Dauer

6 Reisetage

Reiseleitung

Timo Goldmann, Henrik Lange
Timo Goldmann
Henrik Lange

 

Leistungen

  • Fahrt im bequemen Reisebus ab Zürich und Basel
  • 5 Übernachtungen mit Frühstück in gehobener Hotelklasse
  • 5 Abend- bzw. Mittagessen
  • 2 Konzert- und 1 Opernticket im Festspielhaus in sehr guter Kategorie
  • Eintritte, Führungen und Ausflüge lt. Programm
  • Reiseliteratur
     
  • Mindestteilnehmerzahl 12 / maximal 25

Preis pro Person im Doppelzimmer:
CHF 2980
Preis pro Person im Einzelzimmer:
CHF 3250

Reiserücktritts-Versicherung (fakultativ):
ab CHF 52

Die renommierten Baden-Badener Osterfestspiele werden nun im zehnten Jahr von den Berliner Philharmonikern künstlerisch gestaltet. Seit Kirill Petrenko den Chefposten des Spitzenorchesters übernommen hat, überschlagen sich die internationalen Kritiken vor Begeisterung über die temperamentvollen Interpretationen mit unerreichter Dynamik und Präzision, die der gebürtige Russe zelebriert. Es erwartet uns ein musikalisches Programm der Spitzenklasse. Der Musikmetropole Wien um 1900 ist das diesjährige Programm gewidmet. Als der Maler Gustav Klimt seine Wandbilder mit Blattgold überzog, schwelgten auch Gustav Mahler, Richard Strauss und Arnold Schönberg musikalisch in einer Opulenz, die bezeichnend war für das Wien jener Zeit. Der traditionsreiche Kurort Baden-Baden am Fusse des Schwarzwaldes - seit kurzem UNESCO-Weltkulturerbe - ist der gleichsam anregende wie erholsame Hotelstandort unserer Reise. Ausflüge führen uns ins romantische Heidelberg und in den Nordschwarzwald.

 

1. Tag (Sa): Anreise über Gengenbach und Lautenbach

Fahrt im bequemen Reisebus ab Zürich und Basel nach Baden-Baden. Auf der Fahrt gibt Henrik Lange eine Einführung in das musikalische Programm unserer Reise. Mittagshalt im malerischen Städtchen Gengenbach. Die versteckt im Renchtal gelegene Wallfahrtskirche Mariä Krönung in Lautenbach stellt mit ihrer vollständig erhaltenen, spätgotischen Ausstattung ein einzigartiges Gesamtkunstwerk mittelalterlicher Frömmigkeit dar. Gleich beim Betreten des Kirchenbaus verzaubern die harmonischen Verhältnisse des von einem feingliedrigen Netzrippengewölbe überfangenen Saalraums. Schmuckreiche Akzente setzen die elegante, mit feinstem Masswerk versehene Gnadenkapelle und der fünfschiffige, hallenartige Lettner. In Baden-Baden angekommen, beziehen wir unser im Zentrum der Kurstadt gelegenes Hotel am Sophienpark. Gemeinsames Abendessen.

2. Tag (So): Baden-Baden und Konzert mit den Berliner Philharmonikern

Auf unserem Rundgang durch Baden-Baden werfen wir einen Blick in die Stiftskirche mit dem ergreifenden Sandsteinkruzifix des Nikolaus van Leyden. Anschliessend geht es durch das Bäderviertel: Bei einer Führung durch die Trinkhalle und die Prunksäle des Casinos versetzen wir uns in die Zeit zurück, als die Reichen und Schönen des 19. Jahrhunderts aus ganz Europa hierher strömten. Gemeinsames Mittagessen und Freizeit am Nachmittag. Am frühen Abend geht es ins Festspielhaus, dessen imposantes Foyer die ehemalige Bahnhofshalle des Kurbades bildet. Gustav Mahlers 5. Sinfonie gehört zu den letzten grossen Höhepunkten der romantischen Synfonik. Das Werk entfaltet einen ganzen Kosmos von musikalischen Bildern: Märsche, Choräle, Kinderlieder und Ländler sind in die Partitur gewandert. Weltberühmt ist das Adagietto dieser Sinfonie – eine Liebeserklärung des Komponisten an seine Frau Alma. Wir hören die Berliner Philharmoniker unter der Leitung von Daniel Harding.

