Goldmann Reisen

Sardinien - Paradies im Mittelmeer

Sardinien ist ein Kontinent im Kleinen! Die Insel begeistert mit ihrem wildromantischen Binnenland, spektakulären Felsformationen, traumhaften Sandstränden sowie einem in allen Blau- und Grüntönen schimmerndem Meer. Prähistorische Stätten wie Gigantengräber und Nuraghentürme sind die erstaunlichen Zeugnisse einer alten und rätselhaften Kultur. Reiche Erzvorkommen machten Sardinien schon früh zu einer Drehscheibe der Mittelmeerwelt: Phönizier legten florierende Häfen an, und schon bald stritten Karthago und Rom, im Mittelalter dann Genua und Pisa um das Eiland. Schliesslich kamen die Spanier und im 18. Jh. die Savoyer, die hier ihr damals belächeltes Königtum auf einer Insel voller Schafherden begründeten. Fremdherrscher kamen und gingen, die Sarden aber blieben und mit ihnen ihre Identität in Küche, Sprache, Musik und Alltag. Gavino Ledda, Salvatore Niffoi und vor allem die Literaturnobelpreisträgerin Grazia Deledda stehen für eine eigenständige sardische Literatur.

1. Tag (Sa): Benvenuti in Sardegna

Mittags Flug von Zürich nach Cagliari und Transfer zum Hotel. Die in einem blühenden Garten am Meer gelegene Hotelanlage lädt zum Verweilen ein. 3 Übernachtungen und Abendessen im Hotel Costa dei Fiori in der Nähe des Landstädtchens Pula.

Küste beim Hotel Costa dei Fiori

2. Tag (So): Cagliari – der Nabel Sardiniens

Strahlende Plätze, die elegante Via Roma, kulinarische Verführungen im Marinaviertel, der majestätische Dom sowie herrliche aussichtsreiche Terrassen – das ist Cagliari, eine mediterrane Metropole und Schmelztiegel der Kulturen. Im Archäologischen Museum sehen wir Schätze, die Sardiniens überreicher Untergrund freigab – hier durchwandern wir die frühen Epochen von der Kupferzeit und den Nuraghiern bis zu den Phöniziern, Karthagern und Römern. Mit einem Cappuccino am Largo Carlo Felice können wir unseren Aufenthalt ausklingen lassen.

Cagliari, Apsis und
Fassade der Kathedrale

3. Tag (Mo): Phönizier, Römer und Bohémiens – Nora und San Sperate

In der reizvoll auf einer Halbinsel gelegenen antiken Hafen- und Handelsstadt Nora widmen wir uns zunächst der phönizischen und römischen Vergangenheit Sardiniens. Im Paese-Museo in San Sperate berichten weit über zweihundert Wandbilder an den Häusern der Dorfbewohner lebendig vom Alltag und den Traditionen der Sarden, geschaffen haben sie der hier geborene Künstler Pinuccio Sciola und seine Malerfreunde aus aller Welt. Was es mit Pinuccio Sciolas wundervollen pietre suonore, klingenden Steinen, auf sich hat, erfahren wir in seinem Künstlergarten.

Bemalte Häuserwand in San Sperate

4. Tag (Di): Archäologische Sternstunden

Su Nuraxi, vor mehr als 3500 Jahren aus mächtigen Basaltblöcken errichtet, ist die bekannteste prähistorische Stätte der Insel. Im Museum von Cabras sehen wir die geheimnisvollen Giganten von Monte Prama, monumentale Sandsteinskulpturen aus der Nuraghenzeit. Noch einen Blick in die byzantinische Kirche San Giovanni di Sinis und weiter geht es ins Inselinnere. In einem Olivenhain liegen die Ausgrabungen des Brunnenheiligtums von Santa Christina, das unter dem Nuraghenvolk eine vielbesuchte Pilgerstätte war. 3 Übernachtungen und Abendessen im Hotel Calabona nahe Alghero.

