Dauer

6 Reisetage

Reiseleitung

Timo Goldmann, Henrik Lange
Timo Goldmann
Henrik Lange


 

Leistungen

  • Bahnreise 1. Klasse ab Zürich
  • 5 Übernachtungen mit Frühstück in gehobener Hotelklasse
  • 5 Abend- bzw. Mittagessen
  • 3 Tickets für die Opernaufführungen in bester Kategorie
  • Eintritte und Führungen lt. Programm
  • Reiseliteratur
     
  • Mindestteilnehmerzahl: 12 / maximal 22

 

Preis pro Person im Doppelzimmer:
CHF 2990
Preis pro Person im Einzelzimmer:
CHF 3320

Reiserücktritts-Versicherung (fakultativ):
ab CHF 116

Der rote Teppich ist ausgerollt, über uns leuchtet der sprichwörtliche blau-weisse Himmel, und festlich gekleidete Gäste schreiten die prächtige Treppe zum Nationaltheater hinauf – wir sind in München bei den traditionellen Opernfestspielen der Bayerischen Staatsoper! Seit 1875, als hier zum ersten Mal der „Festliche Sommer“ veranstaltet wurde, werden an dem renommierten Opernhaus alle Produktionen der Saison als krönender Abschluss in prominenter Sängerbesetzung dargeboten. Mit Pelléas et Mélisande, Tosca und Tannhäuser erleben wir drei Meisterwerke des französischen, italienischen und deutschen Repertoires. Auch die Kunstmetropole München zieht uns natürlich in ihren Bann. Ikonen der Kunstgeschichte entdecken wir in der Alten Pinakothek und im Lenbachhaus. Den Sommer geniessen wir in Nymphenburg im Lustschloss der Wittelsbacher mit seinem bezaubernden Park sowie bei einem Ausflug ins benachbarte Freising. Seien Sie dabei, wenn es heisst Vorhang auf! in der „nördlichsten Stadt Italiens“.

1. Tag (So): Servus, München!

Am Vormittag Anreise mit der Bahn von Zürich nach München. Nur wenige Schritte sind es zu unserem zentral gelegenen Hotel Eden Wolff. Nach dem Check-in unternehmen wir einen Erkundungsspaziergang durch die Altstadt. Wir sehen die Frauenkirche mit dem Grabmal Kaiser Ludwigs des Bayern, den berühmten Viktualienmarkt mit der Peterskirche sowie die Asam-Kirche, die ein Kleinod barocker Raumkunst darstellt. Gemeinsames Abendessen mit bayerischen Spezialitäten.

2. Tag (Mo): Nymphenburg und Debussys Pelléas und Mélisande

Schloss- und Parkanlage Nymphenburg sind ein Gesamtkunstwerk von europäischem Rang. Als Lustschloss und Sommerresidenz der Wittelsbacher-Dynastie entstand vor den Toren Münchens eine vollendete Verschmelzung von Garten- und Baukunst. Nach Besichtigung des Hauptschlosses und dem gemeinsamen Mittagessen flanieren wir durch den Schlosspark und entdecken die vier sogenannten Parkburgen, exquisite architektonische „Bijoux“ verschiedenster Stile. Der Abend gehört der Musik. Das Prinzregententheater ist einer der schönsten Theaterbauten Deutschlands. Inspiriert von den Bauten Gottfried Sempers und dem Bayreuther Festspielhaus schuf Max Littmann hier eine Synthese aus Klassizismus und Jugendstil. Wir erleben Claude Debussys einzige Oper Pelléas et Mélisande nach einem Drama von Maurice Maeterlinck. Das psychologisch vielschichtige Werk handelt von einer tragischen Dreiecksgeschichte zwischen der rätselhaften Mélisande und einem ungleichen Brüderpaar. Es gilt als Meilenstein der französischen Operngeschichte. Freuen wir uns auf den Bariton Christian Gerhaher in der Rolle des Golaud.

