Dauer

8 Reisetage

Reiseleitung

Timo Goldmann
Timo Goldmann

 

Leistungen

Fahrt im bequemen Reisecar ab Zürich und Luzern

7 Übernachtungen mit Frühstück in gehobener Hotelklasse

7 Mittag- bzw. Abendessen, 2 Wein-Degustationen

Führungen und Eintritte lt. Programm

Reiseliteratur

Mindestteilnehmerzahl: 12 / maximal 25

 

Reiserücktritts-Versicherung
(fakultativ): CHF 65

Preis pro Person im Doppelzimmer:
CHF 2790
Preis pro Person im Einzelzimmer:
CHF 2950

Nein, Turin steht diesmal nicht auf der Agenda unserer spätsommerlichen Reise durch den südlichen Teil des Piemont. Den Grossstadtverkehr vermeidend, wird uns das beschauliche, zwischen den sanften Hügeln der Langhe und des Roero gelegene Alba als Hotelstandort dienen. Mit den berühmten Weinorten Barolo und Barbaresco in nächster Nähe erkunden wir von hier aus in bequemen Etappen die von der Unesco geadelten Savoyer-Schlösser, die mit überwältigend schönen Sälen, herrlichen Parkanlagen und der vielleicht schönsten italienischen Sammlung zeitgenössischer Kunst überraschen. In den einstmals eigenständigen Markgrafschaften Montferrat und Saluzzo warten eine Vielzahl romanischer und gotischer Kirchen, mächtige Backsteinburgen sowie malerische Kleinstädte darauf, von uns entdeckt zu werden. In den Weilern Castiglione, Ranverso sowie Manta verzaubern uns kostbare Beispiele höfischer Wandbilder und in Ivrea verblüfft das 2018 von der Unesco unter Schutz gestellte Firmengelände von Olivetti.

1. Tag (So): Reise ins Piemont – Castiglione Olona

Fahrt im bequemen Reisebus von Zürich und Luzern nach Castiglione Olona. Das reizvoll im Flusstal der Olona gelegene Städtchen wurde zwischen 1421 und 1441 durch den kunstsinnigen Kardinal Branda Castiglioni als kleines Musterstädtchen vollständig neu aufgebaut. Dem Palazzo Castiglioni und der Chiesa di Villa verlieh der Kardinal Glanz im Stil der Florentiner Frührenaissance. In der Collegiata Sta. Maria und im Baptisterium bewundern wir Fresken von der Hand des Malers Masolino da Panicale. Weiterfahrt in die Langhe. 7 Übernachtungen in Alba, gemeinsame Abendessen.

2. Tag (Mo): Alba und die Langhe

Fahrt durch das bezaubernde Hügelland der Langhe. Das von König Carlo Alberto errichtete, architektonisch eindrucksvolle Mustergut von Pollenzo ist heute Sitz einer Feinschmecker-Akademie. Die Burg Grinzane Cavour war seinerzeit Wohnsitz des Grafen Camillo Benso di Cavour, der als Staatsmann und Unternehmer die Einheit Italiens und das Risorgimento vorantrieb. Auch das Kastell von Serralunga ist eine gut erhaltene mittelalterliche Höhenburg in herrlicher Lage. Mittagsimbiss und kleine Weinverkostung im berühmten Winzerdorf Barolo. Am Nachmittag erkunden wir Alba, die Stadt, die ab Oktober ganz im Zeichen des weissen Trüffels steht.

3. Tag (Di): Gärten und Schlösser der Savoyer - Venaria Reale und Rivoli

Wie ein Kranz umgeben glanzvolle Schlossanlagen die piemontesische Hauptstadt Turin. Als Versailles der Savoyer wurde der Palast von Venaria Reale geplant. Mit der überwältigend schönen Galleria Grande und der Schlosskirche Sant’Uberto schuf Filippo Juvara Innenräume, die zu den Juwelen der europäischen Barockarchitektur gehören. Nicht weniger beeindruckend sind der barocke Schlosspark und der für König Vittorio Emanuele II. als Tier- und Landschaftsgarten gestaltete Mandria-Park. Im niemals vollendeten und dennoch beachtlichen Castello Reale von Rivoli baut eine der bedeutendsten italienischen Sammlungen zeitgenössischer Kunst Brücken zwischen Vergangenheit und Gegenwart.

