Dauer

6 Reisetage

Reiseleitung

Timo Goldmann, Henrik Lange
Timo Goldmann
Henrik Lange

 

Leistungen

Fahrt im bequemen Reisebus ab Zürich und Basel
5 Übernachtungen mit Frühstück in gehobener Hotelklasse
1 Opern- und 2 Konzertticket in bester Kategorie
5 Mittag- bzw. Abendessen
Eintritte und Führungen lt. Programm, Reiseliteratur

Mindestteilnehmerzahl: 12, maximal 25

 

Preis pro Person im Doppelzimmer: 
CHF 3320 
Preis pro Person im Einzelzimmer: 
CHF 3770
Reiserücktritts-Versicherung (fakultativ):
Preis auf Anfrage

Grosse Namen, grosse Kunst, grosse Vielfalt – so lässt sich diese Kunst- Musik- und Architekturreise in die Mitte Deutschlands auf eine Formel bringen. Die Internationalen Händel-Festspiele Göttingen sind das weltweit älteste Festival für Alte Musik und ein Leuchtturm der Barockmusik-Pflege. Fast 200 Jahre waren Händels Opern vergessen, bis sie hier ab 1920 zum ersten Mal wieder auf die Bühne gebracht wurden. Das Schloss von Kassel-Wilhelmshöhe glänzt nicht nur mit dem Unesco-Welterbe des einmaligen Bergparks, sondern auch mit der grossen Ausstellung Rembrandt 1632. In die Zeit der Bauhaus-Architektur führt uns Walter Gropius‘ Fagus-Werk, und im historischen Bau von Schloss Derneburg überrascht uns eine der besten zeitgenössischen Kunstsammlungen des Landes. Wie aus dem Märchenbuch der Gebrüder Grimm, die in Göttingen lebten und wirkten, muten die Fachwerkstädte Bad Gandersheim, Clausthal und Hannoversch Münden an. Als passenden Hotelstandort haben wir das nahe Göttingen gelegene Relais & Châteaux Burghotel Hardenberg gewählt, das auch über ein hervorragendes Restaurant verfügt.

 

1. Tag (Mi): Reise nach Niedersachsen

Auf der Fahrt wird uns Henrik Lange in die musikalischen Höhepunkte unserer Reise einführen. Freuen Sie sich auch auf unser nördlich von Göttingen gelegenes, mit grosser Sorgfalt gestaltete Privathotel, das zu den schönsten Deutschlands gehört. Direkt unterhalb der 1000jährigen Hardenberg-Burgruine verbindet das Relais & Châteaux Burghotel Hardenberg elegantes Savoir-vivre mit Gastfreundschaft. 5 Übernachtungen. Gemeinsames Abendessen im hauseigenen Restaurant Novalis.

2. Tag (Do): Moderne Architektur und Kunst

Zunächst sind wir in Alfeld an der Leine. Als erstes Werk des Architekten und späteren Bauhaus-Gründers Walter Gropius markiert das 1911 errichtete Fagus-Werk den Beginn des modernen Stahlskelettbaus. Fagus ist das lateinische Wort für Buche, dem damaligen Rohmaterial für Schuhleisten, die seit über 100 Jahren hier produziert werden. Die Unesco würdigte das Werk als “Ursprungsbau der Moderne”. Am Nachmittag geht es nach Holle. Die kleine Gemeinde hat eine grosse Attraktion zu bieten - schon von Weitem erkennt man in lieblicher Landschaft Schloss Derneburg. In seiner langen Geschichte wechselte das Anwesen häufig den Besitzer. Eine Zeit lang gehörte es dem Maler Georg Baselitz, bevor es der amerikanische Kunstsammler Andrew Hall kaufte und 2007 in ein privates Museum hochkarätiger zeitgenössischer Kunst verwandelte. Gemeinsames Abendessen

