Dauer

6 Reisetage

Reiseleitung

Timo Goldmann
Timo Goldmann

Leistungen

  • Fahrt im bequemen Reisebus ab Zürich und Luzern
  • 5 Übernachtungen mit Frühstück in gehobener Hotelkategorie
  • 5 Abendessen, 2 Mittagsimbisse
  • Führungen und Eintritte lt. Programm
  • Reiseliteratur
     
  • Mindestteilnehmerzahl: 12 / maximal 25

Preis pro Person im Doppelzimmer:
CHF 2460
Preis pro Person im Einzelzimmer:
CHF 2780

Reiserücktritts-Versicherung
(fakultativ): ab CHF 64

Die weite Ebene zwischen den Flüssen Sesia, Po und Ticino, die in etwa der historischen Lomellina entspricht, gilt als Herzstück des italienischen Reisanbaus. Bereits vor Jahrhunderten machten Zisterziensermönche das Gebiet urbar, das noch heute zu etwa 60 Prozent von Reisfeldern bedeckt ist. Markant erheben sich aus den Weiten dieser Landschaft die wuchtigen Türme und leuchtendroten Backsteinmauern verwunschener Kastelle und einstmals blühender Abteien. Stolz präsentieren Vercelli, Novara und Casale Monferrato ihre ausgesprochen schönen Altstädte sowie ihre sehenswerten Kunstsammlungen. Einem reich illustrierten Geschichtswerk gleicht Pavia, die mit Bau- und Kunstdenkmälern gesegnete Universitätsstadt südlich von Mailand. Aber auch die Piazza Ducale von Vigevano und der hoch über dem Sesia-Tal gelegene Sacro Monte von Varallo hinterlassen unvergessliche Eindrücke. Und wie das Sprichwort sagt „Reis wird im Wasser geboren und stirbt im Wein“, darf auch die kulinarische Seite auf unserer Reise nicht fehlen.
 

1. Tag (So): Reise in die Lomellina - Novara 

Fahrt im bequemen Reisebus von Zürich und Luzern in die vom Reisanbau geprägte Lomellina - eine historische Landschaft im Nordosten der Poebene. Bei einem Bummel durch die Altstadt von Novara überrascht die Grosszügigkeit der im klassizistischen Stil angelegten Strassen und Plätze. Wir sehen den Dom, das aus dem 5. Jh. stammende Baptisterium und die Kirche San Gaudenzio, deren 121 Meter hoher Kuppelturm Novaras weithin sichtbares Wahrzeichen ist. Vor der Fahrt zum Hotel bewundern wir in der Gemeinde San Nazzaro Sesia die schönen Backsteingebäude der Abtei Santi Nazario e Celso. 5 Übernachtungen und Abendessen in dem bezaubernden, von einem herrlichen Park umgebenen Hotel Villa Necchi alla Portalupa im Herzen der Lomellina.

2. Tag (Mo): Landpartie durch die Lomellina – Vigevano und Casale

Vorbei an zartgrünen oder den Himmel widerspiegelnden Reisfeldern durchstreifen wir heute die Lomellina - eine historische Landschaft nördlich des Po. Das Herz des Städtchens Vigevano schlägt auf der langgestreckten Piazza Ducale – ein Platz von vollendeter Schönheit! Das Ensemble ist auf drei Seiten von Arkaden umgeben, die vierte Seite nimmt der behäbige Dom ein. Unzählige Läden und Lokale laden unter den Bogengängen zum Bummeln und Geniessen ein. In der Gemeinde Lomello ist der aus rotglühenden Backsteinen errichtete Kirchenkomplex von Santa Maria Maggiore besonders sehenswert. Später sind wir im direkt am Po gelegenen Casale Monferrato. In der von noblen Palästen geprägten Residenzstadt der Markgrafen von Monferrat besichtigen wir den Dom mit seiner kühn überwölbten romanischen Vorhalle sowie die barocke Synagoge.

