Goldmann Reisen

Städtewunder im Land der Staufer – Hall, Wimpfen und Gmünd

Auch wenn das Land der Staufer kein fest umrissenes historisches Gebiet ist, so lagen doch die Städte Hall, Wimpfen und Gmünd im schwäbischen Herrschaftsbereich der bekanntesten Kaiserdynastie des Mittelalters. Von ihrer am Nordrand der Schwäbischen Alb gelegenen Stammburg Hohenstaufen liessen die Bauernkriege nur geringe Mauerreste übrig. Hingegen war vielen der von den Staufern geförderten Städten eine strahlende Zukunft beschieden; zunächst als Königsstädte, in deren Pfalzen glanzvolle Hoftage stattfanden, und später als freie Reichstädte, in denen Handwerk und Handel blühten und die sich in einem sagenhaften Reichtum sonnten. Das beeindruckende künstlerische und architektonische Erbe, das in Schwäbisch Hall, Bad Wimpfen und Schwäbisch Gmünd erhalten blieb, wollen wir auf unserer Reise ebenso entdecken wie die eindrucksvollen Klosteranlagen von Großcomburg und Schöntal. Auf ein Wiedersehen mit ihrem Bürgermeister Jacob Meyer zum Hasen können sich ganz besonders die Basler freuen, denn Hans Holbeins berühmtes, von Jacob Meyer 1526 gestiftetes Madonnen-Bild befindet sich heute in Schwäbisch Hall.

 

1. Tag (Mi): Willkommen im Ländle!

Fahrt im bequemen Reisebus von Zürich nach Schwaben. Das Jahrhundert der Staufer war die Zeit des Burgenbaus, der Ritter, des Minnesangs und der Kreuzzüge. Darüber hinaus wurde im 12. Jh. ein Grossteil der Städte im südwestlichen Deutschland gegründet. Die Staufer-Stadt Pfullendorf, die rund fünfundzwanzig Kilometer nördlich des Bodensees im Linzgau liegt, gehört zu den wenigen Orten, deren 1220 ausgestellte Stadterhebungsurkunde im Original erhalten blieb. Nach der Mittagspause besuchen wir das Staufer-Schloss von Wäschenbeuren und das im idyllischen Remstag gelegene Kloster Lorch. Die Gründung dieser ehemaligen Benediktinerabtei geht auf den Stauferherzog Friedrich I. von Schwaben zurück, der hier in der Nähe seiner Stammburg Hohenstaufen eine Familiengrablege errichten liess.     4 Übernachtungen und Abendessen im fabelhaften Panoramahotel in Waldenburg.

Herbstliche Weinberge und
Kloster Lorch im Remstal

2. Tag (Do): Schwäbisch Hall – Heller, Salz und Kunst

Schwäbisch Hall verdankte dem Salz und dem Handel seinen Reichtum. In der hiesigen Münze wurde der denarius hallensis, der Heller, eine mittelalterliche Universalwährung geprägt. Das geschlossene historische Stadtbild wird von prächtigen Wohnhäusern, schmalen Gassen und einem der schönsten Marktplätze Deutschlands geprägt. Die auf dem höchsten Punkt der Altstadt gelegene Michaelskirche gleicht einem Schatzkästchen; Kunstwerke aller Epochen zeugen vom Wohlstand und Kunstsinn der Haller Patrizier. In dieser Tradition stehend überliess der Unternehmer und Mäzen Reinhold Würth der Stadt eine bemerkenswerte Kunstsammlung, deren Glanzstück die weltberühmte Holbein-Madonna ist – ein Hauptwerk der deutschen Renaissance-Malerei. Nach der Mittagspause besuchen wir die Kunsthalle Würth mit der aktuellen Ausstellung “Lust auf mehr - Neues aus der Sammlung Würth”. Der weitere Nachmittag ist frei.

Partie am Kocherufer in Schwäbisch Hall

3. Tag (Fr): Wunder der Romanik – Großcomburg und Ellwangen

Hoch über dem Kochertal erhebt sich wehrhaft und majestätisch zugleich die Benediktinerabtei Großcomburg. Für die Fernwirkung der Klosterburg bestimmend sind die drei mächtigen romanischen Kirchtürme sowie die wuchtigen Rundtürme der Ringmauer. Im lichtdurchfluteten Innenraum der im Barock erneuerten Klosterkirche blieben – oh Wunder – ein riesiger Radleuchter und ein vergoldetes Antependium erhalten, einzigartige Werke romanischer Goldschmiedekunst. Überraschend sind auch die stimmungsvolle romanische St. Ägidius-Kirche von Kleincomburg und das auf einem Bergsporn gelegene Städtchen Vellberg. Die Stadt Ellwangen war bis 1802 ein geistliches Reichsfürstentum. Am von noblen Stiftsherrenhäusern gesäumten Marktplatz besichtigen wir die ehemalige Abteikirche St. Vitus. Sehenswert sind auch das über der Stadt gelegene Schloss der Fürstpröpste wie auch die monumentale Wallfahrtskirche auf dem Schönenberg.

