Dauer

6 Reisetage

Reiseleitung

Timo Goldmann
Timo Goldmann


Leistungen

  • Fahrt im bequemen Reisebus ab Zürich und Luzern
  • 5 Übernachtungen mit Frühstück in gehobener Hotelklasse
  • 5 Mittag- bzw. Abendessen
  • 1 Opernticket in sehr guter Kategorie
  • Führungen und Eintritte lt. Programm
  • Reiseliteratur
  • Mindestteilnehmerzahl: 12 / maximal 25

Preis pro Person im Doppelzimmer:
CHF 2480
Preis pro Person im Einzelzimmer:
CHF 2980

Reiserücktritts-Versicherung
(fakultativ): Preis auf Anfrage

Triest, die hügelige Hafenstadt, in der James Joyce und Italo Svevo dichteten, verführt mit einer faszinierenden Mischung aus italienischem Lebensgefühl, legendären Kaffeehäusern und einer Architektur, die nicht von ungefähr an die Wiener Ringstrasse denken lässt. Jahrhunderte lang gehörte die Stadt zum Reich der Habsburger. Triest entwickelte sich zur Konkurrentin Venedigs und wurde als internationales Handelszentrum zu einem Schmelztiegel der Kulturen. Claudio Magris und Veit Heinichen, die bekanntesten hier lebenden Schriftsteller, schwärmen von Triest als lebendigem Treffpunkt Mitteleuropas. Ein städtebauliches Juwel ist auch Ljubljana, die eine Fahrstunde von Triest entfernte Hauptstadt Sloweniens. Dem visionären Wirken des Architekten Jože Plečnik ist es zu danken, dass Ljubljana zu den weltweit bedeutendsten ganzheitlichen Stadtkunstwerken des 20. Jahrhunderts gezählt wird. Zwei weitere Höhepunkte unserer Reise an die Adria sind ein Ausflug zu den Lipizzanern und eine Aufführung von Giuseppe Verdis Il Trovatore im Teatro Verdi, dem prächtigen Opernhaus von Triest.

1. Tag (Di): Zürich - Luzern - Triest

Fahrt im bequemen Reisebus von Zürich über Luzern nach Triest. Nachdem wir unser Hotel im gediegenen Ambiente eines Belle-Époque-Palastes bezogen haben, führt uns ein Rundgang zum strahlenden Salon der Stadt, der prächtigen, sich zur Adria hin öffnenden Piazza dell’Unità. Nicht weniger eindrucksvoll ist der Molo Audace, ein ehemaliger Schiffsanleger, der heute als elegante Uferpromenade einen atemberaubenden Blick auf die Stadt und ihr Umland bietet. 5 Übernachtungen im Hotel DoubleTree by Hilton Triest und gemeinsame Abendessen.

2. Tag (Mi): Triest - Vielvölkerstadt an der Adria

Auf dem Hügel von San Giusto liegen die Ursprünge Triests. Dort befand sich das politische, kulturelle und religiöse Zentrum der antiken und mittelalterlichen Stadt. Zu sehen sind das römische Theater, der Arco di Riccardo und die Kathedrale San Giusto. Im Garten des Archäologischen Museums erinnert ein klassizistisches Tempelchen inmitten alter Bäume und römischer Grabsteine an den berühmten Archäologen Johann Joachim Winckelmann, der in Triest ermordet wurde. Später erkunden wir den Borgo Teresiano, der mit seinen prächtigen Palazzi und dem Canal Grande als Rückgrat beeindruckt. Sakralbauten verschiedener Konfessionen und Religionen – darunter die serbisch-orthodoxe Kirche San Spiridione, San Nicolò dei Greci und die Synagoge – zeugen von Triest als kulturellem Schmelztiegel der Habsburgermonarchie. Am späten Nachmittag wird die Piazza dell’Unità, die sich zum Meer hin öffnet, zum lebhaften Treffpunkt der Stadt. Vor dem gemeinsamen Abendessen lohnt sich ein Besuch im Caffè degli Specchi. 

