Goldmann Reisen

Venedig zur Biennale

Alle zwei Jahre verwandelt sich die altehrwürdige Lagunenstadt in ein Mekka der modernen Kunst, wenn Künstler, Museumsdirektoren, Galeristen und natürlich das kunstinteressierte Publikum zur Biennale di Venezia zusammenkommen. Die mittlerweile 58. Biennale ist auch der Grund dafür, dass Venedig nicht zum Museum erstarrt. Im Gegenteil – dank ihres ungeheuren künstlerischen Erbes ist die Lagunenstadt prädestiniert, Massstab und zugleich Spiegel einer vitalen, sich ständig neu erfindenden Kunstszene zu sein. Präsentiert wird der Querschnitt durch das aktuelle internationale Kunstschaffen in den Länderpavillons der Giardini, im Arsenal, aber auch an vielen in der ganzen Stadt verstreuten Orten. May You Live In Interesting Times ist das Motto der diesjährigen Biennale, die vom amerikanischen Kurator Ralph Rugoff geleitet wird. Die Wahl-Venezianerin, Buchautorin und Kunstexpertin Cristina Gregorin führt uns an drei Vormittagen durch die Highlights der Biennale. Für Venedig-Kenner gibt es zudem während der Biennale viele Gelegenheiten, ansonsten geschlossene Palazzi zu besuchen.

 

1. Tag (So): Anreise nach Venedig

Bahnreise von Zürich nach Venedig. Bei einem ersten kleinen Spaziergang zum Markusplatz tauchen wir ein in die unvergleichliche Atmosphäre der Lagunenstadt. 4 Übernachtungen im Hotel Bonvecchiati im Stadtteil San Marco zwischen Canal Grande und Markusplatz. 4 gemeinsame Abendessen.

Santa Maria della Salute

2. Tag (Mo): Ausstellungen in der Dogana und im Palazzo Grassi

Schon immer prägten kunstbegeisterte Einzelpersonen das Stadtbild Venedigs. Früher waren es die Mitglieder der im „goldenen Buch“ verzeichneten Adelsfamilien, die im Wettbewerb um die prächtigsten Palastfassaden und Kunstwerke standen. Heute sind es private Mäzene, die in spektakulär inszenierten Ausstellungsräumen ihre Kunstsammlungen zur Biennale-Zeit präsentieren. Für seine Sammlungen liess der französische Industrielle François Pinault die Dogana da Mar, den ehemaligen Sitz der venezianischen Zollbehörden, von dem japanischen Architekten Tadao Ando zum Museum umbauen. Hier sehen wir die aktuelle Ausstellung Luogo e Segni, kuratiert von Martin Bethenod und Mouna Mekouar. Das gleichnamige Bild von Carol Rama ist Ausgangspunkt für die über 100 Objekte umfassende Schau. Quer über den Canal Grande geht es in den Palazzo Grassi – ebenfalls zur Sammlung Pinault gehörend. Hier, in den opulenten Raumfluchten erwartet uns eine Einzelausstellung des belgischen Künstlers Luc Tuymans mit dem Titel La Pelle. Tuymans gilt als einer der wichtigsten und einflussreichsten figurativen Künstler der Gegenwart. Er belebt die „klassischen Gattungen" wie Porträt, Interieur, Landschaft und Figurenstück mit seiner klaren und doch verrätselten Malweise neu. Der Nachmittag ist frei. Fakultativ können Sie mit Ihrem Reiseleiter einige der weniger bekannten Kirchen und Museen Venedigs besuchen, so z.B. San Sebastiano mit herrlichen Gemälden von Veronese.

Punta della Dogana

3. Tag (Di): Biennale I – Im Arsenal

Früher wurden hier Kriegs- und Handelsschiffe Venedigs, der Grossmacht zur See, gebaut; heute ist das Arsenal einer der Hauptorte der Biennale. In den sonst unzugänglichen Hallen der alten Werft werden insbesondere grossformatige Werke und Installationen präsentiert. Kenner der Biennale wissen: In jedem Jahrgang steht Herausragendes neben Trivialem – das Biennale-Motto May You Live in Interesting Times kann jedenfalls auf vielfältige Weise interpretiert werden. Nach der Mittagspause werden wir uns einer weiteren privaten Ausstellung widmen. Prominente Orte für zeitgenössische Kunst sind der Palazzo Fortuny und die Fondazione Prada. Im Mai 2019, zu Beginn der Biennale, informieren wir Sie über das genaue Programm des Nachmittags. Gemeinsames Abendessen.

Im Arsenal

4. Tag (Mi): Biennale II – In den Giardini

Fahrt mit dem Vaporetto zu den Giardini, dem einzigen grossen Park im Häusermeer der Stadt. Die in der Anlage stehenden 28 Länderpavillons sind der Hauptschauplatz der Biennale. Schon allein die individuelle Architektur der Pavillons verdient unsere Aufmerksamkeit – ob klassizistisch oder folkloristisch, jedes Land will sich hier von seiner besten Seite zeigen. Mit Cristina Gregorin erkunden wir am Vormittag ausgewählte Beiträge der verschiedenen Länder. Die Gestaltung des Schweizer Pavillons wurde in diesem Jahr der französisch-schweizerischen Kunsthistorikerin Charlotte Laubard aus Genf anvertraut, der deutsche Pavillon wird von der Bildhauerin Natascha Sadr Haghighian gestaltet. Ob die ausgestellten Gemälde, Skulpturen und Installationen die nächsten 100 Jahre überdauern werden? Spekulationen darüber sind erlaubt. Der Nachmittag ist frei für eigene Unternehmungen. Sie können noch weitere Pavillons in den Giardini erkunden oder einige der über die ganze Stadt verstreuten Beiträge, insbesondere die der kleineren Länder, aufsuchen. Vielleicht möchten Sie auch in der Peggy Guggenheim Collection in die Welt der klassischen Moderne eintauchen. Der Name Peggy Guggenheim ist eng mit der Geschichte der Biennale verbunden. Sie nahm nach dem 2. Weltkrieg massgeblich auf die Öffnung der Lagunenstadt für die Moderne Einfluss – ihre Sammlung ist ein nicht mehr wegzudenkender Bestandteil Venedigs geworden.

Canal Grande mit Rialto-Brücke

5. Tag (Do): Abschied von der Serenissima

Geniessen Sie die letzten Stunden in Venedig - vielleicht unternehmen Sie einen Spaziergang zum Markusplatz und nehmen einen Cappuccino im Café Florian? Mittags Rückreise mit der Bahn in die Schweiz, Ankunft am frühen Abend.

Marmorne Löwen bewachen den Eingang zum Arsenal

Bildnachweis

Reisetermin

17. - 21. November 2019
(5 Reisetage)

Reiseleitung

Henrik Lange, Christina Gregorin
Henrik Lange
Christina Gregorin

 

Leistungen

Bahnreise von Zürich 1. Klasse nach Venedig und zurück

4 Übernachtungen mit Frühstück in gehobener Hotelklasse

4 Abendessen

Transfers mit Wassertaxis und Vaporetti

Eintritte und Führungen lt. Programm

Reiseliteratur

Reiserücktritts-Versicherung
(fakultativ): SFr. 44

Reiserücktritts-Jahresversicherung
(fakultativ): auf Anfrage
 

Preis pro Person im Doppelzimmer:
SFr. 1780
Preis pro Person im Einzelzimmer:
SFr. 2020