Dauer

8 Reisetage

Reiseleitung

Uwe Zenner
Uwe Zenner

Leistungen

  • Fahrt im bequemen Reisebus ab Zürich
  • 7 Übernachtungen mit Frühstück in gehobener Hotelklasse
  • 7 Mittag- bzw. Abendessen, 1 Weinprobe
  • Eintritte und Führungen lt. Programm
  • Reiseliteratur
  • Mindestteilnehmerzahl: 12 / maximal 25

Preis pro Person im Doppelzimmer:
CHF 2460
Preis pro Person im Einzelzimmer:
CHF 2820

Reiserücktritts-Versicherung
(fakultativ): CHF 61

Kann ein Land alpin und mediterran zugleich sein? Ja, Südtirol ist das beste Beispiel dafür. Mediterran zeigen sich die weiten, warmen Flusstäler, die vom Obst- und Weinanbau geprägt sind, in denen sogar Olivenbäume und Palmen gedeihen. Dann gibt es da aber auch die wildere, schroffere und ebenso beeindruckende Seite Südtirols - die markanten Bergzüge der Dolomiten, weite Hochalmen und tiefe Schluchten mit alpiner Flora, glasklare Seen und rauschende Wasserfälle. Vielfältig wie Südtirols Landschaft ist auch seine Geschichte. Mit Ötzi, dem weltberühmten Mann aus dem Eis, kennen wir sogar einen mehr als 5000 Jahre alten „Urtiroler“. Klöster und Adelsburgen zeugen noch heute von den Begehrlichkeiten, die das fruchtbare Land entlang der alten Kaiserstrasse am Fuss der Alpen schon immer weckte. Von 1363 bis 1919 war Südtirol als Grafschaft Teil des Habsburgerreichs, von dem es nach dem Ende des Ersten Weltkriegs zu Italien kam. Unsere Entdeckungsreise geht zu pulsierend-lebendigen Städten mit Bauwerken aus allen Epochen bis hin zu gut erhaltenen mittelalterlichen Dörfern, eindrucksvollen Burgen sowie Kirchen und Kapellen, deren Reichtum an karolingischen und romanischen Wandmalereien einmalig ist. Südtirol ist ein Schatzkästchen, das unendlich viel zu bieten hat.
 

1. Tag (Fr): Reise ins Südtirol – St. Peter zu Mistail

Fahrt im bequemen Reisebus von Zürich nach Graubünden. Das abgelegene karolingische Kirchlein von Mistail ist ein Glücksfall für die Kunstgeschichte. Niemals verändert ist der Innenraum von St. Peter noch so erlebbar, wie er vor zwölf Jahrhunderten errichtet wurde. Herrliche Landschaftspanoramen öffnen sich bei unserer Weiterreise durch das Vinschgau nach Kaltern. 7 Übernachtungen und Abendessen im famosen, zwischen Weinbergen und Kalterer See gelegenen Wellness-Hotel Thalhof am See.

2. Tag (Sa): Bozen - Landeshauptstadt Südtirols

Die herrliche Altstadt von Bozen mit ihren Laubengassen und dem Waltherplatz bietet viele Sehenswürdigkeiten und kulturhistorische Schätze. Wir besichtigen den gotischen Dom und die Dominikanerkirche, deren Johanneskapelle von Malern aus dem Umkreis Giottos mit einem umfangreichen Freskenzyklus geschmückt wurde. Im Südtiroler Archäologiemuseum ist der Ötzi und die mit ihm gefundene Ausrüstung zu sehen. Die Ausstellung gibt Einblicke in das Leben der Kupferzeit sowie in die Forschungsgeschichte und die kulturellen Phänomene rund um den Mann aus dem Eis. Freiwillig ist der Aufstieg zur Burg Runkelstein, wo der bedeutendste profane Zyklus gotischer Malerei zu sehen ist. Eine Fahrt mit der Rittner Seilbahn bietet atemberaubende Ausblicke auf das Rosengartenmassiv und den Schlern, auf Bozen und die Hügel des Überetsch.

3. Tag (So): Landschaftsbilder des Tirols

Morgens geht es durch das landschaftlich schöne und an Burgen reiche Sarntal nach Sterzing. Dem florierenden Handel zwischen Venedig und Süddeutschland, vor allem aber dem Silberbergbau, verdankte Sterzing seinen mittelalterlichen Reichtum. Prächtige Bürgerhäuser und gemütliche Plätze, der berühmte Zwölferturm und gotische Kirchen prägen das bezaubernd schöne Stadtbild. Der Sterzinger Altar, in der Werkstatt des Ulmer Meisters Hans Multscher entstanden, ist selbst noch in seinem heute fragmentarischen Zustand ein Kunstwerk von europäischem Rang. Klausen - ein bereits von Albrecht Dürer gezeichnetes Bilderbuchstädtchen im Eisacktal - wird von der "Akropolis Südtirols", der Klosterfestung Säben, überragt.

