Goldmann Reisen

Unbekanntes Bulgarien

„Dobre doshli“ oder herzlich Willkommen in Bulgarien, einem Land, das für viele noch immer ein weisser Fleck auf der Landkarte Europas ist. Dabei gehören Kunst und Geschichte Bulgariens zu den faszinierendsten Kapiteln der europäischen Kultur. Thrakische Kuppelgräber, pittoreske Altstädte, prächtig ausgemalte Kirchen, idyllische Klöster und gleich mehrere Unesco-Welterbestätten sind auf dieser Reise zu entdecken. Wir besuchen die bedeutenden Städte Sofia, Plovdiv, Veliko Tarnovo und Nessebar, die schönsten Klosteranlagen – Rila und Bachkovo – und die wichtigsten bulgarischen Museen mit den spektakulären Gold- und Silberschätzen des antiken Volks der Thraker. Unser Reiseleiter Georgi Palahutev ist ein profunder Kenner der mehrtausendjährigen Geschichte seines Heimatlandes, aber auch des jungen und modernen Bulgarien. Von der sprichwörtlichen Gastfreundschaft und Herzlichkeit der Bulgaren können wir uns bei persönlichen Begegnungen überzeugen, gerade sie machen eine Reise in das zwischen Schwarzem Meer und Balkangebirge gelegene Land zu einem intensiven und lange nachwirkenden Erlebnis.

1. Tag (Sa): Willkommen in Bulgarien

Flug am frühen Nachmittag von Zürich nach Sofia. Nach der Ankunft am Flughafen von Sofia Fahrt im bequemen Reisebus nach Veliko Tarnovo. Die alte Hauptstadt Bulgariens liegt ca. 230 km nordöstlich von Sofia. Gemeinsames Abendessen mit traditionellen bulgarischen Gerichten. 2 Übernachtungen in der Altstadt von Veliko Tarnovo.

Entdeckung in Veliko Tarnovo

2. Tag (So): Veliko Tarnovo und Tryavna

Veliko Tarnovo war vom 12. bis zum 14. Jahrhundert die Hauptstadt Bulgariens. Die bezaubernde Altstadt liegt an den Hängen des Flusses Yantra, der pittoresk seine Schleifen durch den Ort zieht. Wahrzeichen der ruhmreichen Geschichte Velikos ist die mächtige Zarenfestung Tsarevets. Fahrt in das idyllisch am Fusse des Balkangebirges gelegene Städtchen Tryavna. Nach einem gemeinsamen Mittagessen besichtigen wir die alte Erzengel-Michael-Kirche und das Museum der Holzschnitzkunst. Die lokale Wirtschaft wird seit ca. 10 Jahren von engagierten Schweizern unterstützt. Zurück in Veliko Tarnovo bleibt noch Zeit für einen Spaziergang durch die Einkaufsstrassen der Altstadt, wo sich viele traditionelle Handwerksbetriebe aneinanderreihen. Gemeinsames Abendessen.

Blick auf Veliko Tarnovo

3. Tag (Mo): Arbanasi, Madara-Reiter

Nach einer kurzen Fahrt erreichen wir das hübsche denkmalgeschützte Dorf Arbanasi. Auf einem Rundgang besichtigen wir die Christi-Geburt-Kirche aus dem 16. Jahrhundert, die wie ein Bilderbuch ausgemalt ist. Diese Kirche zählt zu den eindrucksvollsten Bauwerken Bulgariens. Mittagsimbiss in Shumen und Weiterfahrt nach Madara, wo wir mit dem Madara-Reiter das einzige frühmittelalterliche Felsrelief Europas bewundern, das seit 1979 zum Unesco-Weltkulturerbe gehört. Anschliessend fahren wir nach Varna, der grössten und schönsten Stadt an der bulgarischen Schwarzmeerküste. Ein Spaziergang führt uns zum Meeresgarten, wo wir einen ersten Blick aufs Meer erhaschen können. 1 Übernachtung in Varna und gemeinsames Abendessen.

Traditionelles bulgarisches Bauernhaus

4. Tag (Di): Varna und Nessebar

Am Vormittag widmen wir uns dem Archäologischen Museum von Varna. Höhepunkt sind Grabbeigaben, welche als die ältesten bearbeiteten Objekte aus Gold gelten, die bisher in Europa gefunden wurden. In der auf einer Halbinsel gelegen Altstadt von Nessebar (Unesco-Welterbe) beeindrucken typische Wohnhäuser und Kirchen aus byzantinischer Zeit. Nach der Mittagspause flanieren wir durch die Gassen und besichtigen die mittelalterliche Sveti-Stefan-Kirche mit ihren wertvollen Wandmalereien. Plovdiv, die vielleicht schönste Stadt Bulgariens, erreichen wir am späten Nachmittag. Plovdiv war in der Antike als Trimontium bekannt und Hauptstadt der römischen Provinz Thracia. 3 Übernachtungen und Abendessen in Plovdiv.

