Dauer

9 Reisetage

Reiseleitung

Uwe Zenner
Uwe Zenner

 

Leistungen

  • Fahrt im bequemen Reisebus ab Zürich
  • 8 Übernachtungen mit Frühstück in gehobener Hotelklasse
  • 8 Mittag- bzw. Abendessen
  • Führungen und Eintritte lt. Programm
  • 5 Fahrten mit historischen Schmalspurbahnen
  • Dampfschifffahrt auf der Elbe
  • Reiseliteratur
     
  • Mindestteilnehmerzahl: 12 / maximal 25

Preis pro Person im Doppelzimmer:
CHF 3160
Preis pro Person im Einzelzimmer:
CHF 3560

Reiserücktritts-Versicherung
(fakultativ): auf Anfrage

Schnaufende Dampflokomotiven, herausgeputzte Waggons und Schienengeratter – wie bei keinem anderen Verkehrsmittel wird uns bei historischen Eisenbahnen warm ums Herz. Mit der Eisenbahn begann das Industriezeitalter, sie brachte Menschen auf ganz neue Art zusammen und in kurzer Zeit zu weit entfernten Zielen. Im Spätsommer können Sie mit uns auf eine Reise durch Sachsen gehen, die ganz im Zeichen der historischen Sächsischen Kleinbahnen steht. In keinem anderen deutschen Bundesland haben sich so viele Kleinbahnstrecken erhalten; nirgendwo sonst ist die Landschaft im Tempo der "Bimmelbahn" eindrucksvoller zu erleben. Und landschaftliche Wunderwelten gibt es in Sachsen viele zu entdecken, sei es das lauschige Lausitzer Bergland, das liebliche Weißeritztal, die atemberaubende Sächsische Schweiz oder das luftige Erzgebirge. Da wir uns Zeit lassen wollen bei der Entdeckung bekannter und mitunter nicht so bekannter Gegenden im schönen Sachsenland, ist das Dampfross ein ideales Verkehrsmittel.

1. Tag (Sa): Reise nach Dresden

Fahrt im bequemen Reisebus von Zürich nach Dresden. Bei einem abendlichen Spaziergang gelangen wir auf die Brühlsche Terrasse, die schon Goethe als "Balkon Europas" bezeichnet hat. 4 Übernachtungen und 2 Abendessen in Dresden.

2. Tag (So): Moritzburg und Porzellanstadt Meißen

Im Winzerstädtchen Radebeul besteigen wir den "Lößnitzdackel", wie die Einheimischen ihre historische Schmalspurbahn liebevoll nennen. Er zuckelt uns durch den Friedewald, einst kurfürstlich-sächsisches Jagdgebiet, nach Moritzburg zum Jagdschloss Augusts des Starken. Neben dem Waidwerk frönte der berühmte Kurfürst einer weiteren Leidenschaft: In der Albrechtsburg liess er die erste Porzellanmanufaktur Europas errichten. Frühes Abendessen mit Blick auf die Meißener Altstadt.

3. Tag (Mo): Residenzstadt Dresden und Silberstadt Freiberg

Auferstanden aus Ruinen ist die Frauenkirche heute wieder das Herz der sächsischen Hauptstadt. Seit neuestem präsentiert sich nach umfangreicher Sanierung auch der Zwingerhof im alten Glanz. Zur berühmten "Canaletto-Ansicht" gehören auch die Hofkirche und das Residenzschloss. Ein Besuch im Grünen Gewölbe, der Schatzkammer Augusts des Starken, lässt unsere Augen glänzen. Später fahren wir nach Freiberg. Die sächsische Silberstadt zeigt ihre alte Bedeutung in den prächtigen Bürgerhäusern, vor allem aber im Dom, wo uns einzigartige Kunstwerke wie die Goldene Pforte, die Tulpenkanzel und die Silbermann-Orgel überraschen.

4. Tag (Di): Weißeritztal und Renaissancestadt Pirna

Ein dampfendes Vergnügen: Durch das sagenumwobene Weißeritztal führt seit 1883 die älteste noch erhaltene Schmalspurbahn Deutschlands! Wir gelangen an der Talsperre Malter vorbei nach Dippoldiswalde. Dann geht es ins Elbtal nach Pirna. Auf einem Rundgang erkunden wir die bezaubernde, von der Marienkirche überragte Altstadt. Im nahegelegenen Großsedlitz liess August der Starke einen herrlichen Barockgarten - das sächsische Versailles - anlegen. Nach einem erquickenden Spaziergang kehren wir nach Dresden zurück.

