapelle der Hl. Erhard und Ursula, eines der besterhaltenen Bauwerke der Egerer Burg, gehört zu den sehenswertesten Baudenkmälern der Frühgotik in Mitteleuropa. Den Marktplatz prägen schöne Patrizierhäuser aus Renaissance und Barock; im sog. Pachelbelhaus fand 1634 das Leben des Albrecht von Wallenstein sein tragisches Ende.  Eine der originellsten Raumschöpfungen des Spätbarock ist die direkt an der deutsch-tschechischen Grenze gelegene Wallfahrtskirche Kappl bei Waldsassen. Dem Baumeister Georg Dientzenhofer gelang es hier, die göttliche Dreifaltigkeit als Architektursymbol meisterhaft darzustellen. Die ausgedehnte Zisterzienserabtei von Waldsassen wurde nach Zerstörungen im Dreissigjährigen Krieg neu erbaut. Farbenfrische Deckenfresken und formvollendete Stuckdekorationen prägen den prachtvollen Innenraum der Klosterkirche. Im Bibliothekssaal des Klosters schildern Fresken das Leben des heiligen Bernhard; zehn burleske Schnitzfiguren tragen die Galerie des Obergeschosses.

5. Tag (Do): Marienbad und Kloster Tepel

Nicht weniger bekannt als Karlsbad ist das kleinere Marienbad. Elegante Kuranlagen wie der Kreuzbrunnen und die Kolonnaden bestimmen sein Bild. Von den ebenfalls zahlreichen berühmten Besuchern war es Goethe, der dem Kurort ein literarisches Denkmal setzte. Der Dichterfürst weilte oft in Marienbad und verliebte sich nicht nur in den Ort, sondern auch in die neunzehnjährige Ulrike von Levetzow. Liebeskummer inspirierte ihn zur Marienbader Elegie. Nach der Mittagspause besichtigen wir das geistliche Zentrum Westböhmens: die Prämonstratenser-Abtei Tepel mit ihrer wertvollen Bibliothek. Herzstück der Anlage ist die frühgotische Klosterkirche; die Klostergebäude wurden während des Barock vom berühmten Architekten Kilian Ignaz Dientzenhofer umgebaut.

6. Tag (Fr): Weltkulturerbe sächsisch-böhmisches Erzgebirge

Auf ins Erzgebirge! Die im Mittelalter entstandene, heute beiderseits der Grenze gelegene Bergbauregion gehört seit 2019 zum UNESCO-Welterbe. Über den Fichtelberg, den höchsten Berg Sachsens, gelangen wir nach Annaberg. Der von Wasserkraft angetriebene Frohnauer Hammer ist ein technisches Denkmal aus vorindustrieller Zeit. Am Marktplatz zeugen stattliche Patrizierhäuser vom Reichtum der einstigen Annaberger. Die St. Annenkirche, eine lichtdurchflutete Halle, gehört mit ihren wunderschönen Schlingrippengewölben zu den bedeutendsten Bauwerken der Spätgotik. Kostbare Kunstwerke wie die „Schöne Tür“, das Taufbecken und der Bergaltar sind zu bewundern. Abendessen in einem Karlsbader Traditionsgasthaus.

7. Tag (Sa): Abschied von Böhmen

Durch die Oberpfalz, Nieder- und Oberbayern geht es vorbei am Bodensee zurück nach Zürich, Ankunft am späten Nachmittag.