Goldmann Reisen

La rossa, la dotta, la grassa – unvergleichliches Bologna

Rot, gebildet und fett - mit diesen drei Adjektiven beschreiben Italiener Bologna, die lebhafte Hauptstadt der norditalienischen Region Emilia-Romagna. Rot ist die Farbe der Ziegel und somit des Baumaterials der historischen Altstadt, gebildet wegen ihrer ruhmreichen Geschichte als Universitätsstadt und fett aufgrund ihrer üppigen aber ausgezeichneten Küche. Bauwerke aus Gotik und Renaissance, darunter zahlreiche mittelalterliche Geschlechtertürme prägen das Stadtbild - zwei von ihnen, die reichlich schiefen "Torre Garisenda" und "Torre degli Asinelli" sind Bolognas Wahrzeichen. Eine andere Besonderheit sind die Portici. Insgesamt fast 40 km Laubengänge, vergleichbar jenen von Bern, geben der Altstadt ihre unverwechselbare Atmosphäre. Hier spielt sich auch heute noch das Leben ab: Da gibt es Boutiquen, Marktstände, sitzen Leute im Café und halten ein Schwätzchen oder sprühen Studenten Graffiti an die Wände. Den Werken der alten Künstler wie Michelangelo und Raffael sowie jenen der berühmten Bologneser Malerschule begegnen wir hingegen in den Museen und Kirchen der Stadt. So manche Überraschung erwartet uns! Eine Aufführung von Verdis Otello in Bolognas Opernhaus, einem der wenigen noch original erhaltenen Theater des 18. Jh. in Italien, rundet unseren Aufenthalt aufs schönste ab.
 

1. Tag (Mo): Benvenuti a Bologna!

Bahnreise 1. Klasse von Zürich nach Bologna. Nach dem Check-in im Hotel unternehmen wir eine erste Schnuppertour. Bolognas geschäftiges Zentrum ist die weitläufige Piazza Maggiore. An ihr liegen der Palazzo del Podestà, das Rathaus, der Neptunbrunnen sowie die imposante Kirche des Stadtpatrons San Petronio. In der schmalen Via delle Pescherie Vecchie reihen sich Lebensmittelläden, Weinhandlungen, kleine Restaurants und Marktstände aneinander; hier findet man alle Spezialitäten, für die Bologna bekannt ist - natürlich auch die Piadina, Bolognas Streetfood-Königin in allen Variationen. Wie wäre es mit einem Aperitivo? Zum Abendessen lassen wir uns mit typischen Bologneser Gerichten verwöhnen. 4 Übernachtungen in gediegenen Starhotel Excelsior.

Piazza Maggiore mit Neptunbrunnen

2. Tag (Di): Bolognas Kirchen – von riesengross bis klitzeklein

Auf nach San Petronio! Mit dem Bau der Kirche ihres Stadtpatrons wollten die Bologneser nicht nur den bischöflichen Dom ihrer Stadt, sondern alle anderen Kirchen Italiens übertreffen. Obwohl das ambitionierte Ansinnen Fragment blieb, bietet der viertgrösste Kirchenbau des Landes eindrucksvolle Kunstwerke wie die Marmorreliefs des Renaissancebildhauers Jacopo della Quercia oder die Fresken von Giovanni di Modena in der Bolognini-Kapelle. Besonders schöne gotische Basiliken sind San Francesco und Santa Maria dei Servi. Das monumentale Grabmal des hl. Dominikus in der Ordenskirche der Dominikaner entstand über einen Zeitraum von 200 Jahren - berühmte Bildhauer wie Nicola Pisano, Niccolò dell’Arca und der junge Michelangelo waren daran beteiligt. Ein malerisches Konglomerat von verschiedenen mittelalterlichen Kirchen, Kapellen und Kreuzgängen bildet der Sakralkomplex von Santo Stefano, besonders eindrücklich ist das Kirchlein San Sepolcro, dem das Grab Christi in Jerusalem als Vorbild diente.

