Dauer

7 Reisetage

Reiseleitung

Timo Goldmann
Timo Goldmann

Mein Tipp für Geniesser: Der Prosciutto di San Daniele wird ausschliesslich in Friaul-Julisch Venetien im Hügelland der gleichnamigen Gemeinde, im äussersten Nordosten Italiens erzeugt. Dabei werden nur Keulen von in Italien geborenen und gezüchteten Schweinen sowie Meersalz verwendet. Ein Konsortium überwacht die Qualität des Produkts, das auf der Basis einer jahrhundertealten Tradition der Zubereitung entsteht. Die 13 Monate dauernde Reifeperiode findet im spezifischen von der Adria und den nahen Alpen geprägten Klima statt.

Leistungen

  • Fahrt im bequemen Reisebus ab Zürich und Luzern
  • 6 Übernachtungen mit Frühstück in sehr gutem Mittelklassehotel
  • 6 Abend- bzw. Mittagessen
  • Eintritte und Führungen lt. Programm
  • Weinprobe und Verkostungen lt. Programm
  • Schifffahrt in der Lagune von Grado
  • Reiseliteratur
  • Mindestteilnehmerzahl: 12 / maximal 25

Preis pro Person im Doppelzimmer:
CHF 2160
Preis pro Person im Einzelzimmer:
CHF 2350

Reiserücktritts-Versicherung
(fakultativ): ab CHF 57

Im Friaul stösst man auf eine überraschende Vielfalt an Kunstschätzen abseits der grossen Strassen. Antike, frühes Mittelalter und Renaissance haben prachtvolle Kunstwerke hinterlassen – ein Genuss für jeden Kunstliebhaber! Kirchen und Paläste zeigen venezianischen Einfluss, die Malereien Tiepolos barocke Lebensfreude. Ausgehend von Udine, der historischen Hauptstadt des Friaul, erkunden wir das herrlich gelegene Cividale mit seinem reichen langobardischen Erbe, die Adriastadt Grado mit ihrer einsamen Lagune, die Prosciutto-Hochburg San Daniele und die noble k.u.k.-geprägte Hafenstadt Triest. Die Römerstadt Aquileia stieg als Sitz eines mächtigen Patriarchen in der Spätantike zu einem zentralen Ort der frühen Kirche auf. Ein kostbarer, unter dem romanischen Dom freigelegter Mosaikfussboden legt davon Zeugnis ab. Mit einer Fläche von fast 800 m² ist es das grösste antike Bodenmosaik Europas und gehört zusammen mit dem gesamten Domkomplex zum Weltkulturerbe der Unesco. Aufmerksamkeit schenken wir auch der für ihre kulinarische Vielfalt bekannten Küche. Die cucina friulana verbindet auf gelungene Weise italienische und alpenländische Traditionen. Überraschend sind die friaulischen Weine; der Ribolla Gialla und der Friulano zählen heute zu den besten Weissweinen Italiens.
 

1. Tag (Mo): Reise ins Friaul

Fahrt im bequemen Reisebus von Zürich und Luzern durch die Lombardei und das Veneto ins Friaul. Nach der Ankunft in Udine kleiner Orientierungsspaziergang zur Piazza della Libertà, dem schönen Zentrum der friaulischen Hauptstadt. 6 Übernachtungen in Udine. Abendessen im Hotel.

2. Tag (Di): Spilimbergo und Sesto al Reghena

Das am Hochufer des Tagliamento gelegene Spilimbergo ist für seinen freskengeschmückten Palazzo Dipinto bekannt; hier in der Residenz der Herren von Spengenberg war 1532 Kaiser Karl V. zu Gast. Der Dom ist reich an Werken friaulischer Künstler, darunter auch Gemälde von Giovanni Antonio da Pordenone. In der hiesigen Mosaikschule erleben wir das lebendige Erbe einer sehr alten Tradition. Am frühen Nachmittag besuchen wir die uralte Benediktinerabtei von Sesto al Reghena. Die Klosterkirche gehört zu den ältesten Sakralbauten der Region und hat in ihrem Inneren so manche Überraschung zu bieten. Venezianisches Flair erwartet uns in der reizvollen Altstadt von Portogruaro. Am mitten durch die Stadt verlaufenden Flüsschen Lemene drehen sich die Räder zweier alter Wassermühlen. Abendessen in einem Altstadtrestaurant in Udine.
 

