Goldmann Reisen

Matera und Basilikata

Das süditalienische Matera – Stadt der Sassi, Unesco-Welterbe und europäische Kulturhauptstadt 2019 – gehört zu den eindrucksvollsten Stadtlandschaften der Welt. “Sassi di Matera“, so nennt man die in die Wände einer tiefen Karstschlucht, einer “Gravina“, wie man hier sagt, hinein gebauten Höhlensiedlungen. Die labyrinthischen Strassenzüge Materas, in denen sich vor Jahrhunderten entstandene Grottenkirchen, Wohnhöhlen und Hofquartiere abwechseln, verglich der Schriftsteller Carlo Levi mit der trichterförmigen Hölle aus Dantes Inferno. Matera liegt in der Region Basilikata an der Grenze zu Apulien. An Sehenswertem überreiche Städte wie Melfi, Venosa und Acerenza sowie unberührte, oftmals atemberaubende Landschaften lassen einen Aufenthalt in dieser Region zum unvergesslichen Erlebnis werden. Kommen und staunen Sie über ein authentisches, unbekanntes und überraschungsreiches Italien!

 

1. Tag (Fr): Reise in die Basilikata

Vormittags Flug von Zürich nach Bari. Vor der Fahrt nach Matera gönnen wir uns im apulischen Massafra eine Verschnaufpause. Hier können wir erstmals Wohnhöhlen und vor allem Grottenkirchen betreten, wie sie uns in viel grösserer Dichte in Matera erwarten. Nach Ankunft und Freizeit im Hotel gemeinsames Abendessen an der Piazza Vittorio Veneto, die uns mit einem überwältigenden Ausblick auf Materas Altstadt empfängt. 7 Übernachtungen im MH-Hotel nahe Matera.

Massafra - Höhlensiedlung und Stadt

2. Tag (Sa): Sassi di Matera und Archäologisches Museum

Vom Platz vor der Kirche San Pietro Caveoso geniessen wir das einzigartige Panorama der Sassi, das in der Talsenke gelegene Labyrinth aus Gassen, Kirchen und in die Felsen gegrabenen Behausungen. Auf unserem Rundgang besichtigen wir vor allem die Grottenkirchen, in denen sich bemerkenswerte Wandmalereien erhalten haben; dazu gehören S. Lucia alle Malve und San Giovanni in Monterrone. Im Rione Casalnuovo liegt der Convicinio di S. Antonio, eine Anlage aus vier Kirchen um einem Innenhof. Am Nachmittag entscheiden Sie selbst: Freizeit oder geführter Besuch im Archäologischen Nationalmuseum.

Grottenkirche in Matera

3. Tag (So): Metapont – Exilsstadt des Pythagoras

Metapontion gehörte zu den politisch und wirtschaftlich einflussreichsten Städten Grossgriechenlands; hier verbrachte der berühmte Philosoph und Mathematiker Pythagoras seine letzten Lebensjahre. Prachtvolle Tempel, Paläste und ein Theater bestimmten das Stadtbild. Was vom einstigen Glanz geblieben ist, sehen wir im archäologischen Park und im benachbarten Grabungsmuseum. Ein Kleinod ist die die auf einer Anhöhe zwischen zwei Flüssen gelegene Kirche Santa Maria di Anglona. Die Fresken, die weite Teile des Kirchenschiffs schmücken, gehören zu den kostbaren Zeugnissen byzantinischer Malerei in Italien. Auf dem Rückweg nach Matera erfahren wir in der Rabatana von Tursi, was es mit den sog. Geisterstädten der Basilikata auf sich hat.

Tempelruine in Metapont

4. Tag (Mo): Matera – Belvedere und Civita

Wir beginnen unseren heutigen Aufenthalt in Matera mit einem Blick vom Belvedere, bei dem auch der Eingang zum Parco della Murgia Materana liegt. Neben den uns schon bekannten Sassi, ist von hier aus auch der heute nicht mehr bewohnte Bereich der Höhlensiedlung zu sehen, der so bekannten Filmen wie Pasolinis Il Vangelo secondo Matteo oder Mel Gibsons The Passion of the Christ als vermeintlich authentische Kulisse diente. Prächtige Kirchen und elegante Paläste säumen die Plätze des oberhalb der Sassi gelegenen Stadtviertels Civita. Wir besuchen die Kathedrale, San Francesco und den Palazzo Lanfraco mit seiner reichen Kunstsammlung. Der weitere Nachmittag ist frei.

