Goldmann Reisen

Märchenhaftes Bayern – zwischen Romantischer Strasse und Altmühltal

Flusslandschaften sind besonders idyllisch und haben ihren ganz eigenen Charme. Dies gilt ganz besonders für das von Donau, Wörnitz und Altmühl geprägte Gebiet, das zwischen den reizvollen Mittelgebirgszügen von Schwäbischer und Fränkischer Alb liegt. Was gibt es hier nicht alles zu entdecken: Einstmals freie Reichsstädte wie Dinkelsbühl und Weißenburg, grossartige Schlösser wie Harburg und Baldern, fürstliche Residenzstädte wie Neuburg und Eichstätt, bewunderungswürdige Klöster wie Neresheim und Weltenburg sowie die an gotischen und barocken Bauwerken reichen Donaustädte Dillingen und Ingolstadt. Eine abwechslungsreiche historische Entdeckungsreise erwartet uns: Sie reicht von den Jahrmillionen alten Fossilien Solnhofens und Funden aus römischen Limes-Lagern über mittelalterliche Stadtkerne und festlich-barocke Platzensembles bis hin zu herrschaftlichen Schlössern sowie reich ausgestatteten Stadt- und Klosterkirchen. Neben von Menschenhand geschaffenen Schätzen bietet unsere Reise aber auch Landschafts- und Natureindrücke von grosser Vielfalt und besonderer Schönheit.
 

1.Tag (Mi): Auf zur Donau!

Von Zürich aus erreichen wir nach etwa zweistündiger Fahrt die Donau bei Riedlingen. Zunächst besuchen wir das in einem Seitental des Flusses gelegene ehemalige Zisterzienserinnenkloster Heiligkreuztal. In der gotischen Klosterkirche sehen wir kostbare Kunstwerke wie das farbenprächtige Chorfenster, verschiedene Altäre und die berühmte Heiligkreuztaler "Christus-Johannes-Gruppe". Nach der Mittagspause in der reizvollen Altstadt von Riedlingen erreichen wir das an der "Romantischen Strasse" gelegene Donauwörth. Lebensader der am Zusammenfluss von Donau und Wörnitz gelegenen Stadt ist die Reichsstrasse. Zwischen dem Rathaus und dem stattlichen Fuggerhaus sind hier zahlreiche prächtige Patrizierhäuser sowie am höchsten Punkt das gotische Liebfrauenmünster zu finden. Weiterfahrt nach Bergen, einem ländlichen Ortsteil von Neuburg. Unser charmantes Landhotel liegt direkt neben der Wallfahrtskirche Heilig Kreuz. 7 Übernachtungen und Abendessen.

Zusammenfluss von Wörnitz und Donau bei Donauwörth

2. Tag (Do): Fürstliche Residenzen - Neuburg und Ingolstadt

Neuburg wurde 1505 in der Folge des Landshuter Erbfolgekrieges zur Haupt- und Residenzstadt von Pfalz-Neuburg bestimmt und durchlebte ab dann die wechselvolle Geschichte seines Fürstenhauses. Das herrschaftliche Schloss, reich ausgestattete Kirchen, vor allem aber die hervorragend erhaltene Altstadt, zeugen bis heute von dieser glanzvollen Epoche. Unter Pfalzgraf Ottheinrich begann der Bau der aus vier Flügeln bestehenden Schlossanlage, die neben einer Reihe von Prunkräumen mit einer der schönsten Renaissance-Kapellen Deutschlands aufwarten kann. Am Nachmittag besuchen wir die Donaumetropole Ingolstadt. Während heute der Autohersteller Audi das kulturelle Angebot der Stadt fördert, prägten in früheren Jahrhunderten die bayerischen Herzöge, geistliche Orden und die 1472 gegründete erste Universität Bayerns das Leben der Ingolstädter. In der an historischen Bauwerken reichen Altstadt besichtigen wir das gotische Liebfrauenmünster, die prachtvolle barocke Asamkirche und die Alte Anatomie mit ihrem "Hortus medicus", einem reizvollen historischen Arzneipflanzengarten.

