Goldmann Reisen

Versailles - Musik und Kunst am Hof des Sonnenkönigs

Die Schlösser und Gärten von Versailles sind ein Herzstück der französischen Kultur. Der Sonnenkönig Ludwig XIV. schuf hier ein architektonisches Modellbild seines Staates, eine Bühne für Politik, Zeremoniell und spektakuläre Feste. Die besten Künstler, Architekten, Maler, Poeten, Musiker und Schriftsteller Frankreichs wurden von Ludwig in den Dienst der Verherrlichung seiner persönlichen Gloire genommen. Opernaufführungen, Ballette und Feuerwerke gehörten zum Alltag des am Hof versammelten Adels. Ganz Europa schaute auf diesen Hof und versuchte ihm – wenn auch in kleinerem Format – nachzueifern. Oft bleibt für Versailles nur eine Stippvisite während einer Parisreise übrig. Dabei lohnt es sich, die Anlagen und Parks mit Zeit und Musse zu erkunden. Nur so erschliesst sich das gewaltige, durchkonzipierte Bildprogramm, das sich von der Architektur über die Gemälde und Möbel bis in die Gestaltung der Gärten erstreckt. In der historischen Opéra Royal im Schloss erleben wir Henry Purcells wunderbare Oper Dido und Aeneas, und in der Chapelle Royale erklingt ein Konzert mit der Krönungsmusik des Sonnenkönigs. Die Académie équestre des Pferdekünstlers Bartabas verzaubert uns mit avantgardistischer Reitkunst.

1. Tag (Do): Bienvenue à Versailles

Fahrt im TGV 1. Klasse von Zürich/Basel nach Paris, Bustransfer nach Versailles. In Versailles angekommen, unternehmen wir einen kleinen ersten Stadtspaziergang durch die Residenzstadt. Gemeinsames Abendessen. 4 Übernachtungen im Hotel Le Louis, direkt am Schloss gelegen.

Gartenseite des Château de Versailles

2. Tag (Fr): Schloss Versailles und Konzert in der Chapelle Royale

Am Morgen verschaffen wir uns auf der Cour d’Honneur einen ersten Überblick über die äussere Gestalt des Schlosses und seine Baugeschichte. Hier sollte aber nicht nur die prächtige Residenz des Sonnenkönigs entstehen, sondern es musste auch Platz für mehr als 15000 Personen des Hofstaates geschaffen werden. Wir besichtigen die Grands Appartements, die Staatsräume, in denen das ausgeklügelte Hofzeremoniell des Sonnenkönigs stattfand. Die Appartements privés des Rois tragen die Handschrift von Ludwig XV. und Ludwig XVI. In den letzten Jahren wurden in Versailles enorme Anstrengungen zur Rekonstruktion der Interieurs unternommen. Nachdem während der Revolution viele der Einrichtungsgegenstände verkauft wurden, hat man inzwischen die Einrichtung aber zu grossen Teilen wieder hergestellt – insbesondere die neu gewebten Stoffe geben den Räumen wieder ihren alten Glanz zurück. Gemeinsames Mittagessen und Freizeit am Nachmittag. Am Abend erleben wir ein Konzert in einem der schönsten Räume des Schlosses: Die Chapelle Royale ist das letzte grosse Bauprojekt Ludwigs XIV. Der Raum mit seinen edlen Materialien in nobler Zurückhaltung ist ein Meilenstein der Sakralarchitektur. Es spielt das Ensemble Correspondances auf historischen Instrumenten unter seinem Leiter Sébastien Daucé. Das Konzert trägt den Titel Le Sacre Royal de Louis XIV und ist eine Rekonstruktion der musikalischen Zeremonie, die zur Krönung des Sonnenkönigs erklungen ist.

