Goldmann Reisen

Südpolen – von Schlesien nach Krakau

Polen verzaubert! Das Land mit seiner wechsel- und oft leidvollen Geschichte hat sich nach dem Fall des Eisernen Vorhangs prächtig entwickelt. Über Jahrhunderte war Polen, das im späten Mittelalter noch einer der mächtigsten Staaten Europas war, Spielball zwischen Russland, Österreich und Preussen und stand im Spannungsfeld verschiedener Kulturen und Konfessionen. Dies führte zu Konflikten, aber auch zu einem ausserordentlichen kulturellen Reichtum. „Noch ist Polen nicht verloren, solange wir leben“ heisst es in der Nationalhymne. Der Wunsch nach Freiheit führte das Land an die Spitze der Demokratiebewegung in Osteuropa; heute präsentiert es sich modern und selbstbewusst. Auf unserer Reise durch den auch landschaftlich besonders reizvollen Süden des Landes erleben wir einzigartige historische Stätten wie die alte polnische Königsstadt Krakau, die grossartige Handelsmetropole Breslau sowie einige der schönsten historischen Städte Schlesiens. Wir treffen auf das heutige junge Polen, das sich seiner grossen Geschichte besinnt und mit Optimismus in die Zukunft blickt.

1. Tag (Mo): Willkommen in Polen

Vormittags Flug von Zürich nach Breslau. Über Wahlstatt mit seiner wundervollen barocken Klosterkirche geht es ins am Fuss des Riesengebirges gelegene Hirschberger Tal. 3 Übernachtungen und Abendessen im Schlosshotel Palac Wojanow.

2. Tag (Di): Hirschberg und das Riesengebirge

Das hübsche Städtchen Hirschberg liegt an den Ausläufern des Riesengebirges, der Heimat des sagenhaften Berggeistes Rübezahl. Der Marktplatz beeindruckt mit seinen einheitlichen Giebelhäusern. Mit der Stadtkirche und der im 18. Jh. errichteten Gnadenkirche besitzt Hirschberg zwei herausragende Sakralbauten. Eine Überraschung erwartet uns in Krummhübel: Wie ist wohl die 800 Jahre alte norwegische Stabkirche ins Riesengebirge gekommen? In Agnetendorf besuchen wir das Wohnhaus des Dichters Gerhart Hauptmann.

Norwegische Stabkirche von Krummhübel

3. Tag (Mi): Landpartie durch Schlesien 

In Grüssau besuchen wir die grossartige Klosteranlage und staunen über den Freskenzyklus von Michael Willmann, dem „schlesischen Rembrandt“. Überraschend ist der Anblick des mächtigen Burgschlosses von Fürstenstein, wo wir gemeinsam zu Mittag essen. In Schweidnitz steht die unter Unesco-Schutz stehende Friedenskirche. Nur unter strengen Auflagen war es den Protestanten nach dem Dreissigjährigen Krieg erlaubt, neue Kirchen zu bauen. Das Ergebnis, die grösste Fachwerkkirche der Welt, ist ein eindrucksvolles architektonisches Kuriosum.

Friedenskirche von Schweidnitz

4. Tag (Do): Von der Neisse an die Oder

Wegen seiner barocken Wallfahrtskirche wurde Albendorf als „schlesisches Jerusalem“ bezeichnet. Im Stadtkern des malerisch gelegenen Städtchens Glatz stehen das Franziskanerkloster und die mit Skulpturen versehene Brücke über die Glatzer Neisse. Von Patschkau aus, wo wir die Altstadt mit ihrer Wehrkirche besichtigen, gelangen wir durch die reizvolle Landschaft des Neisse-Flusses nach Ottmachau und weiter nach Neisse, das früher wegen seiner vielen Kirchen auch „schlesisches Rom“ genannt wurde. Weiterfahrt nach Breslau, 3 Übernachtungen und Abendessen.

Neisse-Brücke im Städtchen Glatz

5. Tag (Fr): Breslau/Wroclaw – zwei Namen, eine Geschichte

Abgeschieden liegt das Domviertel auf einer Flussinsel. Die Heilig Kreuz-Kirche und der Dom stellen Höhepunkte gotischer Sakralarchitektur dar. Mit seinen prächtigen Patrizierhäusern und dem Rathaus gehört der Breslauer Ring zu den schönsten Marktplätzen Europas. Der Monumentalbau der Jahrhunderthalle begründete Breslaus Ruf als Mekka des avantgardistischen Bauens. Mit ambitionierten Bauten wie dem Forum für Musik knüpft die Stadt heute an diese Tradition an.

