Goldmann Reisen

Latium - Wunderland südlich von Rom

Latium bedeutete dem Historiker Ferdinand Gregorovius mehr als alle anderen Gegenden Italiens. Von dieser Landschaft sagte er: „Immer neu und gross für mich, erweckte sie in mir, wenn ich sie verliess, immer wieder dieselbe Sehnsucht.“ Von zwei Standorten aus entdecken wir die geheimnisvolle, vor den Toren der ewigen Stadt gelegene Region. Latium besticht zugleich durch wilde wie harmonische Landschaftsbilder und das Zusammentreffen von Natur und Kultur. In den Castelli Romani östlich von Rom begegnen wir den berühmten Villen von Tivoli, der vom heiligen Benedikt gegründeten Klostersiedlung Subiaco sowie landschaftlich schön gelegenen Orten wie der Papstresidenz Castel Gandolfo am Albaner-See. Weiter südlich zwischen den Lepinischen Bergen und dem Tyrrhenischen Meer treffen wir auf eine Vielzahl antiker und mittelalterlicher Kostbarkeiten wie die Grotte des Tiberius bei Sperlonga, den geheimnisvollen Ruinengarten von Ninfa oder die Zisterzienserabteien von Casamari und Fossanova. Kommen und staunen Sie über das Wunderland südlich von Rom!

1. Tag (Mi): Reise nach Latium – Ostia Antica

Flug von Zürich nach Rom und Fahrt im bequemen Reisebus nach Ostia Antica. Bei einem Spaziergang durchstreifen wir die eindrucksvollen Ruinen der einstmals quirligen Hafenstadt von Rom. Die heute einige Kilometer im Landesinneren gelegene Siedlung vermittelt einen guten Eindruck vom täglichen Leben in der römischen Antike. Wir sehen Tempel und Kirchen, Thermen und Verwaltungsbauten, Wohnhäuser und Villen, das Theater, das Forum Romanum und das Kapitol. 4 Übernachtungen und Abendessen im Hotel Villa Tuscolana bei Frascati.

Ostia Antica

2. Tag (Do): Die Villen von Tivoli

Italienische Gartenkunst der Renaissance erleben wir im terrassenförmig angelegten Park der Villa d’Este in Tivoli, der vor allem wegen seiner fantastischen Wasserspiele berühmt ist. Bauherr der unter Unesco-Schutz stehenden Anlage war der exzentrische Kardinal Ippolito d’Este. Am Nachmittag Besuch der Villa des römischen Kaisers Hadrian, die durch ihre Grösse, vor allem aber mit verblüffenden architektonischen Einfällen überrascht. Der universelle Anspruch Hadrians und seine politischen Visionen für das römische Reich scheinen in die Gestaltung der Villenanlage eingeflossen zu sein.

Villa Adriana in Tivoli

3. Tag (Fr): Landpartie durch die Castelli Romani

In Castel Gandolfo, der am Albaner-See gelegene Sommerresidenz der Päpste, besichtigen wir die prächtigen in die Reste einer römischen Villa eingefügten Gartenanlagen. Gian Lorenzo Bernini, der grosse römische Barockbaumeister, schuf die kleine kuppelbekrönte Pfarrkirche am malerischen Hauptplatz des Städtchens. Eine Gründung des heiligen Nilo ist das mehr als tausendjährige italo-byzantinische Kloster von Grottaferrata. Am Nachmittag Zeit für einen Spaziergang durch das reizvoll am Ufer des Nemi-Sees gelegene Städtchen Nemi. 

Blick auf Grottaferrata

4. Tag (Sa): Geheimnisvolles Latium – Palestrina und Subiaco

In Palestrina haben sich die Ruinen des gewaltigen Terrassenheiligtums der Fortuna Primigenia erhalten. Im Palazzo Barberini ist das hier gefundene römische Nilmosaik zu sehen. Olevano Romano war im 19. Jahrhundert das Ziel zahlreicher Maler aus Nordeuropa, die besonders von der schönen Umgebung fasziniert waren. Einer der historisch bedeutsamsten Orte Latiums und des christlichen Mönchtums ist die in einsamer Berglandschaft gelegene vom heiligen Benedikt von Nursia gegründete Abtei von Subiaco. Unvergesslich ist der Anblick der kühn in den Felsen hineingebauten Klosterkirche S. Benedetto.

