Goldmann Reisen

Ravenna - Stadt der goldenen Mosaiken

Eigenartig ist der Charakter von Ravenna: Die heute eher beschauliche Kleinstadt war nacheinander Hauptstadt Westroms, Residenz des Ostgotenkönigs und schliesslich Verwaltungszentrum des byzantinischen Exarchats. Doch anders als in Rom erinnern keine imposanten Ruinen an vergangene Grösse. Allein die ungeheuren Ausmasse der Kirchen, noch mehr aber der Glanz der einzigartigen Mosaiken zeugen von Ravennas einstiger Bedeutung und machen die Stadt zu einem der faszinierendsten Reiseziele abendländischer Kultur. Ergänzt wird diese Kunstreise, die wir Ihnen in der Stille des Spätherbstes anbieten möchten, durch einen Ausflug in die reizvolle Lagunenlandschaft des Po-Deltas, wo wir die einstmals mächtige Abtei von Pomposa und das von Kanälen durchzogene Städtchen Comacchio besuchen. In Pavia, der Königsstadt der Langobarden, begegnen wir dem Kirchenvater Augustinus und dem „letzten Römer“ Boethius, dessen tragischer Tod einen Schatten auf die Herrschaft Theoderichs wirft. Im Dom von Monza sehen wir die Eiserne Krone Italiens und einen bezaubernden Freskenzyklus zum Leben der Langobardenkönigin Theodelinde.

1. Tag (So): Anreise nach Ravenna

Fahrt im bequemen Reisebus von Zürich und Luzern nach Ravenna mit Halt in Pavia. Nach der Mittagspause besichtigen Sie die kleine Kirche San Pietro in Ciel d’Oro. Im Innern befinden sich die Grabstätten des lateinischen Kirchenvaters Augustinus von Hippo und des bedeutenden römischen Gelehrten Severinus Boëthius, der vor seinem gewaltsamen Tod am Hofe des Ostgotenkönigs Theoderich als Berater gewirkt hatte. In Ravenna führt uns ein erster Spaziergang zur Piazza del Popolo, wo die beiden mit Statuen geschmückten Säulen vor dem Palazzo Comunale an die Jahrhunderte währende Zugehörigkeit Ravennas zur Republik Venedig erinnern. 5 Übernachtungen und Abendessen in Ravenna.

Ponte Coperto über den Ticino in Pavia

2. Tag (Mo): Ravenna - Hauptstadt Westroms

Mit der ursprünglich von der Kaiserin Galla Placidia errichteten  Kirche San Giovanni Evangelista sehen Sie das Urbild einer ravennatischen Basilika. Ein Besuch des mit Mosaiken reich geschmückten Mausoleums der Galla Placidia und der byzantinischen Kirche San Vitale mit der Darstellung des Kaiserpaares Justinian und Theodora gehört zu den grossen Kunsterlebnissen Europas. Das angrenzende Nationalmuseum birgt viele Schätze aus Antike, Spätantike und Mittelalter. Während der frühchristliche Dom einem barocken Neubau weichen musste, blieb das Baptisterium der Orthodoxen mit seinen kostbaren Mosaiken und Stuckaturen aus der Mitte des 5. Jahrhunderts erhalten.

Mosaiken im Mausoleum der Galla Placidia

3. Tag (Di): Ravenna und Theoderich der Grosse

Da der Ostgotenkönig Theoderich Arianer war, baute er für die Christen seines Bekenntnisses, die das Dogma der Trinität ablehnten, eine eigene Kathedrale mit Baptisterium. Obwohl die heutige Kirche Santo Spirito im Laufe der Zeit Veränderungen erfahren hat, blieb der grossartige Raumeindruck erhalten. Das Kuppelmosaik in der Taufkirche der Arianer zeigt auch stilistische Unterschiede gegenüber denen der Orthodoxen Christengemeinde. Schönster Kirchenbau Theoderichs ist aber Sant’ Apollinare Nuovo. Die gesamten Hochschiffwände sind mit leuchtenden Mosaikbildern auf goldenem Grund dekoriert. Ein die Zeiten  überdauerndes Monument ist das aus istrischem Kalkstein errichtete Mausoleum des Königs.