Blick zum Dom von Matera

5. Tag (Di): Normannen und Staufer – Venosa und Melfi

In der nordöstlichen Basilikata folgen wir heute den Spuren der Normannen und Staufer. Venosa, die Geburtsstadt des römischen Dichters Horaz, besitzt eine reizvolle Altstadt mit einer Fülle von Adelspalästen und Kirchen. Etwas ausserhalb der Stadt planten die Eroberer Süditaliens, die Normannenfamilie Hauteville, den Bau einer monumentalen Grabkirche. Auch das Schicksal von Melfi ist eng mit den Normannen verbunden. Das machtvoll über der Stadt gelegene Kastell diente dem Stauferkaiser Friedrich II. als bevorzugte Residenz; hier erliess er 1231 die “Konstitutionen von Melfi“. Wir besichtigen den von den Normannen gestifteten Dom und das Archäologische Museum mit dem berühmten Sarkophag von Rapolla.

Abtei Santissima Trinità bei Venosa

6. Tag (Mi): Höhlensiedlungen in Apulien

Unser heutiges Ziel ist die Karstlandschaft der Murge in der Nachbarregion Apulien. In der hübschen Altstadt von Altamura besuchen wir die im 13. Jh. erbaute Kathedrale und die Kirche San Niccolò dei Greci, beide mit reichem Reliefschmuck an den Portalen. Später sehen wir den grössten Karsttrichter Apuliens, den Pulo di Altamura. Unvergesslich ist die Lage von Gravina di Puglia, hier ist der geomorphologische Begriff der “Gravina“ sogar zum Bestandteil des Stadtnamens geworden. Bei unserem Rundgang entdecken wir die schönsten von etwa drei Dutzend Grottenkirchen, die schon vor Jahrhunderten in die Wände der zahlreichen Felsenschluchten gegraben wurden.

Gravina di Puglia

7. Tag (Do): Machtvolle Romanik - Lagopesole und Acerenza

Der mächtige Baukomplex von Lagopesole ist die einzige wirkliche Höhenburg, die Kaiser Friedrich II. errichten liess. Einmalig für ein Kastell Friedrichs ist das Vorhandensein einer Kapelle. Hinter eindrucksvollen Befestigungsmauern erhebt sich auch die Altstadt von Acerenza. Die im Verhältnis zur Stadt ungewöhnlich grosse Kathedrale gehört zu den bedeutendsten romanischen Bauwerken der Region. Eine Überraschung erwartet den Besucher im nüchternen und dennoch wirkungsvollen Innenraum: Die unter dem Chor gelegene Krypta wurde von der Adelsfamilie Ferrillo in eine Grabkapelle mit reichem Renaissancedekor umgewandelt.

Acerenza

8. Tag (Fr): Addio alla Basilicata!

Vor der Fahrt zum Flughafen besuchen wir im südlich von Matera gelegenen Städtchen Montescaglioso die Abbazia Sant’Angelo. Hier in schönster Hügellage verabschieden wir uns von der Region Basilikata. Fahrt zum Flughafen von Bari und Rückflug nach Zürich, Ankunft am späten Nachmittag.

Piazza di Montescaglioso

Bildnachweis

Reisetermin

11. - 18. Oktober 2019
(8 Reisetage)

Reiseleitung

Uwe Zenner
Uwe Zenner

Leistungen

Flug von Zürich nach Bari und zurück

7 Übernachtungen mit Frühstück in gutem Mittelklassehotel

7 Abend- bzw. Mittagessen

Ausflüge und Transfers im bequemen Reisebus

Eintritte und Führungen lt. Programm

Reiseliteratur

 

Mindestteilnehmerzahl: 12 / maximal 25

 

Reiserücktritts-Versicherung
(fakultativ): ab SFr. 110

Reiserücktritts-Jahresversicherung
(fakultativ): auf Anfrage

Preis pro Person im Doppelzimmer:
SFr. 2480  
Preis pro Person im Einzelzimmer:
SFr. 2810