Dauer

6 Reisetage

Reiseleitung

Timo Goldmann, Henrik Lange
Timo Goldmann
Henrik Lange

 

Leistungen

Fahrt im bequemen Reisebus ab Zürich und Basel

5 Übernachtungen mit Frühstück in gehobener Hotelklasse

5 Abend- bzw. Mittagessen

2 Konzert- und 1 Opernticket im Festspielhaus in sehr guter und guter Kategorie

Eintritte, Führungen und Ausflüge lt. Programm

Reiseliteratur

Mindestteilnehmerzahl 12 / maximal 25

Preis pro Person im Doppelzimmer:
CHF 2950
Preis pro Person im Einzelzimmer:
CHF 3230

Reiserücktritts-Versicherung (fakultativ):
ab CHF 55

Die renommierten Baden-Badener Osterfestspiele werden seit einigen Jahren von den Berliner Philharmonikern künstlerisch gestaltet. Seit Kirill Petrenko den Chefposten des Spitzenorchesters übernommen hat, überschlagen sich die internationalen Kritiken vor Begeisterung über die temperamentvollen Interpretationen mit unerreichter Dynamik und Präzision, die der gebürtige Russe zelebriert. Es erwartet uns ein musikalisches Programm der Spitzenklasse mit Werken von Tschaikowski, Rachmaninow und Strawinsky. Ein Höhepunkt wird das Konzert mit der Starsopranistin Anna Netrebko. Russische Künstler haben in der Geschichte von Baden-Baden immer eine hervorragende Rolle gespielt, schrieben doch Dostojewski und Turgeniew hier einige ihrer Romane. Der traditionsreiche Kurort am Fusse des Schwarzwaldes – seit kurzem UNESCO-Weltkulturerbe - ist der gleichsam anregende wie erholsame Hotelstandort unserer Reise. Ausflüge führen uns ins romantische Heidelberg und in den Nordschwarzwald.

 

1. Tag (Sa): Über Gengenbach nach Baden-Baden

Fahrt im bequemen Reisebus ab Zürich und Basel nach Baden-Baden. Auf der Fahrt gibt Henrik Lange eine Einführung in das musikalische Programm unserer Reise. Mittagshalt im malerischen Städtchen Gengenbach. In Baden-Baden angekommen beziehen wir unser im Zentrum der Kurstadt gelegenes Hotel am Sophienpark. Gemeinsames Abendessen.

2. Tag (So): Baden-Baden und Konzert mit den Berliner Philharmonikern

Auf unserem Rundgang durch Baden-Baden werfen wir einen Blick in die Stiftskirche mit dem ergreifenden Sandsteinkruzifix des Nikolaus van Leyden. Herrlich ist die Aussicht von der Terrasse des Neuen Schlosses. Anschliessend geht es durch das Bäderviertel: Bei einer Führung durch die Trinkhalle und die Prunksäle des Casinos versetzen wir uns in die Zeit zurück, als die Reichen und Schönen des 19. Jahrhunderts aus ganz Europa hierher strömten. Gemeinsames Mittagessen und Freizeit am Nachmittag. Am frühen Abend hören wir im Festspielhaus ein Konzert der Berliner Philharmoniker unter François-Xavier Roth. Mit Werken von Johann Sebastian Bach und Igor Strawinsky treffen zwei musikalisch weit auseinanderliegende Epochen aufeinander, die aber doch verblüffende Gemeinsamkeiten haben: Beide Komponisten haben ein Faible für prägnante Rhythmen, die mal vom höfischen Tanz, mal vom russischen Ballett inspiriert sind. Solist ist der famose Oboist der Berliner Philharmoniker Albrecht Mayer.

3. Tag (Mo): Ausflug nach Heidelberg

Mit seiner grandiosen Schlossruine, verwinkelten Altstadt und der Lage an den steil aufragenden grünen Hängen des lieblichen Neckartals sowie als zeitweilige Heimat zahlreicher Philosophen, Dichter und Denker, gilt Heidelberg als Inbegriff deutscher Romantik. Die Altstadt unterteilt sich in die genaueren Bezeichnungen „unne“ und „owwe“, also „unten“ und „oben“. An jeder Ecke begegnen wir den steinernen Zeugen einer bewegten Geschichte: Die Alte Brücke, die Heiliggeistkirche, die 1386 gegründete Universität, der Marktplatz mit dem Rathaus, aber auch viele prächtige Patrizierhäuser sind Sehenswürdigkeiten, die wir beim gemeinsamen Stadtrundgang entdecken. Nicht fehlen darf ein Besuch der Schloss-Anlage, heute leider nur mehr die Ruine der einstigen prachtvollen Residenz. Dieses Wahrzeichen der Stadt, das 70 Meter über dem Neckar am Hang des Königstuhls liegt, erreichen wir mit einer Bergbahn. Nachmittags Rückfahrt nach Baden-Baden, gemeinsames Abendessen.