Santo Stefano und San Sepolcro

3. Tag (Mi): Die Schule von Bologna und Verdis Otello

Am heutigen Vormittag widmen wir uns der Pinacoteca Nazionale. Die Gemäldegalerie von Bologna besitzt eine Reihe vorzüglicher Werke der italienischen Malerei des 14. bis 18. Jahrhunderts, darunter auch Raffaels viel gerühmtes Bild der heiligen Cäcilie. Im Mittelpunkt der Sammlung steht jedoch die Bologneser Schule, als deren Begründer Francesco Francia, ein Zeitgenosse Raffaels, gilt. Bedeutende Meister dieser, die gesamte europäische Malerei beeinflussenden Schule, sind mit Hauptwerken vertreten; so sehen wir Gemälde von Annibale Carracci, Guido Reni, Domenichino und Guercino. Gemeinsames Mittagessen und Freizeit am Nachmittag. Empfehlenswert ist das Museo Morandi, in dem über 200 Werke von Giorgio Morandi, dem bekanntesten bolognesischen Künstler des 20. Jhs. zu sehen sind. Musikliebhaber sollten das wundervolle Musikmuseum im prächtigen Palazzo Sanguinetti nicht verpassen. Dem ausgezeichneten Ruf Bolognas als Musikstadt waren unter anderem Mozart und Rossini gefolgt. Am Abend erleben wir im bezaubernden Teatro Comunale Giuseppe Verdis Oper Otello.

Zuschauerraum in Bolognas Teatro Comunale

4. Tag (Do): Bologna - Stadt der Wunder

Zunächst besichtigen wir das historische Universitätsgebäude. Tausende Wappen von ehemaligen Studenten schmücken die Galerien, Säle und Korridore des heute als Bibliothek genutzten Bauwerks. Im berühmten, vollständig mit Holz verkleideten Anatomiesaal, wo einst Medizinstudenten den Vorlesungen lauschten, finden wir die Statuen berühmter Ärzte wie Hippokrates und Galen, sowie die fast makabren Darstellungen der beiden "spellati". In der benachbarten Kapelle Santa Maria della Vita staunen wir über den bemerkenswerten Realismus von Niccolò dell’Arcas Skulpturengruppe Compianto sul Cristo morto. In der "Cappella Sistina" von Bologna, dem reizenden Oratorium der heiligen Cäcilie, erzählen grossformatige Wandbilder das Leben der Schutzpatronin der Musik. Nach der Mittagspause besuchen wir eines der ungewöhnlichsten Museen Italiens: Die im prachtvollen Palazzo Poggi präsentierte Naturaliensammlung der Universität gleicht einer überdimensionierten Wunderkammer. Danach haben wir uns einen Aperitivo verdient!

Innenhof des historischen Universitätsgebäudes

5. Tag (Fr): Arrivederci Bologna!

Bolognas schon von Dante Alighieri erwähntes Wahrzeichen sind die beiden mittelalterlichen Geschlechtertürme "Torre della Garisenda" und "Torre degli Asinelli". Zusammen mit ihren etwa zwanzig mehr oder weniger hohen Geschwistern sind sie der bescheidene Überrest von ungefähr 150 Türmen, die Bologna einst zu einem stolzen Manhattan des Mittelalters gemacht haben müssen. Wer den Aufstieg auf den Asinelli-Turm wagt, dem winkt als Belohnung ein atemberaubender Panoramablick auf die Stadt und das nahe Hügelland des nördlichen Apennins. Wenn man nicht so hoch hinaus will, dann sei ein Besuch des reich ausgestatteten Archäologischen Museums empfohlen. Vielleicht möchten Sie aber auch einfach nur bummeln? In Bolognas Schlemmer-Viertel, den alten Gassen zwischen der Piazza Maggiore und der Piazza della Mercanzia finden Sie bestimmt ein "geschmackvolles" Mitbringsel. Rückfahrt mit der Bahn von Bologna nach Zürich, Ankunft gegen 19.00 Uhr.

I due Torri und San Petronio

Reisetermin

16. - 20. November 2020
(5 Reisetage)

Reiseleitung

Timo Goldmann
Timo Goldmann

 

Leistungen

Bahnfahrt 1. Klasse von Zürich nach Bologna und zurück

4 Übernachtungen mit Frühstück in gehobener Hotelklasse

4 Mittag- bzw. Abendessen

1 Opernticket in sehr guter Kategorie

Fahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln

Eintritte und Führungen lt. Programm

Reiseliteratur

Mindestteilnehmerzahl: 12 / maximal 20

 

Reiserücktritts-Versicherung
(fakultativ): ab CHF 46

Preis pro Person im Doppelzimmer:
CHF 1880
Preis pro Person im Einzelzimmer:
CHF 2140