Goldmann Reisen

Triest und Ljubljana – Perlen der Donaumonarchie

Triest, die hügelige Hafenstadt, in der James Joyce und Italo Svevo dichteten, verführt mit einer faszinierenden Mischung aus italienischem Lebensgefühl, legendären Kaffeehäusern und einer Architektur, die nicht von ungefähr an die Wiener Ringstrasse denken lässt. Jahrhunderte lang zum Reich der Habsburger gehörend, wurde Triest zur Konkurrentin Venedigs und als internationales Handelszentrum zum Schmelztiegel der Kulturen. Claudio Magris und Veit Heinichen, die beiden bekanntesten hier lebenden Schriftsteller, schwärmen von Triest als einem lebendigen Treffpunkt Mitteleuropas. Ein Tagesausflug führt uns in die slowenischen Hauptstadt Ljubljana, ein städtebauliches Juwel. Dem Wirken des Architekten Jože Plečnik ist es zu danken, dass Ljubljana zu den weltweit bedeutendsten ganzheitlichen Stadtkunstwerken des 20. Jahrhunderts gezählt wird. Mit einer Opernaufführung oder einem Konzert im Teatro Verdi, dem Opernhaus von Triest, planen wir unsere Reise auch musikalisch abzurunden. Momentan ist aber das Programm der neuen Saison noch nicht bekannt.

 

1. Tag (Mo): Zürich - Venedig - Triest

Bahnfahrt von Zürich nach Venedig und Weiterfahrt im bequemen Reisebus nach Triest. Nachdem wir unser Hotel, das altehrwürdige, vor wenigen Jahren aufwendig sanierte Savoia Excelsior Palace bezogen haben, durchstreifen wir den an noblen Palästen reichen Borgo Teresiano mit dem Canal Grande als Rückgrat. Sakralbauten verschiedener  Konfessionen und Religionen wie die serbisch-orthodoxe Kirche San Spiridione, San Nicolò dei Greci oder die Synagoge zeugen von Triests Vergangenheit als Schnittpunkt der Kulturen. Gemeinsames Abendessen. 4 Übernachtungen und Abendessen in Triest.

Abendstimmung am Canal Grande von Triest

2. Tag (Di): Triest - Antike, Mittelalter und Kaiserzeit

Auf dem Hügel von San Giusto liegen die Ursprünge Triests. Hier war das politische, kulturelle und religiöse Zentrum der antiken und mittelalterlichen Stadt. Wir sehen die Überreste einer grossen römischen Basilika und die Kathedrale San Giusto. Im Garten des Archäologischen Museums erinnert inmitten alter Bäume, römischer Grabsteine und Skulpturenfragmente ein klassizistisches Tempelchen an den berühmten in Triest ermordeten Archäologen Johann Joachim Winckelmann. Auf dem Rückweg in die Unterstadt sehen wir das romanische Kirchlein San Silvestro, den Arco di Riccardo, das römische Theater und die Jesuitenkirche. Durch den Borgo Giuseppino, den Kaiser Joseph II. im Osten Triests anlegen liess, gelangen wir zur Piazza Venezia mit dem Denkmal für Kaiser Maximilian von Mexiko. Das im gleichnamigen Palazzo befindliche Museum Revoltella geht auf die Stiftung des Bankiers Baron Pasquale Revoltella zurück. Das Civico Museo Revoltella ist das grösste Kunstmuseum Triests und gehört zu den bedeutendsten Gemäldegalerien Italiens. Es umfasst neben der originalen Wohneinrichtung, der Bibliothek und der Kunstsammlung des Barons auch Werke des späten 19. und 20. Jahrhunderts. Gemeinsames Abendessen.

