Dauer

8 Reisetage

Reiseleitung

Timo Goldmann
Timo Goldmann

 

Leistungen

  • Reise im bequemen Reisebus ab Zürich und Basel
  • 7 Übernachtungen mit Frühstück in gehobener Hotelklasse
  • 7 Abend- bzw. Mittagessen
  • Eintritte, Führungen und Bootsfahrt lt. Programm
  • Reiseliteratur
  • Mindestteilnehmerzahl 12 / maximal 25

Preis pro Person im Doppelzimmer:
CHF 3440
Preis pro Person im Einzelzimmer:
CHF 3980

Reiserücktritts-Versicherung
(fakultativ): Preis auf Anfrage

Die Glockenspiele der Belfriede, der charakteristischen flämischen Stadttürme, sind die akustische Überraschung in dieser wohl reichsten Kunstlandschaft nördlich der Alpen. Wo sonst in Europa als in den historischen Regionen Flandern und Brabant findet sich auf kleinem Gebiet eine solche Fülle an einzigartigen Bau- und Kunstwerken? Der Handel und die Tuchherstellung bescherten den stolzen Städten Belgiens grossen Wohlstand. Zusammen mit den Ambitionen der Herzöge von Burgund, zu deren Reich das Gebiet seit dem 14. Jahrhundert gehörte, war damit der Boden bereitet, auf dem die schönsten Werke der spätgotischen Kunst erblühen sollten. Der Wettstreit zwischen den Handelsherren auf der einen und den Herzögen auf der anderen Seite, ihre unterschiedlichen wirtschaftlichen, politischen und religiösen Ziele, führen zum Herbst des Mittelalters, so der Titel eines epochalen Buches von Johan Huizinga. Der reizvolle Gegensatz zwischen dem farbigen Leben in den Städten und der unerwarteten Stille auf dem Lande lassen diese Reise zu einem unvergesslichen Erlebnis für die Sinne werden.

1. Tag (Mi): Reise nach Flandern

Fahrt im Reisebus von Zürich über Basel nach Flandern. 7 Übernachtungen und Abendessen in Gent. Unser Hotel NH-Belfort befindet sich im Zentrum der schönen Hauptstadt Ostflanderns.

2. Tag (Do): Gent - Stadt der Türme

Die herrliche Altstadt von Gent überrascht durch den Wechsel von grosszügigen Plätzen, kleinen Gassen und romantischen Wasserläufen. Wir sehen den Belfried, das Rathaus, die Tuchhalle und den alten Hafen mit seinen Gildehäusern. Unheimlich und düster wirkt die mächtige Burg Gravensteen. In St. Bavo bewundern wir den Genter Altar der Brüder van Eyck, ein Schlüsselwerk der Kunstgeschichte. Nach einer Bootsfahrt auf den Kanälen der Leie steht der Nachmittag für eigene Entdeckungen zur Verfügung. Möglich ist ein Spaziergang zu den beiden Genter Beginenhöfen oder ein Besuch des reichbestückten Kunstmuseums.

3. Tag (Fr): Brügge - Weltstadt des Mittelalters

In Brügge scheint die Zeit still zu stehen; malerische Gassen und Kanäle, Giebelhäuser und Kirchen sowie Türme und Tore prägen das Stadtbild. Ein Spaziergang lässt uns eintauchen in den Reichtum und das Leben einer der blühendsten Städte des späten Mittelalters. Wir erkunden den zauberhaften Beginenhof und die kostbar dekorierten Säle von Rathaus und Freiamt. In der Liebfrauenkirche befinden sich Michelangelos Brügger Madonna sowie die prächtigen Gräber Karls des Kühnen und seiner Tochter Maria von Burgund. Sehenswerte Museen sind das Sint-Janshospitaal mit Meisterwerken von Hans Memling und das Groeninge-Museum.

4. Tag (Sa): Hafenstadt Antwerpen

Wir beginnen unsere Besichtigung Antwerpens am monumentalen, vor mehr als einhundert Jahren errichteten Hauptbahnhof, den die Antwerpener ihre Spoorwegkathedraal nennen. Einen überwältigenden Eindruck hinterlässt der Grote Markt mit Gildehäusern und dem prächtigen Rathaus. In der riesigen Liebfrauen-Kathedrale, deren filigraner Nordturm die Altstadt beherrscht, widmen wir uns den bedeutenden Altarbildern von Peter Paul Rubens. Einblicke in die Lebenswelt dieses grössten flämischen Malers vermittelt sein Wohnhaus. Zeit für einen Bummel über die Antwerpener Prachtstrasse Meir oder für einen Besuch im berühmten Verlagshaus Plantin-Moretus am Frijdagmarkt.

5. Tag (So): Hauptstadt Brüssel

Barocke Paläste und neue Verwaltungsgebäude prägen das Stadtbild Brüssels ebenso wie Bauwerke des Jugendstils. Die Grand-Place gilt als einer der schönsten Plätze der Welt. In der gotischen Kathedrale beeindrucken ganz besonders die farbigen Glasfenster aus Renaissance und Manierismus. Um 1900 entwickelte sich Brüssel neben Wien oder Barcelona zu einer der europäischen Hauptstädte des Jugendstils. Unübertroffenes Gesamtkunstwerk dieser Kunstrichtung ist das Wohnhaus des Architekten Victor Horta. Der Grand Sablon, ein quirliger Platz mit Flohmarkt, Galerien und Cafés lädt am Nachmittag zu eigenen Entdeckungen und zum gemütlichen Schlendern ein.

6. Tag (Mo): Ypern und Westflandern

Ein Juwel spätgotischer Baukunst ist das Rathaus des für seine Tapisserien berühmten Städtchens Oudenaarde. In Kortrijk besuchen wir den stimmungsvollen Beginenhof und erfahren vom Leben seiner Bewohnerinnen: Frauenpower im Mittelalter! Im westflämischen Ypern erinnert die monumentale Menenpoort an die gefallenen und vermissten Soldaten, die in den Flandernschlachten des 1. Weltkriegs auf englischer Seite kämpften. Tuchhalle und Stadtkirche stellen eines der grossartigsten Architekturensembles des Mittelalters in Europa dar.

7. Tag (Di): Löwen und Mecheln

Das Stadhuis der berühmten Universitätsstadt Löwen zählt wegen seines überreichen Schmucks zu den schönsten Rathäusern Europas. Zur reichen Ausstattung der gotischen Sankt-Peterskirche gehören der vollständig erhaltene Lettner und zwei wertvolle Triptychen des Löwener Stadtmalers Dirk Bouts. Mecheln ist die Stadt der Margarete von Österreich, einer ganz aussergewöhnlichen Frau in der Männerwelt des 16. Jahrhunderts. Wir sehen ihren Palast und ihr Denkmal auf dem von prächtigen Patrizierhäusern umringten Markplatz. Nicht nur in der Kathedrale, sondern auch in anderen Kirchen der Stadt blieb eine Vielzahl kostbarer Altarbilder, darunter mehrere Werke von Rubens, erhalten.

8. Tag (Mi): Flandern – Luxemburg – Schweiz

Nach einem Mittagsaufenthalt in Luxemburg, der Hauptstadt des gleichnamigen Grossherzogtums, fahren wir zurück in die Schweiz. Ankunft in Basel und Zürich am frühen Abend.