Dauer

8 Reisetage

Reiseleitung

Katja Jaeckel
Katja Jaeckel

Leistungen

  • Fahrt im bequemen Reisebus ab Zürich und Basel
  • 7 Übernachtungen mit Frühstück in gehobener Hotelklasse
  • 7 Abendessen und 1 Mittagsimbiss
  • Führungen und Eintritte lt. Programm
  • Reiseliteratur
     
  • Mindestteilnehmerzahl: 12 / maximal 25

Preis pro Person im Doppelzimmer:
CHF 3140
Preis pro Person im Einzelzimmer:
CHF 3790

Reiserücktritts-Versicherung
(fakultativ): Preis auf Anfrage

Diese schöne Reise führt uns weit durch das nördliche Frankreich – in die drei historischen Regionen Burgund, Île-de-France und vor allem in die Champagne. Wir wollen sie "la douce France" nennen: Eine erste Erwähnung findet dieser nostalgische Ausdruck im mittelalterlichen Rolandslied, berühmt wurde er durch das gleichnamige Chanson von Charles Trenet. Abseits der grossen Zentren besuchen wir Zauberorte wie das entzückende Provins, einst Residenz der Grafen der Champagne, das Künstlerdorf Barbizon, in dem die Wegbereiter der Moderne die Plein-air-Malerei erprobten, Auxerre, malerisch am Ufer der Yonne gelegen, und die Zisterzienserabtei von Pontigny. Auf den Spuren der französischen Könige wandeln wir durch die Schlösser von Fontainebleau und Vaux-le-Vicomte, dem Vorbild für Versailles. Meilensteine des gotischen Kathedralbaus erwarten uns in Sens, Troyes und in der Krönungsstadt Reims. Wie immer auf unseren Reisen reicht der Genuss weit über das Auge hinaus – spätestens bei der Verkostung von Champagner und Chablis verstehen wir, was Trenet in La douce France besang.

1. Tag (So): Anreise nach Sens, Wiege der Gotik

Fahrt im bequemen Reisebus von Zürich und Basel ins burgundische Sens. Die Stadt an der Yonne mit ihren Fachwerkhäuern, Stadtpalais und alten Kirchen birgt einen grossen Schatz: Saint-Étienne, ab 1130 errichtet, gilt als die erste Kathedrale der Gotik. Der von einer majestätischen Westfassade beherrschte Bau sollte möglicherweise das Primat des Erzbischofs von Sens über die anderen Bischöfe im Königreich unterstreichen. Hier beginnt eine Entwicklung, die mit den hochgotischen Kathedralen von Reims oder Köln ihre Vollendung erreichte. 4 Übernachtungen und gemeinsame Abendessen in Sens.

2. Tag (Mo): In der Île de France: Schloss Fontainebleau und Barbizon 

Fontainebleau gilt gemeinhin als Paradebeispiel für das französische Renaissanceschloss und wird meist in einem Atemzug mit François I. genannt, auf den auch die bezaubernden Gärten zurückgehen. Mit der grossen, von italienischen Meistern geschaffenen Galerie hält die Renaissance ihren Einzug in Frankreich. Zugleich ist Fontainebleau das Werk vieler Könige über sieben Jahrhunderte hinweg – eine wahre Anthologie des französischen Königtums. In der Kunstgeschichte kommt Fontainebleau auch durch zwei Malerschulen eine aussergewöhnliche Bedeutung zu, wie wir im Schloss selbst und später bei einem Spaziergang durch das Künstlerdorf Barbizon erfahren werden.

3. Tag (Di): Burgund mit allen Sinnen: Auxerre, Chablis und Pontigny

Wir folgen dem Lauf des Flusses im Tal der Yonne: Auxerre ist eine Stadt der Kirchen, und drei davon prägten ihr Stadtbild besonders eindrucksvoll: Saint-Etienne, die wichtigste Kathedrale Burgunds, die über 1000jährige Abteikirche St. Germain mit ihrer freskengeschmückten Krypta und St. Pierre. Dazwischen breitet sich eine von Wohnhäusern aus dem Spätmittelalter und der Renaissance geprägte malerische Altstadt aus. Mit dem Chardonnay ist in Chablis eine der grossen Weisswein-Rebsorten heimisch. Zeit für eine Mittagspause mit Degustation! Am Nachmittag sind wir in Pontigny. Die Abteikirche ist die zweite Tochter von Cîteaux und gehört zu den bedeutendsten Zeugen der Ordensarchitektur. 