3. Tag (Mo): Baden-Badener Geschichten und Konzert mit Kirill Petrenko

Ein Spaziergang führt uns über die berühmte Flaniermeile Baden-Badens, die Lichtenthaler Allee. Hier, in dem wunderschönen Park entlang des Flüsschens Oos, wo jetzt die Frühlingsblumen blühen, fand das mondäne Leben statt. Ivan Turgenjew, Fjodor Dostojewski, Clara Schumann und Johannes Brahms sind nur einige der berühmten Künstlerpersönlichkeiten, die hier Spuren hinterlassen haben. Wir sehen die grossen Traditionshotels der Stadt, elegante Villen und kommen schliesslich zum Kloster Lichtenthal, das den Abschluss der traditionsreichen Alle bildet. Gemeinsames Mittagessen. Heute Nachmittag steht Kirill Petrenko als Chef am Pult „seiner“ Berliner Philharmoniker. Drei Wiener - zwei zugezogene und ein gebürtiger - stehen auf dem Programm. Mit Musik von Beethoven, Brahms und Schönberg feiern die Berliner Philharmoniker die kulturelle Tradition der österreichischen Hauptstadt. Wir hören Beethovens 8. Sinfonie, die Haydn-Variationen von Brahms und Schönbergs Variationen für Orchester.

4. Tag (Di): Ausflug nach Heidelberg

Mit seiner grandiosen Schlossruine, verwinkelten Altstadt und der Lage an den steil aufragenden grünen Hängen des lieblichen Neckartals sowie als zeitweilige Heimat zahlreicher Philosophen, Dichter und Denker, gilt Heidelberg als Inbegriff deutscher Romantik. Die Altstadt unterteilt sich in die genaueren Bezeichnungen "unne" und "owwe", also "unten" und "oben". An jeder Ecke begegnen wir den steinernen Zeugen einer bewegten Geschichte: Die Alte Brücke, die Heiliggeistkirche, die 1386 gegründete Universität, der Marktplatz mit dem Rathaus, aber auch viele prächtige Patrizierhäuser sind Sehenswürdigkeiten, die wir beim gemeinsamen Stadtrundgang entdecken. Nicht fehlen darf ein Besuch der Schloss-Anlage, heute nur mehr die Ruine der einstigen prachtvollen Residenz. Dieses Wahrzeichen der Stadt, das 70 Meter über dem Neckar am Hang des Königstuhls liegt, erreichen wir mit einer Bergbahn. Nachmittags Rückfahrt nach Baden-Baden, gemeinsames Abendessen.

5. Tag (Mi): Museum Frieder Burda und Die Frau ohne Schatten

Das Museum Frieder Burda ist eine Institution der deutschen Kunstlandschaft. In dem lichtdurchfluteten Gebäude des Architekten Richard Meier finden regelmässig hochkarätige Einzelaustellungen der Kunst von der klassischen Moderne bis in die Gegenwart statt. Über das Thema der Ausstellung, die wir am Vormittag besuchen werden, informieren wir Sie im Spätsommer. Gemeinsames Mittagessen und Freizeit am Nachmittag. Der Höhepunkt unserer Reise wird sicherlich die Aufführung von Richard Strauss‘ und Hugo von Hofmannsthals Oper Die Frau ohne Schatten. Diese Festspiel-Oper, die für die Salzburg komponiert wurde, sprengt mit Ihrer Opulenz und Tiefe den Rahmen von „üblichen“ Aufführungen. Um die Effekte des Klangmagiers Strauss zu zaubern, erklingen im Riesenorchester zusätzlich fünf chinesische Gongs, eine Glasharmonika sowie Wind- und Donnermaschinen. Die Märchenhandlung der Oper nimmt Motive aus Mozarts Zauberflöte auf und führt sie in die Welt des Symbolismus. Kirill Petrenko und die Berliner Philharmoniker haben ein Ensemble grossartiger Solisten für dieses Opernereignis um sich versammelt. Lydia Steier, die derzeitige Luzerner Operndirektorin, führt Regie.

6. Tag (Do): Staufen im Breisgau, Heimreise

Auf der Rückfahrt in die Schweiz besuchen wir Staufen im Breisgau, das eine nahezu vollständig erhaltene, spätmittelalterliche Altstadt besitzt. Im Gasthaus zum Löwen am Marktplatz soll im Jahr 1539 Johann Georg Faust, ein seinerzeit bekannter Schwarzkünstler und Wunderheiler, bei einem alchemistischen Experiment ums Leben gekommen sein. Seitdem spukt er - am prominentesten bei Goethe - durch die Weltliteratur. Nach der Mittagspause geht es zurück in die Schweiz. Ankunft in Basel und Zürich am späten Nachmittag.