Dauer

4 Reisetage

Reiseleitung

Timo Goldmann, Henrik Lange
Timo Goldmann
Henrik Lange

Leistungen

  • Fahrt im bequemen Reisebus ab Zürich und St. Gallen
  • 3 Übernachtungen mit Frühstück in gehobener Hotelklasse
  • 3 Mittag- bzw. Abendessen
  • 2 Tickets für die Bayreuther Festspiele in sehr guter Kategorie (s.u.)
  • 2 Pausenimbisse im Festspielrestaurant
  • Eintritte und Führungen lt. Programm
  • Reiseliteratur
  • Mindestteilnehmerzahl: 12 / maximal 18

Preis pro Person im Doppelzimmer: 
CHF 2630
Preis pro Person im Einzelzimmer:
CHF 2810

 

Die Tickets für Rienzi sind in der Kategorie A3 (Parkett Mitte) 
Die Tickets für Parsifal sind in der Kategorie B3 (Parkett Seite)
Für Parsifal sind in begrenzter Zahl höhere Kategorien mit Zuschlag buchbar

 

Wir empfehlen dem Abschluss einer Reiserücktritts-Versicherung

Als Revolutionär und Exilant, als Bankrotteur und Protégé wohlhabender Mäzene ist Richard Wagner eine der schillerndsten, streitbarsten und produktivsten Künstlerpersönlichkeiten des 19. Jahrhunderts. Als sich im Sommer 1876 im Bayreuther Festspielhaus zum ersten Mal der Vorhang hob, rieb sich nicht nur die musikalische Welt die Augen: Wann gab es das je, dass ein Komponist ein stattliches Theater ausschliesslich für sein eigenes Werk erbauen liess? Und es funktionierte! Das Festspielhaus mit seinem unsichtbaren Orchestergraben ist bis heute ein Unikum, das Musikliebhaber aus der ganzen Welt anzieht. Wagners letztes Musikdrama Parsifal, für die Bayreuther Bühne konzipiert, gilt Opernfreunden an diesem Ort als Nonplusultra der Klangmagie. In diesem Jahr feiern die Bayreuther Festspiele ihr 150-jähriges Jubiläum. Gemäss dem Diktum Wagners „Kinder, schafft Neues!“ gibt es auch in diesem Jahr ein Novum: Zum ersten Mal wird hier die frühe Oper Rienzi – bisher ausgeschlossen vom Kanon der Bayreuther Werke – inszeniert. Noch ganz im Geiste der französischen Grand opéra bietet Rienzi, der letzte der Tribunen eine römische Tragödie mit orchestraler Wucht und emotionaler Tiefe.

1. Tag (So): Anreise über Wolframs-Eschenbach

Fahrt im bequemen Reisebus ab Zürich und St. Gallen. Während der Fahrt führt Henrik Lange in die Werke Rienzi und Parsifal ein. Ein glücklicher Zufall will es, dass wir unseren Mittagshalt in Wolframs-Eschenbach machen können. Das Städtchen ist Geburtsort Wolframs von Eschenbach, Minnesänger und Verfasser des Epos Parzival, welches die Vorlage für Wagners Musikdrama ist. Das Städtchen wird von einer vollständig erhaltenen Befestigungsanlage umschlossen, durch die zwei grosse Tortürme Zugang gewähren. Weiterfahrt nach Bayreuth, gemeinsames Abendessen. 