Spiegelsaal im Château de Versailles

3. Tag (Sa): Gartenkunst à la française und die Académie équestre

Vormittags widmen wir uns den prächtigen Parkanlagen des Schlosses mit ihren 1400 Fontänen, unzähligen Seen und Kanälen, Terrassen und gezirkelten Wegen. Entworfen wurde die Anlage von André Le Nôtre. Seine Absicht war es, einen Jardin de l’intelligence, einen französischen Garten, zu schaffen, der eine Ergänzung zur Architektur darstellen und die Beherrschung der Natur durch den Willen des Königs symbolisieren sollte. Geometrisch auf das Schloss ausgerichtet, durch lange Alleen den Blick in die Ferne lockend, aufgelockert von Bosketten, Hecken und rund 75000 gestutzten Bäumen, kündet der Park auf seine Weise vom Ruhm Ludwigs XIV. Am heutigen Tag der Grands Eaux musicales sind auch viele der historischen Fontänen in Betrieb, auf denen unser besonderes Augenmerk liegt. Am Nachmittag geht es in die Grande Écurie, einen der gewaltigen Marställe gegenüber vom Schloss. Hier hat heute die Académie équestre de Versailles mit ihrem charismatischen Gründer Bartabas ihr Domizil. In Frankreich wird er geradezu als Nationalheld gefeiert. Bartabas hat die fast vergessene Gattung des königlichen Rossballetts neu erfunden als Théâtre équestre, bei dem Pferd und Reiter als gleichberechtigte Künstler auftreten. In der Reitakademie werden eine Handvoll ausgewählter Schülerinnen und Schüler über zwei Jahre hinweg neben der Reitkunst in Disziplinen wie Zeichnen und Bildhauerei, Musik und Gesang, Tanz, Kampfsport und Kunstfechten ausgebildet. Wir erleben eine Darbietung dieser faszinierenden Kunstgattung. Gemeinsames Abendessen.

Opéra Royal

4. Tag (So): In Marie Antoinettes Welt – Dido und Aeneas in der Opéra Royal

Heute tauchen wir ein in die Welt königlichen Mätressen – der Madame de Pompadour und der Dubarry – sowie der Königin Marie Antoinette. Das Grand Trianon wurde als privater Rückzugsort des Sonnenkönigs gebaut und bildet mit seinen gelungen Proportionen und überschaubaren Grösse einen gelungenen Kontrapunkt zum riesigen Hauptschloss. Im Petit Trianon und in ihrem pittoresken Landgut, dem Hameau, liess sich Königin Marie Antoinette eine eigene künstliche Welt erschaffen – ein Idyll, das die Revolution überlebte. Die Architektur des Petit Trianon ist wegweisend für den Übergang vom Barock zum Klassizismus in ganz Europa. Wir werfen auch einen Blick in das bezaubernde kleine Théâtre de la Reine, ein Schmuckstück der Theaterbaukunst, das sich die Königin für Privataufführungen einrichten liess. Am Nachmittag besuchen wir die Opéra Royal im Schloss von Versailles. Die Oper wurde unter Ludwig XV. gebaut und zur Hochzeit des Dauphin mit Marie Antoinette eingeweiht. Sie ist das letzte grosse Bauprojekt des Ancien Régime. Der prunkvolle klassizistische Theatersaal ist eines der schönsten historischen Theater in Europa. Zu Gast ist heute die Juillard Opera, das junge Ensemble der New Yorker Juillard School, der Elite-Ausbildungsstätte für Musiker in den Vereinigten Staaten. Wir erleben Henry Purcells Oper Dido und Aeneas, eine der ergreifendsten Werke des barocken Opernrepertoires. Gemeinsames Abendessen.

Brunnen der Latona im Park von Versailles

5. Tag (Mo): Heimreise in die Schweiz

Am Vormittag Bustransfer zum Gare de Lyon in Paris, Fahrt mit dem TGV, Ankunft in Basel und Zürich am frühen Abend.

Bildnachweis

Reisetermin

13. - 17. Juni 2019
(5 Reisetage)

Reiseleitung

Henrik Lange
Henrik Lange

Leistungen

Fahrt im TGV 1. Klasse, Zustiege in Zürich und Basel

Bustransfer Paris-Versailles und zurück

4 Übernachtungen mit Frühstück
in gehobener Hotelklasse

4 Abend- bzw. Mittagessen

2 Tickets für Konzert- und Opernaufführung in Premium-Kategorie,
1 Ticket für die Académie équestre

Eintritte und Führungen lt. Programm

Reiseliteratur

Mindestteilnehmerzahl: 12 / maximal 23

 

Reiserücktritts-Versicherung
(fakultativ): SFr. 43

Reiserücktritts-Jahresversicherung
(fakultativ): auf Anfrage

Preis pro Person im Doppelzimmer:
SFr. 2290
Preis pro Person im Einzelzimmer:
SFr. 2760