Dauer

8 Reisetage

Reiseleitung

Uwe Zenner
Uwe Zenner

Leistungen

  • Fahrt im bequemen Reisebus ab Zürich/Basel
  • 7 Übernachtungen mit Frühstück in gehobener Hotelklasse
  • 7 Mittag- bzw. Abendessen
  • Besichtigungen und Führungen lt. Programm
  • Reiseliteratur
  • Mindestteilnehmerzahl: 12 / maximal 25

Preis pro Person im Doppelzimmer
CHF 2490
Preis pro Person im Einzelzimmer
CHF 2610

Reiserücktritts-Versicherung (fakultativ):
ab CHF 62

Die weiten und stillen Landschaften am Niederrhein, geprägt von idyllischen Flussauen und ausgedehnten Heidemooren, knorrigen Kopfweiden, Wäldern und Landwirtschaft, bilden oft einen starken Kontrast zu den machtvollen Domen und Toren der alten, nicht selten von den Römern gegründeten Städte. Die zahlreichen romanischen Baudenkmäler dieses Gebiets spiegeln die Bedeutung des Rheins als politische, kirchengeschichtliche und wirtschaftliche Schlagader des mittelalterlichen Kaiserreichs wider. Hinzu kommen historische Schloss- und Gartenanlagen, herausragende Sammlungen alter, moderner und zeitgenössischer Kunst sowie die faszinierenden Rheinmetropolen Düsseldorf und Köln. In Essen, dem wirtschaftlichen Herz des Ruhrgebiets, und auf der Museumsinsel Hombroich bei Neuss bestaunen wir die Zeugnisse einer geglückten Transformation von der Industrie- zur facettenreichen Kulturlandschaft, kurz gesagt: Kommen und staunen Sie am Niederrhein!

1. Tag (Do): Reise an den Niederrhein

Fahrt im bequemen Reisebus von Zürich und Basel nach Düsseldorf. Unterwegshalt im pfälzischen Deidesheim. Wahrzeichen des charmanten Winzerstädtchens ist das am schmucken Marktplatz gelegene Rathaus mit seiner grossen Freitreppe und baldachinartigem Vorbau. Bei einem Rundgang durch die malerische Altstadt überraschen die bezaubernden Winzerhäuser, die in ihrer architektonischen Gestaltung an kleine Adelspalais erinnern. Nach der Mittagspause Weiterfahrt nach Düsseldorf. 6 Übernachtungen und Abendessen im beschaulichen Düsseldorfer Stadtteil Kaiserswerth.

2. Tag (Fr): Xanten und Krefeld - Antike, Romanik und Moderne

In der kleinen Stadt Xanten, deren spätromanische Stiftskirche St. Viktor gross und unerschütterlich vor dem weiten Horizont der niederrheinischen Tiefebene steht, begegnet man auf Schritt und Tritt der Vergangenheit. Das fünfschiffige Kircheninnere birgt prächtige Werke der niederrheinischen Renaissance. Auf dem Gelände der römischen Stadt Colonia Ulpia Traiana geben ausgegrabene und rekonstruierte Bauwerke anschaulich Auskunft über das Leben einer Römerstadt im antiken Germanien. In der Nikolaikirche von Kalkar blieben neun kostbare Schnitzaltäre der Spätgotik erhalten. In Krefeld gibt es gleich mehrere Bauhausvillen zu bestaunen. Wir besuchen die von Mies van der Rohe errichteten Häuser Lange und Esters.

3. Tag (Sa): Köln und seine Kirchen

Mit seinen zwölf romanischen Kirchen besitzt Köln ein architektonisches Erbe, das mit keiner anderen europäischen Stadt vergleichbar ist. Die zu den bedeutendsten Bauwerken der Epoche gehörenden Kloster- und Stiftskirchen St. Maria im Kapitol, St. Gereon, St. Pantaleon mit dem Grab der Kaiserin Theophanu und Gross St. Martin besuchen wir bei unserem Stadtrundgang am Vormittag. Wahrzeichen und Mittelpunkt der Rheinmetropole ist jedoch der gotische Dom, ein Unesco-Weltkulturerbe und Bau der Superlative. Mit der Harmonisierung sämtlicher Bauelemente wurde hier die gotisch-mittelalterliche Architektur zur Vollendung geführt. Für den Nachmittag schlagen wir einen Besuch im Museum Ludwig vor, wo herausragende Werke von der Klassischen Moderne zu sehen sind.