Blick zur Piazza Piazza dell’Unità

3. Tag (Mi): Ljubljana und die Baukunst Jože Plečniks

Das Wahrzeichen der slowenischen Hauptstadt ist die Tromostovje, zu Deutsch Drei Brücken. Sie wurde von Jože Plečnik entworfen, dessen künstlerischem Erbe wir uns heute widmen wollen. Es gibt Städte, die sind untrennbar mit ihren Architekten verbunden: Barcelona mit Antoni Gaudí und Ljubljana mit Jože Plečnik gehören ohne Zweifel dazu. Der in Ljubljana geborene und in Wien ausgebildete Architekt zählt zu den Pionieren einer neuen Architektursprache am Anfang des 20. Jahrhunderts. Plečnik hat eine eigenständige Formensprache entwickelt, die stark von der Antike inspiriert ist und Architekturzitate fantasiereich - manchmal sogar amüsant - einsetzt. Besonders sehenswert sind Plečniks Brücken über den Fluss Ljubljanica, die Markthalle und die Nationalbibliothek. Nach der Mittagspause nehmen wir uns Zeit für die historischen Bauwerke Ljubljanas. Wir sehen den Nikolausdom, das Rathaus sowie das Parlament. Barock, Historismus und Jugendstil prägen das charmante Zentrum und vermitteln die typische Atmosphäre einer einstmals habsburgisch-österreichischen Stadt. Vor der Rückfahrt nach Triest bleibt noch Zeit für einen Einkaufsbummel und für einen Kaffee an der reizenden Uferpromenade der Ljubljanica. Nach einer guten Stunde Fahrzeit sind wir wieder zurück in Triest. Gemeinsames Abendessen.

Börsenplatz mit Neptunbrunnen

4. Tag (Do): Die Lipizzaner und Mussestunden in Triest

Heute unternehmen wir einen Ausflug ins nahe Slowenien zu den Lipizzaner Pferden. Bei einer Führung durch das berühmte Gestüt von Lipica erfahren wir mehr über Aufzucht, Pflege und Geschichte dieser weltberühmten Pferderasse. Zum Mittagessen kehren wir in einer Osmiza ein. Dies ist eine slowenische gastronomische Tradition, die in die Zeit von Maria Theresia zurückreicht. 1784 wurde den Bauern der Verkauf von Wein und Lebensmitteln in ihren Kantinen gestattet. Die Genehmigung galt für acht Tage, daher das Wort Osmiza, denn acht heisst auf Slowenisch osem. Der weitere Nachmittag in Triest ist frei. Wie wäre es mit einem Bummel durch die Via San Nicolò mit ihren hübschen Boutiquen und Spezialitätengeschäften? Entdeckenswert sind auch die verwinkelten Gassen des ehemaligen Hafenviertels. Früher als malfamato, also verrufen geltend, gehört es heute zu den reizvollsten Quartieren der Stadt. Später sollten Sie auf keinem Fall eine Mussestunde im Caffè degli Specchi verpassen. Die wunderbare, sich zum Meer hin öffnende Piazza dell’Unità wird immer abends zur Bühne des Lebens. Gemeinsames Abschiedsessen.

Ljubljanas Wahrzeichen "Drei Brücken"

5. Tag (Fr): Schloss Miramare und Rückreise

Am Vormittag besuchen wir das Schloss und den Park von Miramare – dieser Adriatraum blieb vom tragisch gescheiterten Habsburger-Kaiser Maximilian von Mexiko. Nach einem Spaziergang durch den herrlichen Park Transfer nach Venedig. Rückreise mit der Bahn nach Zürich, Ankunft gegen 20:00 Uhr.

Schloss Miramare

Bildnachweis

Reisetermin

2. - 6. November 2020
(5 Reisetage)

Reiseleitung

Timo Goldmann
Timo Goldmann


Leistungen

Bahnreise 1 Klasse von Zürich nach Venedig und zurück

Weiterfahrt und Transfers im bequemen Reisebus

4 Übernachtungen mit Frühstück in gehobener Hotelklasse

4 Mittag- bzw. Abendessen

1 Konzert- oder Opernticket in guter Kategorie

Führungen und Eintritte lt. Programm

Reiseliteratur

Mindestteilnehmerzahl: 12 / maximal 20


Reiserücktritts-Versicherung
(fakultativ): ab CHF 71

Reiserücktritts-Jahresversicherung
(fakultativ): auf Anfrage

Preis pro Person im Doppelzimmer:
CHF 1940
Preis pro Person im Einzelzimmer:
CHF 2300