Blick auf das Kloster Großcomburg

4. Tag (Sa): Bad Wimpfen – die Staufer und ihre Pfalz

Mitten durch das Heilbronner Land – dank milden Klimas und fruchtbarer Böden eines der bedeutendsten Weinbaugebiete Württembergs – erreichen wir Wimpfen. Die einstige Staufer-Pfalz, die sich seit 1930 offiziell Bad nennen darf, besteht aus dem direkt am Ufer des Neckars gelegenen Stadtteil Wimpfen im Tal, in dem die gotische Stiftskirche mit ihrem Kreuzgang beeindruckt, sowie dem auf die königliche Pfalz zurückgehenden Wimpfen am Berg. Die erhaltenen Reste der Pfalz bilden zusammen mit den Türmen und Fachwerkhäusern der Altstadt ein bezaubernd-mittelalterliches Ensemble. In der Stadtkirche zeugen Altäre, Wandbilder und farbige Glasfenster von frommen Stiftungen aus vorreformatorischer Zeit. Vor der Rückfahrt ins Hotel machen wir einen Abstecher ins landschaftlich reizvolle Jagsttal. Vorbei an der Burg von Jagsthausen, wo der durch Goethes Schauspiel bekannte Götz von Berlichingen geboren wurde, erreichen wir das ehemalige Kloster Schöntal. Götz, der Ritter mit der eisernen Hand, um dessen Leben sich viele Legenden ranken, liegt zusammen mit seinen Vorfahren im Kreuzgang des Klosters begraben.

Panorama der Bad Wimpfener Altstadt

5. Tag (So): Schwäbisch Gmünd – die älteste Stadt der Staufer

Das Heilig-Kreuz-Münster in Schwäbisch Gmünd gehört zu den eindrucksvollsten Sakralbauten der deutschen Gotik. Die ab 1315 errichtete Hallenkirche gilt als Prototyp der grossen Stadtkirchen Süddeutschlands. Bei einem Spaziergang durch die Gmünder Altstadt erleben wir weitere steinerne Zeugen aus der über 800-jährigen Geschichte dieser ältesten Staufer-Stadt. Am Marktplatz bilden die romanische Johanniskirche mit ihrem reichen plastischen Schmuck, mittelalterliche Fachwerkbauten und üppige Barockhäuser eine beeindruckende Kulisse. Nach der Mittagspause in Schorndorf, einer im Remstal gelegenen "Märchenstadt", geht es zurück in die Schweiz. Ankunft in Zürich am späten Nachmittag.

Heilig-Kreuz-Münster in Schwäbisch Gmünd

Bildnachweis

Haederbilder:

Meister von Meßkirch
Falkensteiner Altar (Detail aus der Mitteltafel)
Die heilige Anna Selbdritt im Kreise heiliger Frauen um 1530
Tafel, Öl auf Nadelholz
© Sammlung Würth, Inventarnr.: 15605

 

Detail vom romanischen Radleuchter in der Klosterkirche Großcomburg
Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg

© www.schloesser-und-gaerten.de

 

alle anderen Fotos:
stock.adobe.com
und Ralf Fryaldenhofen

 

Fotos in der Listung der Tage:

Stadtteil Merklingen in Weil der Stadt
© www.weil-der-stadt.de

 

Partie am Kocherufer in Schwäbisch Hall
© www.schwaebischhall.de

 

Panorama der Bad Wimpfener Altstadt
© www.badwimpfen.de

 

Heilig-Kreuz-Münster in Schwäbisch Gmünd
© Quelle: Touristik und Marketing GmbH Schwäbisch Gmünd

Reisetermin

21. - 25. Oktober 2020
(5 Reisetage)

Reiseleitung

Timo Goldmann
Timo Goldmann

 

Leistungen

Fahrt im bequemen Reisebus ab Zürich

4 Übernachtungen mit Frühstück in gehobener Hotelklasse

4 Mittag- bzw. Abendessen

Besichtigungen und Führungen lt. Programm

Reiseliteratur

Mindestteilnehmerzahl: 12 / maximal 20

 

Reiserücktritts-Versicherung
(fakultativ): CHF 46

Preis pro Person im Doppelzimmer:
CHF 1480   
Preis pro Person im Einzelzimmer:
CHF 1660