Bauwerke des Nuraghenvolks

5. Tag (Mi): Bosa und Alghero – die schönen Schwestern

Eindrucksvolle Landschaftspanoramen bietet die Küstenfahrt von Alghero nach Bosa. An den Ufern des Flusses Temo breitet sich Bosas liebenswerte Altstadt aus, überragt vom gewaltigen Kastell Malaspina. Das romanische Kirchlein San Pietro Extramuros ist ein verwunschener Ort der Stille. Algheros Altstadt ist schon durch die wunderschöne Lage am Meer etwas Besonderes. Nach der Vertreibung von Genuesen und Sarden siedelte die Krone von Aragon hier Kolonisten aus Katalonien und Aragonien an. Noch heute zeugen spanisch geprägte Kirchen und Stadthäuser von der Jahrhunderte währenden Fremdherrschaft, und die Einwohner Algheros haben sich sogar katalanische Mundart bewahrt. Gemeinsamer Rundgang und Freizeit.

Blick über den Temo auf Bosa

6. Tag (Do): Prähistorische Kultstätten und Pisanische Kirchen

Als Haus des Königs wird der immer noch 17 m hohe Nuraghen-Turm Santu Antine bezeichnet. Felsengräber und einen geheimnisvollen Vierbeiner sehen wir in der Nekropole von Sant’ Andria Priu. Gemeinsamer Mittagsimbiss auf einem Bauernhof. Die romanisch-pisanische Kirche Santa Trinità di Saccargia erinnert im auffälligen Zebra-Look an Bauwerke Mario Bottas. Der Innenraum ist von monumentaler Schlichtheit; einmalig auf Sardinien sind die byzantinisch beeinflussten Fresken. Liebevolle Details, möglicherweise maurischen Ursprungs, schmücken die elegante Fassade von San Pietro di Sorres.

Santa Trinità di Saccargia

7. Tag (Fr): Im Bergland der Gallura

In den Gassen der Meerschönheit Castelsardo bieten Korbflechterinnen ihre Waren an. Noch schnell zum Elefanten-Felsen, und weiter geht es durch das eindrucksvolle Bergland der Gallura – schroffe Granitformationen und ausgedehnte Korkeichenwälder prägen die Landschaft. Der bekannteste Wein der Region ist der herbe Vermentino, doch auch den vollmundigen roten Cannonau lassen wir uns auf einem Weingut schmecken. 2 Übernachtungen und Abendessen im Hotel La Bisaccia in Baja Sardinia.

Blick auf Castelsardo

8. Tag (Sa): Inselarchipel La Maddalena

Am Morgen besuchen wir die bei Arzachena gelegenen Megalithgräber. Die sog. Tombe dei Giganti sind uns ein Fenster in die Jenseitsvorstellungen der Nuragher. Später geht es mit dem Schiff durch den aus sieben Hauptinseln und mehr als 50 Inselchen bestehenden Archipel von La Maddalena. Rötlich schimmernde Granitfelsen, umgeben von einem azurblau leuchtenden Meer, weisse Sandstrände und üppige Vegetation – Sardinien wie im Bilderbuch!

Küste im Maddalena-Archipel

9. Tag (So): Costa Smeralda und Rückreise

Vor der Rückreise besuchen wir Porto Cervo, das Schmuckstück der Smaragdküste und das Zentrum des internationalen Jetsets. Was wie ein gewachsenes Fischerdorf wirkt, wurde vom italienischen Stararchitekten Luigi Vietti ab 1962 auf dem Reissbrett entworfen. Griechische, marokkanische, spanische und italienische Elemente wurden hier zu einem stimmigen, aber auch etwas künstlichen Ferienparadies kombiniert. Nach der Mittagspause Fahrt zum Flughafen von Olbia und Rückflug nach Zürich.

Nuraghe Santu Antine

Bildnachweis

Reisetermin

2. - 10. Mai 2020
(9 Reisetage)

Reiseleitung

Timo Goldmann
Timo Goldmann

 

Leistungen

Flug von Zürich nach Cagliari, zurück ab Olbia

Transfers und Ausflüge im bequemen Reisebus

8 Übernachtungen mit Frühstück
in gehobener Hotelklasse

8 Abend- bzw. Mittagessen

Besichtigungen und Führungen lt. Programm

Schifffahrt mit Mittagsimbiss am 8. Reisetag

Reiseliteratur

Mindestteilnehmerzahl: 12 / maximal 25

 

Reiserücktritts-Versicherung
(fakultativ): ab SFr. 110

Reiserücktritts-Jahresversicherung
(fakultativ): auf Anfrage

Preis pro Person im Doppelzimmer:
SFr. 2880
Preis pro Person im Einzelzimmer:
SFr. 3240