Dauer

10 Reisetage

Reiseleitung

Dr. Christoph Löhr
Dr. Christoph Löhr

Leistungen

  • Flug mit Edelweiss von Zürich nach Heraklion und zurück
  • 9 Übernachtungen mit Frühstück in gehobener Hotelklasse
  • Ausflüge und Transfers im bequemen Reisebus
  • 9 Abend- bzw. Mittagessen
  • Führungen und Eintritte lt. Programm
  • Reiseliteratur
  • Mindestteilnehmerzahl: 12 / maximal 25

Preis pro Person im Doppelzimmer:
CHF 3300
Preis pro Person im Einzelzimmer:
CHF 3670

Reiserücktritts-Versicherung
(fakultativ): ab CHF 148

Die Ursprünge Europas liegen auf Kreta. Mythologisch: Hierhin entführte der Göttervater Zeus – ein Kreter! - in Gestalt eines Stieres eine phönizische Prinzessin namens Europa. Kulturgeschichtlich: Hier entstand die erste europäische Hochkultur. Von den Minoern zeugen noch heute gewaltige Palastanlagen, riesige Tonpithoi und Wandmalereien. Römer, Byzantiner, Venezianer und Osmanen haben ein reiches architektonisches Erbe hinterlassen, das sich in Kirchen, Befestigungsanlagen, Moscheen und Altstadtensembles zeigt. Wirklich "beherrscht" wurde die Insel allerdings nur von Naturgewalten. Im vulkanisch nicht aktiven Teil des "hellenischen Bogens" ragen die Gipfel der kretischen Berge über 2500 Meter zwischen dem Ägäischen und dem Libyschen Meer empor. Über hundert grössere Schluchten zerfurchen Kreta in Nord-Süd-Richtung und bilden ein Biotop für Fauna und Flora. Der Duft der Bergkräuter und das Silbergrün der Olivenhaine sind die unvergesslichen Eindrücke dieser Reise.

1. Tag (Di): Kalos orisate – Willkommen auf Kreta!

Nachmittags Flug von Zürich nach Heraklion und Transfer zum Hotel an der Nordostküste der Insel. Ankunft in Heraklion ca. 20 Uhr. 4 Übernachtungen und Abendessen in Agios Nikolaos.

2. Tag (Mi): Knossos und Lassithi-Hochebene

Knossos ist von allen kretischen Ausgrabungsstätten die eindrucksvollste. Das verdanken wir dem "englischen Schliemann", Sir Arthur Evans. Der Direktor des Ashmolean Museum in Oxford war so versessen auf die Freilegung des Palastes des legendären Königs Minos, dass er das Land aufkaufte, ausgrub – und so manches hinzufügte. Die fruchtbare Lassithi-Hochebene mit ihren beschaulichen Dörfern ernährt seit 5000 Jahren die Bewohner. Hier gedeihen Hülsenfrüchte, Obst und Kartoffeln. In der Tropfsteinhöhle Diktaion Andron wurde der kleine Zeus vor seinem kinderfressenden Vater Kronos versteckt und von Nymphen genährt. 

 

3. Tag (Do): Die Bucht von Mirabello

Mit dem in Knossos geschulten Auge besichtigen wir den minoischen Palast von Malia. Die Marienkirche Panagia Kera breitet in ihrem Inneren einen umfangreichen byzantinischen Freskenzyklus, eine Bilderbibel für Leseunkundige, aus. Später Bootsfahrt nach Spinalonga - von 1903-54 diente das Eiland als Verbannungsort für Lepra-Kranke, die sich im Schatten der venezianischen Burg einrichteten. Eine einzigartige Atmosphäre herrscht rund um den Süsswassersee Voulismeni im Hafenstädtchen Agios Nikolaos.

4.Tag (Fr): Ostkreta

Die minoische Stadt Gournia gewährt uns Einblicke in das Alltagsleben ihrer antiken Bewohner. Dann geht es ostwärts: Das festungsartige Kloster Toplou birgt qualitätsvolle Ikonen, alte Bibeln und Kupferstiche sowie Waffen aus der Zeit der osmanischen Besatzung, als sich die Mönche mithilfe von Zivilisten verteidigten. Der erst seit den 1960er Jahren ausgegrabene minoische Palast von Kato Zakros war Handelszentrum für den Warenaustausch mit Ägypten und dem Vorderen Orient. Das Leben heute ist beschaulich an diesem schönen Fleck Kretas – der archäologischen Schutzzone sei Dank.

