Dauer

6 Reisetage

Reiseleitung

Vladislav Martynek
Vladislav Martynek

 

 

Leistungen

  • Fahrt im bequemen Reisebus ab Zürich
  • 5 Übernachtungen mit Frühstück in gehobener Hotelklasse
  • 5 Abendessen, 1 Mittagsimbiss
  • Eintritte und Führungen lt. Programm
  • Reiseliteratur
  • Mindestteilnehmerzahl: 12 / maximal 25

Preis pro Person im Doppelzimmer:
CHF 2340
Preis pro Person im Einzelzimmer:
CHF 2840

Reiserücktritts-Versicherung
(fakultativ): Preis auf Anfrage

Karlsbad, Marienbad und Franzensbad – lange Zeit stand dieser Dreiklang für den Inbegriff mondäner Bäderkultur und gesellschaftlichen Glanz. Hier, im böhmischen Bäderdreieck, in sanfter und waldreicher Landschaft, kurten sie alle: Kaiser und Könige, Dichter und Denker, Staatsmänner und Lebemänner, Schöne und Reiche. Im 19. Jahrhundert nannte man die böhmischen Kurstädte den "Salon Europas". In der Zeit des Eisernen Vorhangs war es mit dem repräsentativen Kurbetrieb vorbei, heute jedoch erstrahlen die gediegenen Hotel- und Badepaläste, die eleganten Kurkolonnaden und Brunnenanlagen wieder in alter Schönheit. Eingebettet in eine bezaubernde Umgebung erzählen sie von Glanz und Lebenskultur früherer Zeiten. Ausflüge führen uns in die malerischen Kleinstädte Loket und Eger sowie zu den bemerkenswerten Kirchen- und Schlossbauten von Waldsassen und Königswart. Geniessen Sie mit Musse einen goldenen Herbst im böhmischen Bäderdreieck, das seit 2021 zum Unesco-Welterbe der Great Spas of Europe gehört.

1. Tag (So): Reise nach Westböhmen

Fahrt im bequemen Reisebus von Zürich nach Böhmen. An München vorbei gelangen wir durch die vom Hopfenanbau geprägte Hallertau und die landschaftlich reizvolle Oberpfalz nach Karlsbad im weltberühmten böhmischen Bäderdreieck. 5 Übernachtungen im traditionsreichen Grand Hotel Pupp in Karlsbad. Abendessen im Hotel.

2. Tag (Mo): Karlsbad - das böhmische Tal der Könige

Nicht nur Kaiser Karl IV. reiste gerne in das nach ihm benannte Karlsbad, die Liste der illustren Badegäste gleicht einem "Who is Who", auf der Mozart und Beethoven, Goethe und Schiller sowie Sigmund Freud und Václav Havel nur die bekanntesten Namen sind. Zar Peter der Grosse legte den Grundstein für die „ewige Liebe der russischen Seele zu Karlsbad". Architektonisch prägen historische Kureinrichtungen wie die Markt- und die Parkkolonnade sowie prachtvolle Hotelpaläste und gediegene Belle-Époque-Pensionen das Gesicht der Stadt. Die orthodoxe Kirche St. Peter und Paul ist ein stimmungsvolles Kleinod, Ignaz Dientzenhofers Maria Magdalenen Kirche ein bemerkenswerter Barockbau. Nach der Mittagspause besuchen wir die weltberühmte Glasmanufaktur Moser. 1857 in Karlsbad gegründet, stellt sie seit über 150 Jahren Kristallglas in Handarbeit her. Brillanz und Verarbeitung sind einzigartig. Abendessen mit böhmischen Spezialitäten in einem Altstadtrestaurant.