3. Tag (Di): Bischöfe, Barock und Braukunst - Ausflug nach Freising

Eine kurze Bahnfahrt führt uns in die Bischofs- und Universitätsstadt Freising. Weithin sichtbares Wahrzeichen der Stadt ist der monumentale Domkomplex mit seinen markanten Türmen. Der Dom verdankt seine kostbare barocke Innenausstattung den genialen Künstlerbrüdern Asam. In der Krypta gibt die romanische Bestiensäule Rätsel auf. Von der Altstadt mit ihren prächtigen Bürger- und Domherrenhäusern führt ein idyllischer Spazierweg den Weihenstephaner Berg hinauf, wo der bezaubernde Hofgarten einer der weltweit ältesten Brauereien über Mittag zum Verweilen einlädt. Dass Bier nicht gleich Bier ist, schmecken wir hier sofort! Am Nachmittag statten wir dem neu eröffneten Diözesanmuseum, einem der grössten religionsgeschichtlichen Museen weltweit, einen Besuch ab. Wir begegnen u.a. den Meistern der süddeutschen Spätgotik wie Erasmus Grasser, Jan Polack und Gabriel Angler, aber auch Lucas Cranach. Gemeinsames Abendessen in München.

4. Tag (Mi): Alte Pinakothek und Puccinis Tosca

Die Alte Pinakothek ist eine der grossen Pilgerstätten der Kunst. Ob Altdorfers Alexanderschlacht, Raffaels Madonna Tempi oder Bouchers Madame de Pompadour – alle bedeutenden Meister europäischer Malerei sind mit hochrangigen Werken vertreten. Seit kurzem wurde die umfangreiche Sammlung auf unkonventionelle Weise neu gehängt: Viele Hauptwerke sind nun über Stil- und Epochengrenzen hinweg zu Nachbarn geworden. Ihr aussergewöhnliches Zusammentreffen bringt ungeahnte Parallelen zum Vorschein und lenkt den Blick auf selten thematisierte Verbindungen. Gemeinsames Mittagessen und Freizeit am Nachmittag. Inspiriert durch bedeutende Malerei können wir uns am Abend im Nationaltheater Puccinis Opernkrimi um den Maler Mario Cavaradossi und die Sängerin Floria Tosca widmen. In den Hauptrollen hören wir Anja Harteros, Jonas Kaufmann und Ludovic Tézier. Wir erleben die Neuproduktion des Festivals in der Regie von Kornél Mundruczó. Grosse Stimmen, grosses Drama, grossartige Musik – was will man mehr?

5. Tag (Do): Das Lenbachhaus und Wagners Tannhäuser

Die Abteilung Der Blaue Reiter mit Werken von Wassily Kandinsky, Franz Marc und August Macke lässt im Lenbachhaus unsere Augen leuchten. Das im Stile einer italienischen Renaissancevilla errichtete Künstlerhaus, wurde durch Sir Norman Foster um einen extravaganten Anbau ergänzt. Durch das Wirken der 1911 gegründeten Redaktionsgemeinschaft des Blauen Reiters stieg München zu einem Zentrum der modernen Kunst auf. Gemeinsames Mittagessen im Bistro des traditionsreichen Feinkostgeschäfts Dallmayr. „Ich bin der Welt noch einen Tannhäuser schuldig“ sagte Richard Wagner im Alter und spielte damit auf die verschiedenen, sehr unterschiedlichen Fassungen seiner Oper an. Eine höchst originelle szenische Umsetzung des Tannhäuser schuf der Regisseur Romeo Castellucci für München. Das Drama um den Minnesänger Tannhäuser, der zwischen geistiger und körperlicher Liebe, zwischen Elisabeth und Venus, hin und hergerissen ist, wird übersetzt in mystische Bilder und rituelle chorische Bewegungen des Ensembles. Klaus Florian Vogt ist in der Titelrolle zu hören; die Rolle der Elisabeth übernimmt die junge norwegische Sängerin Elisabeth Teige.

6. Tag (Fr): Abschied von München

Am Vormittag haben Sie die Wahl: Vielleicht möchten Sie mit Timo Goldmann die Glyptothek, Münchens reiche Antikensammlung erkunden. Der Schlafende Faun und die Giebelskulpturen des Aphaia-Tempels sind die Hauptwerke dieser bedeutenden Sammlung. Oder Sie besuchen die Pinakothek der Moderne. Dieses neue Lieblingsmuseum der Münchner besitzt eine fantastische Sammlung von der Klassischen Moderne bis zur Gegenwart. Vielleicht bummeln Sie nochmals Richtung Viktualienmarkt und erwerben einige bayerische Schmankerln. Rückfahrt mit der Bahn, Ankunft in Zürich am frühen Abend.