4. Tag (Mi): Vaux-le-Vicomte und Provins

Als der Sonnenkönig eine neue Residenz plante, wagte es sein Finanzminister Fouquet, in Konkurrenz zu Louis XIV. zu treten. So entstand mit Schloss Vaux-le-Vicomte ein Meisterwerk des Grand Siècle, das Versailles an Vollkommenheit noch übertrifft – kein Wunder, hatte Fouquet doch dieselben Baumeister verpflichtet, die Louis XIV. später nach Versailles berief: Le Vau für die Architektur, Le Brun für die Innendekoration und Le Nôtre für die Gärten. Am Nachmittag besuchen wir das malerische Provins, berühmt für seine Rosen und die gut erhaltenen Befestigungswerke aus dem Mittelalter – als die Stadt wirtschaftliches Zentrum der Champagne war. Hier, am Kreuzungspunkt grosser europäischer Handelsrouten, fanden alljährlich bedeutende Messen statt – ein Grund, warum Provins in die Liste des Unesco-Welterbes aufgenommen wurde.

5. Tag (Do): Im Licht der Champagne

Troyes, die ehemalige Hauptstadt der Champagne, hat proportional gesehen so viele Kirchen wie keine andere Stadt Frankreichs – zu Recht sind sie für ihre Glasfenster berühmt. Der lichtdurchflutete Innenraum der Wallfahrtskirche Saint‑Urbain, errichtet im Auftrag des in Troyes geborenen Papstes Urban IV., gleicht einem gläsernen Schrein. Betörend schöne Renaissancefenster sind in den Kirchen Sainte‑Madeleine und Saint‑Pantaléon zu bewundern. In der 2023 eröffneten Cité du Vitrail, die sowohl Ausstellungshaus als auch Forschungszentrum ist, widmen wir uns ausführlich der Glaskunst. Später erkunden wir bei einem Spaziergang die malerische Altstadt mit ihren zahlreichen Fachwerkhäusern, bevor wir am Nachmittag weiter nordwärts fahren. Drei Übernachtungen und Abendessen in Reims.

6. Tag (Fr): Reims – Krönungsstadt in der Champagne

Einer Legende zufolge soll der Brand, der 1210 die frühgotische Kathedrale von Reims vernichtete, von Erzbischof Albéric de Humbert selbst gelegt worden sein. Ein Jahr später wird der Grundstein zum Neubau gelegt. Mit der Krönungskirche der französischen Könige erreicht die gotische Baukunst ihren Höhepunkt. Einmalig ist die mit feinsten Bildwerken versehene innere Westwand. Die Skulpturen der grossen Portale, darunter auch der berühmte lächelnde Engel, gehören zu den bedeutendsten Werken der europäischen Bildhauerkunst. Bewunderung verdienen auch die harmonischen Proportionen der am Übergang von der Romanik zur Gotik stehenden Abteikirche Saint-Remi. Zusammen mit dem Bischofspalast, dem Palais du Tau, gehören Kathedrale und Saint-Remi zum Unesco-Welterbe.

7. Tag (Sa): Im Champagnerland: Châlons-en-Champagne und Épernay

Die Basilika und Pilgerstätte von Notre-Dame-de-l’Épine, ein Juwel der Spätgotik mit einer aussergewöhnlichen Grablegungsgruppe, ist Station auf dem französischen Jakobsweg. In Châlons-en-Champagne bewundern wir das Kreuzgang-Museum und die Renaissancefenster der ehemaligen Stiftskirche Notre-Dame-en-Vaux sowie die Kathedrale St. Étienne. Eine Fahrt durch die berühmten Weinberge und der Besuch in einer Champagnerkellerei gehören natürlich zu einer Reise durch die Champagne – auch dies Unesco-Welterbe! Die Welthauptstadt des Champagner ist unbestritten Épernay, wo eine einzige Strasse – die rue du Champagne – die renommiertesten Häuser der Welt versammelt. 

8. Tag (So): …noch einmal nach Troyes und Rückreise

Auf einer von der Seine umflossenen Stadtinsel erhebt sich die herrliche Kathedrale von Troyes, die einen der grössten Zyklen mittelalterlicher Glasmalereien in Frankreich besitzt. Gleich daneben, im altehrwürdigen Bischofspalast, gewährt das 2024 neu konzipierte Musée d’Art moderne einen umfassenden Blick auf die französische Kunst von 1850 bis in die 1960er Jahre. Besonders prominent vertreten sind zwei enge Freunde des Stifterehepaars: André Derain, einer der ersten Vertreter der klassischen Moderne, und der Glaskünstler Maurice Marinot aus Troyes. Nach einem gemeinsamen Mittagsimbiss heisst es Abschied nehmen von la douce France. Ankunft in Basel und Zürich am Abend.