Dauer

10 Reisetage

Reiseleitung

Dr. Christoph Löhr
Dr. Christoph Löhr

Leistungen

  • Flug mit Edelweiss von Zürich nach Heraklion und zurück
  • 9 Übernachtungen mit Frühstück in gehobener Hotelklasse
  • Ausflüge und Transfers im bequemen Reisebus
  • 9 Abend- bzw. Mittagessen
  • Führungen und Eintritte lt. Programm
  • Reiseliteratur
  • Mindestteilnehmerzahl: 12 / maximal 25

Preis pro Person im Doppelzimmer:
CHF 2780 
Preis pro Person im Einzelzimmer:
CHF 3120

Reiserücktritts-Versicherung
(fakultativ): ab CHF 112

Die Ursprünge Europas liegen auf Kreta. Mythologisch: Hierhin entführte der Göttervater Zeus – ein Kreter! - in Gestalt eines Stieres eine phönizische Prinzessin namens Europa. Kulturgeschichtlich: Hier entstand die erste europäische Hochkultur. Von den Minoern zeugen noch heute gewaltige Palastanlagen, riesige Tonpithoi und Wandmalereien. Römer, Byzantiner, Venezianer und Osmanen haben ein reiches architektonisches Erbe hinterlassen, das sich in Kirchen, Befestigungsanlagen, Moscheen und Altstadtensembles zeigt. Wirklich "beherrscht" wurde die Insel allerdings nur von Naturgewalten. Im vulkanisch nicht aktiven Teil des "hellenischen Bogens" ragen die Gipfel der kretischen Berge über 2500 Meter zwischen dem Ägäischen und dem Libyschen Meer empor. Über hundert grössere Schluchten zerfurchen Kreta in Nord-Süd-Richtung und bilden ein Biotop für Fauna und Flora. Der Duft der Bergkräuter, die Würze des Thymianhonigs und das Silbergrün der Olivenhaine sind die unvergesslichen Eindrücke dieser Reise.

1. Tag (Di): Kalos orisate – willkommen auf Kreta

Nachmittags Flug von Zürich nach Heraklion und Transfer zum Hotel an der Nordostküste der Insel. Ankunft in Heraklion ca. 20 Uhr. 4 Übernachtungen und Abendessen in Agios Nikolaos.

2. Tag (Mi): Knossos und Lassithi-Hochebene

Knossos ist von allen kretischen Ausgrabungsstätten die eindrucksvollste. Das verdanken wir dem "englischen Schliemann", Sir Arthur Evans, der die gewaltige minoische Palastanlage freilegte – und so manches hinzufügte. In einem Zypressenhain liegt das Marienkloster Kera Kardiotissa mit prächtigen Wandmalereien. Die fruchtbare Lassithi-Hochebene mit ihren beschaulichen Dörfern ernährt seit 5000 Jahren die Bewohner. Hier gedeihen Hülsenfrüchte, Obst und Kartoffeln. In der Höhle Diktaion Andron wurde der kleine Zeus vor seinem kinderfressenden Vater Kronos versteckt und von Nymphen genährt. 

3.Tag (Do): Die Bucht von Mirabello

Mit dem in Knossos geschulten Auge besichtigen wir den minoischen Palast von Malia. Weiter geht es ins Bergdorf Kritsa, bekannt durch den von Jules Dassin verfilmten Kazantzákis-Roman "Griechische Passion". Die Marienkirche Panagia Kera breitet in ihrem Inneren einen umfangreichen byzantinischen Freskenzyklus, eine Bilderbibel für Leseunkundige aus. Später Bootsfahrt nach Spinalonga - von 1903-54 diente das Eiland als Verbannungsort für Lepra-Kranke, die sich im Schatten der venezianischen Burg einrichteten. Eine einzigartige Atmosphäre herrscht rund um den Süsswassersee Voulismeni im Hafenstädtchen Agios Nikolaos.