4. Tag (So): Düsseldorf – Mode, Kunst und Pinten

Kurfürst Jan Wellem von der Pfalz, der übrigens mit einer kunstsinnigen Medici-Prinzessin verheiratet war, begründete im 17. Jh. den Ruf Düsseldorfs als Kunststadt. Ein erster Rundgang durch das Zentrum der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt führt uns auch zur berühmten Königsallee, kurz Kö genannt. Der Mode- und Geschäftsboulevard begeistert durch seinen schönen Baumbestand und den mit Wasserspielen geschmückten Stadtgraben. Gemütlich geht es in der Altstadt zu, die wegen ihrer traditionellen Brauhäuser und urigen Pinten auch als „längste Theke der Welt“ bezeichnet wird und wo in schmalen Gassen alte Kirchen stehen. Vielleicht spazieren Sie am freien Nachmittag über die autofreie Rheinuferpromenade und bestaunen Frank O. Gehrys architektonisch überraschendes Kunst- und Medienzentrum am Rheinhafen. Fakultativ können Sie aber auch mit Ihrem Reiseleiter die Kunstsammlung des Landes Nordrhein-Westfalen besuchen.

5. Tag (Mo): Neuss – Begegnung mit Kunst und Natur

Das Neusser St. Quirinus-Münster ist ein herausragendes Beispiel romanischer Sakralarchitektur am Niederrhein. Die reich gestaltete Westfassade und der mit einem hohen Vierungsturm versehene Kleeblattchor bestimmen das Äussere, harmonische Verhältnisse und elegante Formen den Innenraum. Nach der Mittagspause besuchen wir mit dem Museum Insel Hombroich einen ganz besonderen Ort, der jenseits des hektischen Alltags und modischer Trends zur unmittelbaren Begegnung mit Kunst und Natur einlädt. Eingebettet in eine einfühlsam gestaltete Auenlandschaft an der Erft ist in zehn als Architekturskulpturen gestalteten Pavillons die Kunstsammlung des Düsseldorfer Mäzens und Stifters Karl-Heinrich Müller zu sehen. Zur Sammlung gehören neben fernöstlicher Kunst Werke von Lovis Corinth, Hans Arp, Kurt Schwitters, Alexander Calder, Henri Matisse und vielen anderen.

6. Tag (Di): Essen – Kunst und Industriekultur

In Essen gehört die Zeche Zollverein mit ihren Fördertürmen, Schachtanlagen und Kokereien zu den bedeutendsten Industriedenkmälern Europas; seit 2011 ist sie ein Unesco-Weltkulturerbe. Während einer Rundfahrt im Elektrobus erfahren wir alles über die Geschichte und Funktion dieses weitläufigen Industriekomplexes und erleben, wie seine Umwandlung zur Heimat für Kunst und Kultur glücken konnte. Natürlich hat Essen noch viel mehr zu bieten: Im Stadtteil Werden sind die romanische Abteikirche und die historische Altstadt sehenswert, das Essener Münster besitzt einen kostbaren Kirchenschatz und das architektonisch aussergewöhnliche Westwerk des ottonischen Vorgängerbaus. Last but not least gehört das Museum Folkwang heute zu den renommiertesten Sammlungen französischer und deutscher Kunst der klassischen Moderne.

7. Tag (Mi): Von Mönchen und Gärtnern

Die romanischen Kirchen der Abteien Knechtsteden und Brauweiler haben im Grossen und Ganzen ihr Aussehen des 12. Jahrhunderts bewahrt; beide zeichnen sich auch durch eine reiche farbige Gestaltung im Innern aus. Einen absoluten Höhepunkt gotischer Baukunst stellt die herrliche Zisterzienserkirche von Altenberg dar, der sog. Bergische Dom. Dann wird es noch einmal höfisch. Das Ensemble von Schloss und Park Benrath kann als eines der herausragenden Gesamtkunstwerke des Rokoko in Europa gelten. Im Schloss hat vor einigen Jahren das Museum für europäische Gartenkunst seine Heimstatt gefunden.

8. Tag (Do): Über Maria Laach zurück in die Schweiz

Heute nehmen wir Abschied vom Niederrhein. Unterwegshalt an der Benediktinerabtei Maria Laach in der Eifel. Die sechstürmige Klosterkirche ist eines der schönsten Denkmäler der romanischen Baukunst in Deutschland. In prachtvoller Lage thront sie, umgeben von Wäldern, über dem Ufer des Laacher Vulkansees. Nach einem Rundgang durch die aus Paradies, Kreuzgang und Klosterkirche bestehende Anlage geht es nach Hause in die Schweiz. Ankunft in Basel und Zürich am frühen Abend.