Mosaiken in Sant' Apollinare Nuovo

4. Tag (Mi): Comacchio und Pomposa

Inmitten der Lagunenlandschaft des Adriabogens liegt, durchzogen von zahlreichen Kanälen, das Städtchen Comacchio. Malerische Treppenbrücken und pastellfarbene Häuser prägen das Bild dieser kleinen Schwester Venedigs. Überraschend ist der Anblick des mächtigen Campanile der Benediktinerabtei von Pomposa. Die vorromanische Klosterkirche steht in der Tradition der Kirchen Ravennas. Sie beeindruckt durch die mit bunten Majoliken geschmückte Vorhalle, den mit Marmorintarsien kunstvoll ausgelegten Fussboden und die mit mittelalterlichen Fresken versehenen Wände des Mittelschiffs. Rückfahrt nach Ravenna durch die stimmungsvolle Landschaft des Po-Deltas.

Trepponti in Comacchio

5. Tag (Do): Byzantinisches Ravenna

Heute widmen wir uns den unter der Regierung des byzantinischen Kaisers Justinian und seiner Nachfolger errichteten Bauwerken Ravennas. Noch einmal erleben wir die herrlichen Mosaiken in der auch architektonisch sehr bedeutenden Rundkirche San Vitale. Baugestalt und Ausstattung der byzantinischen Basilika Sant’ Apollinare in Classe lassen diese grösste Kirche Ravennas als wahrhaftes Abbild des himmlischen Jerusalems erscheinen. Die Hauptattraktion des Erzbischöflichen Museums ist der mit einzigartigen Elfenbeinreliefs verzierte Thron des Bischofs Maximian aus dem 6. Jahrhundert. Neben der Franziskanerkirche befindet sich ein Tempelchen mit der letzten Ruhestätte Dantes.

Sant' Apollinare in Classe

6. Tag (Fr): Monza und Rückreise

Auf der Rückreise von Ravenna in die Schweiz Mittagshalt in Monza. Die Stadt nahm neben Pavia und Mailand eine zentrale Stellung für die langobardischen Herrscher Italiens ein. Im Dom befindet sich ein umfangreicher Freskenzyklus, der das Leben der Königin Theodelinde erzählt. Die von dieser Königin gestiftete Eiserne Krone, Symbol der Herrschaft über Italien, wird neben anderen kostbaren Kunstwerken im Domschatz aufbewahrt. Ankunft in Luzern und Zürich am späten Nachmittag.

Dom von Monza

Bildnachweis

Reisetermin

3. - 8. November 2019
(6 Reisetage)

Reiseleitung

Timo Goldmann
Timo Goldmann

Timo Goldmann ist der Meinung, dass man erst durch einen längeren Aufenthalt in Ravenna die wahre Grösse und Schönheit dieser letzten Hauptstadt des weströmischen Reiches wirklich erfassen kann. Die Fülle an aussergewöhnlichen Bau- und Kunstwerken in einem heute eher kleinstädtischen Umfeld, die Weite des Po-Deltas und nicht zuletzt die liebenswürdigen Bewohner Ravennas hinterlassen tiefe und nachhaltige Eindrücke.

Leistungen

Fahrt im bequemen Reisebus ab Zürich und Luzern

5 Übernachtungen mit Frühstück in gutem Mittelklassehotel

5 Mittag- bzw. Abendessen

Eintritte und Führungen lt. Programm

Reiseliteratur

Mindestteilnehmerzahl: 16 / maximal 25


Reiserücktritts-Versicherung
(fakultativ): SFr. 55
 

Preis pro Person im Doppelzimmer:
SFr. 1640
Preis pro Person im Einzelzimmer:
SFr. 1840