Goldmann Reisen

Rumänien – Bukarest und Siebenbürgen

Stolze Handelsstädte, trutzige Kirchenburgen und verwunschene Dörfer – nur in wenigen Gegenden Europas hat sich der historische Charakter einer alten Kulturlandschaft so erhalten wie in Siebenbürgen, wo man sich in eine andere Zeit zurückversetzt fühlt. Jahrhunderte zum Königreich Ungarn und mit diesem später zum Vielvölkerstaat der Habsburger gehörig, kamen die im 12. Jh. gerufenen Siedler vor allem aus dem niederdeutschen Raum. Der Handel bescherte den Städten Wohlstand und eine Kultur, die durch das Zusammentreffen orientalischer und westlicher Einflüsse geprägt ist. Wir beginnen unsere Reise in Bukarest, der lebhaften Hauptstadt des Landes. Zusammen mit Cătălin Mureşan, unserem aus Siebenbürgen stammenden Reiseleiter, begeben wir uns anschliessend auf eine Entdeckungsreise durch das Herz Rumäniens. Wir begegnen dabei Menschen, die sich mit viel Herzblut für die Bewahrung ihrer Heimat und ihrer kulturellen Schätze einsetzen.
Auf dieser Reise besteht für alle Interessierten die Möglichkeit, unter Anleitung von Kathrin Severin zu skizzieren und zu zeichnen - bitte bei Anmeldung bekanntgeben.

1. Tag (Sa): Anreise nach Rumänien

Flug von Zürich nach Bukarest. Eine Stadtrundfahrt vermittelt uns einen ersten Eindruck von Rumäniens pulsierender und facettenreicher Hauptstadt. Bauwerke vom 17. Jh. bis in die jüngste Gegenwart, die oft unvermittelt nebeneinander stehen, zeichnen ein heterogenes Bild dieser geschichtsträchtigen Stadt. 2 Übernachtungen und Abendessen in Bukarest.

Athenäum Bukarest

2. Tag (So): Bukarest – Stadt der Kontraste

Bukarest ist reich an Bauwerken des Historismus, des Funktionalismus und der Klassischen Moderne. Zunächst besichtigen wir jedoch den Parlamentspalast. Der zweitgrösste Verwaltungsbau der Welt ist Ausdruck von Ceauşescus Grössenwahn und birgt manche Überraschung. Im Lipscani-Viertel sehen wir Kirchen im Brâncoveanu-Stil, einem reizvollen Mix aus orientalischen und landestypischen Elementen, die einzige erhaltene Karawanserei sowie den Palast des Fürsten Vlad Dracul. Am Nachmittag Freizeit für eigene Entdeckungen oder einen Besuch im Nationalen Geschichtsmuseum im Postpalast.

Klosterhof im Brâncoveanu-Stil

3. Tag (Mo): Reise über Sinaia nach Siebenbürgen

Auf der Fahrt nach Siebenbürgen besichtigen wir die ehemalige königliche Sommerresidenz und sehen die Burg des bekanntesten transsilvanischen Grafen. Angekommen in Kronstadt/Brașov erkunden wir die siebenbürgisch-sächsische Altstadt. Deutsche Siedler gaben der Region einen eigenständigen Charakter; ihre Bauwerke prägen noch heute das Bild der Städte und Dörfer. Unter anderem sehen wir die Schwarze Kirche, die Synagoge und die Zunfthäuser am Marktplatz. 2 Übernachtungen und Abendessen in Kronstadt.

Schloss Bran

4. Tag (Di): Im Burzenland – Tartlau und Honigberg

Am Vormittag staunen wir über die Kirchenburgen von Tartlau/Prejmer und Honigberg/Hărman. Diese Bauwerke, in denen sich Wohngebäude und Kirche zu einer gut zu verteidigenden Wehranlage verbinden, verdanken ihre Entstehung der besonderen rechtlichen Stellung der Siebenbürger Sachsen. Ebenfalls besichtigen wir in Honigberg die Orgelbau- und Restauratorenwerkstatt die von der Schweizerischen Stiftung für Orgeln in Rumänien ins Leben gerufen wurde. Der Nachmittag in Kronstadt steht zur freien Verfügung. Fakultativ unternehmen Sie einen Spaziergang entlang der Stadtbefestigung mit ihren von den alten Zünften errichteten Bastionen.