3. Tag (Do): Ljubljana und die Baukunst Jože Plečniks

Das Wahrzeichen der slowenischen Hauptstadt ist die Tromostovje, zu Deutsch Drei Brücken. Sie wurden von Jože Plečnik entworfen, dessen künstlerischem Erbe wir uns heute widmen wollen. Es gibt Städte, die sind untrennbar mit ihren Architekten verbunden: Barcelona mit Antoni Gaudí und Ljubljana mit Jože Plečnik gehören ohne Zweifel dazu. Der in Ljubljana geborene und in Wien ausgebildete Architekt zählt zu den Pionieren einer neuen Architektursprache am Anfang des 20. Jahrhunderts. Plečnik hat eine eigenständige Formensprache entwickelt, die stark von der Antike inspiriert ist und Architekturzitate fantasiereich - manchmal sogar amüsant - einsetzt. Besonders sehenswert sind Plečniks Brücken über den Fluss Ljubljanica, die Markthalle und die Nationalbibliothek. Nach der Mittagspause nehmen wir uns Zeit für die historischen Bauwerke Ljubljanas. Wir sehen den Nikolausdom, das Rathaus sowie das Parlament. Barock, Historismus und Jugendstil prägen das charmante Zentrum und vermitteln die typische Atmosphäre einer einstmals habsburgisch-österreichischen Stadt. Vor der Rückfahrt nach Triest bleibt noch Zeit für einen Einkaufsbummel oder für einen Kaffee an der reizenden Uferpromenade der Ljubljanica.

4. Tag (Fr): Museo Revoltella und Verdis Il Trovatore

Durch den Borgo Giuseppino, den Kaiser Joseph II. im Osten Triests anlegen liess, gelangen wir zur Piazza Venezia mit dem Denkmal für Kaiser Maximilian von Mexiko. Das im Palazzo Revoltella befindliche Museum geht auf die Stiftung des Bankiers Baron Pasquale Revoltella zurück. Das Civico Museo Revoltella ist das grösste Kunstmuseum Triests und gehört zu den bedeutendsten Gemäldegalerien Italiens. Es umfasst neben der originalen Wohneinrichtung, der Bibliothek und der Kunstsammlung des Barons auch Werke des späten 19. sowie des 20. Jahrhunderts. Gemeinsames Mittagessen und Freizeit am Nachmittag. Wie wäre es mit einem Bummel durch die Via San Nicolò mit ihren hübschen Boutiquen und Spezialitätengeschäften? Entdeckenswert sind auch die verwinkelten Gassen des ehemaligen Hafenviertels. Am Abend erleben wir im Teatro Verdi, dem schönen Triestiner Opernhaus, Giuseppe Verdis Il Trovatore.

5. Tag (Sa): Castello di Miramare und Lipizzaner in Slowenien

Am Morgen besuchen wir das Schloss von Miramare – dieser Adriatraum blieb vom tragisch gescheiterten Habsburger-Kaiser Maximilian von Mexiko. Der direkt am Meer gelegene Park gilt als einer der schönsten Landschaftsgärten Italiens. Am Nachmittag geht es hinauf in den Karst. Auf einer nur wenige Kilometer von der italienischen Grenze entfernten Hochebene widmen wir uns der Pferdezucht. Bei einer Führung durch das berühmte Gestüt von Lipica erfahren wir mehr über Aufzucht, Pflege und Geschichte der weltberühmten Lipizzaner Pferde. Die futuristische Wallfahrtskirche vom Monte Grisa ist nicht nur ein architektonischer Hingucker - sie bietet ausserdem einen berauschend schönen Ausblick auf Triest und die Adriaküste. Zum gemeinsamen Abendessen kehren wir in einer Osmiza ein. Dies ist eine slowenische gastronomische Tradition, die in die Zeit von Maria Theresia zurückreicht. 1784 wurde den Bauern der Verkauf von Wein und Lebensmitteln in ihren Kantinen gestattet. Die Genehmigung galt für acht Tage, daher das Wort Osmiza, denn acht heisst auf Slowenisch osem.

6. Tag (So): Abschied vom Triest

Mit einigen Leckerbissen aus der reichen literarischen Geschichte Triests verabschieden wir uns von der grossen Dame am oberen Adriabogen und fahren zurück in die Schweiz. Ankunft in Luzern und Zürich am frühen Abend.