Dauer

5 Reisetage

Reiseleitung

Timo Goldmann, Henrik Lange
Timo Goldmann
Henrik Lange

Das Teatro Olimpico in Vicenza, entworfen von Andrea Palladio und 1585 vollendet, entstand im Auftrag der Accademia Olimpica, deren Mitglieder ein festes Theater nach antikem Vorbild wünschten. Nach Palladios Tod führte Vincenzo Scamozzi das Projekt weiter und schuf das berühmte perspektivische Bühnenbild, eine Illusion antiker Strassen, die sich scheinbar unendlich in die Tiefe erstrecken. Die erste Aufführung, Sophokles’ Ödipus Rex, fand am 3. März 1585 statt und nutzte dieses raffinierte Bühnenbild eindrucksvoll. Zudem beleben zahlreiche in Nischen aufgestellte Statuen den Bühnenprospekt und verstärken dessen antiken Charakter. Das Teatro Olimpico gilt bis heute als Meisterwerk der Renaissancearchitektur.

Leistungen

  • Fahrt im bequemen Reisebus ab Zürich und Luzern
  • 4 Übernachtungen mit Frühstück in gehobener Hotelklasse
  • 1 Opern- und 1 Konzertticket in sehr guter Kategorie
  • 4 Abend- bzw. Mittagessen
  • Ausflug am 4. Reisetag im bequemen Reisebus
  • Eintritte und Führungen lt. Programm
  • Reiseliteratur
  • Mindestteilnehmerzahl 12 / maximal 24

Preis pro Person im Doppelzimmer:
CHF 2450
Preis pro Person im Einzelzimmer:
CHF 2610

Reiserücktritts-Versicherung
(fakultativ): auf Anfrage

Das von Iván Fischer und dem Budapest Festival Orchestra gestaltete Vicenza Opera Festival führt uns zu den Ursprüngen des neuzeitlichen Theaters zurück. Andrea Palladios Teatro Olimpico wurde 1585 eingeweiht, als Gelehrte und Fürsten in Florenz, Mantua und Vicenza darüber diskutierten, wie das griechische und römische Theater wiederzubeleben sei. Palladios architektonisches Anknüpfen an die Theaterbauten der Antike fällt sofort ins Auge - neu und spektakulär war hingegen das feststehende von seinem Schüler Vincenzo Scamozzi entworfene perspektivische Bühnenbild, das aus sieben von Palästen gesäumten Gassen besteht. In diesem einzigartigen Theater erleben wir Mozarts Oper Die Zauberflöte und ein sinfonisches Konzert. In Vicenza und auf Ausflügen lernen wir die wichtigsten Bauwerke Andrea Palladios - wie die Villen von Maser und Fanzolo - kennen. Die Ausschmückung der Villen mit Fresken übernahmen venezianische Maler wie Paolo Veronese und Giambattista Tiepolo, deren Freskenzyklen in die fantasiereiche Welt der Allegorien und Mythologie führen.

1. Tag (Mi): Reise nach Venetien

Fahrt im bequemen Reisebus von Zürich und Luzern nach Vicenza. Auf der Fahrt gibt Henrik Lange eine Einführung in das musikalische Programm der Reise. Hotelbezug und erster Spaziergang. Im Stadtzentrum von Vicenza prägen die grossen klassischen Bauwerke Andrea Palladios wie die Palazzi Chiericati und Barbarano oder die Loggien Valmarana und del Capitano bis heute das Stadtbild. Als Höhepunkt von Palladios Schaffen in Vicenza gilt die Neugestaltung des gotischen Rathauses, der berühmten Basilica Palladiana. 4 Übernachtungen im Stadtzentrum von Vicenza. Gemeinsames Abendessen.

