Dauer

8 Reisetage

Reiseleitung

Uwe Zenner
Uwe Zenner

Leistungen

  • Flug von Zürich nach Dresden und zurück
  • Reise im bequemen Reisebus
  • 7 Übernachtungen mit Frühstück in gehobener Hotelklasse
  • 7 Mittag- bzw. Abendessen
  • Führungen und Eintritte lt. Programm
  • Reiseliteratur
  • Mindestteilnehmerzahl: 12 / maximal 25

Preis pro Person im Doppelzimmer:
CHF 2690
Preis pro Person im Einzelzimmer:
CHF 2940

Reiserücktritts-Jahresversicherung
(fakultativ): ab CHF 109

Schlesien verzaubert! Das Land mit seiner wechsel- und oft leidvollen Geschichte hat sich nach dem Fall des Eisernen Vorhangs prächtig entwickelt. Über Jahrhunderte war Schlesien Spielball zwischen Polen, Österreich und Preußen und stand im Spannungsfeld verschiedener Kulturen und Konfessionen. Dies führte zu Konflikten, aber auch zu einem ausserordentlichen kulturellen Reichtum. Unsere Reise durch die märchenhaft schönen Landschaften Schlesiens führt von Görlitz, der an der deutsch-polnischen Grenze gelegenen Renaissancestadt, nach Breslau/Wrocław, der grossen historischen Handelsstadt an der Oder. Wir bummeln durch alte malerische Städte, besuchen barocke Klöster und staunen über die Friedenskirche von Schweidnitz sowie über die herrlichen Landschaftsgärten des Fürsten von Pückler-Muskau in Branitz und Bad Muskau. Wir begegnen einer Region, die aus einer Randlage ins Herz des geeinten Europas gerückt ist. Über die Möglichkeit eines Konzerts im neuen Nationalen Musikforum von Breslau informieren wir Sie nach Erscheinen des Jahresprogramms.

1. Tag (So): Willkommen in der schlesischen Oberlausitz

Direktflug am Mittag von Zürich nach Dresden und Weiterfahrt nach Görlitz. Die Stadt, historisch sowohl zur Lausitz als auch zu Schlesien gehörend, spielte im Mittelalter die führende Rolle im Oberlausitzer Städtebund. An der deutsch-polnischen Grenze gelegen, gleicht sie heute einem glücklicherweise nie zerstörten "Lehrbuch" der Baukunst. Von der Spätgotik bis zum Jugendstil hat Görlitz alles zu bieten. Vorbei an sorgfältig restaurierten Patrizierhäusern gelangen wir zum Marktplatz mit dem prächtigen Rathaus und weiter zur Neiße mit der ins polnische Zgorzelec führenden Altstadtbrücke. 3 Übernachtungen und Abendessen im zentral gelegenen Hotel Tuchmacher.

2. Tag (Mo): Fürst Pücklers Gartenreich

An der deutsch-polnischen Grenze liegen Schloss und Park von Bad Muskau. Der Bauherr, Hermann Fürst von Pückler, war ein begnadeter Landschaftsgärtner, herausragender Schriftsteller und extravaganter Abenteurer. Im Schloss besuchen wir die Ausstellung Pückler! Pückler? Einfach nicht zu fassen!, die uns mit dem Leben des "grünen Fürsten" bekannt macht. Sein Muskauer Gartenreich gehört zum Welterbe der Unesco. Pücklers zweiter gärtnerische Geniestreich ist der Park von Branitz. Mit ihren fein geschwungenen Erdmodellierungen, elegant geführten Seen und Wasserläufen, überlegten Gehölzkompositionen und exzentrischen Parkbauten gelten Muskau und Branitz als Höhepunkte europäischer Gartenkunst.

3. Tag (Di): Görlitz – Königin der Renaissance

Dank ihres aussergewöhnlichen Reichtums an historischen Bauwerken gilt Görlitz heute als die schönste deutsche Stadt der Renaissance. Auf unserem Entdeckungsspaziergang sehen wir die historische Bibliothek, die Synagoge, fantasiereich gestaltete Brunnen und das Heilige Grab, ein ungewöhnliches Monument mittelalterlicher Frömmigkeit. In der Stadtkirche St. Peter und Paul erklingt für uns die Görlitzer Sonnenorgel. Am Nachmittag können Sie fakultativ das in einem Ensemble von mehreren denkmalgeschützten Bürgerhäusern untergebrachte Schlesische Museum Görlitz besuchen.