4. Tag (Mo): Streifzug durchs Meraner Land

In der hübschen Altstadt von Meran besichtigen wir die St. Nikolaus Kirche. Neben Schnitzaltären birgt der gotische Hallenraum auch Gemälde des bedeutenden Tiroler Malers Martin Knoller. Über die Weinstrasse, vorbei an so berühmten Orten wie Terlan und Tramin, erreichen wir Kastelaz. In der reizvoll gelegenen St. Jakobskirche gibt es vorzügliche romanische und gotische Fresken zu sehen. Am Nachmittag sind wir zunächst in Kaltern, das zu den schönsten Weindörfern Italiens gehört. Anschliessende Weindegustation in der 1898 gegründeten Genossenschaftskellerei von Tramin. Die neugebaute, lichtdurchflutete Vinothek bietet neben den intensiv fruchtbetonten Weinen dieser Gegend einen zusätzlich berauschenden Blick auf die umliegenden Weingüter und zum Kalterer See.

5. Tag (Di): Konzilsstadt Trient – Triumph der Renaissance

Wegen seiner zentralen Lage - auf halbem Weg zwischen der Papststadt Rom und den grossen protestantischen Reichsstädten Süddeutschlands - wurde Trient zum Tagungsort des Tridentiner Konzils gewählt. In mehreren Sitzungsperioden wurde zwischen 1545 und 1563 über den Zustand der Römischen Kirche diskutiert und die Weichen für die Gegenreformation gestellt. In diese Zeit fiel auch die Neugestaltung der bis dahin mittelalterlich geprägten Stadt im Renaissancestil. Als Sitz eines Fürstbischofs mit eigenem Territorium nahm Trient den repräsentativen Charakter einer Haupt- und Residenzstadt an. So ist die Altstadt überreich an bedeutenden Bau- und Kunstwerken aus allen Epochen. Wir besichtigen den Dom, die Kirche Sta. Maria Maggiore und das gewaltige Castello del Buonconsiglio, wo besonders die Renaissancefresken im Magno Palazzo und die gotischen Monatsbilder im Adlerturm unser Interesse fesseln.

6. Tag (Mi): Mittelalterliche Kostbarkeiten im Vinschgau

Herrliche Landschaftspanoramen öffnen sich bei unserer Fahrt durch das Vinschgau. Die in klaren Umrissen gemalten Bilder in St. Prokulus zu Naturns erzählen – nicht ohne Humor – die Geschichte des Kirchenpatrons. Nach der Mittagspause in Glurns gelangen wir durch das Münstertal nach Graubünden. In der direkt hinter der Grenze gelegenen Gemeinde Müstair bilden Klosterkirche und das Museum im Plantaturm ein einzigartiges Ensemble mittelalterlicher Klosterkultur, das zum Weltkulturerbe der Unesco gehört. Am Nachmittag besuchen wir das hoch über Meran gelegenen Schloss der Grafen von Tirol, in dem heute das Südtiroler Landesmuseum residiert.

7. Tag (Do): Bischofsstadt Brixen und Kloster Neustift

Heute besuchen wir die alte, im reizvollen Eisacktal gelegene Bischofsstadt Brixen. In der bezaubernden Altstadt stehen der verschwenderisch ausgestattete Dom und der Domkreuzgang auf unserem Besichtigungsprogramm. Hinreissend sind die gut erhaltenen gotischen Fresken, die neben der Illustration von Heiligenlegenden auch Einblicke in den Alltag der damals lebenden Menschen geben. Überraschend ist die Darstellung eines Elefanten; ob es sich dabei um den Geschenk-Elefanten Soliman handelt,  der 1552 auf seiner Reise nach Wien zwei Wochen Rast in Brixen machte? In der Hofburg, einem mächtigen Renaissanceschloss, staunen wir über den Domschatz sowie die Krippensammlung. Nach der Mittagspause besuchen wir das Kloster Neustift mit seiner bewundernswerten barocken Klosterkirche und dem ebenso schönen Rokokosaal der Bibliothek.

8. Tag (Fr): Abschied vom Südtirol

Heute heisst es Abschied nehmen - nicht jedoch, bevor wir noch zwei hochrangige Werke spätgotischer Schnitzkunst gesehen haben: In der Mariä Himmelfahrt Kirche von Lana staunen wir über den berühmten, von Hans Schnatterpeck geschaffenen und mit 14 Metern Höhe grössten gotischen Schnitzaltar des gesamten Alpenraums. Nicht weniger eindrucksvoll ist Michael Pachers Marienaltar, den wir in der Pfarrkirche des Bozener Stadtteils Gries bewundern. Rückfahrt nach Zürich mit Ankunft am frühen Abend.