Die weite Ebene zwischen den Flüssen Sesia, Po und Ticino, die in etwa der historischen Lomellina entspricht, gilt als Herzstück des italienischen Reisanbaus. Bereits vor Jahrhunderten machten Zisterziensermönche das Gebiet urbar, das noch heute zu etwa 60 Prozent von Reisfeldern bedeckt ist. Markant erheben sich aus den Weiten dieser Landschaft die wuchtigen Türme und leuchtendroten Backsteinmauern verwunschener Kastelle und einstmals blühender Abteien. Stolz präsentieren Vercelli, Novara und Casale Monferrato ihre ausgesprochen schönen Altstädte sowie ihre sehenswerten Kunstsammlungen. Einem reich illustrierten Geschichtswerk gleicht Pavia, die mit Bau- und Kunstdenkmälern gesegnete Universitätsstadt südlich von Mailand. Aber auch die Piazza Ducale von Vigevano und der hoch über dem Sesia-Tal gelegene Sacro Monte von Varallo hinterlassen unvergessliche Eindrücke. Und wie das Sprichwort sagt „Reis wird im Wasser geboren und stirbt im Wein“, darf auch die kulinarische Seite auf unserer Reise nicht fehlen.