4. Tag (Mi): Durch das Riesengebirge nach Breslau

Das hübsche Städtchen Hirschberg liegt an den Ausläufern des Riesengebirges, der Heimat des sagenhaften Berggeistes Rübezahl. Der eindrucksvolle Marktplatz, in Schlesien immer Ring genannt, beeindruckt mit seinen einheitlichen barocken Giebelhäusern. Eine Überraschung erwartet uns in Krummhübel: Wie ist wohl die fast 800 Jahre alte norwegische Stabkirche ins Riesengebirge gekommen? Später geht es über Wahlstatt, wo die von Cosmas Damian Asam ausgemalte Klosterkirche an eine der grössten Schlachten des Mittelalters erinnert. Weiterfahrt nach Breslau. Schon von der Ferne grüsst uns die vieltürmige Silhouette der Odermetropole. Bei Köstlichkeiten der schlesischen Küche lassen wir den Tag ausklingen. 4 Übernachtungen im Hotel Wyndham in der Breslauer Altstadt.

5. Tag (Do): Breslau und Wrocław – zwei Namen eine Geschichte

Heute widmen wir uns der an der Oder gelegenen alten Hauptstadt Schlesiens. Zunächst erleben wir die klösterlich stille Abgeschiedenheit des auf einer Flussinsel gelegenen Domviertels: Die Heilig Kreuz-Kirche und der Dom stellen Höhepunkte gotischer Sakralarchitektur dar. Mit der Fülle an prächtigen Patrizierhäusern und dem im Zentrum gelegenen gotischen Rathaus gehört der Breslauer Ring zu den schönsten Marktplätzen Europas. Nach der Mittagspause besuchen wir die in einem Park gelegene Jahrhunderthalle. Dieser monumentale Zentralbau vom Anfang des 20. Jahrhunderts begründete Breslaus Ruf als Mekka des avantgardistischen Bauens. Mit ambitionierten Bauten wie dem Forum für Musik versucht die Stadt in den letzten Jahren an diese Tradition anzuknüpfen.

6. Tag (Fr): Landpartie durch Schlesien

Ein eindrucksvolles architektonisches Kuriosum ist die unter Unesco-Schutz stehende Friedenskirche von Schweidnitz. Nur unter strengen Auflagen des Kaisers in Wien war es den Protestanten nach dem Dreissigjährigen Krieg erlaubt, neue Kirchen zu bauen. Das Ergebnis, die grösste Fachwerkkirche der Welt, ist heute ein Symbol für Frieden und Toleranz. Eine Überraschung ist der Anblick des mächtigen Burgschlosses von Fürstenstein, wo wir gemeinsam zu Mittag essen. In Grüssau besuchen wir die grossartige spätbarocke Klosteranlage und staunen über den erfindungsreichen Freskenzyklus von Michael Willmann, dem "schlesischen Rembrandt“.

7. Tag (Sa): Im Glanz des schlesischen Barock

Im schlossartigen Hauptgebäude der Breslauer Universität besichtigen wir die Aula Leopoldina, ein wahres Wunderwerk barocker Raumkunst. Auch die Jesuitenkirche und die benachbarten Stiftsbauten sind herausragende Beispiele für die Kreativität von Künstlern und Baumeistern des Barockzeitalters. In der um 1900 errichteten Markthalle regiert ebenfalls der Überfluss, hier misst sich die einheimische Landwirtschaft mit den Produkten des globalisierten Warenstroms. Am Nachmittag fahren wir nach Trebnitz. Die Klosterkirche ist mit dem Grabmal der heiligen Hedwig von Schlesien, die 1202 die Gründung dieses Klosters veranlasste, ein beliebter Wallfahrtsort für Pilger aus Polen und Deutschland.

8. Tag (So): Abschied von Schlesien

Am Vormittag Transfer zum Flughafen von Dresden. Rückflug in die Schweiz. Ankunft in Zürich am späten Nachmittag.