Blick auf Neuburg an der Donau

3. Tag (Fr): Am Nordufer der Donau - Schloss Harburg und Dillingen

Stadttore und Wehrtürme, hübsche Hausfassaden und beschauliche Marktplätze prägen das Bild der Städtchen Mohnheim und Wemding. Zu Ehren des 1501 in Wemding geborenen Botanikers Leonhart Fuchs schmücken die nach ihm benannten Fuchsien die Plätze und Gassen der Altstadt. Die hoch über dem Donautal gelegene Harburg zählt zu den eindrucksvollsten Burganlagen Süddeutschlands. Ein Rundgang durch die einstmals staufische Reichsburg gibt Einblicke in ihre fast neunhundertjährige Geschichte. Die am Nordufer der Donau gelegene einstige Residenz- und Universitätsstadt Dillingen ist eine echte Überraschung. Nach Unstimmigkeiten mit der freien Reichsstadt wichen die Augsburger Bischöfe im 15. Jh. nach Dillingen aus. Als Reichsfürsten umgaben sie sich mit einem ansehnlichen Hofstaat und bauten die Stadt zum "schwäbischen Rom" aus. Beeindruckende Zeugnisse dieser erst 1803 endenden glanzvollen Epoche sind die denkmal- und brunnengeschmückten Plätze, die Königsstrasse mit ihren freiherrlichen Häusern, das ehemalige Jesuitenkolleg mit Bibliothek und Studienkirche sowie die alte Universität, deren goldener Saal als ein Juwel des Rokoko gilt.

Universität und Studienkirche in Dillingen

4. Tag (Sa): Stadtwunder Nördlingen und Abteikirche Neresheim

Nördlingen - im Ries, einem gewaltigen vor etwa 15 Millionen Jahren entstandenen Meteoritenkrater gelegen - verfügt über einen mittelalterlichen Stadtkern, der noch immer von einer vollständigen und rundherum begehbaren Stadtmauer umgeben ist. Türme und Tore, prächtige Patrizierhäuser sowie das grossartige Rathaus bestimmen das Bild des unter Denkmalschutz stehenden Altstadtensembles. Machtvoll beherrscht die spätgotische Hauptkirche St. Georg den Marktplatz und seine Umgebung. Der dreischiffige majestätische Innenraum besitzt eine Reihe kunstvoller Ausstattungsstücke, darunter die berührenden Schnitzfiguren des gotischen Hochaltars von Niclaus Gerhaert von Leyden. Auf dem Ulrichsberg in Neresheim liegt die Benediktinerabtei St. Ulrich und Afra. Die Klosteranlage, deren Geschichte bis ins Mittelalter zurückreicht, wurde im 18. Jahrhundert neu errichtet. Glanzpunkt ist die spätbarocke Abteikirche, die vom Würzburger Baumeister Balthasar Neumann entworfen wurde und deren Raumkonzept der deutsche Kunsthistoriker Georg Dehio als “erschütternd grossartig“ bezeichnete.

Benediktinerabtei Neresheim

5. Tag (So): Ich kenne meine Pappenheimer...

Mit diesem geflügelten Wort aus Schillers Drama "Wallenstein" ziehen wir in Pappenheim ein und werden staunen: Das schmucke Städtchen wird von der Grafenburg überragt. Besonders sehenswert sind die St. Gallus-Kirche, ein stimmungsvolles romanisches Kirchlein, sowie die Pfarrkirche mit den Grabstätten der Pappenheimer Grafen. Im Museum von Solnhofen begegnen wir bei einem Rundgang versteinerten Fossilien wie dem weltberühmten Urvogel Archaeopteryx. Wie surrealistische Bilder wirken die geheimnisvollen Strukturen, die Pflanzen und Tiere vor Millionen von Jahren auf den Solnhofener Kalksteinplatten hinterlassen haben. Der Nachmittag gehört der zauberhaften fürstbischöflichen Residenzstadt Eichstätt. Das Ensemble aus der hoch über dem Altmühltal thronenden Willibaldsburg und der direkt am Fluss gelegenen Altstadt mit Domkomplex und Klöstern, Bischofsschloss und Domherrenpalais, Gassen und Gässchen macht Eichstätt zu einem Salzburg en miniature. Wir besichtigen den Domkreuzgang mit dem Diözesanmuseum, die Schutzengelkirche und die ehemalige fürstliche Residenz. Attraktionen Eichstätts sind auch das Heilige Grab in der Schottenkirche sowie der Burggarten mit Panoramablick.