Eingang zur Höhle des heiligen Benedikt in Subiaco

5. Tag (So): Päpste und Mönche – Anagni und Casamari

Auf der Fahrt an die Küste besuchen wir zunächst Anagni, die „Città dei Papi“. Das mittelalterliche Stadtbild und der Dom mit seinem monumentalen Freskenzyklus erinnern an die Blütezeit der Stadt im 13. Jahrhundert. Im reizvollen Städtchen Ferentino bestaunen wir das zyklopische Mauerwerk der antiken Stadtbefestigung, die Ruinen des römischen Kapitols und den an Kunstwerken reichen Dom. Die Zisterzienserkirche von Casamari beeindruckt durch die wirkungsvolle Einfachheit ihrer spätromanischen Architektur. 4 Übernachtungen und Abendessen im Hotel Villa Irlanda am Meer bei Gaeta.

Zisterzienserkirche von Casamari

6. Tag (Mo): Am Tyrrhenischen Meer

In Sperlonga wurde 1957 die geheimnisvolle, direkt am Ufer des Meeres gelegene Grotte des Kaisers Tiberius mit vier grandiosen Statuen-Gruppen entdeckt. Zwei der überlebensgrossen Marmor-Kompositionen stellen Abenteuer des Helden Odysseus dar: Seinen Kampf mit dem Meeresungeheuer Skylla und die Blendung des Zyklopen Polyphem. Die entzückende Altstadt von Gaeta liegt auf einer Halbinsel inmitten des blauschimmernden Mittelmeers. Ein malerisches Stadtbild und ein an mittelalterlichen Kunstwerken reicher Dom erwarten uns auch in Terracina. Der Monte Circeo bietet einen weiten Ausblick auf die Pontinischen Inseln.

Gaeta an der Tyrrhenischen Küste

7. Tag (Di): Capua – das Tor zu Kampanien

Capua, eine der bedeutendsten antiken Städte Italiens, war in römischer Zeit vor allem für seine Gladiatorenschulen berühmt. Das heutige Capua besteht aus den Schwesterstädten Santa Maria Capua Vétere und der unter den Langobarden neugegründeten Siedlung am Fluss Volturno. Wir besichtigen das monumentale Amphitheater, das Museo Campano, wo auch die Skulpturen vom Brückentor Kaiser Friedrichs II. von Hohenstaufen sowie die beiden mittelalterlichen Domkirchen zu bewundern sind. Ein Kleinod ist die reizvoll gelegene Kirche von Sant’ Angelo in Formis mit ihrem grossartigen Zyklus spätbyzantinischer Wandmalereien.

Fresken in Sant’ Angelo in Formis

8. Tag (Mi): Zauberwelten – Oasi di Ninfa und Sermoneta

Ein antikes Heiligtum der Nymphen gab der einst blühenden Handelsstadt Ninfa ihren Namen. Später verfielen die Kirchen und Paläste und wurden im 19. Jahrhundert in einen botanischen Garten integriert. Die Ruinen, ein Quellsee mit kristallklarem Wasser und die mediterrane Pracht der Vegetation schufen einen Ort von überwältigender Schönheit – heute als Oasi di Ninfa bekannt. Sehenswert sind auch das Städtchen Sermoneta und die am Fuss des Monte Corvino gelegene Abtei von Valvisciolo. Die Abteikirche von Fossanova gehört zu den schönsten und frühesten Bauten der Zisterzienser in Italien.

Oasi di Ninfa

9. Tag (Do): Abschied von Latium

Im mittelalterlichen Borgo von Ostia mit seinen malerischen Gassen und dem mächtigen Castello di Giulio II müssen wir uns von Latium verabschieden. Fahrt zum Flughafen und Rückflug nach Zürich.

Mittelalterlicher Borgo von Ostia

Bildnachweis

Reisetermin

24. April - 2. Mai 2019
(9 Reisetage)

Reiseleitung

Timo Goldmann
Timo Goldmann

 

Leistungen

Flug von Zürich nach Rom und zurück

Ausflüge und Transfers im bequemen Reisebus

8 Übernachtungen mit Frühstück in gehobener Hotelklasse

8 Abend- bzw. Mittagessen

Führungen und Eintritte lt. Programm

Reiseliteratur

Mindestteilnehmerzahl: 12 / maximal 25

 

Reiserücktritts-Versicherung
(fakultativ): ab SFr. 114

Reiserücktritts-Jahresversicherung
(fakultativ): auf Anfrage

Preis pro Person im Doppelzimmer:
SFr. 2640
Preis pro Person im Einzelzimmer:
SFr. 2970