Goldmann Reisen

M&M - Musik und Malerei in Karlsruhe

Kennen Sie Karlsruhe, die alte Residenzhauptstadt des Landes Baden? Nur wenige wissen, dass die Stadt herausragende Kunstsammlungen und Ausstellungshäuser besitzt. Auf unserer fünftägigen Reise haben wir Gelegenheit, die Welt des sagenhaften Agamemnon im Badischen Landesmuseum zu erleben. In der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe bestaunen wir Bilder von Grünewald und Albrecht Dürer, Rubens und Rembrandt. Nach Baden-Baden ins Museum Frieder Burda führt uns eine grosse Schau zur Künstlergruppe Die Brücke. Immer im Februar, zum Geburtstag Georg Friedrich Händels, laden die renommierten Händelfestspiele des Badischen Staatstheaters zu einem Fest der Stimmen und zu musterhaften Inszenierungen von Opern Händels ein. Zwei Opern des Komponistengenies und ein Festkonzert sind auf unserer Reise zu erleben. Das Festival ist berühmt für seine detailgenauen und historisch fundierten Aufführungen. Hier blüht die farbenprächtige Kulissen- und Kostümwelt des Barock mit ihrer Liebe für Bühneneffekte und Darstellung von Leidenschaften wieder auf - oft auch in modernem Gewand, aber immer im Sinne des Stückes. Mit Alcina und Serse (Xerxes) stehen zwei Meisterwerke Händels auf dem Programm.

1.Tag (Di): Anreise und Serse

Am Vormittag Fahrt im bequemen Reisebus von Zürich über Basel nach Karlsruhe; während der Fahrt gibt Henrik Lange eine Einführung in die Opernvorstellungen. Nach einem frühen Abendessen erleben wir im Badischen Staatstheater Karlsruhe die diesjährige Neuinszenierung der Händelfestspiele, die Oper Serse, auch unter dem Titel Xerxes geläufig. Die Regie führt Max Emanuel Cencic, einer der führenden Countertenöre unserer Zeit. Zusammen mit seinem nicht weniger bekannten Kollegen Franco Fagioli übernimmt er auch die Hauptrollen der Oper. Mit einer seiner berühmtesten Arien Ombra mai fu eröffnet Händel die Oper. Serse, der launische, extravagante und gefährliche König Persiens verstrickt sich in Macht- und Liebesintrigen und wird schliesslich von seiner verschmähten Verlobten zur Raison gebracht. Händel mischt in dieser Oper dramatische und komische Elemente auf unnachahmliche Weise.

 

2. Tag (Mi): Ausflug nach Baden-Baden zur Brücke-Schau

Baden-Baden gilt als eines der elegantesten deutschen Kurbäder. Schon die Römer nutzten die Thermalquellen im Tal der Oos. Besonders im 19. Jahrhundert entwickelte sich der Ort zu einem Zentrum der internationalen Bohème; das Kurhaus, die Trinkhalle, aber auch das monumentale Friedrichsbad und zahlreiche Villen künden noch von dieser Glanzzeit. Noch im Stadtgebiet liegt das Zisterzienserinnenkloster Lichtenthal, wo bis zum heutigen Tag Nonnen wirken. Auch die Altstadt mit der Stiftskirche birgt eine Reihe von Kostbarkeiten. Nach der Mittagspause widmen wir uns im Museum Frieder Burda der grossen Schau zur Künstlergruppe Die Brücke. Mit rund 120 Werken, darunter 50 hochkarätige Gemälde, vermittelt die Ausstellung einen Einblick in das Werk von Ernst Ludwig Kirchner, Erich Heckel, Karl Schmidt-Rottluff, Max Pechstein und Emil Nolde. Mit der 1905 in Dresden gegründeten Brücke begann in Deutschland der Aufbruch zur Moderne. Die Stilrichtung, die sich gegen die traditionelle Malerei auflehnte, wurde schon bald Expressionismus genannt. Neben neuartigen künstlerischen Lösungen verkörperte der Expressionismus auch ein neues Lebensgefühl. Gemeinsames Abendessen in Karlsruhe.