Residenzplatz in Eichstätt

6. Tag (Mo): Donaudurchbruch bei Weltenburg und Gluck-Stadt Berching

Einem wahren Wunderwerk barocker Altarkunst begegnen wir in der Abteikirche von Rohr. Der Bildhauer Egid Quirin Asam schuf hier eine Himmelfahrt Mariens als "theatrum sacrum" von höchster künstlerischer Raffinesse. In bewegter Komposition und virtuoser Lichtführung schwebt die Muttergottes von Engeln begleitet scheinbar schwerelos dem Himmel entgegen; die Apostel bleiben mit Gebärden des Erschreckens, der Ratlosigkeit und des verklärten Staunens am leeren Grab zurück. Das altehrwürdige Benediktinerkloster Weltenburg wurde vor mehr als eintausend Jahren im wildromantischen Durchbruchstal der Donau gegründet. Als Gesamtkunstwerk von europäischem Rang gilt die von den Künstlerbrüdern Asam errichtete Klosterkirche. Nach der Mittagspause geht es mit dem Schiff nach Kehlheim, wo wir die hoch über der Donau gelegene Befreiungshalle besuchen. Durch seinen sehr gut erhaltenen Mauergürtel mit vier Stadttoren und dreizehn Türmen gilt Berching als Kleinod des Mittelalters. Im Berchinger Ortteil Erasbach erblickte 1714 der Komponist Christoph Willibald Gluck das Licht der Welt.

Kloster Weltenburg an der Donau

7. Tag (Di): Landpartie durch Altmühlfranken

Als Zentrum eines historisch bedeutenden Hopfenanbaugebiets verfügt Spalt über eine Reihe ansehnlicher Fachwerkhäuser, in deren mehrgeschossigen Dachböden Hopfen getrocknet und gelagert wurde. Vom jüdischen Leben, wie es seit dem Mittelalter in vielen Städten und Dörfern Frankens prägend war, erfahren wir bei einer Führung durch die hübsche Altstadt von Georgensgmünd. Ein seltenes Ensemble - aus Synagoge, zwei Mikwen und einem grossen Friedhof bestehend - blieb hier erhalten. Durch das Ellinger Tor, eines der schönsten Stadttore Deutschlands, betreten wir Weißenburg. Stattliche Bürgerhäuser und malerische Gässchen, das von gleich zwei Marktplätzen umgebene Rathaus sowie die gotische Stadtkirche St. Andreas - die mittelalterliche Atmosphäre der Altstadt schlägt jeden Besucher sofort in ihren Bann. Im Römer-Museum erfahren wir, wie es sich an den Grenzen des Reichs, im Hinterland des Limes, lebte und sehen den berühmten Weißenburger Römerschatz. Die Wülzburg, eine imposante Renaissancefestung in fünfeckiger Form, bietet eine grandiose Aussicht auf Weißenburg und den Naturpark Altmühltal.

Ellinger Tor in Weißenburg

8.Tag (Mi): Bilderbuchstädtchen Dinkelsbühl und Rückreise

Zunächst besuchen wir Schloss Baldern - bis heute im Besitz der Fürsten von Oettingen-Wallerstein. Das isoliert auf einer Bergkuppe thronende Schloss ist ein wahres Meisterwerk barocker Baukunst. Unvergesslich ist aber vor allem der im Stil des 19. Jahrhunderts angelegte Schlossgarten, der durch seine stimmungsvollen Gartenräume und eine fein aufeinander abgestimmte Pflanzenvielfalt zum Träumen einlädt. Zur Mittagszeit sind wir in Dinkelsbühl. Die ehemals freie Reichsstadt an der "Romantischen Strasse" gehört zu den schönsten historischen Städten Deutschlands. Vier Tore führen durch die türmebewehrte, vollständig erhaltene Stadtmauer in die zauberhafte Altstadt mit ihrem einzigartigen Bestand an spätmittelalterlichen Bauwerken. Wir besichtigen das am Marktplatz gelegene Münster St. Georg, das durch die Weite und Lichtfülle seines Hallenraums überrascht. Rückfahrt nach Zürich mit Ankunft am frühen Abend.

Am Altrathausplatz von Dinkelsbühl

Bildnachweis

Banner auf der Startseite: Schloss Harburg © Fotograf: Harald Ebert, www.fotocommunity.de;


Fotos in der Slideshow: Schloss Harburg © Fotograf: Harald Ebert, www.fotocommunity.de; Victorien in der Befreiungshalle Kehlheim © Bayerische Schlösserverwaltung, www.schloesser.bayern.de; Schloss Willibaldsburg in Eichstätt © Bayerische Schlösserverwaltung
www.schloesser.bayern.de 


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Reisetermin

23. - 30. Juni 2021
(8 Reisetage)

Reiseleitung

Timo Goldmann
Timo Goldmann

Leistungen

Fahrt im bequemen Reisebus ab Zürich

7 Übernachtungen mit Frühstück in gehobener Hotelklasse

7 Abendessen und 2 Mittagsimbisse

Führungen und Eintritte lt. Programm

Reiseliteratur

Mindestteilnehmerzahl : 12 / maximal 25


Reiserücktritts-Versicherung
(fakultativ): ab CHF 61

Preis pro Person im Doppelzimmer:
CHF 2680
Preis pro Person im Einzelzimmer:
CHF 3040