3. Tag (Fr): Kassel-Wilhelmshöhe – Rembrandt 1632 – Konzert

Die 560 Hektar grosse Parklandschaft von Kassel-Wilhelmshöhe verbindet barocke Gartenkonzepte mit der Natürlichkeit des englischen Landschaftsgartens und bildet eine einzigartige Symbiose von Kunst, Natur und Technik. Ein faszinierendes Schauspiel ist die Kaskadenanlage, die sich hinunter zum Schloss Wilhelmshöhe erstreckt. Dort widmet sich eine Sonderausstellung dem Schaffen Rembrandts um das Jahr 1632 – einer Phase des stilistischen und biographischen Wandels. Mit hochkarätigen internationalen Leihgaben werden Rembrandts Experimente mit künstlerischen Ausdrucksformen sowie seine stetig erweiterte Motivvielfalt in dieser prägenden Schaffenszeit beleuchtet. Gemeinsames Mittagessen. In der Aula der Göttinger Universität erwartet uns am Abend ein Händel-Konzert mit dem Ensemble 1700 unter der Leitung von Dorothee Oberlinger, die auch als Blockflöten-Solistin zu hören ist.

4. Tag (Sa): Bad Gandersheim und Clausthal - Händels Messias

Die pittoreske Fachwerkstadt Bad Gandersheim am Westrand des Harzes mit seinem 852 gegründeten sächsischen Reichsstift gilt als Urheimat der ottonischen Kaiserfamilie und Wirkungsstätte der Dichterin und Dramatikerin Roswitha, einer der ersten literarisch tätigen Frauen im frühen Mittelalter. Von archaischer Monumentalität ist die romanische Stiftskirche, vor über tausend Jahren Wirkungsstätte des von Roswitha gegründeten Frauenstifts. Zum gemeinsamen Mittagessen sind wir in Clausthal-Zellerfeld, berühmt für seine Bergwerkstradition, seine Technische Universität und das Clausthaler "blaue Wunder" - die Marktkirche zum Heiligen Geist. Gemeinsames Mittagessen. Seit der Uraufführung in Dublin im Jahr 1742 ist The Messiah Händels populärstes Werk. Es ist nicht nur der berühmte Halleluja-Chor, der das Oratorium zu einem Meilenstein der Musikgeschichte macht. Die eleganten Instrumentalsätze sowie die melodisch ausschwingenden, mal dramatischen, mal ruhevollen Arien runden das Werk zum stimmigen Ganzen. Wir hören das NDR Vokalensemble und das Festspielorchester unter George Petrou.

5. Tag (So): Hannoversch Münden und Händels Oper Deidamia

Am Zusammenfluss von Werra und Fulda in die Weser liegt Hannoversch Münden. Als fast vollständig von Wasser umgebene Handelsstadt spielten die drei Flüsse schon immer eine grosse Rolle. Mit über 700 Fachwerkgebäuden aus sechs Jahrhunderten und Bauten der sog. Weser-Renaissance, Wehrtürmen und dem Welfenschloss erscheint sie uns wie aus einem Märchen. Kein Wunder, dass sich hier die deutsche Märchenstrasse und die deutsche Fachwerkstrasse treffen. Nach einer kleinen Mittagspause Rückfahrt ins Hotel. Am Nachmittag erleben wir am Deutschen Theater Göttingen Händels Oper Deidamia. Ernste und komische Elemente halten sich in Händels letzter Oper die Waage. Erzählt wird die Geschichte von Deidamia, die ihren Verlobten Achill in Frauenkleidern versteckt, um ihn nicht in den Trojanischen Krieg ziehen zu lassen. Zum hervorragenden Sängerensemble gehören die Sopranistin Sophie Juncker, der Sopranist Bruno de Sá und der Countertenor Niccolò Balducci.

6. Tag (Mo): Weltkulturerbe Mathildenhöhe und Heimreise

Auf dem Rückweg in die Schweiz besuchen wir das südhessische Darmstadt. Weltberühmt ist vor allem das Jugendstilensemble auf der Mathildenhöhe. Bauten wie der Hochzeitsturm und das Ausstellungsgebäude der Künstlerkolonie stellen Höhepunkte des europäischen Jugendstils dar; die Russische Kapelle mitten im Ensemble reiht sich harmonisch in die formen- und farbenreichen Bauten ein. Nach der Mittagspause Weiterfahrt nach Basel und Zürich, Ankunft am frühen Abend.