4. Tag (Di): Kostbarkeiten im Nordschwarzwald und Pique Dame

Wir beginnen den Tag mit einem Paukenschlag. Die versteckt im Renchtal gelegene Wallfahrtskirche Mariä Krönung in Lautenbach stellt mit ihrer vollständig erhaltenen, spätgotischen Ausstattung ein einzigartiges Gesamtkunstwerk mittelalterlicher Frömmigkeit dar. Gleich beim Betreten des Kirchenbaus verzaubern die harmonischen Verhältnisse des von einem feingliedrigen Netzrippengewölbe überfangenen Saalraums. Schmuckreiche Akzente setzen die elegante, mit feinstem Masswerk versehene Gnadenkapelle und der fünfschiffige, hallenartige Lettner. Danach besichtigen wir im ehemaligen Benediktinerkloster Alpirsbach die hervorragend erhaltene romanische Abteikirche und den gotischen Kreuzgang. Gemeinsames Mittagessen in Freudenstadt. Gibt es einen besseren Ort als die Casino-Stadt Baden-Baden, wo sich an den Spieltischen schon manches Drama abspielte, um Tschaikowkis Pique Dame zu erleben? Puschkins Erzählung über den dem Glücksspiel verfallenen Offizier Herrmann, der einer alten Gräfin das Geheimnis der Spielkarten entlocken will, wird in Tschaikowskis Vertonung ein Psychokrimi auf der Bühne. Die junge litauische Sängerin Asmik Grigorian, vor kurzem für ihr Bayreuther Debut gefeiert, singt die Rolle der Lisa, Arsen Soghomonyan hören wir als Hermann.

5. Tag (Mi):  Museum Frieder Burda und Konzert mit Anna Netrebko

Am Vormittag erwartet uns im Museum Frieder Burda eine ebenso ungewöhnliche wie farbenprächtige Ausstellung: Wert und Wandel der Korallen widmet sich dem Werk der australischen Künstlerinnen Christine und Margaret Wertheim. Korallenriffe mit ihren leuchtenden Farben, die in sich verwobenen und verwickelten Formen und sich kräuselnden Oberflächen sind das zentrale Thema -  eine Gratwanderung zwischen Biologie, Mathematik und Kunst. In ihren Arbeiten verbinden die Schwestern die Methoden der traditionsreichen Technik des Häkelns mit den Schönheiten maritimer Ökosysteme und ihren komplexen Strukturen. Gemeinsames Mittagessen und Freizeit am Nachmittag. Vielleicht besuchen Sie am freien Nachmittag das Fabergé-Museum mit seinen Kostbarkeiten aus Gold und Edelsteinen oder besuchen das traditionsreiche Friedrichsbad? Man kann sich wohl keine besseren Interpreten vorstellen als diejenigen, die heute Abend im Festspielhaus der wunderbaren Musik von Tschaikowski, Rachmaninow und Strawinsky Seele einhauchen werden: Anna Netrebko, unangefochtener Star im dramatischen Fach sowie Kirill Petrenko mit „seinen“ Berliner Philharmonikern sind ein Garant für einen russischen Abend vom Feinsten. Wir hören Anna Netrebko u.a. mit der berührenden Brief-Szene aus Tschaikowskis Eugen Onegin.

6. Tag (Do): Schiltach und Staufen, Heimreise

Auf der Rückfahrt in die Schweiz besuchen wir zunächst das Schwarzwaldstädtchen Schiltach. Die malerische Altstadt liegt auf einem Hügel zwischen den Flüssen Kinzig und Schiltach. Zahlreiche prächtige Fachwerkhäuser umsäumen den Marktplatz - eine Kulisse wie im Bilderbuch. Mittelpunkt ist das Rathaus, ein schöner Akzent der Schiltacher Stadtbrunnen. Das Apothekenmuseum ist aus der ehemaligen Rats-Apotheke am Marktplatz hervorgegangen. Die sog. Offizin, eine typische Verbindung aus Labor- und Verkaufsraum - hier in Schiltach mit einer original erhaltenen Biedermeierausstattung - gibt Einblicke in die Arbeitswelt früherer Apothekergenerationen. Auch Staufen im Breisgau besitzt eine nahezu vollständig erhaltene, spätmittelalterliche Altstadt. Im Gasthaus zum Löwen am Marktplatz soll im Jahr 1539 Johann Georg Faust, ein seinerzeit bekannter Schwarzkünstler und Wunderheiler, bei einem alchemistischen Experiment ums Leben gekommen sein. Seitdem spukt er - am prominentesten bei Goethe - durch die Weltliteratur. Nach der Mittagspause geht es zurück in die Schweiz. Ankunft in Basel und Zürich am späten Nachmittag.