2. Tag (Mo): Erster Bayreuther Festspieltag mit Rienzi

Der Bayreuther Festspiel-Rhythmus ist seit Jahrzehnten eingespielt und funktioniert in etwa so: Den Morgen verbringt man mit einem erfrischenden Spaziergang oder einer kleinen Besichtigung gefolgt von einem leichten Mittagessen. Die Vorstellungen beginnen immer um 16 Uhr – ab 15 Uhr setzt der Pilgerstrom aus der Innenstadt hinauf zum Grünen Hügel ein. Wagners Musikdramen haben in der Regel drei Aufzüge, dazwischen gibt es zwei einstündige Pausen. Hier gibt es ausgiebig Gelegenheit zum Flanieren rund um das Festspielhaus zum Schauspiel der illustren Gästeschar aus der ganzen Welt. Mehrere Festspielrestaurants laden zu Imbissen ein, die Vielfalt reicht von Champagner mit Canapés bis zu heimischen Bierspezialitäten und fränkischer Bratwurst. Wir passen uns gerne diesem Bayreuther Rhythmus an und beginnen den Tag mit einem Spaziergang durch die Innenstadt. Unter der legendären Markgräfin Wilhelmine entwickelte sich die fränkische Kleinstadt zum vielbewunderten Musenhof. Das Alte und das Neue Schloss, der Hofgarten, prächtige Brunnen und vor allem das Markgräfliche Opernhaus zeugen bis heute von dieser kurzen aber glanzvollen Zeit. Wir bewundern die markgräflichen Paraderäume im Neuen Schloss sowie das “Italienische Schlösschen”. Nach dem gemeinsamen Mittagessen und einer kurzen Pause im Hotel geht es zum Festspielhaus. Rienzi – der letzte der Tribunen ist Wagners dritte Oper und war seinerzeit ein echtes Erfolgsstück. Nach der „Kanonisierung“ des Bayreuther Repertoires durch Cosima und Siegfried Wagner wurde Rienzi – wie auch andere Frühwerke – nicht im Festspielhaus gezeigt. Die Geschichte des römischen Volkstribuns Cola da Rienzo – in der Oper Rienzi - verbindet Aufstieg und Fall, private Tragödie und freiheitliche Vision. Rienzi führt einen Aufstand gegen unterdrückerische römische Adelscliquen an, scheitert aber tragisch – im fulminanten Schlussbild der Oper steht das Kapitol in Flammen. Die beiden ungarischen Regisseurinnen Alexandra Szemerédy und Magdolna Parditka übernehmen im Team Regie, Bühnenbild und Kostüme, die musikalische Leitung hat die französische Dirigentin Natalie Stutzmann.  

3. Tag: Zweiter Festspieltag mit Villa Wahnfried und Parsifal

Am Vormittag spazieren wir durch den Hofgarten zur Villa Wahnfried, Wagners Domizil, das heute zu einem Museum umgestaltet ist. Imposant sind der zentrale Saal mit seiner Bibliothek sowie das Treppenhaus mit Empore. Alternativ können Sie das wunderbare Markgräfliche Opernhaus besuchen, an das ein liebevoll gestaltetes Museum angeschlossen ist, das in die Wunderwelt der barocken Bühne einführt. Gemeinsames Mittagessen. Wagners letztes Musikdrama Parsifal gilt als sein komplexestes und rätselhaftestes. Parsifal ist der „reine Tor“, der nach einem langen Weg des Suchens, Leidens und Lernens zum Gralskönig berufen wird. Seine Gegenspielerin Kundry, mal dämonische Verführerin, mal reuevolle Büßerin, gehört zu den eindrücklichsten Frauenfiguren der Operngeschichte. Bei der Komposition des Parsifal kannte Wagner die akustischen Besonderheiten des Festspielhauses genau, und so kommt er hier seiner Idee des Musikdramas mit maximaler Textverständlichkeit und magischem Orchesterklang am nächsten. Freuen wir uns auf herausragende Sänger und Sängerinnen wie Georg Zeppenfeld, Andreas Schager, Miina-Liisa Värelä und Michael Volle. Am Pult des Festspielorchesters steht Pablo Heras-Casadas. 

4. Tag (Mi): Heimreise über Memmingen

Auf der Heimreise machen wir Halt in Memmingen, auch Stadt der Tore, Türme und der Giebel genannt. Der mittelalterliche Stadtkern der ehemaligen Reichsstadt gleicht einem Bilderbuch der Architektur. Auf dem lebendigen Marktplatz mit seinem Renaissance-Rathaus verbringen wir die Mittagspause. Weiterfahrt Richtung St. Gallen und Zürich, Ankunft am frühen Abend.