3. Tag (Di): Königs- und Universitätsstadt Pavia

Pavia gehört zu den geschichtsträchtigsten Städten der Lombardei. Ihr Wahrzeichen ist die über den Ticino führende Ponte Coperto. Die von den Römern als Ticinum gegründet Stadt, wurde als Papia königliche Residenzstadt der Langobarden. Bis heute wird in der romanischen Basilika San Michele die Erinnerung an die Krönungen der Herrscher des Regnum Italicum wachgehalten. Im Kirchlein San Pietro in Ciel d’Oro fanden der Kirchenlehrer Augustinus und der römische Gelehrte Severinus Boethius ihre letzten Ruhestätten. Boethius' Trost der Philosophie gilt als letztes bedeutendes Werk der antiken Literatur. Die 1361 gegründete Universität, deren Palazzi ein ganzes Quartier der Innenstadt einnehmen, gehört zu den renommiertesten des Landes. Am Nachmittag besuchen wir die vor den Toren der Stadt gelegene Kartause. Im Dienste der mächtigen Herzöge von Mailand schufen hier Architekten, Bildhauer und Maler eines der grossartigsten Kunstdenkmäler Oberitaliens. Überwältigend ist die Pracht der mit Statuen, Reliefs und polychromen Intarsien verzierte Marmorfassade. Im Inneren der gotischen Klosterkirche sehen wir die Grabmäler von Gian Galeazzo Visconti sowie von Ludovico Sforza und Beatrice d'Este.

4. Tag (Mi): Vercelli – die Reishauptstadt Italiens

Vercelli, die zentrale Stadt des italienischen Reishandels, ist reich an eindrucksvollen Baudenkmälern. Auf due chiacchiere, also auf ein Schwätzchen, trifft man sich an der hübschen Piazza Cavour. Die stolz den Platz überragende Torre dell'Angelo ist Vercellis Wahrzeichen. Die monumentale Backsteinbasilika Sant’ Andrea gilt als bedeutendster Kirchenbau des romanisch-gotischen Übergangsstils in Oberitalien. Im Kirchlein San Christoforo schuf Gaudenzio Ferrari, ein vielseitig begabter, von Leonardo da Vinci beeinflusster Renaissancekünstler, einen umfangreichen Freskenzyklus und das bezaubernde Altarbild der Madonna degli Aranci. Unerwartete Schätze lombardischer und piemontesischer Malerei zeigt auch das Museo Francesco Borgogna. Zum gemeinsamen Mittagsimbiss sind wir im herrlichen Adelssitz Principato di Lucedio. Hier erfahren wir alles über die Geschichte und Gegenwart des Reisanbaus in der Poebene. 

5. Tag (Do): Im Valsesia - der Sacro Monte von Varallo

Auf der Fahrt durch das malerische Alpental des Flusses Sesia erfahren wir, was es mit den Sacri Monti, den heiligen Bergen Oberitaliens auf sich hat. Angekommen in Varallo, erwartet uns mit dem Heiligtum von Santa Maria delle Grazie eine erste Überraschung. Wie so oft bei Franziskanerkirchen lässt das schlichte Äussere nicht auf den Reichtum der im Innenraum erhaltenen Kunstwerke schliessen. Später geht es mit der Seilbahn auf den Sacro Monte - das eigentliche Wunder von Varallo. Das ab 1491 errichtete Ensemble - 44 Kapellen, Plätze, Gärten sowie eine Basilika - sollte nach dem Willen des Stifters ein Jerusalem en miniature darstellen. Im Inneren der Kapellen erzählen Skulpturen und Gemälde das Leben Jesu und das seiner Mutter Maria. Hunderte lebensgrosse Terracotta- und Holzstatuen mit leidenschaftlicher Mimik und Gestik sowie Tausende gemalte Figuren stellen hoch über dem Sesia-Tal das Gran Teatro Montano, wie es der italienische Schriftsteller Giovanni Testori genannt hat, dar.

6. Tag (Fr): Abtei Morimondo und Heimreise

Die Abtei von Morimondo ist ein beeindruckendes Beispiel mittelalterlicher Architektur und Spiritualität im Süden der Lombardei. Sie wurde 1134 von Zisterziensermönchen gegründet, die aus der französischen Mutterabtei Morimond stammten. Die Klosterkirche beeindruckt durch ihre schlichte, aber monumentale Architektur aus rotem Backstein. Nach einem gemeinsamen Mittagsimbiss im Borgo, der malerisch die Abteigebäude umgibt, Rückfahrt nach Luzern und Zürich, wo wir am späten Nachmittag eintreffen.