5. Tag (Mi): Bautzen und Görlitz – Sachsens Perlen

Der östliche Teil Sachsens ist die Oberlausitz; hier spricht man eine eigene Mundart und pflegt seine besonderen Traditionen. Die Türme der Ortenburg, des Domes und der Wasserkunst prägen das Bild der hoch über dem Spreetal gelegenen Altstadt von Bautzen, bekannt nicht nur für den Senf! Später fahren wir an die Neiße, einen Nebenfluss der Oder. In Görlitz brachte der blühende Handel ein einzigartiges, von Kriegen verschontes Stadtbild hervor; von der Spätgotik bis zum Jugendstil hat diese schöne Stadt alles zu bieten. 2 Übernachtungen und Abendessen in Görlitz.

6. Tag (Do): Zittau und geheimnisvoller Berg Oybin

Heute muss unsere Dampflok mächtig schnaufen – wir fahren in das Zittauer Gebirge. Dichte Wälder und bizarre Felsformationen grüssen auf dem Weg. Ziel ist die Klosterruine von Oybin auf dem gleichnamigen Berg im Sandsteinmassiv, die schon Caspar David Friedrich als Motiv für romantische Gemälde diente. Am Nachmittag bewundern wir in der Zittauer Kreuzkirche das Grosse Zittauer Fastentuch. Das im 15. Jh. gestiftete Leinentuch trennte 200 Jahre lang in der Fastenzeit den Altarraum von der Gemeinde einer Zittauer Kirche. 1945 zerschnitten es sowjetische Soldaten in vier Teile, um eine provisorische Waldsauna abzudichten. Seine Restaurierung ist der Schweizer Abegg-Stiftung zu verdanken.

7. Tag (Fr): Die sächsische Schweiz

Unser heutiges Ziel ist Bad Schandau, kurz vor der tschechischen Grenze. Auf rund acht Kilometern führt die eingleisige Strecke der Kirnitzschtalbahn vom Bad Schandauer Kurpark durch das malerische Tal der Kirnitzsch mit seinen hohen Felswänden bis zur Endstation am Lichtenhainer Wasserfall. Nach dem gemeinsamen Mittagessen heisst es dann: Leinen los! – Neben der Eisenbahn wurden auch die frühen Personenschiffe auf der Elbe mit Dampf angetrieben. Ein Blick in den Maschinenraum zeigt: Hier ist alles beim Alten geblieben. Während unserer Schifffahrt durch das Elbtal sehen wir die Felsen der Sächsischen Schweiz – den Lilienstein, den Königsstein mit seiner mächtigen Festung und die berühmte Basteibrücke. Vorbei an Pirna und den Elbschlössern geht es weiter nach Dresden. Am Abend Fahrt ins Erzgebirge und zwei Übernachtungen in Aue.

8. Tag (Sa): Landpartie im Erzgebirge

Eisenbahnromantik pur: Heute erklimmen wir den zweithöchsten Gipfel des Erzgebirges – den Fichtelberg – mit der Dampfeisenbahn. Zur Bewältigung der Steigung fährt sie auf Zahnrädern – ein Hoch auf die Ingenieurskunst! Der Gipfel empfängt uns auf alle Fälle dramatisch, von dichtem Nebel bis weite Fernsicht ist alles möglich. Am Nachmittag widmen wir uns in Annaberg und Schneeberg der sächsischen Spätgotik. Besonders die Annenkirche beeindruckt mit einem der schönsten Kircheninnenräume Sachsens und einer nahezu vollständig erhaltenen Ausstattung aus der frühen Renaissance. Gemeinsames Abendessen in Aue.

9. Tag (So): Abschied von Sachsen

Auf der Rückreise ist die höchste Backsteinbrücke Europas, die Göltzschtalbrücke, unbedingt einen Halt wert. Im Oberfränkischen Neuenmarkt besuchen wir das Deutsche Dampflok-Museum mit vielen Eisenrössern aus der "guten alten Zeit". Ankunft in Zürich am frühen Abend.