Kurhaus in Baden-Baden

3. Tag (Do): Die Welt des Agamemnon und Festkonzert

Am Vormittag besuchen wir im Badischen Landesmuseum, das im Karlsruher Schloss zu Hause ist, die Sonderausstellung Mykene – Die sagenhafte Welt des Agamemnon. Die mykenische Kultur kann als die erste Hochkultur auf dem Europäischen Festland bezeichnet werden. Als im November 1876 Heinrich Schliemann die berühmte Goldmaske des Agamemnon entdeckte und die zahlreichen Goldschätze aus den Gräbern barg, bekam die prähistorische Kultur ein Gesicht und einen Namen. Nach ihrem Fundort wurde sie „mykenisch“ genannt und die Darstellungen mit den sagenhaften Königen aus Homers Epen gleichgesetzt. Für die Ausstellung kommen zahlreiche Objekte aus Griechenland ins Karlsruher Schloss, darunter die bekannten Schliemann-Funde aus Mykene und Tiryns. Gemeinsames Mittagessen und freier Nachmittag. Am Abend erleben wir ein Festkonzert der Deutschen Händelsolisten mit Werken des Namenspatrons des Festivals und anderer Meister des Barock.

Badisches Landesmuseum im Karlsruher Schloss

4. Tag (Fr): Staatliche Kunshalle und Alcina

Die Staatliche Kunsthalle Karlsruhe, die aus der umfangreichen Kunstsammlung des badischen Fürstenhauses hervorgegangen ist, gehört zu den grossen deutschen Kunstmuseen. Die Gemäldesammlung glänzt vor allem auf dem Gebiet der deutschen, französischen und niederländischen Malerei. Vom späten Mittelalter, für das hier nur der Name Matthias Grünewald genannt sei, bis zum 19. Jahrhundert, als Karlsruhe selbst Sitz einer bedeutenden Kunstakademie wurde, sind hier die Werke grosser Maler wie Dürer, Rembrandt und Rubens zu sehen. Bestens bestückt ist auch die Sammlung von der Romantik bis zum Impressionismus. Nach dem gemeinsamen Mittagessen können Sie fakultativ noch die Sammlung in der Orangerie mit Werken vom Expressionismus bis zur internationalen Nachkriegsmoderne besuchen. Am Abend erleben wir im Badischen Staatstheater Karlsruhe Händels Oper Alcina. Sie ist eine der reifsten Opern Händels, die Titelheldin eine seiner berührendsten Figuren: Erst dämonische und verführerische Zauberin, entwickelt sich Alcina zur leidenden und zerbrechlichen Liebenden. Der junge amerikanische Regisseur und Choreograph James Darrah gestaltet die Verwicklungen auf Alcinas Zauberinsel als zeitlos suggestives Bewegungstheater.

Szenenfoto aus Händels Alcina im Badischen Staatstheater

5. Tag (Sa): Der Isenheimer Altar in Colmar und Rückreise

Vor der Rückreise nach Basel und Zürich geht es über den Rhein nach Colmar. Im städtischen Museum Unterlinden wird der Isenheimer Altar von Matthias Grünewald, eines der grössten Meisterwerke der europäischen Malerei, aufbewahrt. Wir widmen uns eingehend dem umfangreichen Bildprogramm: Welche Prüfungen bestehen die beiden Eremitenheiligen Paulus und Antonius. Welche Wahrheit spannt sich zwischen der Verkündigung und der Auferstehung Christi? Eine architektonische Überraschung ist der Anfang Dezember 2015 eröffnete Erweiterungsbau von Herzog & de Meuron. Nach der Mittagspause Weiterfahrt nach Basel und Zürich, Ankunft späten Nachmittag.

Weihnachtsbild vom Isenheimer Altar in Colmar

Bildnachweis

Torturm II Lyonel Feininger, 1925 © Staatliche Kunsthalle Karlsruhe, Jean Siméon Chardin
Stillleben mit Glasflasche und Früchten, um 1728 © Staatliche Kunsthalle Karlsruhe, François Boucher
Schäfer und Schäferin, 1760 © Staatliche Kunsthalle Karlsruhe, alle anderen www.fotolia.com, www.staatstheater.karlsruhe.de

Reisetermin

26. Februar - 2. März 2019
(5 Reisetage)

Reiseleitung

Timo Goldmann, Henrik Lange
Timo Goldmann
Henrik Lange

Zum Opernschaffen Georg Friedrich Händels findet am Dienstag, den 8. Januar 2019 von 9.30 bis 11.45 Uhr ein Seminar mit Henrik Lange in der Helferei in Zürich statt.

Leistungen

Fahrt und Ausflüge im bequemen Reisebus
ab Zürich und Basel

4 Übernachtungen mit Frühstück in gehobener Hotelklasse

2 Opern- und 1 Konzertticket in bester Kategorie

4 Mittag- bzw- Abendessen

Mindestteilnehmerzahl: 12, maximal 26

Reiserücktritts-Versicherung
(fakultativ): SFr. 44

Reiserücktritts-Jahresversicherung
(fakultativ): auf Anfrage

Preis pro Person im Doppelzimmer:
SFr. 1700
Preis pro Person im Einzelzimmer:
SFr. 1890