2. Tag (Do): Landpartie zu Palladios Villen Emo und Barbaro

Ein Ausflug führt uns zu den beiden berühmtesten Landhäusern Andrea Palladios: In Fanzolo öffnen die Villa Emo und in Maser die Villa Barbaro für uns ihre Pforten. Besonders ein Besuch der Villa Barbaro bleibt durch die schöne Lage und die erzählfreudigen Fresken Paolo Veroneses unvergesslich. Castelfranco Veneto ist der Geburtsort des bedeutenden venezianischen Renaissancemalers Giorgione. Eine Vorstellung seiner feinsinnigen und virtuosen Malweise bietet das Altarbild im Dom des reizenden Städtchens. In Bassano del Grappa hat Palladio die hölzerne Brücke über die Brenta entworfen. Namenhafte Grappa-Manufakturen wie Poli und Nardini bieten ihre hochprozentigen Destillate in der malerischen Altstadt an, in der wir auch unser gemeinsames Abendessen einnehmen. 

3. Tag (Fr): Vicenzas Kirchen und Mozarts Zauberflöte im Teatro Olimpico

In Vicenza widmen wir uns heute den grossen mittelalterlichen Sakralbauten: dem Dom sowie den beiden für die Dominikaner und Franziskaner errichteten Ordenskirchen. Besonders die Dominikanerkirche Santa Corona ist reich an bedeutenden Kunstwerken, wozu auch Giovanni Bellinis Altarbild Die Taufe Christi gehört. Nach dem gemeinsamen Mittagessen steht Freizeit zur Verfügung. Das weltberühmte Teatro Olimpico plante Andrea Palladio für eine Gruppe von theaterbegeisterten Humanisten. Es gilt als das älteste noch bespielbare Theater der Neuzeit und gehört zum Unesco-Welterbe. Das spektakuläre Bühnenbild wurde von dem Architekten Vincenzo Scamozzi, Palladios talentiertestem Schüler, entworfen. Am Abend erleben wir in dieser Kulisse Mozarts Zauberflöte. Für die neunte Ausgabe des Opernfestivals von Vicenza bringen der renommierte ungarische Dirigent Iván Fischer und das von ihm gegründete Budapest Festival Orchestra eine der beliebtesten, aber auch rätselhaftesten Opern der Welt auf die Bühne. Wer ist eigentlich gut und wer böse in diesem Stück – die Königin der Nacht oder Sarastro?

4. Tag (Sa): Am Vormittag Villen, am Abend Konzert

Andrea Palladios berühmteste Schöpfung ist die auf einem Hügel südlich von Vicenza gelegene Villa Rotonda. Die auf quadratischem Grundriss errichtete Anlage wird von einer Kuppel bekrönt, unter der sich eine zentrale Rotunde befindet. Vier gleichartige Säulenportiken öffnen sich auf eine Landschaft, die – wie Palladio schreibt – zu den „anmutigsten und erfreulichsten gehört, die man finden kann“. Die benachbarte Villa Valmarana ai Nani beherbergt einen umfangreichen Freskenzyklus von Giambattista Tiepolo, in dem er berühmte Liebesgeschichten der Weltliteratur darstellte. Zurück im Stadtzentrum von Vicenza haben Sie nach dem gemeinsamen Mittagessen die Wahl: Einkaufsbummel auf dem Corso Palladio oder Besuch der Pinacoteca Civica im Palazzo Chiericati. Am Abend sind wir noch einmal im Teatro Olimpico. Iván Fischer und das Budapest Festival Orchestra sind in einem sinfonischen Konzert zu hören; das Programm wird im Frühjahr 2026 bekannt gegeben.

5. Tag (So): Abschied von Vicenza

Vor der Rückfahrt in die Schweiz fahren wir mit unserem Bus auf Vicenzas Hausberg, den Monte Berico. Die hoch über der Stadt errichtete Wallfahrtskirche Madonna di Monte Berico gilt seit dem 15. Jahrhundert als bedeutender Wallfahrtsort. Sie vereint einen gotischen Ursprungsbau mit einer prachtvollen barocken Erweiterung aus dem 17. Jahrhundert, die von Andrea Palladios Nachfolgern entworfen wurde. Bei guter Sicht eröffnet sich von der Terrasse vor der Kirche ein weiter Blick über Vicenza, die sanfte Hügellandschaft und bis hin zum Alpenpanorama. Wir erreichen Luzern und Zürich am späten Nachmittag.