3. Tag (Mi): Aquileia und Grado - Die Macht der Patriarchen

Im zauberhaften Landstädtchen Aquileia künden antike Ruinen und die reiche Sammlung des Archäologischen Nationalmuseums von einstiger Grösse. Als Sitz eines mächtigen Patriarchen war die Stadt auch ein wichtiges frühchristliches Zentrum, wovon der grossartige Dom und kostbare Bodenmosaiken Zeugnis ablegen. Auch Grado war zunächst Patriarchensitz, später eine Stadtrepublik, die es an Macht mit Venedig aufnehmen konnte. Noch heute kündet die Kirche Sta. Eufemia in der pittoresken Altstadt von dieser Glanzzeit. Nach dem gemeinsamen Mittagessen in einem Fischrestaurant geniessen wir bei einer Bootsfahrt mit Capitano Paolo die Stille und Weite der Lagune von Grado.

4. Tag (Do): Udine und Cividale del Friuli

Udine, die alte Hauptstadt der Region, besitzt eine grosse Anzahl herrschaftlicher Paläste und sehenswerter Kirchen. Bei einem Stadtrundgang schauen wir uns den Dom und den erzbischöflichen Palast etwas genauer an. Der Venezianer Tiepolo schmückte die Galerien und Säle der einstigen Patriarchen-Residenz mit Fresken von höchster Raffinesse. Am Nachmittag Ausflug ins malerische Cividale del Friuli mit Teufelsbrücke und dem geheimnisvollen Tempietto Longobardo. Lange vor Monza und Mailand war hier die erste Hauptstadt der Langobarden in Italien. In den landschaftlich reizvollen Colli Orientali lädt das Weingut Perusini zur Degustation. Abendessen im Weinberg-Restaurant.

5. Tag (Fr): Karnien und San Daniele

In den landschaftlich schönen Voralpen Karniens besichtigen wir den gotischen Dom von Gemona und erkunden das hübsche Städtchen Venzone. Durch die eindrückliche Flusslandschaft des Tagliamento, vorbei am blau schimmernden Lago di Cavazzo, gelangen wir nach San Daniele. Was den Schinken von San Daniele besonders auszeichnet, erfahren wir in einer Prosciutteria, in der natürlich auch eine Kostprobe dieser friaulischen Delikatesse nicht fehlen darf. Einen Genuss für die Augen bieten die Wandmalereien Pellegrinos da San Daniele in der Kirche Sant’Antonio Abate. Zurück in Udine bleibt Zeit für einen Einkaufsbummel. Abendessen in einer urigen Osteria.

6. Tag (Sa): Miramare und Vielvölkerstadt Triest

Schloss Miramare: Dieser Adriatraum blieb vom tragisch gescheiterten Habsburger Kaiser Maximilian von Mexiko. Nach einem Spaziergang durch den herrlichen Park gelangen wir nach Triest. Die hügelige Hafenstadt, in der James Joyce und Italo Svevo dichteten, verführt mit italienischem Flair und legendären Kaffeehäusern. Jahrhundertelang zum Habsburgerreich gehörend, wurde sie durch dessen Förderung zur Konkurrentin Venedigs und als internationales Handelszentrum zum Schmelztiegel der Kulturen. Die prachtvolle Piazza dell’Unità ist Meerfassade und Freiluftsalon zugleich; von hier aus entdecken wir die verschiedenen Facetten der Stadt zwischen k.u.k.-Vergangenheit, alta moda und Jahrhundertwende-Architektur. Abendessen im Hotel.

7. Tag (So): Abschied vom Friaul

Mit Gedichten des Filmregisseurs, Dichters und Publizisten Pier Paolo Pasolini, der im Friaul bei seinen Grosseltern einen Teil seiner Jugend verbrachte, nehmen wir Abschied und fahren zurück in die Schweiz. Ankunft in Luzern und Zürich am späten Nachmittag.