Häuserfassaden am Breslauer Marktplatz

6. Tag (Sa): Im Glanz des schlesischen Barock

Im Hauptgebäude der Breslauer Universität besichtigen wir die Aula, ein Wunderwerk barocker Raumkunst. Auch die Jesuitenkirche und die Stiftsbauten sind herausragende Beispiele der Baukunst des Barock. In der prächtigen Markthalle können wir mittags flanieren und eine Kleinigkeit essen. Am Nachmittag Fahrt nach Trebnitz. Die Klosterkirche mit dem Grabmal der heiligen Hedwig ist ein beliebter Wallfahrtsort für Pilger.

Schlesische Barockkirche

7. Tag (So): Von Schlesien nach Kleinpolen

Schloss und Rathaus von Brieg gehören zu den schönsten Profanbauten der Renaissance in Polen. Oppeln, das Zentrum der deutschen Minderheit, ist eine der ältesten Städte Schlesiens. Weiter geht es nach Tschenstochau, dem bedeutendsten Wallfahrtsort Polens. Im Kloster auf dem Jasna Góra, dem leuchtenden Berg, wird die „Schwarze Madonna“ aufbewahrt. Weiterfahrt nach Krakau; 4 Übernachtungen und Abendessen.

Florianstor in Krakau

8. Tag (Mo): Krakau – Altstadt und Kazimierz

Das prächtige Krakau gilt als die „heimliche Hauptstadt“ Polens. Auf dem Marktplatz sehen wir die in der Renaissance errichteten Tuchhallen und die Marienkirche mit dem Schnitzaltar von Veit Stoss. In den spätmittelalterlichen Räumen der Universität studierte auch der Astronom Nikolaus Kopernikus. Der Nachmittag ist frei. In Kazimierz, dem einstmals jüdischen Viertel, erleben wir ein stimmungsvolles Abendessen mit Klezmermusik.

Abendstimmung am Marktplatz von Krakau

9. Tag (Di): Holzkirchen und Wildromantische Pieninen

Eine der schönsten Holzkirchen Kleinpolens entdecken wir in der reizvollen Mittelgebirgswelt der Vorkarpaten. Fangfrische Forellen gehören zu den Spezialitäten von Szczawnica, dem Hauptort des Pieninen-Nationalparks. Hier ist die Volksgruppe der Goralen beheimatet. Die atemberaubende Bergwelt der Pieninen erleben wir auf einer Bootsfahrt durch das Tal des Flusses Dunajec.

Im Flusstal der Dunajec

10. Tag (Mi): Krakau – Königsschloss und Kathedrale

Auf dem Wawelhügel sehen wir die eindrucksvolle Kathedrale, Krönungsort und Grablege der polnischen Könige. In den herrlichen Sälen des Königsschlosses befindet sich u.a. eine kostbare Sammlung von flämischen Wandteppichen und Leonardo da Vincis berühmtes Porträt Die Dame mit dem Hermelin. Am Nachmittag besichtigen wir das vor den Toren Krakaus gelegene Salzbergwerk in Wieliczka. Wir tauchen in eine phantastische Welt des Salzes ein, die mit ihren Galerien, Kapellen und Sälen tiefe Eindrücke hinterlässt.

Kathedrale und Wawelschloss

11. Tag (Do): Do widzenia – Abschied von Polen

Geniessen Sie die letzten Stunden in Krakau! Vielleicht schlendern Sie noch einmal durch die Gassen der Altstadt. Rückflug nach Zürich. Ankunft am späten Nachmittag.

Bildnachweis

Reisetermin

16. - 26. Juli 2018
(11 Reisetage)

Reiseleitung

Uwe Zenner
Uwe Zenner

Leistungen

Linienflug von Zürich nach Breslau, zurück ab Krakau

10 Übernachtungen mit Frühstück
in gehobener Hotelklasse

10 Mittag- bzw. Abendessen

Ausflüge und Transfers im
bequemen Reisebus

1 Bootsfahrt auf dem Dunajec

Führungen und Eintritte lt. Programm

Reiseliteratur

Mindestteilnehmerzahl: 12 / maximal 25

 

Reiserücktritts-Versicherung
(fakultativ): ab SFr. 112

Reiserücktritts-Jahresversicherung
(fakultativ): SFr. 109

Preis pro Person im Doppelzimmer:
SFr. 2720
Preis pro Person im Einzelzimmer:
SFr. 3160