5. Tag (Sa): Inselhauptstadt Heraklion

Das grösste archäologische Museum Kretas geniesst dank seiner einzigartigen Ausstellungsstücke aus minoischer Zeit Weltrang. Uns gibt es Gelegenheit, die bislang auf der Reise gesammelten Begegnungen mit der minoischen Palastkultur zu vertiefen. Das historische Zentrum der Stadt - einst antiker Hafen von Knossos - erzählt mit seinem Hafenkastell, Brunnen und Kirchen Geschichten aus der byzantinischen, venezianischen und osmanischen Epoche. 5 Übernachtungen und Abendessen in Rethymnon.

6. Tag (So): Eleftherna, Arkadi und Rethymnon

Einen Einblick in die klassische Zeit geben die Ausgrabungen der letzten Jahrzehnte rund um das im 8. Jh. v. Chr. von dorischen Einwanderern gegründete Eleftherna, deren Funde in einem neuen Museum hervorragend präsentiert werden. Das einsam in den Hügeln gelegene Kloster Arkadi ist Kretas Nationalheiligtum: Es erinnert an ein tragisches Ereignis im Jahre 1866, als sich hier die Bewohner aus Furcht vor heranrückenden türkischen Truppen das Leben nahmen. Das venezianisch-osmanisch geprägte Rethymnon ist die Stadt der Literatur und Musik. Lassen Sie sich durch die engen, blumenumrankten Gassen treiben. Gemeinsames Abendessen in der Altstadt.

7. Tag (Mo): Palast von Phaistos und Messara-Ebene

Die minoische Palastanlage von Phaistos besticht durch ihre Panoramalage auf einem Hügel über der Messara-Ebene. Gortys war Sitz des römischen Statthalters und liegt heute malerisch in einem weitläufigen Olivenhain. Von hier stammt auch Titus, Schüler des Apostel Paulus und Schutzpatron der kretischen Kirche. Ihm ist die frühchristliche Basilika geweiht. Bekannt ist die Ausgrabungsstätte für den ältesten Gesetzescodex Europas. Das neue, didaktisch hervorragend präsentierte Museum von Messara zeigt jüngste Entdeckungen aus der Umgebung von der prähistorischen bis zur byzantinischen Epoche.

8. Tag (Di): Am Libyschen Meer

In einem Eichenwald liegt die Nekropole von Armeni mit über 280 Kammergräbern aus spätminoischer Zeit. Durch die Kourtaliotiko-Schlucht gelangen wir an die Südküste, ans Libysche Meer. Mutige Mönche im Kloster Preveli unterstützten den Widerstand gegen die deutschen Besatzer im Zweiten Weltkrieg. Der von Palmen gesäumte Strand gehört zu den landschaftlich schönsten der ganzen Insel. Mitten in spektakulärer Landschaft liegt das wasserreiche Argyroupolis, Nachfolger des antiken Lappa, berühmt für seine Quellen, schönen Ausblicke und Avocadoplantagen.

9. Tag (Mi): Chania

Über 450 Jahre herrschten die Venezianer über Kreta. Aus dieser Zeit stammt der kreisrunde Hafen Chanias, dessen Blickfang die markante Janitscharen-Moschee ist. Bürgerhäuser und Arsenale reihen sich in die Kette historischer bunter Bauten am Hafenrand. Einen umfassenden Einblick in die antike Geschichte der ältesten durchgehend besiedelten Stadt Kretas bietet das neue archäologische Museum. Der Nachmittag steht in Rethymnon zur freien Verfügung. Wer möchte, begleitet den Reiseleiter auf die Fortezza. Diese Festung, Zeichen eines letzten vergeblichen Verteidigungswillens der Venezianer, bildete einst eine Stadt in der Stadt.

10. Tag (Do): Abschied von Kreta

Nach dem Frühstück Transfer zum Flughafen von Heraklion und Rückflug. Ankunft in Zürich am frühen Nachmittag.