Byzantinische Kirche in Nessebar

5. Tag (Mi): Kazanlak und die Thraker

Nördlich von Plovdiv liegt die kleine Stadt Kazanlak im „Tal der Rosen“. Das Historische Museum zeigt uns wertvolle Schätze der Thraker. Dieses indogermanische Volk besiedelte vor mehr als 4.000 Jahren das Gebiet des heutigen Bulgarien. Die Thraker hinterliessen wertvolle Kunstgegenstände und Grabbeigaben. Besonders sehenswert ist das Kazanlaker Thrakergrab mit seinen farbigen Wandmalereien (Unesco-Welterbe). Nach einem gemeinsamen Mittagsimbiss stellt uns ein Winzer seine Arbeit vor, und neben anderen bulgarischen Weinen probieren wir den köstlichen roten Mavrud.

Malerei im Kazanlaker Thrakergrab
Thrakisches Goldgefäss

6. Tag (Do): Plovdiv und das Bachkovo-Kloster

Bei einem Spaziergang durch Plovdiv lernen wir dessen tausendjährige Geschichte kennen und besichtigen das gut erhaltene römische Theater aus dem 2. Jahrhundert. Plovdiv ist übrigens im Jahr 2019 Kulturhauptstadt Europas! Ausserhalb der Stadt befindet sich eines der grössten Klöster Bulgariens. Das Bachkovo-Kloster liegt idyllisch in einer Schlucht im Rhodopengebirge. Besonders der Speisesaal beeindruckt durch seine Wandmalereien. Der weitere Nachmittag in Plovdiv steht zur freien Verfügung. Wie wäre es mit einem Bummel durch das mediterran anmutende Zentrum mit seinen Geschäften, Parks und zahlreichen Cafés?

Das Römische Theater von Plovdiv

7. Tag (Fr): Das Rila-Kloster

Unsere heutige Reise führt uns durch die thrakische Ebene und weiter in die wunderbare Bergwelt des Rilagebirges. Ziel ist das berühmte, über tausend Jahre alte Rila-Kloster, ein weiteres Unesco-Weltkulturerbe. Nach einem gemeinsamen Forellen-Essen besichtigen wir die Anlage, die besonders durch die farbenprächtigen Wandmalereien an den Aussenseiten der Kirche beeindruckt. Fast jeder Quadratzentimeter ist mit Bildern versehen – als besonderen Höhepunkt bestaunen wir das Rafail-Kreuz, das aus einem einzigen Stück Buchsbaum besteht und in das über 600 Bibelfiguren geschnitzt sind. Am späten Nachmittag erreichen wir Sofia. 2 Übernachtungen und Abendessen.

Im berühmten Rila-Kloster

8. Tag (Sa): Sofia – Hauptstadt Bulgariens

Am Vormittag entdecken wir das Zentrum der bulgarischen Hauptstadt. Wir besichtigen die Rotunde des Heiligen Georgi, dem ältesten erhaltenen Gebäude der Stadt aus dem 4. Jahrhundert und die dahinter liegenden Überreste der römischen Stadt Serdica. Das Wahrzeichen Sofias ist die monumentale Alexander-Newski-Kathedrale, die als Dank für die Erringung der Unabhängigkeit vom Osmanischen Reich errichtet wurde. Das Regierungsviertel prägen mächtige Repräsentationsbauten aus kommunistischer Zeit. Im Archäologischen Nationalmuseum bestaunen wir die spektakulären Gold- und Silberschätze aus den thrakischen Gräbern des Rosentals. Der übrige Nachmittag steht für eigene Erkundungen zur Verfügung. Den Abschied von Bulgarien begehen wir gemeinsam bei einem Abendessen in einem volkstümlichen Restaurant.  

Opernhaus von Sofia

9. Tag (So): Auf Wiedersehen, Bulgarien!
Am Vormittag Zeit zur freien Verfügung, gegen Mittag Transfer zum Flughafen von Sofia und Rückflug nach Zürich. Ankunft in Zürich am späten Nachmittag.

Bildnachweis

www.fotolia.com

Georgi Palahutev und Luis Bolliger

Reisetermin

14. - 22. September 2019
(9 Reisetage)

Reiseleitung

Uwe Zenner, Georgi Palahutev
Uwe Zenner
Georgi Palahutev

 

 

 

Hinweis: Die Reise wurde zusammen mit dem Förderverein des Bernischen Historischen Museums konzipiert. Im Preis ist ein Anteil von SFr. 200 inbegriffen, mit dem die Arbeit des Museums sowie des Fördervereins unterstützt wird.

 

Leistungen

Flug von Zürich nach Sofia und zurück

Ausflüge und Transfers im bequemen Reisebus

8 Übernachtungen mit Frühstück in gehobener Hotelklasse

4 Mittagsimbisse und 8 Abendessen, 1 Weinprobe

Eintritte und Besichtigungen lt. Programm

Reiseliteratur

Mindestteilnehmerzahl: 16 / maximal 25

 

Reiserücktritts-Versicherung
(fakultativ): ab SFr. 114

Reiserücktritts-Jahresversicherung
(fakultativ): auf Anfrage

Reisepreis bei 16-20 Teilnehmern
Preis pro Person im Doppelzimmer:
SFr. 2560
Preis pro Person im Einzelzimmer:
SFr. 2760

Reisepreis bei 21-26 Teilnehmern
Preis pro Person im Doppelzimmer:
SFr. 2460
Preis pro Person im Einzelzimmer:
SFr. 2660