4. Tag (Mi): Entdeckungen im Monferrato

Im sanften Hügelland des Monferrato besuchen wir die Abteikirche von Vezzolano, die einen figurenreichen gotischen Lettner besitzt und deren ländliche Abgeschiedenheit zu den schönsten Eindrücken einer Piemontreise zählt. In Casale Monferrato, der alten Residenzstadt der Markgrafen von Monferrato, besichtigen wir den Dom mit seiner kühn überwölbten romanischen Vorhalle sowie die barocke Synagoge. Nach der Mittagspause Weiterfahrt nach Asti. Hier gehört der monumentale Dom zu den bedeutendsten Bauwerken der gotischen Architektur im Piemont. Über den malerischen Marktplatz gelangen wir zur romanischen Spitalkirche San Pietro, die nach Vorbildern im Heiligen Land errichtet wurde.

5. Tag (Do): Wunder der Baukunst - Mondovì und Vicoforte

Höhepunkte der Bau- und Bildkunst des 18. Jahrhunderts erwarten uns im südlichen Zipfel des Piemonts am nördlichen Rand der Seealpen. In Mondovì und Vicoforte wölben sich mit illusionistischen Malereien geschmückte Kuppeln über raffinierten Sakralbauten. Die Provinzhauptstadt Cuneo besitzt - genauso wie Turin - ein einheitliches Stadtbild, das vom 17. Jahrhundert an geschaffen wurde. Auch die grosszügigen Plätze und die lückenlos mit Arkaden überwölbten Gehwege der beiden Hauptstrassen Via Roma und Corso Nizza erinnern an Turin. Freier Nachmittag in Alba. Spezialitätengeschäfte und Boutiquen laden zum Schlecken und Entdecken ein. Weinprobe und Abendessen im Winzerdorf Barbaresco.

6. Tag (Fr): Im Reich der Markgrafen von Saluzzo

Saluzzo, die einstige Residenz der Markgrafen von Saluzzo, ist ein malerisches Städtchen mit einer in der Ebene gelegenen modernen Unterstadt und einer auf einem Ausläufer des Monviso Massivs befindlichen mittelalterlichen Oberstadt. In der gotischen Dominikanerkirche San Giovanni sehen wir die von französisch-burgundischen Bildhauern geschaffene Grablege der Markgrafen. In ihrer Grenzburg, dem Castello della Manta, blieb ein kostbarer Freskenzyklus der höfischen Gotik erhalten. Neben Bildnissen berühmter Männer und Frauen der Vergangenheit schmückt die amüsante Darstellung eines Jungbrunnens die Sala Baronale. Vor der Rückfahrt besuchen wir die Zisterzienserabtei von Staffarda.

7. Tag (Sa): Sacra di San Michele und Palazzina von Stupinigi

Unvergesslich ist der erste Blick auf die in einsamer Bergwelt hoch über dem Susa-Tal gelegene Benediktinerabtei Sacra di San Michele. Die Klosterkirche birgt kostbare Steinreliefs der Spätromanik. Die am Ausgang des Susa-Tals gelegene Pilgerkirche Sant’Antonio di Ranverso besitzt einen umfangreichen Freskenzyklus der höfisch-burgundischen Spätgotik, den der französisch geprägte Hofmaler der Savoyer Giacomo Jaquerio um 1430 geschaffen hat. Das Jagdschloss von Stupinigi ist ein Geniestreich der Baukunst! Virtuos zog Filippo Juvarra bei seinem letzten Bauwerk im Dienst der Savoyer alle Register seines architektonischen Könnens. Auch der Dom von Carigniano und die Visitationskapelle von Vallinotto sind Kleinode des piemontesischen Barock.

8. Tag (So): Olivettis Visionen und Rückreise in die Schweiz

Ivrea, im nördlichen Piemont gelegen, besitzt mit dem Firmengelände von Olivetti ein aussergewöhnliches, inzwischen von der Unesco unter Schutz gestelltes Zeugnis moderner Architektur und Stadtplanung. Bei einem geführten Rundgang erleben wir den von Camillo Olivetti ab 1908 als industrielles und soziokulturelles Projekt geplanten Baukomplex, der eine grosse Fabrik, Verwaltungs- und Wohngebäude sowie soziale Einrichtungen umfasst. Vor allem in der Zeit des Aufbruchs nach dem 2. Weltkrieg konnten hier einige der besten Architekten Italiens ihre Visionen verwirklichen. Nach der Mittagspause Rückfahrt in die Schweiz. Ankunft in Luzern und Zürich am frühen Abend.