3. Tag (Di): Königsstadt Loket und Franzensbad

Am Morgen erhalten wir im Kunstmuseum von Karlsbad einen Überblick über die tschechische Kunst des 20. Jahrhunderts. Danach Fahrt in das von alten Wäldern umgebene Loket. Über das hoch auf einem Felsen über dem Tal der Eger gelegene Städtchen schwärmte Goethe: “Es liegt über alle Beschreibung schön und lässt sich als ein Kunstwerk von allen Seiten betrachten.” Wegen einer politischen Intrige liess der böhmische König Johann von Luxemburg seinen Sohn Wenzel, den späteren Kaiser Karl IV., auf Burg Loket gefangen halten. Diese dramatischen Ereignisse prägten den Prinzen tief – Jahre später kehrte Karl als weiser Herrscher zurück, versöhnte sich mit der Stadt und bestätigte ihre Privilegien. Am Nachmittag besuchen wir Franzensbad, das kleinste der berühmten böhmischen Bädertrias. Es gehörte zu den ersten Moorbädern in Europa und war besonders bei Frauen der gehobenen Gesellschaft beliebt. Architektonisch ist es durch einen zurückhaltenden Klassizismus geprägt und in Schönbrunner Gelb und Marmorweiss gehalten. Abendessen im Hotel.

4. Tag (Mi): Beiderseits der Grenze - Eger und Waldsassen

Unser Ausflug über die Grenze nach Bayern geht zunächst in die von Königen und Kaisern besonders geschätzte böhmische Stadt Eger. Ein Spaziergang durch die malerische Altstadt führt zum schönen, von Patrizierhäusern aus Renaissance und Barock geprägten Marktplatz. In einem von ihnen, im sog. Pachelbelhaus, fand 1634 das Leben des Albrecht von Wallenstein sein tragisches Ende. Gemeinsamer Mittagsimbiss in der Klosterschenke des direkt hinter der deutsch-tschechischen Grenze gelegenen Zisterzienserklosters von Waldsassen. Später besichtigen wir die nach dem Dreissigjährigen Krieg neu erbaute Abteianlage. Farbenfrische Deckenfresken und formvollendete Stuckdekorationen prägen den prachtvollen Innenraum der Klosterkirche. Im Bibliothekssaal schildern Fresken das Leben des heiligen Bernhard; zehn burleske Schnitzfiguren tragen die Galerie des Obergeschosses. Vor der Rückfahrt nach Karlsbad staunen wir noch über eine der originellsten Raumschöpfungen des Spätbarock. Mit der Wallfahrtskirche Kappl bei Waldsassen gelang dem Baumeister Georg Dientzenhofer, die göttliche Dreifaltigkeit als Architektursymbol meisterhaft darzustellen. Gemeinsames Abendessen im Hotel.

5. Tag (Do): Marienbad und Märchenschlösser

Nicht weniger bekannt als Karlsbad ist das bezaubernde Marienbad. Auf dem Weg dorthin besuchen wir zwei noble Adelssitze. Königswart, die Sommerresidenz des österreichischen Staatsmanns Klemens von Metternich, zählt zu den schönsten Schlössern Böhmens. Die einheitliche Gestaltung und Ausstattung im Stile des Empire verdankt das Schloss dem aus dem Tessin stammenden Baumeister Pietro Nobile. Bei unserem Rundgang tauchen wir in die Welt Metternichs ein, der ab 1813 zu einem der führenden Politiker Europas aufstieg. Das malerisch im Tal des Flusses Teplá gelegene Schloss Bečov birgt ein Meisterwerk der sakralen Goldschmiedekunst. Der um 1230 im Rhein-Maas-Gebiet angefertigte Maurus-Schrein wurde erst 1985 unter dem Fussboden der Schlosskapelle wiederentdeckt – heute gilt er nach den Krönungsinsignien des Königreichs Böhmen als das wertvollste mittelalterliche Kunstwerk der Tschechischen Republik. Elegante Kuranlagen wie der Kreuzbrunnen und die Kolonnaden bestimmen das Bild Marienbads. Von den zahlreichen berühmten Besuchern war es Goethe, der dem Kurort ein literarisches Denkmal setzte. Der Dichterfürst weilte oft in Marienbad und verliebte sich nicht nur in den Ort, sondern auch in die neunzehnjährige Ulrike von Levetzow. Liebeskummer inspirierte ihn zur Marienbader Elegie. Gemeinsames Abendessen in einem Karlsbader Traditionsgasthaus.

6. Tag (Fr): Abschied von Böhmen

Durch die Oberpfalz, Nieder- und Oberbayern geht es vorbei am Bodensee zurück nach Zürich, Ankunft am späten Nachmittag.