4.Tag (Fr): Ostkreta

Die minoische Stadt Gournia gewährt uns Einblicke in das Alltagsleben ihrer antiken Bewohner. Dann geht es ostwärts: Das festungsartige Kloster Toplou birgt qualitätsvolle Ikonen, alte Bibeln und Kupferstiche sowie Waffen aus der Zeit der osmanischen Besatzung, als sich die Mönche mithilfe von Zivilisten verteidigten. Der minoische Palast von Kato Zakros war Handelszentrum für den Warenaustausch mit Ägypten und dem Vorderen Orient.

5. Tag (Sa): Am Libyschen Meer

Das römische Hierapytna diente als Handelshafen für Nordafrika und Palästina. Heute lebt der Ort vom Gemüseanbau und der Legende, dass Napoleon eine Nacht hier verbrachte. Gortys war Sitz des römischen Statthalters und liegt heute malerisch in einem weitläufigen Olivenhain. Von hier stammt auch Titus, Schüler des Apostel Paulus und Schutzpatron der kretischen Kirche. Ihm ist die frühchristliche Basilika geweiht. Bekannt ist die Ausgrabungsstätte für den ältesten Gesetzescodex Europas. Zwei Übernachtungen an der Südküste und gemeinsame Abendessen.

6. Tag (So): Palast von Phaistos und Messara-Ebene

Die minoische Palastanlage von Phaistos besticht durch ihre Panoramalage auf einem Hügel über der Messara-Ebene. Ihr antiker Hafen lag in Matala, wo der Legende nach Zeus mit Europa an Land ging. In den 1960ern war das Fischerdorf ein berühmtes Hippie-Nest. Den Anfang machten junge Amerikaner, die nicht in Vietnam kämpfen wollten, später gesellten sich junge Leute aus aller Welt dazu, gesiedelt wurde in neolithischen Wohnhöhlen. Gemeinsames Abendessen mit fangfrischen Forellen beim idyllischen Bergdorf Zaros.

7. Tag (Mo): Preveli und Chania

Mutige Mönche im Kloster Preveli unterstützten den Widerstand gegen die deutschen Besatzer im Zweiten Weltkrieg. Der von Palmen gesäumte Strand gehört zu den landschaftlich schönsten der ganzen Insel. Durch die Kourtaliotiko-Schlucht gelangen wir wieder an die Nordküste – nach Chania. Kurz nach der Eroberung errichteten die Osmanen die markante Janitscharen-Moschee am venezianischen Hafen. Freizeit in der Altstadt und Fahrt ins Hotel in Rethymnon. 2 Übernachtungen und gemeinsame Abendessen.

8. Tag (Di): Eleftherna, Arkadi und Rethymnon

Eine archäologische Sensation sind die Ausgrabungen der letzten Jahrzehnte rund um das im 8. Jh. v. Chr. von dorischen Einwanderern gegründete Eleftherna, deren Funde in einem neuen Museum hervorragend präsentiert werden. Das einsam in den Hügeln gelegene Kloster Arkadi ist Kretas Nationalheiligtum: Es erinnert an ein tragisches Ereignis im Jahre 1866, als sich hier die Bewohner aus Furcht vor heranrückenden türkischen Truppen das Leben nahmen. Das venezianisch-osmanisch geprägte Rethymnon ist die Stadt der Literatur und Musik. Lassen Sie sich durch die engen, blumenumrankten Gassen treiben. Gemeinsames Abendessen in der Altstadt.

9. Tag (Mi): Inselhauptstadt Heraklion

Das grösste archäologische Museum Kretas geniesst dank seiner einzigartigen Ausstellungsstücke aus minoischer Zeit Weltrang. Uns gibt es Gelegenheit, die auf der Reise gesammelten Begegnungen mit der minoischen Palastkultur zu vervollkommnen. Das historische Zentrum der Stadt, einst antiker Hafen von Knossos, erzählt mit seinem Hafenkastell, Brunnen und Kirchen Geschichten aus der byzantinischen, venezianischen und osmanischen Epoche. Es bleibt Zeit für individuelle Entdeckungen und letzte Einkäufe. Gemeinsames Abschiedsabendessen. 1 Übernachtung in Heraklion.

10. Tag (Do): Abschied von Kreta

Nach dem Frühstück Transfer zum Flughafen von Heraklion und Rückflug in die Schweiz. Ankunft in Zürich am frühen Nachmittag.