Kronstadt mit Schwarzer Kirche

5. Tag (Mi): Deutschweisskirch und der hilfreiche Prinz

In Deutschweisskirch/Viscri lernen wir eine weitere Stiftung kennen, deren Schirmherr kein geringerer als Prince Charles ist. Das Anliegen dieser Wohltäter ist die Erhaltung von gewachsenen kulturellen Traditionen in Siebenbürgen. Die Hüterin der turmbewehrten Kirchenburg erzählt uns vom Leben der Siebenbürger Sachsen. Nach dem gemeinsamen Mittagessen auf einem Bauernhof gibt es Zeit für einen entspannten Dorfspaziergang. Am Spätnachmittag geht es weiter nach Schässburg/Sighişoara, eine der schönsten mittelalterlichen Städte des Landes und Welterbe der Unesco. 2 Übernachtungen und Abendessen in Schässburg.

Blick auf Schässburg

6. Tag (Do): Unesco-Welterbestätten Schässburg und Birthälm

Birthälm/Biertan war über 300 Jahre lang Bischofsitz der Evangelischen Landeskirche. Die das Dorf überragende Kirchenburg gilt als die prächtigste des Landes. Schässburg ist eine der schönsten mittelalterlichen Städte des Landes. Verwinkelte Gassen und reizende Plätze, gesäumt von bunt gestrichenen Häusern und kleinen Läden bestimmen das Bild. Auf unserem Spaziergang durch Ober- und Unterstadt sehen wir den Stundturm, Schässburgs Wahrzeichen, die Bergkirche und eine Reihe schöner Patrizierhäuser wie das Haus mit dem Hirschgeweih und das Venezianische Haus. Anschliessend Zeit für eigene Entdeckungen oder einen Spaziergang entlang der alten Stadtbefestigung mit ihren Toren und Türmen.  

Kirchenburg von Birthälm

7. Tag (Fr): Hermannstadt – Siebenbürgens kulturelles Zentrum

In der Margarethenkirche von Mediasch/Mediaş erklingt für uns eine Orgel des 18. Jahrhunderts. Hier erfahren wir auch, warum in den deutschen Schulen heute vor allem rumänische Schüler lernen. „Eine grosse statt nit viel kleiner dann wien...“ schrieb 1550 der Basler Humanist Sebastian Münster über Hermannstadt/Sibiu. Die von noblen Bauwerken geprägte Altstadt wird auch uns verzaubern. Zum Nachtessen sind wir in Michelsberg/Cisnădioara bei der Sachsenfamilie Henning zu Gast. Herr Henning erzählt uns, wie er und seine Frau sich fürs Bleiben entschieden, als fast alle anderen Sachsen auswanderten. 2 Übernachtungen und Abendessen in Hermannstadt/Sibiu.

Grosser Ring in Hermannstadt

8. Tag (Sa): Landpartie rund um Hermannstadt

Im Harbachtal wollen wir uns heute mit der Erhaltung und Gefährdung ländlicher Strukturen beschäftigen. In Holzmengen/Hosman staunen wir über die noch funktionierende fast einhundertjährige Mühle, in deren angeschlossener Bäckerei auf traditionelle Weise köstliches Brot gebacken wird. Das Museum von Alzen/Alţâna ist auf private Initiative des enthusiastischen jungen Restaurators Stefan Vaida entstanden. Am Abend besteht fakultativ die Möglichkeit zu einem Konzertbesuch der Hermannstädter Philharmonie.

Dorf im Harbachtal

9. Tag (So): La revedere, România!

Der Sonntagvormittag ist frei. Zeit für individuelle Erkundungen in Hermannstadt, für Teilnahme am deutschsprachigen Gottesdienst oder für einen Bummel über den Bauernmarkt. Zu empfehlen ist auch ein Besuch des Brukenthal-Museums, wo Werke von Tizian, Rubens und van Eyck zu sehen sind. Am Nachmittag Rückflug von Hermannstadt nach Zürich, Ankunft gegen 19 Uhr.

Blick auf die Kirchenburg von Deutschweisskirch

Bildnachweis

Reisetermin

21. - 29. September 2019
(9 Reisetage)

Reiseleitung

Cătălin Mureşan, Kathrin Severin
Cătălin Mureşan
Kathrin Severin

Leistungen

Flug von Zürich nach Bukarest,
zurück ab Hermannstadt

Transfers und Ausflüge im
bequemen Reisebus

8 Übernachtungen mit Frühstück
in guten Mittelklassehotels

11 Abend- bzw. Mittagessen

Besichtigungen und Führungen lt. Programm

Reiseliteratur

Zeichnen mit Kathrin Severin (fakultativ):
SFr. 250


Mindestteilnehmerzahl: 12 / maximal 25


Reiserücktritts-Versicherung
(fakultativ): ab SFr. 105

Reiserücktritts-Jahresversicherung
(fakultativ): auf Anfrage

Preis pro Person im Doppelzimmer:
SFr. 2320
Preis pro Person im Einzelzimmer:
SFr. 2650